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Marmorierte Birnen-Schoko-Tartelettes

Die Natur beschenkt uns seit Monaten mit frischem Obst, doch der Herbst ist für mich bei weitem die aufregendste Erntezeit des Jahres. Die Bäume im Garten meiner Familie ächzen geradezu unter der Last der Äpfel und Birnen. Alles will gleichzeitig geerntet, verkocht oder eingewintert werden. Ich bin ja eher der Backtyp. Saft- oder Most-Machen überlasse ich anderen. Den Birnensaft und -most für die marmorierten Birnen-Schoko-Tartelettes habe ich daher am Bauernmarkt gekauft und darin die Birnen kurz aufgekocht, bevor sie auf die süßen Törtchen durften.

Drei kleine Metallförmchen mit Birnen-Schoko-Tartelettes auf einem Gitter, mit Puderzucker bestreut und kleinen rosa Röschen dekoriert.

Rezept „Marmorierte Birnen-Schoko-Tartelettes“ hier downloaden.

Drei Birnen-Schoko-Tartelettes auf einem schwarzen quadratischen Gitter, welches auf einem weißen Stoffband steht, daneben drei weiße Rosen und eine gelbe Birne

Mürbteig marmorieren

Je nach Zeit und Laune mache ich Mürbteig selber – wenn ich beispielsweise eine größere Menge brauche oder den Teig besonders würzen will. Wenn’s schnell gehen muss, greife ich gerne auch zum Fertigteig. Wichtig: süßen Mürbteig verwenden!
Als ich den Frischteig entrollte, war er mir im Hinblick auf die dunkle Schokoladenfüllung plötzlich zu hell. Brauner Teig, dachte ich, passe besser. Aber den Teig verkneten und nochmals ausrollen? Das wäre ja wie selber machen. Und so habe ich schließlich nur etwas Kakaopulver auf die Teigplatte gestreut und dieses mit dem Nudelholz in den Teig eingearbeitet. Dabei ist die schöne Marmorierung entstanden.

Mit Kakao marmorierter Mürbteig in sechs Tarteletteförmchen auf weißem Tuch

Schokofüllung mit weichem Kern

Ich bin absolut kein „Death-by-Chocolate“-Typ. Das wissen alle, die meinem Blog schon länger folgen. Aber Birnen harmonieren wunderbar mit Schokolade. Und wenn schon Schokolade, dann nur ganz dunkle, also ab 70% Kakaoanteil.

Frontalansicht eines Birnen-Schoko-Tartelettes, vorne ein angebrochenes Tartelette, wo man den weichen Schokokern sieht, rundum reichlich Puderzucker

Das Schokomousse habe ich mit Kardamom gewürzt. Eine traumhafte Geschmackskombi! Wer dieses Aroma noch toppen will, kann zusätzlich eine leichte Rosennote einbringen. In Form von einem Spritzer Rosenwasser oder kandierten Rosenblüten.

Birnen-Schoko-Tartelette auf einem rosa Desserteller, dazu drei pinkfarbene Rosenköpfe, daneben ein alter silberner Dessertlöffel

Birnen-Schoko-Tartelettes warm genießen

Am besten schmecken die Birnen-Schoko-Tartelettes frisch aus dem Ofen beziehungsweise handwarm. Wenn der flüssige Schokoladekern am Gaumen schmilzt, liegt das Glück zum Greifen nah. Rundum nur zufriedene Gesichter am Familientisch.

Ein Birnen-Schoko-Tartelette, daneben eine Tartelette auf weißem Vintage-Dessertteller, dekoriert mit fünf pinkfarbenen Rosenköpfen, davor ein Stück von einem Schokotartelette
Ein Schokotartelette auf weißem Vintageteller mit fünf pinkfarbenen Rosen in Großaufnahme auf weißem Stofftuch, dieses auf mit Puderzucker dicht bestreuter Arbeitsplatte und ein angebrochenes Stück eines Tartelettes. Auf dem Bild steht rechts unten in pinkfarbener Schrift "Bake someone happy!"

Ich wünsche euch noch einen schönen Herbstsonntag. Eure sugar&rose

Brushstroke-Cupcakes verleihen Flügel

Nicht nur am 8. März, dem internationalen Frauentag, sondern das ganze Jahr über sollten wir Frauen zusammenhalten und unsere eigenen Leistungen entsprechend würdigen. Lasst uns unsere Erfolge feiern, lasst uns fliegen und dabei gegen keine gläsernen Decken stoßen!
Allen Frauen und Mädls schicke ich virtuell einen meiner geflügelten Brushstroke-Cupcakes.

