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Kirsch-Tartelettes mit Rosenblüten

Zum Saisonausklang noch einmal ein Rezept mit den leckeren Frühsommerfrüchtchen, den KIRSCHEN. Ich habe Kirsch-Tartelettes mit Rosenblüten gemacht. Die kleinen Schwestern der Mürbteigtarte. Gefüllt mit Fruchtaufstrich, halbierten Kirschen und einem fluffigen Mascarpone-Topping. Dekoriert mit zarten Rosenblüten – nicht nur fürs Auge, sondern zum Vernaschen.

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Die kleinen Tartelettes backe ich meist auf Vorrat, oft mit Mürbteigresten. Gut getrocknet können diese lange gelagert werden. Mit einer Schicht Pudding, Creme oder Fruchtaufstrich als Füllung zaubere ich bei Bedarf ein schnelles, köstliches Dessert. Der knusprige Boden nimmt aus der Füllung rasch Feuchtigkeit auf und schmeckt wie frisch gebacken.

Kirschtarte-Boden.jpgFür meine Kirsch-Tartelettes habe ich den Boden mit einem Püree aus frischen Kirschen bestrichen. Es kann aber genauso gut Kirschmarmelade oder ein anderer Fruchtaufstrich sein. Darauf habe ich halbierte, entsteinte Kirschen gesetzt.
Wer keine Kirschen mehr am Baum hat oder am Markt ergattert, kann auch eingelegte Sauerkirschen verwenden.

Mascarpone-Oberscreme mit Rosenaroma als Topping

Als Topping bekommen die Kirsch-Tartelettes noch eine Mascarpone-Oberscreme. Diese ist recht einfach und schnell zuzubereiten. Einige Löffel Mascarpone mit aufgeschlagenem Obers (Sahne) und etwas Zucker verrühren. Fertig!
Das besondere Aroma gebe ich der Creme mit ein paar Tropfen Rosenwasser oder Rosensirup. Wer den Rosengeschmack nicht mag, kann es durch Mandelaroma ersetzen.

Kirschtartelette5.jpgKirschen mit Stielen zu pflücken habe ich als Kind gehasst. Weil es ohne ja viel schneller ging. Jetzt erst erschließt sich mir der Grund. Sie bleiben länger frisch, weil so der Saft nicht austreten kann. Also möglichst mit Stiel pflücken oder kaufen und im Kühlschrank lagern, wenn sie nicht gleich gegessen werden.

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Zartrosa Duftrosenpetalen als Dekoration

Die schönsten Kirschen – mit Stiel versteht sich – habe ich locker obenauf gesetzt und mit Puderzucker bestäubt, die Zwischenräume mit duftenden Rosenpetalen belegt. Unbehandelte natürlich! Dann können sie auch verspeist werden. Allerdings schneide ich sie hierfür in kleine Streifchen. Oder noch besser: ich kandiere sie.

Kandierte Rosenblüten

Einzelne Rosenpetalen mit kurz aufgeschlagenem Eiweiß beidseitig bestreichen, in Kristallzucker wälzen und im Rohr bei 50–60 °C trocknen (Anleitung).

The-Wedgewood-Rose-in-SchaleKirsch-Tartelette-Rosen-1.jpgKirsch-Tartelette-Rosen-2So ein Miniküchlein teilt man nur ungern. Aber ich rechne dennoch eine Tartelette für zwei Personen. Die Mascarpone-Oberscreme hat doch ein paar Kaloriechen …

Rosenschale-james-galwayDerzeit blühen in meinem Garten die Rosen James Galway und The Wedgwood Rose überreichlich. Da dürfen auch ein paar in die Vase. Mit dieser Schale voll englischer Rosen wünsche ich euch eine schöne Woche.

Das Rezept der Kirsch-Tartelettes gibt es hier zum Downloaden.

Flauschiger Topfenkuchen mit Wachauer Marillen

Ein luftig-leichter, flauschiger Topfenkuchen ist genau das Richtige für warme Sommertage. Am besten schmeckt er mit vielen Früchten. Während die Herzkirschen gerade Hochsaison haben und so richtig süß sind, drängen bereits die großen Wachauer Marillen mit ihrem fein-säuerlichen Aroma auf den Markt. Heimisch und saisonal. Perfektes Timing für meinen Lieblingskuchen: Topfenkuchen mit Marillen und Kirschen. 

