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Knusprig-leichte Lebkuchen-Waffeln am Weihnachtsmorgen

Außen knusprig, innen fluffig und unwiderstehlich duftend locken diese frischen Lebkuchen-Waffeln aus dem belgischen Waffeleisen am Weihnachtsmorgen alle an den Frühstückstisch. Eine Tasse Kaffee dazu und ich bin rundum glücklich. Zum einen, weil diese Waffeln ohne großen Aufwand zuzubereiten sind und auch, weil sie ganz ohne Butter auskommen. Der Teig aus Mehl, Ei, Topfen und Gewürzen wird einfach mit dem Löffel verrührt und kommt sogleich ins heiße Eisen. Und einem gemütlichen, gemeinsamen Festtagsfrühstück – im crazy Pyjama 🎄🧑🏻‍🎄 und mit flauschigen Weihnachtssocken – steht nichts im Weg. So soll der Weihnachtsmorgen sein!

Lebkuchen-Waffel auf einem grauen Steingutteller mit Zimtmousse, einem Lebkkuchenstern, Granatapfelkernen und Ahornsirup, daneben goldenes Dessertbesteck, dazu Sirup in einem Becher
Zwei Lebkuchen-Waffeln auf grauem Steingutteller mit etwas Staubzucker, dekoriert mit Lebkuchensterenen, ein Becher mit dunklem Sirup. eine große champagnerfarbene Masche, kleine braune Zuckersterne in kleiner weißer Schale, goldenes Dessertbesteck daneben

Fluffig-weiche und superleichte Weihnachtswaffeln

Nach den vielen Weihnachtskeksen im Advent dürfen die Weihnachtswaffeln ruhig etwas kalorienärmer sein. Ohne Unmengen an Butter und Zucker, dafür mit Topfen und reichlich Weihnachtsgewürzen. Die Waffeln werden auch ohne Butter schön knusprig. Dafür kommt man allerdings um ein gutes, stark erhitztes Waffeleisen nicht rum. Richtig groß und schön dick werden sie mit einem belgischen Waffeleisen. Dieses sprühe ich mit etwas Öl aus der Sprühflasche ein, das spart im Vergleich zum Bepinseln Kalorien. Ein wenig Fett ist zum Backen aber nötig, damit die Waffeln nicht kleben bleiben. Wichtig ist, dass das Eisen vor dem Backen weiterer Waffeln wieder sehr heiß ist. Beim Backen soll der Dampf entweichen können und nach dem Backen kommen sie kurz auf ein Abkühlgitter, nicht gleich auf den Teller. So weichen die Waffeln nicht auf und bleiben knusprig. Sollten Waffeln übrig bleiben, kann man sie wieder im Waffeleisen erhitzen. Frische Waffeln schmecken allerdings am besten.

Zwei Teller mit Lebkuchenwaffeln und zweimal goldene Dessertgabel und Löffel, weißes Geschirrtuch mit Goldsternen als Dekor, einige bronzefarbene Dekosterne, Lebkuchengewürz, Zuckersterne und Ahornsirup in kleinen weißen Gefäßen

Lebkuchen-Waffeln mit Sirup und Früchten

Minimalisten wie mein Mann mögen Waffeln ausschließlich mit einer dünnen Schicht Puderzucker. Für mich sind Waffeln ohne Ahornsirup und Früchte (vorzugsweise Banane oder Beeren) hingegen undenkbar. Butter wie in Amerika brauche ich keine, aber ohne Sirup – gern auch mit Dattelsirup – geht für mich nur schwer!
An Weihnachten serviere ich die Waffeln mit einer Zimt Mousse aus der The-Taste-of-Winter-Edition von Dr. Oetker (unbezahlte Werbung) samt beigefügter Schokosternchen.
Als Dekoration gibt es selbst gebackenen Lebkuchen.


REZEPT LEBKUCHEN-WAFFELN

Menge: 4 Port.

Energie: 185 kcal pro Waffel

Zutaten

  • 70 g Mehl, glatt
  • 5 g Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Magertopfen
  • 2 Eier
  • ½–1 TL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Backkakao
  • etwas gemahlene Vanille
  • ev. Süßstoff (oder 1 EL Zucker)

Zubereitung

  1. Mehl, Backpulver und Salz mit dem Magertopfen, den Eiern und den Gewürzen verrühren. Nach Belieben leicht süßen.
  2. Waffeleisen mit wenig Öl bepinseln oder besprühen und vier Waffeln backen.
  3. Mit Früchten nach Wahl und Ahorn- oder Dattelsirup servieren.

Schöne Feiertage wünscht euch eure sugar&rose.

Die 10 Gebote für himmlische Vanillekipferl

Vanillekipferl sind das Highlight am weihnachtlichen Keksteller – und das nicht nur bei uns. Neben Linzeraugen, Lebkuchen und Kokosbusserln zählen Vanillekipferl zu den beliebtesten Kekssorten der Österreicher+innen. Sie sollen zart und mürbe sein, nicht weich oder krümelig, kräftig nach Vanillezucker schmecken und auf der Zunge zergehen. Wie die von der Oma – damals in der Kindheit!
Wenn ich im Advent mit dem Keksbacken starte, kommt von Kollegen stets die gleiche Frage: „Machst du wieder Vanillekipferl?“ – Gleichbedeutend mit „Bekomme ich wieder welche?“ (PS: Ich verwende hier bewusst die männliche Form, weil in meinem Umfeld vor allem Männer große Vanillekipferl-Liebhaber sind.)
Da ich oft nach dem alten Familienrezept gefragt werde und wie genau ich diese unsagbar köstlichen und himmlisch mürben Vanillekipferl zubereite, habe ich meine Tipps als 10 Gebote für himmlisch mürbe Vanillekipferl zusammengefasst.

Eine große Menge Vanillekipferl auf weißem Brett

Das Vanillekipferl-Rezept meiner Uroma

Nach jahrlanger Übung – natürlich mit einigen Fehlschlägen und zahlreichen zerbrochenen Kipferln – wage ich zu behaupten, dass ich mittlerweile die hohe Kunst des Vanillekipferl-Backens beherrsche und in die Fußstapfen meiner Mutter, Oma und auch meiner Uroma treten kann. 😉 Die Vanillekipferl meiner Oma waren geradezu legendär. Verwandtschaft und Nachbarschaft preisen heute noch ihre himmlisch mürben Vanillekipferl.
Das Vanillekipferl-Rezept, welches meine Uroma um 1900 im Familienkochbuch niedergeschrieben hat, habe ich schon vielfach weitergegeben und dennoch höre ich oft, dass sie zwar gelungen sind, aber nicht so schmecken wie meine. Also sind nicht die Zutaten das große Geheimnis, sondern die Zubereitung. Hier und heute verrate ich euch meine 10 Gebote für absolut himmlische Vanillekipferl.

Zubereitungsschritte: Mürbteigkugel, daneben eine Rolle Mürbteig in Stücke geschnitten, einmal zu einer länglichen Nudel geformt, dann zum Kipferl. Darunter ungebackene Kipferl auf Backblech und eine Schale mit Vanillezucker zum Wälzen.

Die 10 Gebote für himmlisch mürbe Vanillekipferl

  1. Weder Mandeln noch Haselnüsse, sondern Walnüsse sind die Basis unseres Familienrezepts. Die ausgelösten Walnüsse werden nicht gemahlen und auch nicht fertig gerieben gekauft, sondern durch den Fleischwolf (mit der mittleren der 3 Lochscheiben) gedreht. Durch den leichten Druck auf die Nüsse beim „Faschieren“ wird etwas Fett frei gesetzt. Dieses macht die Kipferl mürbe und sorgt für eine gute Bindung des Nuss-Mürbteigs.
  2. Natürlich Butter, keine Margarine – wenngleich sie meine Mutter zeitweise auch mit Thea gebacken hat.
  3. Den Teig mit kalten Händen rasch verkneten und die Kipferl händisch formen (siehe Foto), nicht in Vanillekipferl-Backformen drücken. Rasches Arbeiten und ein kühler Teig sind wichtig, damit die Kipferl später nicht zerlaufen oder zerfallen.
  4. Die Kipferl nur solange backen, bis sie an den Spitzen leicht Farbe annehmen und noch einen weichen Kern haben. Eventuell ein Probekipferl entnehmen und testen: Lässt es sich vom Blech heben, sind sie fertig. Zu lange gebackene Kipferl werden hart und trocken.
  5. Ich verwende Backtrennpapier. Damit die Kipferl nach der Backzeit nicht am heißen Blech nachbacken und an der Unterseite dunkel werden, ziehe ich sie samt Papier auf die Arbeitsplatte und von dort rasch in die vorbereitete Zuckermischung.
  6. Zuckermischung: Staubzucker und Vanillinzucker in einer flachen Schüssel vermengen. Ich gebe noch Bourbon-Vanillezucker oder etwas gemahlene Bourbon-Vanille hinzu. Frisches Mark aus der Vanilleschote verklebt den Zucker.
  7. Stets nur ein Blech nach dem anderen backen und die Kipferl gleich nach dem Herausnehmen aus dem Rohr im Zuckergemisch wenden, da der Zucker an kalten Kipferln nicht mehr haftet. Die Kipferl nicht nur an der Oberfläche mit Zucker bestreuen, sondern rundherum darin wenden. Für den typischen Vanillekipferl-Geschmack gehört eine dicke Zuckerschicht. Sie schützt auch vor dem Austrocknen.
  8. Die noch heißen Kipferl einzeln bzw. nur wenige gleichzeitig mit der Unterseite in das Zuckergemisch legen und den Zucker über die Kipferl verteilen. Möglichst wenig wenden und nicht zu fest drücken, damit sie nicht brechen.
  9. Die Kipferl zum Abkühlen nebeneinander und nicht übereinander legen.
  10. Die ausgekühlten Vanillekipferl vorsichtig in eine Keramikschüssel oder Kunststoffbox schichten, mit einem Geschirrtuch abdecken und kühl (aber nicht im Kühlschrank) lagern. Ein Deckel sollte erst einen Tag nach dem Backen aufgesetzt werden.
Fertig in Zucker gewälzte Vanillekipferl nebeneinander auf schwarzer Granitplatte zum Abkühlen aufgelegt.

Vanillekipferl, Vanilleherzen und Vanille-Cookies

Ein Rezept, unterschiedliche Formen. Wem das Wuzeln der Kipferl zu viel Aufwand ist, der schneidet vom Mürbteig Scheiben ab und drückt sie mit einer Gabel flach. So hat man in Windeseile kleine Vanille-Cookies.
Oder man drückt den Teig in kleine Herzformen. Während ich Einheits-Vanillekipferl aus der Backform nicht mag, finde ich die kleinen Vanilleherzen herz-allerliebst. Und im Vergleich zu Vanillekipferln sehen die Vanilleherzen hübscher aus, wenn man den Zucker darüber siebt.

Einige gezuckerte runde Vanille-Cookies auf Holzbrett mit viel Staubzucker darunter; im Hintergrund ein kleiner Keramikweihnachtsmann, zwei Dekobäume und ein roter Weihnachtsmannschlitten
Zahlreiche Vanilleherzen auf weißem Untergrund, ein gehäkeltes weißes Tischtuch, rosa Rosen und grüner Buchsbaum sowie ein Zuckersieb


REZEPT VANILLEKIPFERL

Menge: ca. 40

Backform: Backblech mit Backtrennpapier

Zutaten

  • 150 g Butter oder Margarine
  • 50 g Staubzucker
  • 1 P. Vanillinzucker
  • 210 g Mehl
  • 75 g geriebene (faschierte) Walnüsse ♥
  • Staubzucker zum Wälzen
  • 1 P. Vanillinzucker
  • 1 P. Bourbon-Vanillezucker

Zubereitung

  1. Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Heißluft vorheizen.
  2. Mehl und Butter verbröseln, Zucker und Nüsse einarbeiten (mit den Händen oder mit dem Mixer).
  3. Teig zu einer Kugel formen und diesen in Frischhaltefolie gepackt 20–30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.
  4. Teigkugel vierteln, daraus Rollen formen und diese mit einem Messer portionieren.
  5. Mit der flachen Hand zu länglichen Teignudeln rollen und dann zu halbmondförmigen Kipferln formen und auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Blech auflegen.
  6. Im vorgeheizten Rohr ca. 10 Minuten backen bis die Spitzen ganz zart Farbe annehmen (nicht zu dunkel, sonst werden sie hart). Am besten immer im Blickfeld bleiben, da sie rasch verbrennen.
  7. Staubzucker mit Vanillin und Vanillezucker vermischen. Die Kipferl noch heiß in der Zuckermischung vorsichtig wälzen.