Brushstroke Cupcake mit Rose

Rezept Brushstroke-Cupcakes hier downloaden.

Neun rosa Brushstroke Cupcakes mit Rose
Brushstroke Cupcake mit Rose und Hello-Spring-Dekoelement

Hallo Frühling!

In Italien schenken die Männer den Frauen an diesem Tag gelbe Mimosen. Blumen statt Gleichberechtigung? Keinesfalls. Mimosen gehören zu den ersten Pflanzen, die zu Frühlingsbeginn blühen und die wärmere Jahreszeit ankündigen. Boten der Sonne. Bei uns beginnt in den Gärten gerade die Forsythienblüte und das wiederum ist mein Startzeichen für den Rosenrückschnitt.
Zuvor noch schnell ein paar Muffins für Sonntag backen. Zitronengelb wie die Mimosen … Ich koche und backe, wie ihr wisst, leidenschaftlich gerne. Und ich verwöhne meine Familie am Wochenende mit süßen Bäckereien. Das ist natürlich keine Einbahnstraße. Wenn ich koche, macht mein Mann den Abwasch oder geht einkaufen. Ich weiß, so geht’s nicht jederfrau. Darum gibt es auch den Frauentag!

mehrere Brushstroke Cupcakes mit Rose

Muffin + Frosting = Cupcake

Die Zitronenmuffins schmecken alleine schon so köstlich, dass sie eigentlich keine Dekoration mehr benötigen. Allerdings werden sie mit einem tollen Frosting zum Blickfang auf dem Dessertteller.
Je nach Lust und Laune dekoriere ich sie mal mit einem leichten Baiserfrosting, mit Swiss-Meringue-Buttercreme oder nur mit Eiweißcreme. Und wenn es ganz schnell gehen muss, mit Schlagsahne oder Fertigcreme von FunCakes. Eingefärbt oder zweifärbig rosa-weiß sehen sie noch fluffiger aus.
Die Rezepte zu den einzelnen Cremen findet ihr in den hinterlegten Links.

Cupcakes mit rosa Schokoladenflügel

Brushstrokes verleihen den Cupcakes Flügel

Was so zart und kompliziert wirkt, ist kinderleicht. Für die Flügel einfach weiße Schokolade oder bunte Schoko-Melts langsam über Wasserbad schmelzen und teelöffelgroße Kleckse auf Backtrennpapier geben. Mit dem Löffelrücken oder einer Spatel längs verstreichen und kurz trocknen lassen. Fertig!
Bei Candy Melts sollte man allerdings zuvor die Zutatenliste prüfen. Manche Packungen sind mit einer Unzahl an Zusatzstoffen versetzt.

Cupcakes mit rosa Schokoladenflügel und Stiefmütterchen
Brushstroke-Cupcake mit rosa Schokoladenflügel

Mein Empfehlung zum heutigen Frauentag

Es ist ja gerade wieder angesagt, konservativ zu sein. Manche Politiker propagieren ein Weltbild, das dem Gesellschaftsideal der 1950er-Jahre entspricht. Frauen werden wieder in alte Rollenbilder gedrängt: Kinder statt Karriere, Mutter statt Managerin! Zurück an den Herd gewissermaßen.
Lisz Hirn beschreibt im Buch „Geht’s noch! Warum die konservative Wende für Frauen gefährlich ist“ (Neuerscheinung im Molden Verlag) die wieder zunehmende Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechterrollen. Jede Frau sollte ihr gewünschtes Familienmodell leben können, dabei aber faire Chancen haben, die eigene Existenz zu sichern. Sehr empfehlenswert!
Es ist noch nicht so lange her, dass wir nur mit Erlaubnis der Männer arbeiten oder ein Bankkonto eröffnen durften. Wir haben in den letzten Jahrzehnten viel erreicht, dennoch sind viele Frauen nach wie vor sozial und ökonomisch benachteiligt. Frau und Mann sind in unserer Gesellschaft nur formal gleichgestellt.
Lasst uns selbstbestimmt leben! Egal ob im Job oder zuhause.

Liz-Hirn-Buch mit Mimosen

sugar&rose wünscht euch einen schönen Frauentag – mit einem Mimosenstrauß.