Marillen-Kirsch-Topfenkuchen1Dieser Topfenkuchen mit Marillen und Kirschen wird euch hoffentlich genauso begeistern wie mein superschnelles Kirsch-Reindl letzte Woche. Einige haben es schon nachgebacken. Es freut mich ganz besonders, wenn ein Rezept gut ankommt.
Ein paar Marillen statt der Kirschen – und schon haben wir ein Marillen-Reindl …

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Meine Lieblingssommerfrüchte: Wachauer Marillen

Mittlerweile gibt es am Markt Wachauer Marillen zu kaufen. Kein Vergleich zur Billig-Importware aus dem Süden! Wer die echten probiert hat, versteht, was ich meine. Sie sind relativ groß, vollorange, haben rote Sprenkeln und sind keinesfalls blass oder haben grünlich-gelbe Stellen. Vor allem aber haben sie ein kräftiges Aroma und einen leicht säuerlichen Geschmack.
Ich habe am Samstag am Bauernmarkt am Yppenplatz eine ganze Kiste voll gekauft. Zehn Kilogramm! Davon sind 8 kg bereits eingekocht. Eine ganz schöne Menge Gläser. Irgendwie ist bei uns immer die Marillenmarmelade als erste aus. Zugegeben, ich verschenke auch gerne ein Gläschen an liebe Freundinnen und Freunde. Auf die Frage: „Erdbeere, Kirsche, Heidelbeere oder Marille?“ ist nahezu immer „Marille“ die Antwort.

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Einige Marillen habe ich für Marillenknödel zur Seite gelegt. Das Rezept findet ihr auf meinem Blog – gemeinsam mit meinem kleinen Geheimnis. Ich aromatisiere nämlich den Würfelzucker vor dem Einfüllen mit einem Tropfen Rosenwasser. Das verleiht den Knödeln einen ganz besonders feinen Geschmack.

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Mein Lieblingssommerkuchen: Topfenkuchen mit Marillen und Kirschen

Seit Monaten schon haben wir hier in Wien einen Bilderbuchsommer, obwohl dieser eigentlich erst am Anfang steht. Der Wettergott meint es heuer gut mit uns. Die Böden bräuchten dringend Regen, aber dem Obst scheint es gut zu tun. Die Marillen sind groß, saftig und rot-wangig wie schon lange nicht mehr, die Kirschen unsagbar süß. Ein Traum!

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Wachauer Marillen, fluffiger Topfenteig und ein Hauch Wiener Zucker

Nachmittags ist Besuch angesagt. Also zaubere ich – nach der ganzen Marmelade-Einkocherei – noch schnell einen Kuchen. Meinen Lieblingssommerkuchen: Marillen und Kirschen auf einem fluffigen Topfenteig. Eine Handvoll Mandelblättchen darüber gestreut, damit es knuspert und weil es hübsch aussieht.
Spitzenmäßig finde ich, dass die einfache Topfenmasse in exakt einer halben Stunde fertig gebacken ist.
Nach dem Backen gebe ich einen Löffel Marillenmarmelade auf die Marillen und reichlich Wiener Streuzucker. Denn auch die süßesten Marillen werden durchs Backen eine Spur säuerlicher.
Gut, dass man den Kuchen warm essen kann. Warten ist bei so einer Mehlspeis’ echt nicht drin. 😉 Himmlisch!

Marillen-Kirsch-Topfenkuchen-Wiener-ZuckerLust bekommen auf (m)einen Marillen-Kirsch-Topfentraum?

Hier gibt es das Rezept zum Downloaden.

Kirsch-Reindl – superschneller Kirschkuchen

Ob als warme Mehlspeise oder als Einfach-zwischendurch-Kuchen – dieser superschnelle Kirschkuchen meiner Oma hat mir schon in der Kindheit manchen Nachmittag versüßt. In wenigen Minuten war er im „Reindl“ und in längstens einer halben Stunde gebacken. Wir aßen ihn warm und direkt aus der Pfanne. Und wir hatten unseren Spaß beim Kirschkern-Spucken.
Wenn die Herzkirschen, wie jetzt gerade, schon fast schwarz sind, gibt’s so ein Kirsch-Reindl auch schon mal zum Sonntagsfrühstück …
Das sehr einfache und – wie ich meine – schnellste Kirschkuchen-Rezept ever teile ich gerne. Und ich habe noch eine weitere, ebenso schnelle Variante mit feinen Gewürzen für euch.

Schnelles Kirsch-Reindl aus Omas Rezeptbuch

Kirschreindl3Kirschreindl2In der Hauptsaison gab und gibt es bei uns nahezu jede Woche einen Kirschauflauf. Wenn die Kirschen richtig reif sind, spare ich allerdings beim Zucker rund die Hälfte ein. Am liebsten backe ich ihn in meinem Riess-Email-Reindl. „Reindl“ ist die österreichische Bezeichnung für eine kleine „Schlemmerpfanne“ mit Griff(en).