Gutes Gelingen wünscht euch eure sugar&rose. Wieviele Kekse habt Ihr schon gebacken?

Weihnachtsbaum & Adventskranz aus Hefeteig

In der Vorweihnachtszeit kommt der Nussstrudel als reichlich geschmückter Hefe-Weihnachtsbaum oder Adventskranz auf den Tisch und sorgt bei Gästen immer für Aufmerksamkeit. Der mit Walnüssen und Zimt gefüllte Hefeteig wird für den Adventskranz strudelförmig eingerollt und zum Kranz geformt. Für den Weihnachtsbaum werden die Lagen übereinander geschichtet, die Ränder eingeschnitten und um die eigene Achse gedreht – drei Lagen Hefeteig und zwei Schichten Walnussfüllung. Pistazien und Cranberrys sowie Zuckersterne sorgen am fluffigen Gebäck für weihnachtliches Flair.

Hefe-Weihnachtsbaum mit Nussfüllung auf weißem Hintergrund, dekoriert mit goldener Sternspitze, kleine roten Sternen, Weihnachtsmännern und grünen Tannenbäumchen

Der Hefe-Weihnachtsbaum wird festlich geschmückt

Nach dem mehrfachen Drehen der waagrecht eingeschnittenen „Tannenzweige“ um die eigene Achse, wobei der „Stamm“ in der Mitte unbearbeitet bleibt, wird die Oberfläche des Hefe-Weihnachtsbaums mit Eigelb bestrichen und dekoriert. Ich habe gehackte grüne Pistazien und getrocknete Cranberrys sowie weihnachtliche Zuckerstreusel verwendet.
Zum Verschenken binde ich gerne eine große Schleife um den Baumstamm und setze einen dekorativen Drahtstern an die Spitze. Nach Belieben kann der Baum noch feierlich „geschmückt“ werden, zum Beispiel mit Deko-Sternen, Tannenbäumchen oder Weihnachtsmännern.

Hefe-Weihnachtsbaum mit gedrehten Zweigen, dekoriert mit grünen Pistazien, roten Cranberrys, weißem Hagelzucker und kleine silbernen Zuckersternchen
Hefe-Weihnachtsbaum mit Nussfüllung, dekoriert mit grüner Schleife und roten Sternen, im Hintergrund zwei kleine schneebedeckte Dekoweihnachtsbäume auf Holz und weiße Spitzendecke

Gleiches Rezept, andere Form: Hefe-Adventskranz

Für den Nusskranz (Adventskranz) bestreiche ich den rechteckig ausgerollten Hefeteig mit Nussfüllung, rolle ihn zum Strudel auf und schneide ihn im Anschluss der Länge nach in zwei Stränge. Diese werden ineinander verkordelt, wobei die Schnittkanten nach oben schauen sollten. Der gedrehte Nussstrudel wird zum Kranz geformt, die Enden zusammengedrückt und nach unten eingeschlagen. Vor dem Backen lasse ich den Hefeteig zugedeckt nochmals eine knappe halbe Stunde gehen.
Nach dem Auskühlen bestreue ich das Hefegebäck mit Staubzucker beziehungsweise stelle ich im Advent auch mal eine Kerze in die Kranzmitte. Oder ich dekoriere den Kranz wie einen Adventskranz mit vier Kerzen. Ebenso wie der Hefe-Weihnachtsbaum kann er auch mit Hagelzucker, Pistazien und frischen oder getrockneten Cranberrys verziert werden.

Hefe-Nusskranz auf messingfarbenen runden Metallteller, darunter rosefarbene Blättergirlande
Hefe-Nusskranz auf Messingteller dekoriert wie ein Adventskranz mit vier weinroten Kerzen, kleinen mit Kunstschnee überzogenen Bockerl und rote Beeren

Mit der Haltbarkeit gibt es beim Hefe-Adventskranz allerdings Probleme. Einmal angeschnitten, überlebt er in der Regel das erste Advent-Wochenende nicht. 😉
Daher binde ich uns alljährlich auch einen großen Kranz aus heimischem Tannenreisig.


REZEPT HEFE-WEIHNACHTSBAUM ODER ADVENTSKRANZ

Menge: 1 Baum

Backform: Backblech

Zutaten

  • 200 ml Milch
  • 20 g Hefe (Germ) frisch
  • 80 g Butter, flüssig
  • 1 Ei
  • 500 g Weizenmehl, universal oder glatt
  • 70 g Feinkristallzucker
  • 5 g Salz
  • Abrieb von ½ Biozitrone ♥
  • 140 ml Milch
  • 250 g gemahlene Walnüsse, gerieben
  • 90 g Kristallzucker
  • 30 ml Rum
  • ½–1 TL Zimt ♥
  • 1 Eigelb + 2 EL Milch zum Bestreichen ♥
  • ev. Hagelzucker, Pistazien, getrocknete Cranberrys zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Die Hefe in der zimmerwarmen Milch auflösen. Ei einrühren.
  2. Mehl, Zucker und Salz sowie den Zitronenabrieb in eine Rührschüssel geben. Hefemischung und handwarme flüssige Butter zufügen und mit dem Knethaken des Mixers zu einem glatten Teig kneten: 3 Minuten bei kleiner Stufe (langsam), danach 7 Minuten bei intensivster Stufe (schnell).
  3. Den Teig mit einem Küchentuch abdecken und bei Zimmertemperatur etwa 1,5–2 Stunden gehen lassen.
  4. Nussfüllung zubereiten: Milch aufkochen, Nüsse, Zucker, Rum und Zimt beigeben, verrühren und vom Herd nehmen. Abkühlen lassen.

    NUSSKRANZ:
  5. Den Germteig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa einen Zentimeter dick rechteckig ausrollen.
  6. Nussfüllung aufstreichen und zu einem Strang aufrollen. Die Enden etwas zusammendrücken.
  7. Die Teigrolle mit einem scharfen Messer der Länge nach aufschneiden und kordelähnlich verdrehen und zu einem Kranz formen. Die Enden nach unten einschlagen. (Mit Punkt 11 fortsetzen.)

    TANNENBAUM:
  8. (Punkt 1–4 wie Nusskranz.) Germteig in 2 Teile teilen und zu Dreiecken ausrollen.
  9. Einen Teil mit Nussfüllung bestreichen, den zweiten Teig auflegen und in Tannenbaumform beschneiden.
  10. Von der Mitte aus jeweils links und rechts vom „Stamm“ den Teig im Abstand von 2,5–3 cmm einschneiden und jeweils einige Male um die eigene Achse drehen.
  11. Den Germteig auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Backblech legen und zugedeckt nochmals 20–30 Minuten gehen lassen.
  12. Backrohr auf 170 °C Umluft vorheizen.
  13. Nusskranz mit der Eimischung bestreichen, eventuell mit Hagelzucker und Nüssen bestreuen und im Rohr etwa 25–30 Minuten goldbraun backen.

Einen schönen ersten Advent wünscht euch eure sugar&rose.

Esterházy-Torte

„Wenn ich mir zum Geburtstag etwas wünschen darf, dann bitte eine Esterházy-Torte.“ (Sohnemann) – „Machst du mal wieder eine richtig ‚geile‘ Esterházy-Torte mit Vanillebuttercreme und Nussböden und mit dicker Zuckerglasur? Die Kirschen müssen nicht sein.“ (Ehemann) – „Ja, so eine Torte mit richtig dicker Creme hätt‘ ich auch gern mal wieder. Esterházy-Torte ist meine absolute Lieblingstorte!“ (Patenkind)
Jahrelang gab es im sugar&rose-Haushalt keine so deftige Torte mehr. Aber wie könnte man da Nein sagen? Allerdings habe ich die Tortengröße etwas reduziert – auf ein 20cm-Törtchen.

Esterházy-Torte auf weißer Etagere, dekoriert mit lila Blüten der Glockenrebe
Esterházy-Torte auf Etagere. Sichbar sind die sechs Nussböden, dazwischen liegt die eigelbe Buttercreme, jede Schicht tupfenförmig aufgetragen

Schicht für Schicht: Nussbaiser und Vanillebuttercreme

Für den ungarischen Tortenklassiker habe ich sechs kleine Nussbaiser-Böden gebacken (original sind es fünf). Dazu habe ich auf zwei mit Backtrennpapier ausgelegte Bleche jeweils drei Kreise mit 20 cm Durchmesser gezeichnet und die Baisermasse dünn aufgestrichen und sogleich zügig hintereinander 10 Minuten gebacken.
In die Vanillepudding-Buttercreme habe ich einen Teil der Eigelbe und etwas Cognac eingerührt, wodurch die Creme wunderschön gelb ist.
Den mit Marillenmarmelade und Zuckerglasur überzogenen Deckel habe ich erst nach dem Marmorieren aufgesetzt, damit die flüssige Schokolade beim Streifenziehen nicht über die Ränder rinnt. Ich wollte die schönen Buttercreme-Tupfen nicht mit Mandelplättchen abdecken.

Esterházy-Torte von oben mit der typischen schwarz-weißen Esterhazy-Glasur, der oberste Boden rundum mit Krokant bestreut und mit kandierten roten Kirschen belegt

Esterházy-Torte mit oder ohne Kirschen – Hauptsache mit Krokant!

Beim Aufbringen des typischen Esterházy-Musters auf der weißen Fondantglasur fehlte mir leider die Übung. Kurz habe ich überlegt, ob ich die Glasur abnehme und nochmals mache, habe mich aber dagegen entschieden. Geschmack geht über Perfektion! Zum Aufbringen der dunklen Schokostreifen habe ich ein praktisches Dosierfläschchen benutzt, allerdings eine zu große Tülle, wodurch die Streifen nicht so zart sind wie mit einem Papierstanitzel. Und dann – wie peinlich – auch noch einen zu dicken Messerrücken für das wechselseitige Ziehen der Querstreifen. Keine Meisterleistung, ich weiß! Profis verwenden Zahnstocher oder Spießchen, habe ich mir sagen lassen.
Auf den Rand der Zuckerglasur habe ich etwas Krokant aufgestreut. Angeblich wurde die Budapester Kreation ursprünglich mit Krokant zubereitet, nicht mit Mandelplättchen. Schließlich habe ich als Farbtupfer noch kandierte Kirschen (Belegkirschen) aufgelegt. Die wurden aber unmittelbar danach vom sugar&rose-Ehemann höchstpersönlich entfernt: „Die heißen nicht umsonst Cocktailkirschen und dort gehören sie auch hin!“ 😂


REZEPT ESTERHÁZY-TORTE

Menge: 1 Torte

Backform: Backblech oder runde Form (20–24 cm Durchmesser)

Zutaten

  • 8 Eiklar (= ca. 280 g)
  • 1 Prise Salz
  • 140 g Kristallzucker
  • 1 Msp. abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt)
  • je 1 Msp. Zimt + gemahlene Vanille
  • 200 g Mandeln (ungeschält, fein gerieben)
  • 40 g Mehl (glatt) ♥
  • 300 ml Milch
  • 150 g Kristallzucker
  • 1 Vanilleschote (Mark)
  • 37 g Vanillepuddingpulver (= 1 Packung)
  • 3 Eidotter
  • 20 ml Cognac
  • 300 g Butter, zimmerwarm ♥
  • 50 g Marillenmarmelade
  • 1 EL Rum ♥
  • 200 g Staubzucker
  • ca. ½ Eiklar
  • 1 TL gepresster Zitronensaft
  • 20–25 g dunkle Kuvertüre ♥
  • 2 EL Krokant oder gehobelte Mandeln
  • ev. kandierte Kirschen, Cocktail- oder Belegkirschen

