Tartes & Tartelettes

Viele meiner Tartes oder Tartelettes sind mit Obst belegt oder mit Obstmus gefüllt. Ihr findet sie unter der Rubrik Obstkuchen.
Von der runden Apfel-Rosenfrangipane-Tarte, Apfelstrudeltarte mit Rosencreme, Apfeltartelettes mit Karamellsauce, zu marmorierten Birnen-Schoko-Tartelettes zur (gestürzten) Birnen-Tarte Tatin, einer Bratapfel-Walnuss-Tarte, Erdbeer-Frangipane-Tarte oder herzigen Himbeer-Curd-Tartelettes mit Baiser bis zur Marillen-Heidelbeer-Topfentarte mit Lavendel und einer marmorierten Marillen-Ricotta-Tarte, eine Zitronentarte bis zur Zwetschken-Ricotta-Tarte.

KIRSCHEN-TARTELETTES MIT ROSENBLÜTEN

ZUTATEN für 2 Mini-Tarteformen (4 Personen)
ca. 300 g Kirschen

½ Packung Tiefkühlmürbteig, ungesalzen

4–5 EL Fruchtaufstrich Kirsche (bzw. fein pürierte und gezuckerte Kischen)

125 ml Schlagobers/Sahne
70 g Mascarpone
1½ EL Staubzucker
einige Tropfen Rosenwasser

Staubzucker
eine Handvoll ungespritzte, frische zartrosa Rosenpetalen

ZUBEREITUNG
1. Backrohr auf 180° C vorheizen. Zwei Mini-Tarteformen einfetten und mit dem Mürbteig auslegen. Dabei einen Rand hochziehen.
Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und im Rohr
ca. 15 Minuten backen. Auskühlen lassen.
2. Den Fruchtaufstrich auf dem Mürbteigboden verteilen. Kirschen halbieren, entsteinen und mit der Schnittfläche nach unten auflegen.
3. Sahne streif schlagen. Mascarpone mit dem Staubzucker glatt rühren. Rosenwasser und löffelweise die Sahne unterheben.
Die Mascarponecreme mit einem Esslöffel auf die Kirschen drapieren.
4. Einige Kirschen mit Stiel aufsetzen und mit Staubzucker -bestreuen.

TIPPS
Anstelle von Rosenwasser kann auch Mandelaroma zugegeben werden. Achtung: Dieses ist sehr intensiv (nur 1-2 Tropfen).
Die Mascarponecreme kann auch durch eine fertige Topfencreme ersetzt werden.
Tarteböden kann man auf Vorrat backen. Also ruhig die ganze Packung süßen Mürbteig zubereiten. Die fertigen Böden gut auskühlen lassen und in einer Keksdose trocken aufbewahren.

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TARTE BLUE − BLÜHENDE HEIDELBEER-TARTE

ZUTATEN
100 g Mandelmus (z.B. von Alnatura)
100 g Agaven- oder Kokossirup
200 g Getreideflocken (z.B. Dinkel, Hafer)
1 Prise Salz

200 g weiße Kuvertüre, in Stücke gehackt
100 ml Schlagobers
200 ml Glucosesirup*

Heidelbeeren
Brombeeren
Essbare blaue und weiße Blüten (z.B. Gänseblümchen, Kornblumen, Stiefmütterchen)

ZUBEREITUNG
Tarteboden: Mandelmus und Sirup gut verrühren (das geht leichter, wenn man beides kurz erwärmt), Getreideflocken und Salz unterrühren.
Die Flockenmasse in eine Tarteform mit entfernbarem Boden (ca. 11 x 35 cm) hineindrücken, dabei die Masse an den Rändern hochdrücken (siehe Foto). Bei 150° C knapp 20 Minuten backen, bis der Tarteboden leicht gebräunt ist.
Ganache: Schlagobers und Glucosesirup in einem Topf aufkochen lassen und über die Schokoladenstücke gießen. Sobald diese geschmolzen sind, die Masse mit einer Spachtel glatt rühren.
Die Ganache auf den ausgekühlten Tartebooden leeren und die Tarte für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Ganache fest, d.h. dick zähflüssig, ist.
Mit Beeren und Blüten dekorieren.