Eine Baumstammtorte und einen Oskar zum 95er

Meist sind es Hochzeiten oder Taufen, für die eine mehrstöckige Torte gewünscht wird. Hin und wieder ein runder Geburtstag. Selten aber ein 95er. Meine liebe Schwiegermama, beständig wie eine Eiche, fest verwurzelt wie ein Kiefer, reich an Jahren wie ein Mammutbaum, soll eine ganz persönliche und individuelle Torte bekommen. Eine Torte, die den Anlass gebührend würdigt. Eine Baumstammtorte mit einer dicken Schokoladenrinde rundherum.

Rezept für die Baumstammtorte hier downloaden.

Der Tortenbau zu Babel

Eine besonders schöne Bûche de Noël sollte es werden. Eine Biskuitrolle mit baumrindenähnlicher Schoko-Buttercreme. Eine Torte in Form eines Holzscheites. Was könnte zu solch biblischem Alter besser passen als eine Baumstammtorte?
Als die Anzahl der Gäste immer größer wurde, habe ich die Idee beinahe schon aufgegeben. Auch eine gigantisch große Biskuitrolle reicht da nicht. Doch warum liegend? Ein Baumstamm kann doch auch stehen. Und so habe ich drei Torten übereinander gesetzt und einen dicken Baumstumpf aufgebaut. Unterschiedliche Torten für verschiedene Geschmäcker. Gefüllt mit leckeren Cremen. Verbunden durch drei eingesteckte Kunststoff-Stäbchen.
Zuunterst eine Nusstorte, die das Gewicht der zwei weiteren Torten trägt. Eine Schokoladentorte in der Mitte und obenauf eine Schwarzwälder Kirschtorte, die Lieblingstorte meiner Schwiegermama. Natürlich mit ordentlich Kirschgeist. Hicks! 😉

Eine Baumrinde aus Schokolade für die Baumstammtorte

So ein knorriger Baumstumpf braucht eine dicke Rinde. Nur eine Schokoladen-Buttercreme rundum ist mir zu gewöhnlich. Kurz die Überlegung, ob ich mir so eine Fondant-Modellierform zulege, mit der man täuschend echte Baumrinde formen kann. Aber das Teil liegt dann nur herum.
Auf die Idee mit Baumrinde aus Schokolade haben mich die gerade voll trendigen Brushstroke Cakes auf Instagram gebracht. Allerdings waren mir die mit einem dicken Pinsel geformten Schokoladenteile dann doch zu futuristisch für diese Torte.
Schließlich habe ich die Schokolade großflächig auf eine Unterlage aufgestrichen und zum Runden über eine Vase gelegt. Tatsächlich habe ich eine ganze Versuchsreihe gemacht. Einmal mit Backtrennpapier, einmal mit Alufolie und dann noch mit Klarsichtfolie. Das Ergebnis auf Backtrennpapier: eher glatt und fad. Auf Alufolie schon mal sehr dekorativ. Mit Frischhaltefolie bekommt sie aber eine ganz tolle, wellenförmige Struktur. Ich habe alle drei Varianten abwechselnd an der Tortenaußenseite angebracht, zuvor aber noch grüne und graue Lebensmittelfarbe aufgepinselt.

Baumschwämme und Fliegenpilze als Deko

Ein alter Baumstamm braucht natürlich auch Baumschwämme, ein paar Pilze und einen Waldboden. Die Pilze habe ich aus Marzipan geformt, ebenso die Baumschwämme. Dafür habe ich unregelmäßige, dünne Kreise ausgerollt, in der Hälfte zusammengeklappt und etwas zusammengedrückt. Zwei bis drei solcher Lagen übereinander ergeben einen Schwamm. Bepinselt mit grüner und brauner Lebensmittelfarbe sehen sie sehr natürlich aus.
Für den Waldboden habe ich einige Butterkekse zusammen mit grüner Farbe in einen Gefrierbeutel gefüllt und zerdrückt. Die Keksbrösel halten mit etwas Creme auf der hölzernen Tortenplatte.

Der Baum steht und bekommt noch Jahresringe

Die Tortenoberfläche, also den Baumquerschnitt, habe ich vor dem Anbringen der Schokoladenrinde mit einer dünner Schicht Schokoladenfondant abgedeckt und mit einem Pinsel und brauner Farbe Jahresringe aufgemalt. Hier kommen später noch Geburtstagskerzen drauf.