Zubereitung

  1. Backrohr auf 180 °C Ober- und Unterhitze (170 ° Heißluft) vorheizen.
  2. Die Eiklar mit dem Salz steif schlagen, Kristallzucker einrieseln lassen und weiter schlagen, bis der Schnee schnittfest ist. Zitronenabrieb, Zimt und Vanille unterheben.
  3. Fein geriebene Mandeln und das gesiebte Mehl vorsichtig unterheben.
  4. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und jeweils 3 Kreise mit 20 cm Ø einzeichnen (5 Kreise bei 24 cm Ø). 
  5. Die Eiweißmasse mit einem Spritzsack auf die Kreise dressieren und diese zügig hintereinander im Rohr ca. 10 Minuten hellbraun backen. Zwischendurch das Rohr 2–3 mal öffnen, damit der Dampf entweichen kann. Die Böden sollen weder zu weich noch zu hart sein und an den Rändern leicht gebräunt.
  6. Buttercreme: Für den Pudding 200 ml Milch mit Zucker und Vanillemark aufkochen. Restliche Milch mit dem Puddingpulver, Eidottern und Cognac glatt rühren und in die kochende Milch einmengen. Abkühlen lassen und immer wieder umrühren.
  7. Die zimmerwarme Butter sehr cremig rühren. Den abgekühlten Pudding löffelweise einrühren, bis eine glatte Creme entsteht. 
  8. Alle Böden (bis auf einen) mit der Buttercreme bestreichen bzw. mit einer glatten Spritztülle Tupfen aufsetzen. Die Böden übereinander schichten.
  9. Marmelade mit Rum erwärmen und durch ein Sieb auf den verbleibenden Tortenboden streichen.
  10. Glasur: Den Staubzucker durch ein feines Sieb streichen. Das Eiklar einrühren und den Zitronensaft dazugeben. Weiter rühren bis sich eine dickliche Glasur bildet. Eventuell tropfenweise kochendes Wasser dazugeben, wenn sie noch zu fest ist. Es dauert etwas, bis die Glasur bindet.
  11. Die Schokolade im Wasserbad erwärmen, eventuell etwas Kokosöl beimengen. Die zähflüssige Schokolade in eine Dressiertüte mit feiner Tülle füllen.
  12. Den mit Marmelade bestrichenen Boden mit der weißen Fondantglasur überziehen und auf die noch weiche Glasur mit der Schokolade Kreise oder Streifen ziehen. Mit einem Holzspieß oder Zahnstocher in abwechselnde Richtungen das typische Fischgrat-Muster ziehen.
  13. Den glasierten Nussbaiser-Deckel vorsichtig aufsetzen. 
  14. Am Rand entlang Krokant aufbringen und mit halbierten Cocktailkirschen belegen.
  15. Die Torte vor dem Anschneiden einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, damit die Buttercreme schnittfest wird.

Liebe Grüße aus der Tortenbäckerei wünscht euch eure sugar&rose.
Raschen Schrittes geht’s nun in die Advent- und Weihnachtsbackstube zum Kekse backen.

Maroni-Gewürzkuchen

Wenn die ersten Maroni-Stände Anfang Oktober in der Stadt aufgestellt werden, sich in den Läden Lebkuchen und Spekulatius stapeln und ich mir die Finger mit aromatischem Wintertee – bald auch mit selbst gemachtem Glühwein 😉 – wärme, legt sich bei mir ein Schalter um. Der Duft von Zimt, Nelken, Kardamom und Vanille versetzt mich unversehens in die Kindheit zurück und die Vorfreude auf den Advent ist sogleich da. Etwas Zeit ist noch, ich weiß, aber gegen ein Stück Gewürzkuchen zum Tee hat bestimmt niemand etwas einzuwenden.
Der saftige Maroni-Gewürzkuchen mit Kastanienreis, Maronistückchen und Gewürz-Spekulatius statt Mehl war so schnell aufgegessen, dass ich auf Wunsch meiner Familie dieses Wochenende nochmals einen backen werde.

Maroni-Gewürzkuchen frisch aus der Heritage-Backform ohne Zucker auf ovaler weißer Keramikplatte
Maroni-Gewürzkuchen mit Staubzucker und etwas Kakao bestreut auf ovaler Platte, daneben ein alter Tortenheber, Kastanien und grüne Blätter

Kastanienreis, Maronireis oder Maronipüree?

Alles das Gleiche? Oder doch nicht? Zugegeben, oftmals vermischen sich die Bezeichnungen. Ungezuckerten Kastanienreis gibt es tiefgefroren (über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen) oder kann man selber aus gegarten, geschälten Edelkastanien herstellen, indem man die weichen Maronen durch eine Kartoffelpresse drückt. Im Unterschied zu Maronireis – zumindest im Handel – ist Kastanienreis ungezuckert und natur.
Das Maronipüree wird aus gekochten Maronen, Zucker und Rum hergestellt. Daraus entsteht durch Pressen der sogenannte „Reis“.
Tja, und nimmt man es ganz genau, gibt es da noch einen kleinen Unterschied zwischen Edelkastanien und Maroni. Aber das lassen wir, kann man ja nachlesen.
Ganze Maroni (Esskastanien) gibt es vorgekocht – auch in Bioqualität – in luftdicht verschlossenen Stanizeln. Maronen enthalten wenig Fett, dafür ausreichend Vitamine und Mineralstoffe und sind sehr ballaststoffreich.
Falls gezuckertes Maronipüree zum Einsatz kommt, sollte die Zuckermenge im Rezept von 150 auf 130 g reduziert werden.

Gezuckerter Maroni-Gewürzkuchen im Ganzen von oben fotografiert, man sieht die wunderschöne Zopfform der ovalen Backform

Neue Motivbackform für den Maroni-Gewürzkuchen

Wie bereits in einem meiner letzten Posts erwähnt, ziehen mich neue Backformen magisch an. Ganz besonders die kreativen Aluminium-Motivbackformen wie diese zopfartige Heritage Loaf-Form von Nordic Ware, die etwa 1,4 Liter fasst. Da die antihaftbeschichteten Metallformen nicht gerade günstig sind, sollten sie entsprechend behandelt, also nur von Hand gespült und nicht zerkratzt werden. Damit in den Spitzen kein Kuchenteig kleben bleibt und sich der Kuchen zur Gänze aus der Form löst, verwende ich Backtrennspray, der alle Ecken und Ritzen erreicht. Diese Form eignet sich auch hervorragend für Weißbrot und Stollen.

Angeschnittener Maronikuchen, ein Stück Kuchen liegt vor dem halben Kuchen auf der weißen Tortenplatte

Gewürzkekse im Kuchen und zum Tee

Als Basisrezept für den Gewürzkuchen habe ich ein altes Schokokuchen-Rezept meiner Oma mit Bröseln (Paniermehl) anstelle von Mehl genommen und die Semmelbrösel durch fein gemahlene, aromatische Gewürz-Spekulatius-Kekse ersetzt. Dieser Duft! Abgeriebene Orangenschale ergänzt die Zimt- und Vanillearomen perfekt und verleiht dem Kuchen seinen einzigartigen Geschmack.
Wer ebenso bereits Lust auf Kekse-Backen verspürt, beginnt wie ich vielleicht mit einfachen, würzigen Zimtkeksen. Passend zu Tee und Kaffee an herbstlichen Nachmittagen.


REZEPT MARONI-GEWÜRZKUCHEN

Menge: 1 Kuchen

Backform: Motiv-, Kasten- oder Gugelhupfform ca. 1,4 l

Zutaten

  • 4 Eier (getrennt)
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Butter, zimmerwarm
  • 150 g Staubzucker
  • 1 Msp. Vanille
  • Abrieb 1/2 Bio-Orange
  • 100 g Gewürz-Spekulatius, gemahlen
  • 150 g Maroni (geschält und gegart aus der Packung)
  • 150 g ungezuckerter Kastanienreis
  • 20 g Kakaopuler
  • 1 Msp. Zimt
  • 1/2 P. Backpulver
  • 2 EL Rum
  • Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Backrohr auf 160 °C Umluft vorheizen. Backform mit Backspray einsprühen oder gut fetten und stauben.
  2. Eier trennen. Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen.
  3. Butter mit Staubzucker und Vanille verrühren, nach und nach die Eigelbe und den Orangenabrieb einrühren.
  4. Gewürz-Spekulatius-Kekse mit dem Food-Processor (Zerkleinerer) sehr fein hacken.
  5. Die essfertigen Maroni aus der Packung in kleine Stücke schhneiden.
  6. Spekulatius-Brösel, Kastanienreis, gehackte Maroni, Kakao, Zimt und Backpulver vermischen, Rum beigeben und zur Butter-Zucker-Ei-Masse rühren. Am Schluss den festen Eischnee unterziehen.
  7. Im Rohr 60 Minuten backen, aus dem Rohr nehmen und in der Form etwa 10 Minuten überkühlen lassen. 
  8. Stürzen und mit Staubzucker bestreuen.

Genießt die wunderschönen Herbstfarben und gönnt euch ein Stück würzigen Maronikuchen zum Nachmittagskaffee oder Tee! Eure sugar&rose.

Rosenbuchteln (Brioche-Rosen)

Rosenbuchteln, Brioche-Rosen oder Rosenbrötchen – welche Bezeichnung diesem flaumigen Hefegebäck mit Marmeladenfüllung am ehesten gerecht wird, kann ich nicht sagen. Im Englischen werden weiche und leicht süße Brötchen als Buns bezeichnet und rosenförmige Brötchen als Rose Buns.
Ich habe die süßen Teilchen Rosenbuchteln genannt, weil ich mein Buchtel-Rezept für den Teig verwendet und sie mit Marmelade gefüllt habe – teils mit frisch eingekochter Hagebuttenmarmelade, teils mit Himbeergelee.

Fünf Rosenbuchteln auf weißem Spitzentuch, daneben ein rosas Rosenblüte und grüne Blätter
Vier Rosenbuchteln von oben fotgrafiert mit sichtbarem dunkelroten Marmealdeauge, daneben eine rosa Rose und einzelne rosa Rosenblüten

Rosen formen: von Kugeln zu Kreisen zu Blättern zu Blüten

Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung sollte das Teigformen allen gelingen. Und falls die Teiglinge dennoch keinen Rosen ähneln, keine Panik! Dann setzt sie eben anstatt nebeneinander aufs Backblech in gefettete Muffinförmchen, das „zwingt“ sie praktisch in eine runde Form.
Zunächst wird der aufgegangene Germteig in etwa 80–90 Gramm große Portionen geteilt und zu Kugeln geschliffen (gerollt). Nachdem die Teigkugeln nochmals kurz gerastet haben, werden sie zu Kreisen mit 15 cm Durchmesser ausgerollt und viermal eingeschnitten. In die Teigmitte kommt ein großer Klecks feste rote Marmelade (Himbeer-, Hagebutten- oder rotes Ribiselgelee).
Im Anschluss werden die Teigviertel nacheinander wie Blütenblätter um die Marmelade gelegt, sodass die Marmelade sichtbar bleibt. Das letzte Teigviertel wird an den Spitzen der Einschnitte etwas gedehnt und Richtung Boden eingeschlagen und leicht angedrückt.
Danach sollten die Rosenbuchteln nochmals eine halbe Stunde zugedeckt rasten und etwas aufgehen. Kurz vor dem Backen werden sie mit Eigelb, verquirlt mit Rosenwasser, bestrichen.