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Rezeptanleitung superschneller Kirschkuchen

Hier nun das Rezept aus Omas handgeschriebenem Kochbuch, welches – wie viele andere auch – mehr eine Anleitung als ein Rezept ist: Kirschen in ein leicht gefettetes und gezuckertes Reindl geben. Eier, Zucker, flüssige Butter, Mehl, eine Prise Salz und Milch verrühren und über die Kirschen gießen. Eine gute halbe Stunde im Rohr backen.

Mittlerweile habe ich zahlreiche Variationen von Omas superschnellem Kirschkuchen gebacken. Mal die Zutaten etwas verändert, mal raffiniert gewürzt oder das Obst getauscht. Mit Marillen oder Heidelbeeren schmeckt er übrigens ebenso gut.
In Frankreich bezeichnet man das Mittelding zwischen Kuchen und Auflauf als Clafoutis. Die Kirschen werden eher nicht entkernt, da die Flüssigkeit beim Backen den Auflauf aufweicht. Wer keine Kerne im Kuchen mag, sollte den Saft der entsteinten Kirschen mit etwas Küchenrolle auftupfen.


Kirschclafoutis – (m)eine würzige Variante

Kirschclafoutis2Von den Basiszutaten ist auch dieser superschnelle Kirschkuchen ein Art Pfannkuchenteig, nur mengenmäßig etwas anders zusammengesetzt und raffinierter gewürzt. Ich finde nämlich, dass – sparsam eingesetzt – Zimt und Nelkenpulver perfekt mit den Kirschen harmonieren.

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Jetzt müsst ihr selber entscheiden, welche Variante des Spuckkuchens euch besser schmeckt. Die Rezepte gibt es hier als Download.

Topfenkirschauflauf in der Rein

Wenn sich im Juni die großen Herzkirschen am Baum vorm Haus dunkelschwarz färbten, gab es in meiner Kindheit nahezu jeden Freitag zu Mittag Kirschauflauf. Meine Oma kannte garantiert zwanzig verschiedene Kirschkuchenrezepte, wenn nicht mehr. Von Kirschstrudel, Kirschbiskuit, Sandmasse bis Schokokuchen, flach oder hoch, mit Rahm- oder Zuckerguß, mit Streusel und/oder Kirschgeist …

Mohn-Topfen-Kirsch1Mohn-topfen-Kirsch5Am besten aber schmeckte der warme Kirschauflauf, den wir Kinder als Hauptmahlzeit serviert bekamen. Ich liebte diese Mehlspeisenfreitage. Der flauschig weiche Auflauf wurde nicht am Blech gebacken, sondern in einer Rein. Einer länglichen mit zwei Griffen. Sie stand im Rohr, bis wir von der Schule kamen. So konnte der Auflauf langsam ausdampfen und blieb dabei warm. Schon damals war es eine Riess-Email-Pfanne, allerdings nicht in den zuckersüßen Pastelltönen wie heute, sondern in der klassischen rostroten Außenfarbe der Nachkriegszeit.
Lange schon wollte ich mir so eine pastellfarbene Bratpfanne kaufen, allerdings eine größere. Doch Riess hat pro Größe nur eine bestimmte Farbe im Programm: hellblau, mint, blassgelb und rosa. Weil ich unbedingt eine rosafarbene wollte, ist es die kleinste geworden. Allerdings ist sie ausreichend groß für vier Portionen.

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Diesen warmen Kirschauflauf hat Oma stets mit Topfen (Quark) verfeinert, den sie selber hergestellt hat: sogenannten Bröseltopfen. Der Auflauf schmeckt aber auch mit Magertopfen köstlich. Und es ist kein Gramm Mehl dabei! Dafür mischte sie manchmal gemahlenen Mohn hinein. Himmlisch!
Kirschen entkernen war meiner Oma, bei der alles schnell gehen musste, zu mühsam. Also gab es meist Spuckkuchen. Wir Kinder haben das ohnehin sehr lustig gefunden. Leider nicht alle. 😉

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Ob warm mit Staubzucker oder kalt mit etwas Rosenzucker bestreut, ob mit ganzen oder entkernten Kirschen, aus der Rein gelöffelt oder abgekühlt und in Stücke geschnitten … der Auflauf ist dermaßen flaumig, dass er am Gaumen zergeht.
Das Rezept aus Omas handgeschriebenem Kochbuch gibt es hier zum Downloaden.