TIPP
Achtung: Hortensienblüten sind zwar wunderschön aber giftig und nicht essbar!
Eine Ganache ist eine Creme aus Kuvertüre und Obers, die z.B. zum Füllen von Pralinen verwendet wird. Durch den Glucosesirup bekommt diese eine leichte zähflüssige Konsistenz und die Beeren „kleben“ an der Creme.
Die Ganache kann auch ohne Glucosesirup gemacht werden. Hierzu die Schokolade-Obers-Masse nach dem Aufkochen kalt stellen (am besten über Nacht) und mit einem Mixer cremig aufschlagen.
*Glucosesirup ist im normalen Lebensmittelhandel nicht erhältlich, kann aber leicht selber gemacht werden. Hierzu 200 g Traubenzucker, 100 ml Wasser und ½ TL Zitronensäure verrühren und auf 105–110° C (Thermometer) unter Rühren aufkochen, danach abkühlen lassen. Die Temperatur sollte nicht überschrittenwerden, sonst wird das Zuckerwasser braun und der Sirup nach dem Erkalten zur „Modelliermasse“. Mir haben dabei folgende Videos geholfen: Glukosesriup bzw. Invertzucker selber machen.

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TARTE NOIRE

ZUTATEN
300 g Oreo-Kekse
110 g flüssige Butter

250 g Joghurt 3,5%
175 g Frischkäse Doppelrahmstufe (z.B. Philadelphia)
150 g Staubzucker
1 P. Vanillinzucker
abgeriebene Schale einer Biozitrone
5 oder 5½ Blatt Gelatine

ca. 3–4 EL Heidelbeermarmelade
Himbeeren
Essbare rote Blüten (z.B. Rosen, Geranien, Stiefmütterchen)

ZUBEREITUNG
Tarteboden: Oreo-Kekse (mitsamt der weißen Cremefüllung) in einen Plastikbeutel geben und mit einem Nudelholz zerdrücken. Flüssige Butter dazuleeren, verrühren und in eine Tarteform mit Hebeboden drücken, dabei die Masse auch an den Rändern hochziehen. Das geht am besten mit einem Kochlöffel oder einer Spatel. Oreoboden im Kühlschrank mindestens 30 bis 60 Minuten fest werden lassen.
Füllung: Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Joghurt, Frischkäse, Staubzucker, Vanillinzucker und Zitronenschale gut verrühren.
Die ausgedrückte Gelatine in einem kleinen Topf kurz erhitzen bis sie schmilzt, vom Herd nehmen und 3 EL der Käsemasse unter die Gelatine rühren. Danach diese Gelatinemischung über die Käsemasse gießen und gut verrühren. Die Füllung gleich auf den Oreoboden gießen und für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis sie fest ist.
Garnitur: Heidelbeermarmelade erhitzen bis sie flüssig ist, durch ein Sieb passieren, sodass Schalenreste getrennt werden. Das noch warme Heidelbeergelee mithilfe eines Dressiersacks oder einer Lochtülle dekorativ auf die Tarte spritzen.
Mit Himbeeren und roten Blüten dekorieren.

TIPP
Wer die Frischkäsemasse eher schnittfest mag, nimmt 5½– 6 Blatt Gelatine. Soll sie eher cremig sein, dann nur 5 Blatt verwenden.

♥♥♥

TARTE ROSÉ MIT PISTAZIENFRANGIPANE

ZUTATEN
150 g Weizenmehl
25 g Mandelmehl (fein gemahlene, geschälte Mandeln)
50 g Staubzucker
70 g Butter, kalt
1 Prise Salz
1 Eiklar (kleines Ei)

50 g Mandelmehl
50 g Pistazienmehl (fein gemahlene ungesalzene Pistazien)
50 g Zucker
50 g Butter, weich
1 Eidotter

ca. 200 g Himbeeren

150 g weiße Schokolade
80 ml Schlagobers
rote Lebensmittelfarbe
Essbare rosa Blüten (z.B. Rosen, Platterbsen, Duftgeranien, roter Klee)