Zubereitungschritte: 1. Teigkugeln auf Holzbrett, zur Hälfte mit Küchentuch abgedeckt; 2. zwei ausgerollte Germteigkreise mit Einschnitten; 3. das Falten der Teigränder über die Marmealde; 4. zwölf fertige gefaltene Teigrosen
Drei fertig gebackene Rosen-Brioches mit Hagelzucker und getrockneten Rosenblüten

Rosenbuchteln mit selbst gemachter Hagebuttenmarmelade

Ich mag grundsätzlich – vor allem aber in Kombination mit süßem Germteig – lieber säuerliche Marmeladen, daher habe ich einen Teil der Rosenbuchteln mit selbst gemachtem Hagebuttengelee (Hagebuttenmarmelade) gefüllt.
Im Moment leuchten die kleinen Vitaminwunder knallrot an den Rosenhecken im Garten und an Waldrändern. Die Hagebutten der Rosa canina (Hundsrose) oder Rosa rugosa (Kartoffelrose) eignen sich besonders gut zum Einkochen. Eigentlich soll man mit der Ernte bis zum ersten Frost warten, damit sich die Gerbstoffe in Zucker umwandeln. Allerdings sind die Früchte dann oft bereits matschig. Ich pflücke sie daher mittlerweile Ende September und lege sie für zwei, drei Tage ins Gefrierfach. Ein weiterer Vorteil: sie müssen – nach dem Entfernen der Samen und Härchen – dann nicht mehr so lange gekocht werden.

Frische Hagebutten in eckiger Schale und einmal lose auf weißem Holzbrett; darunter Hagebuttenmarmelade in Gläser gefüllt und eine kleine weiße Schale mit Hagebuttenmus und einem Silberlöffelchen


REZEPT ROSENBUCHTELN

Menge: 15 Stk.

Backform: Backblech, Backfolie

Zutaten

  • 220 ml Milch, zimmerwarm
    20 g frischer Germ (Hefe) oder 1 P. Trockenhefe
    500 g Weizenmehl, glatt
    50 g Feinkristallzucker
    1 P. Vanillinzucker
    1 Prise Salz
    75 g Butter, geschmolzen
    1 Ei
    Abrieb von ½ Biozitrone

    200 g Himbeergelee oder Hagebuttenmarmelade (stichfest, nicht zu flüssig)

    1 Eigelb, 1 TL Rosenwasser (alternativ Wasser) zum Bestreichen
    ev. Hagelzucker und getrocknete Rosenblüten

Zubereitung

  1. Die Hefe in der warmen Milch auflösen.
  2. Mehl, Zucker, Vanillinzucker und Salz in eine Rührschüssel geben. Hefemischung, geschmolzene, nicht heiße Butter und Ei sowie Zitronenabrieb zufügen und mit dem Knethaken des Mixers zu einem glatten Teig kneten: 3 Minuten bei kleiner Stufe (langsam), danach 7 Minuten bei intensivster Stufe (schnell).
  3. Den Teig mit einem Küchentuch abdecken und bei Zimmertemperatur eine Stunde gehen lassen.
  4. Teig in etwa 80–90 g große Portionen teilen und diese zu Kugeln formen. Abgedeckt mit einem Küchentuch weitere 10 Minuten gehen lassen.
  5. Die Kugeln auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kreisrund (Durchmesser 14–15 cm) ausrollen. Mit einem scharfen Messer oder einer Teigkarte vier Schlitze einschneiden.
  6. In die Teigmitte je 1 EL Marmelade platzieren und um die Marmelade herum nach und nach eine Rose formen.
  7. Ein Backblech mit Backfolie oder -trennpapier auslegen, die Teigrosen aufsetzen und mit Frischhaltefolie abdecken. Weitere 30–40 Minuten aufgehen lassen.
  8. Backrohr auf 170°C Umluft vorheizen.
  9. Eigelb mit dem Rosenwasser verschlagen und die Teigrosen rundum bestreichen. Eventuell mit Hagelzucker bestreuen.
  10. Rosenbuchteln im Rohr 20–25 Minuten goldgelb backen. Falls sie zu dunkel werden, mit Alufolie abdecken.
  11. Nach dem Abkühlen nach Belieben mit Rosenblüten und Staubzucker bestreuen.

Eine sonnige Herbstwoche wünscht euch eure sugar&rose.

Scheiterhaufen mit Äpfeln und Topfen – Lieblingsmehlspeise

An regnerischen Herbsttagen brauche ich manchmal einen kleinen süßen Seelenschmeichler wie diesen Scheiterhaufen mit Äpfeln und Topfen, der Kindheitserinnerungen weckt – an Kaiserschmarren, Apfelstrudel, Buchteln, Mohnnudeln, Obstknödel, Palatschinken oder süße Aufläufe. Ich bin mit warmen Mehlspeisen groß geworden. Mittlerweile untersage ich mir diese kalorienreichen Hauptmahlzeiten, hin und wieder muss es aber sein! Selbstverständlich gibt es davor eine sättigende Gemüsesuppe, genau wie am Mehlspeisen-Freitag bei meiner Oma.

Scheiterhaufen in grauer Silikonkastenkuchenform, dahinter ein grauer Steingutteller mit Schüssel, darin eine Portion Scheiterhaufen

Scheiterhaufen mit Topfen – oder lieber ohne?

Meine Oma machte Scheiterhaufen ohne Topfen, nur mit Äpfeln und Rosinen. Die altbackenen Semmeln übergoß sie mit einer Mischung aus halb Milch, halb Obers sowie Eiern und schichtete sie abwechselnd mit Äpfeln, Zimt, Zucker und in Rum eingeweichten Rosinen – ja, auch für uns Kinder! – übereinander. Zum Abschluss kam eine gut gebutterte Semmelschicht, die beim Backen schön knusprig wurde.
Eine Schneehaube hatte unser Scheiterhaufen im Mühlviertel nicht. Diese lernte ich erst in den Wiener Kaffeehäusern kennen und lieben (z. B. Café Korb, Café Diglas).
Das Scheiterhaufen-Rezept mit Topfen brachte meine Mutter in die Familie mit und so gab es den Scheiterhaufen mal mit und mal ohne Topfen, je nachdem, wer für uns kochte. Ich mag beide Varianten, aber die mit Topfen noch eine Spur lieber, weil er dadurch noch luftiger wird, die Schichten zusammenhält und beim Servieren nicht zerfällt.
In Deutschland kennt man den Scheiterhaufen unter dem Namen Ofenschlupfer.

Eine Portion Scheiterhaufen mit Äpfeln, Rosinen und Topfen in einem grauen Steingutschälchen, daneben Gabel und Messer, im Hintergrund die ganze Form mit der Mehlspeise, dekoriert mit rosa Dahlien

Scheiterhaufen mit Rosinen – ja oder nein?

Als Kinder wurden wir nicht gefragt, ob wir Rosinen mögen oder nicht. Sie waren einfach da. Wer sie wie mein Bruder nicht mochte, pulte sie aus der Mehlspeise raus – stets mit einem Seitenblick auf die kopfschüttelnde Oma oder Mama. Am Ende blieb ein Häufchen Rosinen am Teller zurück. Da mein sugar&rose-Ehemann Rosinen ebenso verweigert, streue ich sie für mich obenauf, dann sind sie für ihn leichter zu entfernen. Ok, ich könnte sie auch ganz weggelassen. Will ich aber nicht!

Scheichterhaufenportion auf Teller, dekoriert mit rosa Dahlien, lila Blüten und grünen Blättern auf weißem Spitzendeckchen

Nächste Glaubensfrage: mit Weißbrot oder Brioche?

In meiner Kindheit gab es Brioche oder Germstriezel vorrangig an Feiertagen und da blieben keine Reste. Für den Scheiterhaufen wurden alte Semmeln oder Weißbrot verwendet. Natürlich schmeckt der Scheiterhaufen mit süßem Striezel oder Briochekipferln und Obers vorzüglich, aber ich bleibe lieber bei der einfachen und etwas leichteren Variante.

Großaufnahme vom Scheiterhaufen von oben mit vielen Rosinen und Staubzucker, daneben eine Portion in einem Schälchen


REZEPT SCHEITERHAUFEN MIT ÄPFELN & TOPFEN

Menge: 6 Port.

Energie (Leichtvariante): 383 kcal/Portion

Zutaten

  • 300 g altes Weißbrot
  • 500 ml Milch*
  • 1 Eigelb
  • 250 g Topfen*
  • 2 Eier
  • 100 g Zucker*
  • Abrieb ½ Biozitrone
  • 3 Äpfel (ca. 400 g), in dünne Scheiben gehobelt
  • 15 g Rosinen (ev. in etwas Rum eingelegt)
  • 1 EL flüssige Butter*
  • Staubzucker

Zubereitung

  1. Backrohr auf 160 °C Umluft (180 °C Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Kastenkuchenform vorbereiten, diese eventuell mit etwas Butter ausstreichen.
  2. Weißbrot in 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  3. Milch mit 1 Eigelb versprudeln und die Weißbrotscheiben damit befeuchten.
  4. Topfen, Eier, Zucker und Zitronenabrieb verrühren. Apfelscheiben vorsichtig unterheben.
  5. Abwechselnd Brotscheiben und Apfel-Topfenmasse in die Form schichten. Rosinen aufstreuen.
  6. Überstehende Brotscheiben mit etwas flüssiger Butter bestreichen und den Scheiterhaufen im Rohr 40–45 Minuten backen.

    LEICHTVARIANTE*
    Mit fettarmer Milch, Magertopfen, Süßstoff sowie dem Weglassen der Butter zum Bestreichen wird der Scheiterhaufen etwas kalorienärmer.

Guten Appetit am Mehlspeisen-Freitag wünscht euch eure sugar&rose.

Apfelschlangerl (Mürber Apfelstrudel)

Apfelschlangerl aus Mürbteig mit Rahm sind einfach die allerbesten! Gefüllt mit einer dicken Schicht säuerlicher Äpfel, reichlich Zimt, etwas Nelkenpulver und nochmals Rahm schmelzen sie geradezu am Gaumen. Mit Omas „Schlangerl“ bin ich quasi groß geworden, es gab sie vom Frühsommer bis spät in den Herbst hinein gefühlt wöchentlich.
Apfelschlangerl werden nicht gerollt, sondern flach zusammengefalten. Sie sind rasch zuzubereiten und nach dem Backen – dezent mit Staubzucker bestreut – super knusprig. Von Tag zu Tag werden sie mürber und schmecken mir so nochmal mehr – sofern welche übrig sind. 😂
Für alle, denen der klassische Mürbteig zu kalorienreich ist, habe ich auch eine leichtere Variante im Angebot: Apfelschlangerl mit Topfenmürbteig.

Drei Stück aufgeschnittene Apfelschlangerl auf weißem Spitzentuch liegend, dekoriert mit weißen Röschen und grünen Blättern
Apfelschlangerl (mürber Apfelstrudel) auf Keramiktablett, dekoriert mit grüner Rose

Omas Mürbteig mit Rahm

Mürbteig mit Rahm? Süß oder sauer? Und was ist eigentlich ein Rahm? Obers (süße Sahne, Süßrahm) oder Sauerrahm? Bei meiner Oma war das stets ein Mittelding. Sie entrahmte täglich frische Vollmilch und gab den Rahm (das süße Obers) zu dem im Kühlschrank stehenden Rahm, der langsam in einen säuerlichen Zustand – geschmacklich dem Schmand ähnlich – überging. Ich verwende Sauerrahm. Zum Mürbteig kann aber auch Obers oder Vollmilch beigemengt werden, für die Füllung empfehle ich eher Sauerrahm.

Omas handgeschriebenes, altes Kochbuch mit abgegriffenen linierten Seiten, geschrieben in Kurrentschrift mit blauer Tinte.

Meine Oma hat den Mürbteig mit der Hand auf einem Nudelbrett „abgebröselt“. Die Butter musste sehr kalt sein, ebenso die Hände und das „Verbröseln“ der Butter mit dem Zucker und Mehl musste rasch vonstatten gehen. Wurde der Teig zu langsam oder zu lange geknetet, ließ er sich später schlecht ausrollen und brach.
Ich gebe alle Zutaten (Butter aus dem Kühlschrank) in die Mixschüssel und knete den Teig mit dem K-Hacken rasch durch. Die 30 Minuten Kühlzeit des Teiges behalte ich aber annähernd bei, denn ein gut gekühlter Teig lässt sich einfacher ausrollen.
Da der Mürbteig beim Umlegen von der Arbeitsfläche auf das Backblech leicht bricht, rolle ich ihn gleich auf der leicht bemehlten Backtrennfolie aus.

Ungezuckerte Apfelschlangerl, dekoriert mit Mürbteigherzchen auf durchbrochener Keramikschale, daneben grün-weiße Rosen.

Frische Schlangerl oder Kolatschen gab es in meiner Kindheit ab Anfang Juli mit den ersten reifen Äpfeln, den weißen Klaräpfeln, und dann mit dem Fallobst aus dem eigenen Obstgarten (Äpfeln, Birnen, Zwetschgen). Die sogenannten „Winteräpfel“ wie Schöner aus Boskoop (Boskop) oder roter Boskoop wurden im Keller bis ins Frühjahr hinein gelagert und für Strudel, Kuchen, Mus oder Kompott verwendet. Ich bevorzuge zum Backen säuerliche Sorten wie Braeburn, Elstar, Idared und natürlich den Boskop.

Omas Apfelschlangerl und Apfelkolatschen

Omas „Mürbe Apfelstrudel“ waren nicht gerollt, sondern – wie schon erwähnt – flach. Der Mürbteig wurde einfach über die Füllung geschlagen und etwas festgedrückt. Bei uns im Mühlviertel wurden sie „Apfelschlangerl“ genannt bzw. „Apfelkolatschen“, wenn sie an den Ecken zur Mitte hin eingeklappt waren. Im Unterschied dazu wurden (runde) Kolatschen aus Germteig zubereitet.
Schlangerl oder Schlankerl sind in der österreichischen Küche einfache, gedeckte Kuchen aus Mürbteig: ein zum Rechteck ausgerollter Teig, der nach dem Belegen von allen Seiten über die Füllung eingeschlagen wird. Ein Rezept für (Äpfel-)Schlangel findet sich bereits 1858 bei Katharina Prato (siehe Wiederauflage Prato, Die gute alte Küche).


REZEPT APFELSCHLANGERL (MÜRBER APFELSTRUDEL)

Menge: 2 Stück

Backform: Backblech

Zutaten

  • 280 g glattes Mehl
  • 70 g Staubzucker
  • 160 g kalte Butter
  • 2 Eidotter
  • 1 ½ EL Sauerrahm
  • Abrieb ¼ Biozitrone ♥
  • 4–5 säuerliche Äpfel ( geschält etwa 500 g)
  • Zimt, Nelkenpulver
  • ev. 1 EL Kristallzucker
  • 2 EL Sauerrahm ♥
  • 1 Eidotter zum Bestreichen

Zubereitung

  1. Mehl, Zucker, Butter im Mixer abtreiben oder mit der Hand auf einer kalten Arbeitsfläche abbröseln. Dotter, Sauerrahm und Zitronenabrieb rasch unterkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und im Kühlschrank 30 Minuten rasten lassen.
  2. Backrohr auf 170 °C Umluft vorheizen.
  3. Mürbteig in zwei Hälften teilen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen.
  4. Die geschälten und entkernten Äpfel in dünne Spalten schneiden, auf den Mürbteig auflegen, würzen und den Sauerrahm darüber geben.
  5. Teig über der Apfelmasse einschlagen (falten), die Enden zusammen drücken und mit der offenen Kante nach unten auf das mit Backtrennpapier belegte Backblech setzen. 
  6. Mit Teigresten verzieren und mit Eidotter bestreichen.
  7. Mit dem zweiten „Strudel“ ebenso verfahren.
  8. Die Schlangerl auf mittlerer Schiene etwa 25–30 Minuten goldgelb backen.
  9. Mit Staubzucker bestreuen und lauwarm oder kalt servieren.

LEICHTE VARIANTE: APFELSCHLANGERL MIT TOPFENMÜRBTEIG

Menge: 10 Port.

Energie: gesamt 1690 kcal, 1 Stück á 169 kcal

Zutaten

  • 250 g Mehl (Weizen oder Dinkel)
  • 125 g Magertopfen
  • 100 g fettreduzierte Butter, z.B. Nöm Fastenbutter
  • ½ TL Backpulver
  • 1 Prise Salz ♥
  • 4 säuerliche Äpfel (geschält etwa 400 g)
  • Zimt, Nelkenpulver ♥
  • 1 Eidotter zum Bestreichen

Viel Spaß beim Nachbacken wünscht euch eure sugar&rose.

Kaffee-Eis: sommerlich leicht und super cremig

Bei der anhaltenden Hitze diesen Sommer geht’s bei mir nicht ohne Eis. Danach habe ich meist ein schlechtes Gewissen. Vor allem, weil meine Lieblingssorten eher gehaltvoll sind. Fruchteis oder Sorbet mag ich auch, aber am liebsten habe ich Vanille und Kaffee-Eis. Zwei Kugeln aus der Vorratsbox oder vom Eismann – sofern es bei zwei bleibt 😉 – haben es ganz schön in sich: eine Kugel Sahneeis hat bis zu 200 kcal. Das muss aber nicht sein, wenn man eigenes Eis zubereitet und Zucker und Fett etwas reduziert. Selbst Eis machen ist super einfach. Mit oder ohne Eismaschine.

Zwei Kaffee-Eis in Lutscherform auf kleinen Tellerchen, dahinter eine Tasse kalter, schwarzer Kaffee

Leichtes Kaffee-Eis

Zunächst habe ich das 36%ige Obers durch Cremefine zum Aufschlagen mit 19% Fettanteil und die Kondensmilch durch Vanillejoghurt ersetzt. Gesüßt habe ich nur mit etwas Bourbon-Vanillezucker. Ich brauche keine weitere Süße, lieber etwas Dattelsirup darüber. Wer mag, kann mit flüssigem Süßstoff nachsüßen. Ein Kaffee-Eislutscher hat somit 85 kcal. Das lässt sich einplanen, oder?
Im Download-Rezept habe ich euch auch das klassische Kaffee-Eis-Rezept mit Schlagobers und Zucker dazu gestellt – für jene, die nicht Kalorienzählen und lieber klassisches Cremeeis haben.

Kaffee-Eis Lutscher auf blattförmigem weißen Porzellanteller. Eis mit einigen Streifen Schokosauce und drei Kaffeebohnen dekoriert

Coffee Ice Cubes

Ob Eiskaffee, Kaffee mit Vanilleeis (Affogato al caffè), mit Eiswürfeln kalt geshakter Espresso (Cafè shakerato) – meinen Kaffee mag ich im Sommer am liebsten gekühlt. Da sich Kaffee mit Vanilleeis, Zucker und Schlagobers mächtig auf die Hüften legt, trinke ich Kaffee an heißen Tagen auf Eis. Besser gesagt auf zu Eiswürfeln gefrorenem Kaffee. Solche Espresso Ice Cubes stehen im Sommer auf Vorrat im Tiefkühler. Auch im Büro. Ein paar dieser Kaffee-Eiswürfel zum frisch gebrühten Kaffee und er ist in Sekundenschnelle kalt, ohne ihn zu verwässern.
Für den süßen Gusto habe ich kleine leichte Kaffee-Eis-Würfel – Coffee Ice Cubes – parat. Klein, aber mein!

Kaffee-Eis in Cubes, neun kleine Würfel im Quadrat auf einem quadratischen Teller mit grauem Rand aufgelegt, dazwischen eine Menge dunkler Kaffee-Bohnen, dahinter eine dunkelrote Geranienblüte, kleine grüne Blätter und eine Tasse Kaffee

Kaffee-Eis mit oder ohne Eismaschine

Mit im Vorfeld luftig aufgeschlagener Eismasse klappt Cremeeis auch ohne Eismaschine hervorragend. Hin und wieder bilden sich beim Gefrieren kleine Kristalle. Mit Eismaschine wird Cremeeis einfach noch eine Spur cremiger. Äußerst erfrischend und irgendwie entschleunigend, wenn sich das Eis in der Maschine dreht. Und man kann zwischendurch schon mal probieren …

Zwei Eislutscher auf gelben Stielen auf einem weißen blattförmen Teller, dekoriert mit rosa Geranienblüten

REZEPT KAFFEE-EIS leicht

Menge: 12 Port.

Energie: 1020 kcal gesamt (85 kcal pro Eislutscher)

Zutaten

  • 250 ml Rama Cremefine zum Schlagen 19%
  • 2 P. Bourbon-Vanillezucker
  • 3 Eier, Gr. L
  • 200 ml Vanillejoghurt 3,5%
  • 3 starke Espressi (kalt)
  • 1 Instant-Expresso Stick (z.B. von Jacobs, Nescafe) bzw. ca. 2 g Espressopulver
  • 1 große Prise Kardamom
  • optional etwas Süßstoff (z.B. Kandisin flüssig)

Zubereitung

  1. Rama Cremefine zusammen mit dem Vanillezucker steif schlagen.
  2. Eier schaumig aufschlagen, mit Vanillejoghurt, flüssigem kalten Kaffee und Espressopulver sowie Kardamom verrühren. Eventuell noch mit Süßstoff (z.B. Kandisin flüssig) nachsüßen.
  3. Eis in der Eismaschine cremig rühren und in 12 Lutscherformen oder eine Kastenform füllen. Etwa 5 Stunden im Gefrierfach kühlen.
  4. Ohne Eismaschine: Zutaten gut verrühren und in eine flache Form füllen, abdecken und im Gefrierfach über Nacht gefrieren.

Das Basisrezept für ein cremiges Kaffee-Eis mit Obers (Sahne) und Zucker findet ihr hier.

Einen schönen und hoffentlich erträglich heißen Sommer wünscht euch eure sugar&rose.

Schoko-Kirschgugelhupf mit Topfenfüllung

Die Vielfalt an frischen Früchten und Beeren ist im Sommer geradezu überbordend und das macht die Auswahl für den Wochenendkuchen schwer. Bevor die Marillen reif werden und auf einen sommerlichen Blechkuchen dürfen, habe ich einen fluffigen Schoko-Kirschgugelhupf gebacken. Schokolade und Kirschen sind an sich schon eine Traumkombi, aber dieser Gugelhupf birgt ein süßes Geheimnis. Erst beim Anschneiden zeigt er seine inneren Werte: eine saftige Topfenfüllung mit süßen Kirschen. In einer Twist-Gugelhupfform gebacken und zart mit Staubzucker bestreut, sieht er echt mega aus, oder? Kirschkerne spucken übrigens inklusive!

Schoko-Kirschgugelhupf von oben auf handgeformtem Keramikteller, daneben eine helle selbstgetöpferte Schale mit Kirschen auf einer rosa Leinenserviette, dekoriert mit rosa Malvenblüten und Kirschen
Angeschnittener Schoko-Kirschgugelhupf auf Keramikteller, dahinter ein herzförmiger Teller mit einem Stück Kuchen, man sieht die helle Topfenmasse innen und die Kirschen

Die perfekte Gugelhupfform

Obwohl ich schon unzählige Gugelhupfformen im Schrank habe, entdecke ich immer wieder neue, noch schönere Formen. Und natürlich will ich sie haben. Besonders die Nordic Ware® Aluminiumguss-Formen haben es mir angetan – wie diese Heritage Bundt Pan in Gold. Damit der Kuchen in den Spitzen der Twist-Form garantiert nicht kleben bleibt, verwende ich Backtrennspray und lasse den Gugel in der Form vollständig auskühlen, bevor ich ihn stürze.
Welche Gugelhupfform die beste oder geeignetste ist, muss jede/r für sich selbst entscheiden. Einen tollen Überblick über Silikon-, Glas-, Keramik-, Teflon- oder Metallformen findet ihr hier bei backbibel.de.