ZUBEREITUNG
Tarteboden: Mehl, Zucker und Salz vermengen, mit kalter Butter rasch verbröseln, etwas Eiklar dazu und zu einer Kugel formen. Diese in Folie wickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
Teig in eine Tartform mit herausnehmbarem Boden geben, an den Rändern hochdrücken und im vorgeheizten Backrohr bei 175° C knapp 20 Minuten goldgelb backen.
Frangipane: Alle Zutaten gut verrühren. Die Frangipane auf den überkühlten Tartboden aufstreichen.
Himbeeren auflegen und diese leicht in die Frangipane-Creme eindrücken, sodass eine gleichmäßige, ebene Fläche entsteht.
Rosa Schokocreme: Schlagobers erhitzen, zerkleinerte Schokolade unter Rühren schmelzen, mit Lebensmittelfarbe zart rosa einfärben. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Mit Handmixer kurz aufschlagen bis sie eine zähfließende Konsistenz erreicht.
Masse auf die Himbeer-Frangipane aufgießen und die Tarte im Kühlschrank einige Stunden oder besser über Nacht kühlen.
Kurz vor dem Servieren mit den rosa Blüten dekorieren.

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SCHNEEFLOCKEN-MINITARTE

ZUTATEN fü 2 Stück
Halbe Teigmenge der Tarte Blanc

Halbe Menge Füllung der Tarte Blanc

Staubzucker
Kekse (Schneeflocken und kleine Herzen)

ZUBEREITUNG
Die Backzeit für den Mürbteig verkürzt sich auf 10–12 Minuten.
Die Backzeit für die Cheesecake-Schokoladendenfüllung bleibt mit 20–25 Minuten gleich.
Noch warm mit Staubzucker bestreuen und die Keksdekoration auf die kleinen Tartes legen.

TIPP
Schmeckt am besten warm!
Für die Schneeflocken-Kekse am besten die ganze Mürbteigmenge der Tarte Blanc fertigen und die Hälfte für die Kekse verwenden

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WEISSE TARTE (TARTE BLANC)

ZUTATEN
150 g Weizenmehl
25 g Mandelmehl (fein gemahlene, geschälte Mandeln)
50 g Staubzucker
70 g Butter, kalt
1 Prise Salz
1 Eiklar

300 g weiße Kuvertüre
300 g Crème fraîche
175 g Frischkäse, natur
1 Bioorange, Zesten
1 Biolimette, Zesten
3 Eidotter

1 Becher weiße Schokoladenglasur
Staubzucker
Dekoblumen bzw. Minze, kandierte Veilchen, kandierte Rosenblüten u.a.

ZUBEREITUNG
Tarteboden: Mehl, Zucker und Salz vermengen, mit kalter Butter rasch verbröseln, etwas Eiklar dazu und zu einer Kugel formen. Diese in Folie wickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
Mürbteig (zwischen zwei Frischhaltefolien) auswalken, in eine Tartform mit herausnehmbarem Boden legen, an den Rändern hochdrücken und im vorgeheizten Backrohr bei 175° C 15–20 Minuten goldgelb backen.
Füllung: Kuvertüre im Wasserbad (Achtung nicht zu heiß!) schmelzen. Crème fraîche und Frischkäse verrühren. Weiße Kuvertüre unterrühren. Orange und Limette waschen, Schalen abreiben und unter die Käsemasse mischen. Dotter einzeln unterrühren.
Die Käse-Schokoladen-Mischung auf den vorgebackenen Tarteboden gießen, sodass dieser bis zum obersten Rand gefüllt ist.
Die Tarte im Backrohr weitere 25 Minuten backen. Auskühlen lassen.
Glasur: Weiße Schokoladenglasur nach Anweisung schmelzen und auf der erkalteten Tarte glattstreichen. Das geht am besten mit einem Löffelrücken, den man zwischendurch immer wieder in sehr heißes Wasser taucht.
Mit Staubzucker bestreuen und mit Blüten und Blättern dekorieren.

TIPP
Die Tarte schmeckt auch ohne Schokoladenglasur hervorragend, jedoch ist die Käse-Schokoladenfüllung durch die Eidotter gelb und nicht weiß.
Winterlich wird die Tarte durch die zusätzliche Dekorierung mit glasierten Eiskristall- oder Schneeflocken-Keksen.