Angeschnittener Schoko-Kirschgugelhupf in Twistform mit Topfenfülle im Hintergrund, davor ein Stück brauner Schokogugelhupf mit Topfenfülle und einer Kirsche im Querschnitt, dekoriert mit hellrosa Malvenblüten und kleinen grünen Blättern


REZEPT SCHOKO-KIRSCHGUGELHUPF MIT TOPFENFÜLLUNG

Menge: 16 Port.

Backform: Gugelhupfform mit 24–26 cm Durchmesser

Zutaten

  • 200 g weiche Butter
  • 220 g Staubzucker
  • 1 P. Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 280 g glattes Mehl
  • 2 EL Kakaopulver
  • ½ P. Backpulver
  • 150 g Kochschokolade bzw. Kuvertüre, geschmolzen
  • 50 + 20 ml Milch
  • 2 Eier
  • 100 g Staubzucker
  • 350 g Magertopfen
  • Abrieb ½ Biozitrone
  • 20 g Speisestärke (Maizena)
  • ca. 200 g Kirschen

Zubereitung

  1. Schokoladenteig: Zunächst Butter, Zucker und Vanillezucker cremig rühren, dann die Eier nach und nach beigeben. Mehl, Kakao und Backpulver zusammen mit 50 ml Milch dazu geben und anschließend die geschmolzene Schokolade einrühren.
  2. Für die Topfenfüllung die Eier mit dem Staubzucker schaumig aufschlagen, danach den Topfen mit dem Zitronenabrieb und die Speisestärke einrühren.
  3. Backrohr auf 155 °C Umluft oder 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Gugelhupfform mit Backtrennspray einsprühen oder sehr gut einfetten und mit Mehl bestreuen.
  4. Etwa zwei Drittel des Schokoladenteigs in die Gugelhupfform füllen und den Schokoladenteig an den Rändern hochziehen, sodass eine Mulde entsteht. 
  5. Die Topfenfüllung einfüllen und die Kirschen hineindrücken.
  6. Nun den restlichen Schokoteig mit 20 ml Milch verrühren, damit dieser streichfähig wird. Die Topfen-Kirsch-Füllung mit diesem flüssigeren Schokoladenteig bedecken.
  7. Den Gugelhupf im Rohr 65–70 Minuten backen (Nadelprobe) und in der Form auskühlen lassen. Anschließend stürzen und dünn mit Staubzucker bestreuen.
Kleine Schale mit Rosenmuster, gefüllt mit sehr dunklen Kirschen mit Stiel, daneben eine pink-rote Malerrosenblüte

Beim Kirschkuchen-Backen werden sogleich Erinnerungen an die Kindheit wach. Stundenlang am Kirschbaum hocken und Kirschkerne spucken … Ferienbeginn, juhu!
Einen erholsamen Sommer wünscht euch eure sugar&rose.

Pistazientorte mit Rosenwasser

Pistazien, Rosenwasser, Kardamom … schon beim Schreiben dieser Worte beginne ich zu träumen. Nach den letzen beiden Jahren ist mein Fernweh riesig, der nächste Urlaub aber noch weit entfernt. Also gehe ich in die Küche und backe uns eine orientalisch duftende, grüne Pistazientorte mit Rosenwasser und Kardamom. Die Böden beträufle ich mit Rosensirup und noch mehr Rosenwasser, bestreiche sie mit einer luftigen Creme und belege sie mit Früchten. Danach dekoriere ich das saftige Törtchen mit reichlich grünen Pistazien und liebevoll mit frischen Duftrosen. Für so ein Törtchen braucht es keinen weiteren Anlass als etwas Sehnsucht nach fernen Orten.

Pistazientorte auf weißer Etagere, dekoriert mit drei pinken Rosenblüten, dahinter eine weiße und eine rosa Leinenserviette und eine rosa Rosenblüte
Pistazientorte auf einer weißen Keramiketagere mit Fuß von vorne fotografiert, rundum sind die grünen Pistazien zu sehen. Dekoriert ist die Torte mit rosa Rosenköpfen und grünen Blättern

Grüne Pistazien

Hierzulande werden Pistazien großteils als gesalzener Snack in der Schale verkauft. Der Kern ist zudem eher bräunlich als grün. Die geschmacksintensiven grünen Pistazien habe ich erstmals bei meiner Rosenreise durch Persien probiert. Und ich habe auch gleich ein große Menge gekauft, dabei habe ich nicht bedacht, dass diese – reich an ungesättigten Fettsäuren, Eiweiß und B-Vitaminen – schnell ranzig werden.
Im Nahen Osten werden grüne Pistazien vor allem zu Süßspeisen verarbeitet, meist mit Honig, Zucker oder Rosenwasser. Sie haben einen mandelartigen, leicht süßen und fein-butterartigen Geschmack und einen recht stolzen Preis (ein Kilogramm etwa 60€). Ich beziehe sie in orientalischen Läden oder am Wiener Naschmarkt. In gut sortierten Supermärkten findet man sie bei den Trockenfrüchten & Nüssen.

Pistazientorte von oben fotografiert, bedeckt rundum mit gehakten grünen Pistazien, am oberen Rand entlang hufeisenförmig mit getrockneten dunkelpinken Rosenblüten garniert

Rosenwasser und Rosenblüten

Zum Backen verwende ich ausschließlich Rosenwasser in Bioqualität, meist aus Persien oder Bulgarien. Es gibt relativ günstige Produkte am Markt, die weitgehend aus Wasser mit nur wenig Rosenöl bestehen. Echtes Rosenhydrolat ist ein Nebenprodukt bei der Destillation von ätherischem Rosenöl und enthält daher ein vielfaches an ätherischem Öl, weshalb man bei der Dosierung folglich sparsam umgehen sollte. Die Süßspeisen schmecken ansonsten schnell „seifig“.
Für die Dekoration der Torte habe ich frische, unbehandelte Duftrosen aus meinem Garten verwendet und einige an der Luft getrocknete Rosenblüten.

Pistazientörtchen auf weißer Etagere mit Fuß mit Anschnitt. Es fehlt ein Viertel der Torte. Sichtbar sind die drei weißen Cremeschichten mit Erdbeerstückchen
Pistazientorte, angeschnitten, auf Etagere im Hintergrund, davor ein kleiner weißer Porzellanteller mit einem Stück der Torte, dekoriert mit einem weißen Cremetupfer und pinkem Trockenrosenblatt, daneben zwei pinke Rosenköpfe mit grünen Blättern


REZEPT PISTAZIENTORTE MIT ROSENWASSER

Menge: 1 Torte

Backform: 20 cm Durchmesser

Zutaten

  • 6 Eier, getrennt
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Joghurt
  • 1 TL Backpulver
  • 150 g gemahlene Pistazien (grün, ungesalzen)
  • 150 g Mehl
  • 1/4 TL Kardamom
  • 1 Msp. gemahlene Vanille
  • 2 EL Rosenwasser
  • 100 ml Milch ♥
  • 5 EL Rosenwasser
  • 3 EL Rosensirup ♥
  • 100 g (Mager-)Topfen oder Frischkäse
  • 3 EL Staubzucker
  • 125 ml Rama Cremefine oder Schlagobers, steif aufgeschlagen
  • 250 g Erdbeeren alternativ Himbeeren
  • 50 g Pistazien
  • Rosenblüten, frisch oder getrocknet, unbehandelt

Zubereitung

  1. Das Eiweiß mit Salz steif schlagen und beiseite stellen.
  2. Eigelb aufschlagen, Joghurt, Backpulver, Pistazien, Mehl, Kardamom, Vanille, Rosenwasser und Milch unterrühren. Danach den steifen Eischnee unterheben.
  3. Das Backrohr auf 160 °C Umluft oder 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit ca. 20 cm Durchmesser dezent mit Backtrennspray einsprühen oder mit Backtrennpapier auslegen.
  4. Den Kuchenteig einfüllen und ca. 50 Minuten backen (Stäbchenprobe machen).
  5. Den Pistazienkuchen zweimal durchschneiden und die Böden mit dem Rosenwasser-Rosensirup-Mix beträufeln.
  6. Für die Creme den Topfen oder Frischkäse mit dem Zucker verrühren und die Schlagcreme bzw. Sahne unterheben.
  7. Die Torte mit zwei Drittel der Creme und klein geschnittenen Erdbeeren oder Himbeeren füllen und rundum mit der restlichen Creme bestreichen, danach mit gehackten Pistazien bestreuen.
  8. Die fertige Torte mit frischen Duftrosen oder getrockneten Rosenblüten dekorieren.

Mit diesem kleinen orientalischen Love Cake wünsche ich euch einen zauberhaft schönen Tag und eine gute Woche. Eure sugar&rose

Sommerliche Rosenbowle

Zum Auftakt der Grillsaison am langen Wochenende habe ich eine herrlich duftende Rosenbowle gemacht. Die Rosen in meinem Garten stehen in voller Blüte und fallen geradezu in unsere Gläser. Erfrischend, prickelnd und nach Sommer duftend ist Bowle der perfekte Partydrink!
Unsere Gäste bekommen am Eingang von meinem Mann ein Gläschen Rosenbowle serviert – mit oder ohne Erdbeeren – und schlürfen oder löffeln zufrieden, während ich noch den Tisch dekoriere oder mich fein mache, weil ich mal wieder bis zum Anschlag fotografiert habe.

Rosenbowle in großem Bleikristallglas mit rosa Petalen als Deko und rosa Blüten rund um die Bowle
Rosenbowle in großem dickwandigen Bowleglasbehälter, davor zwei Bleikristallgläser mit Rosenbowle und Rosenblüten

Rosenbowle – mein liebster Sommerdrink

Eine Bowle ist immer so gut wie die verwendeten Zutaten. Ob spritzig leicht, kräftig oder dezent süß, entscheiden in erster Linie die Basiszutaten Wein und Sekt. Die duftenden Rosenblüten und reifen Früchte verleihen der Bowle ihr unwiderstehliches Aroma.
Die Rosenblüten entferne ich einige Stunden nach dem Ansetzen, dann haben sie ihre Schuldigkeit getan. Zum Dekorieren nehme ich frische Blüten.

Verschiedene Duftrosenköpfe in abgestuften Rosatönen und Weiß sowie grüne Rosenblätter auf einem dunkelgrauen Gitterrost
Rosenblüten-Ansatz in einem hohen, durchsichtigen Plexiglas-Sektkühler, davor einige Rosen der Sorte Leonardo-da-Vinici

Fruchtig und prickelnd: Rosenbowle mit Erdbeeren

Je nach Anlass gebe ich neben Wein auch Wodka oder Pink Gin zum Ansatz, fallweise auch etwas Zucker. Aufgegossen wird die Bowle bei mir mit einem spritzigen Rosésekt. Wein und Sekt sollen ebenso wie das Bowlegefäß gut gekühlt sein. Eiswürfel verwässern die Bowle nur. Der Sekt kann auch ganz oder teilweise durch prickelndes Mineralwasser ersetzt werden, dann wird die Bowle etwas leichter.
Die Rosenbowle ergänze ich gerne mit frischen, saftigen Früchten. Im Moment ist Rosenbowle mit Erdbeeren mein liebstes Sommergetränk. Auch Pfirsiche passen wunderbar zum Rosenduft.

Durchsichtiger Sektkübel mit Erdbeeer-Rosenbowle, dekoriert mit drei sehr kleinen rosa Röschen, davor zwei Sektschalen mit Erdbeerbowle, zwei herzförmige bronzefarbene Löffelchen und rosa Rosen als Deko

Das Angeln der Früchte aus dem Glas bereitet mir immer wieder Vergnügen. Die letzten Früchte werden meist geräuschvoll aus dem Glas gesogen. Köstlich!
Aber nicht ganz ungefährlich, die beschwipsten Früchtchen haben es in sich. Ich muss aufpassen, sonst werde ich die Nachspeise, eine Pistazien-Erdbeertorte mit Rosenwasser (Rezept im nächsten Blogpost) nicht unfallfrei servieren können. 😉

Sektkübel mit Erdbeerbowle im Hintergrund, davor zwei hohe Sektschalen mit bronzefarbenem Blütendekor, gefüllt mit Erdbeerbowle und dekoriert mit kleine rosa Rosen


REZEPT ROSENBOWLE

Zutaten

  • Rosenpetalen (ungespritzt) von ca. 5–6 Duftrosen
  • 100 ml Pink Gin
  • 1/2 Flasche Roséwein ♥
  • 100 ml Rosensirup (alternativ 40 g weißer Zucker + 2 EL Rosenwasser)
  • 1/2 Flasche Roséwein
  • 1 Flasche (Rosé) Sekt ♥
  • Rosenblüten zur Deko

Zubereitung

  1. Rosenpetalen (=Rosenblütenblätter ohne Staubgefäße) in einem Bowle-Glas mit dem Pink Gin und Roséwein 5–6 Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Rosen abseihen, leicht ausdrücken und entfernen.
  2. Rosensirup und restlichen Roséwein zum Rosenauszug geben und mit dem Sekt aufgießen, in Gläser füllen und mit Rosenpetalen garnieren.

REZEPT ROSENBOWLE MIT ERDBEEREN

Zutaten

  • Rosenpetalen (ungespritzt) von ca. 5–6 Duftrosen
  • 1/2 Flasche Roséwein ♥
  • 500 g Erdbeeren
  • 50 g weißer Zucker
  • 100 ml Pink Gin oder Wodka
  • 1/2 Flasche Roséwein
  • 1 Flasche (Rosé) Sekt ♥
  • Rosenblüten und Minze zur Deko

Zubereitung

  1. Rosenblütenblätter mit dem Roséwein übergießen und 5–6 Stunden ziehen lassen. Rosenblüten abseihen, leicht ausdrücken und entfernen.
  2. Erdbeeren würfeln und in einer zweiten Schüssel mit Zucker und Pink Gin oder Wodka sowie dem restlichen Roséwein etwa 2 Stunden ziehen lassen.
  3. Rosenansatz mit dem Erdbeeransatz vermengen und mit Sekt aufgießen, in Gläser füllen und mit Rosenblüten und Minze garnieren.

    TIPP: Um den Alkoholgehalt zu reduzieren, können Gin bzw. Wodka weggelassen bzw. der Sekt teilweise oder zur Gänze durch prickelndes Mineralwasser ersetzt werden. Da Zucker den Alkoholspiegel ebenso begünstigt, sollte die Beigabe so sparsam wie möglich erfolgen.

Alles Liebe und einen „spritzigen“ Sommer wünscht euch eure sugar&rose.

Erdbeer-Holunder-Torte zum Muttertag

Meine liebste Muttertagstorte ist Erdbeertorte. Jahr für Jahr neu interpretiert, heuer ist es eine fluffige Erdbeer-Holunder-Torte geworden.
Rund um den Muttertag kommen die heimischen Erdbeeren auf den Markt und der Holler blüht und duftet ebenso allerorts um die Wette. Zeit für selbst gemachten Holundersirup. Anstelle von Zucker habe ich die luftig leichte Creme mit Sirup und Zitronenabrieb aromatisiert und auch das Biskuit damit beträufelt. Der Holundersirup verleiht der Torte eine dezente Süße und ein wunderbares Aroma. Dazu kommen jede Menge Erdbeeren in und auf die Torte und Erdbeermarmelade zwischen die Schichten. Erdbeeren und Holunder – welch traumhafte Kombi!
Und damit gar nicht erst die Frage aufkommt: Nein, ich habe den Muttertag nicht falsch verstanden. Ich backe meine Muttertagstorte immer selber. Es zwingt mich niemand, ich backe für mein Leben gern und ich bin glücklich, wenn’s allen schmeckt. Gibt es Schöneres, als mit der Familie zusammenzusitzen und Kuchen zu essen?

Erdbeer-Holunder-Torte mit Geranienblüten, Minzblättern und Vergissmeinnicht als Dekoration
Erdbeer-Holunder-Torte von oben gesehen, in der Mitte mit herzförmigen Blüten
Erdbeer-Holunder-Torte, davon ein großes Stück herausgeschnitten

Fruchtig, blumig und leicht: meine Erdbeer-Holunder-Torte

Damit die Muttertagstorte nicht zur Kalorienbombe wird, habe ich die Cremefüllung mit einem Mix aus Magertopfen und Rama Cremefine zum Aufschlagen zubereitet. Wer es gerne vollmundiger und cremiger mag, kann Topfen mit Vollfettstufe oder Frischkäse verwenden. Ich habe beides erprobt und es funktioniert ebenso gut. Ist reine Geschmackssache.
Der fluffige Schlagobersersatz ist standfester als Obers, muss allerdings um einiges länger geschlagen werden. Ein Überschlagen ist kaum möglich, wodurch weitaus weniger schief gehen kann als bei Schlagobers. Eine Beigabe von Sahnesteif ist nicht nötig, da in der Cremefine bereits Stabilisatoren enthalten sind. Die fettreduzierte Cremefine kann aber ohne Weiteres durch Schlagobers ersetzt werden.
Und natürlich kommen obenauf ein paar Blüten fürs Auge: Vergissmeinnicht, Duftpelargonien, Taubnessel und herrlich duftende Ananasminze.

Im Hintergrund die angeschnittene Erdbeer-Holunder-Torte und ein kleiner silberner Tortenheber, davor ein rosa Dessertteller mit einem Stück der Torte, dekoriert mit Vergissmeinnicht und Blüten vom Herzerlstock


REZEPT ERDBEER-HOLUNDER-TORTE

Menge: 16 Port.

Energie: 230 kcal pro Stück

Zutaten

  • 4 Eier
  • 100 g Staubzucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 g glattes Mehl
  • 20 g Maizena (Stärke)
  • 40 g Mandeln, gemahlen ♥
  • 7 Blatt Gelatine
  • 2 EL Zitronensaft
  • 250g Magertopfen
  • 150 ml Holundersirup
  • Abrieb 1 Bio-Zitrone ♥
  • 2 EL Zitronensaft
  • 30 ml Holundersirup ♥
  • 350 ml Rama Cremefine
  • ev. 1 Packung Vanillezucker ♥
  • 750 g Erdbeeren
  • 250 g Erdbeermarmelade ♥
  • 150 ml Rama Cremefine
  • Essbare Blüten

Zubereitung

  1. Backrohr auf 160 °C Umluft (180 °C Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Tortenform (24 cm Durchmesser) mit Backtrennpapier auslegen.
  2. Eier mit Staubzucker schaumig schlagen, danach Mehl, Stärke und Salz unterziehen sowie die Mandeln unterheben.
  3. Das Biskuit 25 Minuten backen, auskühlen lassen und zweimal durchschneiden.
  4. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und im erhitzten Zitronensaft auflösen.
  5. Magertopfen mit Holundersirup sowie Zitronenabrieb verrühren und mit der aufgelösten Gelatine vermengen. Die Masse kurz (während des nächsten Arbeitsschrittes) kalt stellen.
  6. In der Zwischenzeit den restlichen Zitronensaft und Sirup verrühren und auf zwei der drei Biskuitböden träufeln.
  7. Rama Cremefine steif schlagen und unter die zwischenzeitlich leicht gelierende Topfenmasse heben.
  8. Den untersten Boden mit dem Tortenring umschließen und mit einem Drittel der Erdbeermarmelade und 5 EL Creme bestreichen.
  9. Halbierte Erdbeeren mit der Schnittseite nach außen an den Rand der Tortenform setzen und einen Teil der Erdbeeren auf die Creme setzen. Ein Drittel der Creme darüber streichen und den zweiten Tortenboden aufsetzen.
  10. Ein weiteres Drittel der Erdbeermarmelade und der Creme aufstreichen und den dritten Boden aufsetzen. Restliche Creme aufstreichen.
  11. Torte im Kühlschrank über Nacht oder mindestens 6 Stunden kühlen.
  12. Die restliche Cremefine steifschlagen, ev. mit Vanillezucker süßen und mit einer Locktülle am Tortenrand entlang Cremetuffs spritzen. Die Torte mit Erdbeeren garnieren.
  13. Den Marmeladenrest kurz erwärmen und zwischen die Erdbeeren träufeln.
  14. Mit essbaren Blüten garnieren.

Einen schönen Muttertag – und für alle Nicht-Mütter und Väter einen wunderbaren Maisonntag – wünscht euch eure sugar&rose.

Osterbrunch mit Osterbrot, Osterpinzen und Osterschinken

Der Osterbrunch, bei dem sich alljährlich ein Großteil der Familie um den Tisch versammelt und oft auch Freunde dazukommen, ist bei uns ein Osterfrühstück im XL-Format. Wir starten mit Kaffee, Osterbrot oder Osterpinzen und Marmelade sowie Müsli mit Früchten. Dann geht’s raus zum Eiersuchen mit anschließendem Eierpecken. Zu den bunten Ostereiern wird ein saftiger Osterschinken im Brotteig mit Senf und Kren serviert.
Damit wir am Ostersonntag gemeinsam schlemmen und tratschen können und ich den Tag nicht ausschließlich in der Küche verbringe, bereite ich das meiste am Vortag zu, sowohl Pinzen und Osterbrot als auch den Osterschinken.
Den obligatorischen Karottenkuchen zum Nachmittagskaffee backe ich meist schon zwei Tage vorher. Den Ostertisch decke ich noch am Vorabend und setze auch die Karotten-Overnight-Oats an, um am Ostermorgen nur mehr die Früchte hinzuzufügen. Mit Ausnahme von Rühr- oder Spiegeleiern bleibt die Küche beim Osterbrunch kalt. Allenfalls kommt noch eine Bärlauch-Kartoffelsuppe aus dem Tiefkühler auf den Herd, wenn am Spätnachmittag erneut Hunger aufkommt.

Osterbrunch: gedeckter Frühstückstisch, rosa Keramikhase mit rosa Keramikeiern, Karotten-Overnight-Oats in Schale, ein Osterbrot ganz auf Teller

Süßer Osterbrunch

Overnight-Oats sind für einen Brunch ideal. Das Müsli chillt über Nacht im Kühlschrank – passend zu Ostern mit geraspelten Karotten – und wird in der Früh nur mehr mit Mango und Kokos-Chips angereichert.
Der Karottenkuchen mit Osternest ist ohnehin weitaus saftiger, wenn er ein, zwei Tage vorher gebacken wird.
Osterbrot, Osterpinzen und Brioche-Osterhasen backe ich am Tag vor dem Brunch. Sie sollten maximal einen Tag alt sein, da Germteig frisch gebacken einfach am besten schmeckt. Ich wickle das süße Gebäck in Frischhaltefolie, lasse aber einen kleinen Spalt, damit Feuchtigkeit entweichen kann und das Gebäck nicht zäh wird.

Herzhafter Osterbrunch

Zu jedem Brunch gehören neben Eiern – zu Ostern ohnehin reichlich vorhanden – Schinken, Käse und ein Gemüseteller sowie Brot und Gebäck. Zum Auftakt gibt es Fingerfood: Mini-Blätterteigpasteten mit Eiaufstrich auf einer Petersilien-Gänseblümchenwiese und Lachs- Spinat-Rolle sowie mit Frischkäse gefüllte Tomaten-Tulpen im Gurkenbeet.
Für den Eiaufstrich verrühre ich die Dotter hartgekochter Eier mit etwas Topfen und dem fein gehackten Eiweiß und würze mit Salz und Pfeffer. Die Lachs-Spinat-Rolle bereite ich aus Tiefkühl-Blattspinat, Eiern und Parmesan. Das gebackene „Spinat-Biskuit“ wird mit Frischkäse bestrichen, mit Pfeffer gewürzt und mit Räucherlachs belegt, danach aufgerollt. In Alufolie gewickelt kann auch die Lachs-Spinat-Rolle ein, zwei Tage im Kühlschrank lagern.

Osterbrunch-Speisen einzeln fotografiert: Gemüsetulpen aus Tomaten und Gurken, Käseteller, Spinat-Lachsrolle aufgeschnitten, mit Eieraufstrich gefüllte Blätterteigtäschchen, ein in der Mitte durchgeschnittener Osterschinken im Brotteig mit einer Schale Kren, Senf und bunten Ostereiern; Karottenkuchen mit Osternest, Osterpinze und Hefeteig-Osterhäschen

Kein Osterbrunch ohne Osterschinken

Das absolute Highlight der Ostertafel ist der Osterschinken im Brotteig. Der saftige Schinken im Sauerteigbrot ist nicht nur Hingucker und Traditionsgebäck, er schmeckt überaus köstlich, egal ob warm oder kalt. Ich bereite ihn ebenso am Vortag zu, denn wir essen ihn kalt. Weil Sauerteig nicht jedermanns Sache ist, habe ich auch ein Rezept mit Hefeteig für euch. Im Prinzip kann der vorgekochte, verzehrfertige Schinken in jeden Brotteig gewickelt werden, am besten schmeckt aber kräftig gewürztes Roggenbrot. Im Kühlschrank hält der Osterschinken eine knappe Woche und steht somit für Überraschungsbesuche allzeit bereit. Serviert wird er mit Senf und Kren und bunt gefärbten Ostereiern.

Einfaches Osterbrot – als Laib oder im Topf gebacken

Das nur leicht süßliche Osterbrot hat meine Mühlviertler Oma am Karsamstag für die Speisenweihe in der Kirche zubereitet – ein mittelgroßer runder Laib, an der Oberfläche kreuzweise eingeschnitten. Zusammen mit hart gekochten Eiern, einem kleinen Stück geselchtem Fleisch sowie einer Krenwurze wurde es in einem Korb zur Ostermette mitgenommen. Nach der Rückkehr von der nächtlichen Messe haben wir das „Geweihte“ gemeinsam verzehrt.
Meine Mutter hat unser Osterbrot später in einer „irdenen“ Gugelhupf-Model (einer glasierten Steingut-Form, siehe Foto unten links) gebacken – mit in Rum eingeweichten Rosinen. Und es war auch etwas süßer als bei meine Oma, wodurch es einem Germgugelhupf ähnlicher kam als einem süßen Brot.

Zum Osterbrunch gibt es einen kleinen Laib Osterbrot, der oben kreuzweise eingeschnitten ist. Der frisch gebackene Laib liegt auf einem Metalluntersetzer, daneben nochmal das Osterbrot mit Staubzucker und lila sowie gelben Frühlingsblüten und Palmkätzchen dekoriert; darunter das Osterbrot im Keramiktop gebacken und daneben einmal dasselbe angeschnitten: zwei Stück mit Rosinen liegen vor dem Topfbrot

Osterpinzen zum Osterbrunch oder als Geschenke zum Mitnehmen

Im Vergleich mit Osterbrot enthalten Pinzen keine Rosinen. Das Ostergebäck ist kleiner, süßer, weicher und vor allem flaumiger. Und noch ein weiterer Unterschied: die Milch wird vorab mit Aniskörnern aufgekocht und damit aromatisiert. Regional wir Anis für Pinzen auch mit Weißwein angesetzt.
Vor dem Backen werden die rund geschliffenen Teiglinge mit versprudeltem Ei bestrichen und an der Oberfläche mit einer Schere dreimal eingeschnitten, wodurch das charakteristische Pinzenmuster entsteht. Ich backe meist kleinere Pinzen. Anstelle der im Rezept angegebenen fünf können auch zwei große Pinzen gemacht werden, dann erhöht sich die Backzeit allerdings um etwa fünf Minuten.
Da mein sugar&rose-Ehemann ebenso wie der Sohnemann eine Rosinen-„Phobie“ haben, haben die Pinzen dem Osterbrot in unserer Familie eindeutig den Rang abgelaufen.

Osterpinzen auf Backblech und mit einem weißen Drahtkörbchen voller bunter Ostereier, ein Pinze angebrochen, davor liegt ein Stück Pinze

Osterbrunch-Rezepte


REZEPT OSTERSCHINKEN IM BROTTEIG

Menge: 1 Stück

Backform: Backblech

Zutaten

1 bis 1,2 kg Schinken-Teilsames, Bein- oder Rollschinken, gekocht
500 g Weizenmehl
500 g Roggenmehl
1 EL Brotgewürz
15 g Salz
2 P. Trockengerm
ca. 700 ml Wasser, lauwarm

Zubereitung

  1. Mehl, Brotgewürz, Salz, Trockengerm und Wasser mit dem Knethaken des Mixers zu einem Brotteig kneten.
  2. Den Brotteig zugeckt eine Stunde rasten lassen, danach etwa 2 cm dick auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen.
  3. Den Schinken auf den Teig legen und den Teig darüberschlagen.
  4. Im auf 220 ° C Umluft vorgeheizten Backrohr das Brot 10 Minuten, danach bei 180 °C weitere 50 Minuten backen. Wenn vorhanden, in den ersten 10 Minuten die Dampffunktion zuschalten.

REZEPT OSTERBROT

Menge: 1

Backform: Backblech, Springform oder Keramiktopf

Zutaten

  • 42 g frische Hefe
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 500 g Weizenmehl, glatt oder universal
  • 100 g Zucker oder ev. auch nur 50 g Zucker (je nach Geschmack)
  • 5 g Salz
  • 2 Eier
  • 2 EL Rum
  • 100 g Butter, flüssig
  • ev. Abrieb von ½ Biozitrone
  • 3–4 EL Rosinen
  • 2 EL Milch zum Bestreichen

Zubereitung

  1. Hefe in Milch auflösen. Mehl, Zucker, Salz, Eier Rum, Butter, Zitronenabrieb (und die Rosinen) mit der Hefemilch mit dem Knethaken des Mixers zunächst 10 Minuten langsam, danach 2 Minuten schnell rühren.
  2. Den Germteig 60 Minuten zugedeckt gehen lassen.
  3. Teig zusammenschlagen und einen Laib formen. Diesen in eine leicht gefettete runde Form, einen Keramiktopf geben oder auf ein Backblech legen. 
  4. Nochmals 20 Minuten gehen lassen.
  5. Das Osterbrot kreuzweise einschneiden, mit etwas Milch bestreichen und im vorgeheizten Backrohr (160 °C Umluft oder 175 °C Ober-/Unterhitze) ca. 45 Minuten backen.
  6. Nach Belieben eventuell dünn mit Staubzucker bestreuen.

REZEPT OSTERPINZEN

Menge: 5 Stück

Backform: Backblech

Zutaten

  • 250 ml Milch
  • ½ TL Anissamen, ganz
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 40 g Kristallzucker
  • 75 g Butter, flüssig
  • 1 ganzes Ei und 1 Eigelb (alternativ 3 Eigelb)
  • 500 g Mehl, universal
  • ½ TL Salz
  • 1 Eigelb + 2 EL Milch zum Bestreichen

Zubereitung

  1. Milch mit Anis erwärmen und einige Stunden ziehen lassen, danach abseihen.
  2. Hefe mit 1 Prise Zucker in etwas lauwarmer Milch auflösen. Einen Esslöffel Mehl darüber streuen und das Dampfl etwa 10 Minuten gehen lassen.
  3. Dotter, Butter und Zucker mit der restlichen Milch versprudeln, dann das Dampfl einrühren. Mehl und Salz hinzugeben und mit dem Knethaken 10 Minuten durchkneten. An einem warmen Ort 30–45 Minuten zugedeckt auf doppelte Menge aufgehen lassen. Dann den Teig zusammenschlagen und ein weiters Mal etwa 20 Minuten gehen lassen.
  4. Teig auf eine bemehlte Fläche stürzen und in fünf Portionen teilen. Daraus runde Laibe formen (rund schleifen) und auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Blech setzen (mit ausreichend Abstand, da die Teiglinge noch aufgehen).
  5. Zugedeckt nochmals ca. 30 Minuten auf doppelte Größe aufgehen lassen. Vor dem Backen mit der Ei-Milch bestreichen und danach jede Pinze mit der Schere dreimal an der Oberfläche einschneiden.
  6. Im vorgeheizten Backrohr bei 175 °C Umluft 20 Minuten backen.

Frohe Ostern wünscht euch eure sugar&rose.

Karottenkuchen mit Osternest

Zu Ostern kommt bei uns Jahr für Jahr ein Karottenkuchen mit Osternest auf den Tisch. Den extrem saftigen und einfachen Kuchen ohne Mehl kenne ich seit meiner Kindheit. Bereits meine Oma und meine Mutter haben ihn gebacken. Später dann ich selber – als einen meiner ersten Kuchen überhaupt. Und auch meine Familie liebt den „Gemüsekuchen“, wie wir ihn wegen der Karotten (Möhren, Rübli) auch nennen. Ob als Blechkuchen, klassischen Kranzkuchen, Rehrücken oder als Muffin – egal, Hauptsache mit Walnüssen. Bevorzugt mit etwas Puderzucker oder einer dünnen Zuckerglasur und zu Ostern natürlich mit einem Schuss Eierlikör! What else?

Karottenkuchen mit Osernest auf einer floralen Etagere, dekoriert mit hellgrünem Essgras und rosa Schokoosterhase. Dahinter Kirschblütenzweige.

Ruby Schokohase im Osternest

Der süße Lachhase aus Ruby-Schokolade stammt von der Confiserie Heindl in Wien. Mittlerweile haben auch andere Anbieter diese fruchtig schmeckenden rosa Häschen im Programm und man kann sie auch online bestellen. Aber auch die Goldhasen und lila Osterhasen machen sich gut im Osternest.

Karottenkuchen mit Osternest, Punschglasur und Marzipankarotten rundherum auf einer Etagere, dekoriert mit hellgrünem Essgras, kleinem grauen sitzenden Osterhasen und Schokoeiern.

Sobald ausdiskutiert ist, wer den Schokohasen bekommt, geht’s ans grüne Gras. Das dekorative Ostergras aus aromatisierter Maisstärke ist essbar, mehr aber auch nicht, also kein kulinarischer Hochgenuss.
Damit das Osternest samt Osterhasen und Ostereiern eine stabile Grundlage hat, habe ich den Karottenkuchen nicht in als Gugelhupf oder Kranzkuchen gebacken, sondern in einer kleinen französischen Brioche-Form. Die Teigmasse für eine normal große Springform ist im Download-Rezept angeführt. Wer keine Walnüsse mag oder zur Hand hat, kann sie durch Haselnüsse oder Mandeln ersetzen.

Karottenkuchen natur ohne Glasur auf einer floralen Etagere mit Fuß


REZEPT KAROTTENKUCHEN MIT OSTERNEST

Menge: 12 Port.

Backform: Briocheform mit 22 cm Durchmesser

Zutaten

  • 4 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eigelb
  • 200 g Staubzucker (Puderzucker)
  • 130 g geriebene Walnüsse
  • 65 g Semmelbrösel (Paniermehl)
  • 200 g geriebene Karotten (Möhren)
  • 1 EL Rum
  • 4 EL Staubzucker + Rum für die Glasur
  • Essbares Ostergras, Schokohase, Gelee-, Zucker- oder Schokoeier

Zubereitung

  1. Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Heißluft vorheizen.
  2. Kuchenformen mit Backtrennspray einsprühen oder buttern und mit Bröseln stäuben.
  3. Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen.
  4. Eigelb und Staubzucker sehr cremig rühren.
  5. Nüsse, Semmelbrösel, Karotten und Rum vermengen und unter die Eigelbmasse rühren. Zuletzt das Eiweiß vorsichtig unterheben.
  6. Kuchen ca. 45–50 Minuten backen (Stäbchenprobe), auskühlen lassen und stürzen.
  7. Mit Rumglasur (Staubzucker + Rum) glasieren und österlich dekorieren.

Ein schöne Vorosterzeit wünscht euch sugar&rose.