Zufrieden mit dem Ergebnis und auch ein klein wenig stolz auf mein Meisterwerk, fragt mein Mann: „Wie willst du dieses Ding eigentlich transportieren?“ – Ich kleinlaut: „Am Schoß?“ – „200 km? Und wenn ich bremsen muss?“ Hilfe! An das habe ich vor lauter Euphorie nicht gedacht.
Eingeklemmt in eine Kiste und dank einer sehr langsamen, behutsamen Fahrt ist die Torte schließlich heil am Bestimmungsort angekommen.
„Da wird die Oma aber schaun!“. Sie weiß nämlich nichts von einer Feier. Schon gar nicht, dass dreißig Verwandte inklusive Urenkel auftauchen werden … Überraschung!

Einen Oskar für die beste Oma der Welt

Und sie freut sich riesig. Besonders über den Oskar für die beste Oma der Welt! Auch über den Hawaii-Blumenkranz, die riesigen Zahlen-Luftballons, die vielen Blumen und Geschenke und natürlich auch über die Torte. Uups! Da sind ja zwei Torten. In der Familie gibt es noch eine Tortenkünstlerin.
Die Zahlen-Luftballons, sonstiges Dekozeugs und Backzubehör habe ich hier gekauft.

Die Torte anzuschneiden hat mich einiges an Überwindung gekostet. Aber eine Torte ist nun mal zum Essen da, nicht zum Anschauen. Ich habe sie zunächst quer durchgeschnitten. Also die drei Torten wieder auseinander genommen, bevor ich sie für die Gäste in Stücke geteilt habe.
Eigentlich wollte ich euch auch das Innenleben der Torten zeigen. Angesichts der zahlreichen lange nicht mehr gesehenen Verwandten habe ich aber aufs Fotografieren vergessen. Und bis auf die Baumschwämme ist nichts mehr übrig …

Kandierte Rosenblüten mit Schokolade für Prinzessinnen

Kandierte Rosenblüten waren nicht nur für die legendäre Kaiserin Sisi eine Delikatesse. Sie sind auch für mich Prinzessin eine süße Versuchung. 😉 Die ausgefallene Nascherei kann man recht einfach selber machen. Durch Eiweiß und Zucker werden die zarten Blütenblätter von Duftrosen haltbar gemacht. Danach in weiße oder Zartbitter-Schokolade getunkt – ein wahrer Hochgenuss! Kandierte Rosenblüten sind etwas ganz Besonderes.

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Edible Roses oder: Rosen kann man essen!

Rosen, Flieder, Veilchen, Stiefmütterchen … Sofern sie biologisch gezogen und ungespritzt sind, sind sie alle essbar. Genau wie Kräuter. Am besten schmecken Rosenblüten, wenn sie nur ganz leicht duften. Besonders stark riechende Rosen sind eher für Kosmetikprodukte geeignet. Wer also selbst Rosen hegt und pflegt, bedient sich frühmorgens im eigenen Garten. Da ist der Gehalt der ätherischen Öle am höchsten. Während man für Rosengelee, Sirup oder Rosenessig eine große Menge Rosenköpfe braucht, reichen für kandierte Rosenblüten schon zwei bis drei.
Sehr vereinzelt werden essbare Blüten – beispielsweise für Salate – auf Märkten angeboten. In den Niederlanden gibt es Rosenköpfe – unter dem Namen Incredible Roses – zu vier Stück abgepackt in Kunststoffschalen zu kaufen.

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Kandierte Rosenblüten – ein Fest für die Sinne

Zum Kandieren reinige ich die frisch geernteten Rosenblüten mit einem Pinsel, zupfe die Blütenblätter von den Knospen und schneide die gelben Blattansätze weg. Das Eiweiß ziehe ich zwei-, dreimal mit einem Schneebesen durch und drücke es durch ein feinmaschiges Sieb. Mit einem Silikonpinsel streiche ich die einzelnen Rosenpetalen gleichmäßig und dünn ein und bestreue sie rundum mit feinem Kristallzucker. Zum Trocknen an der Luft lege ich sie auf ein Backtrennpapier. Oder ich trockne sie im Backrohr bei 40° C eine bis eineinhalb Stunden. Bei höheren Temperaturen geht es zwar schneller, aber die Rosenpetalen verlieren ihre Farbe oder werden bräunlich. Ganze Rosenköpfe brauchen 2–3 Stunden zum Trocknen.

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Duftende Rosenblüten und Schokolade – eine Traumkombination

Kandierten Rosen adeln jedes Kuchenbuffet und sind eine wunderschöne Dekoration für Sommertorten oder Muffins. Die Krönung aber sind kandierte, schokolierte Rosenblüten.
Rosa Rosen getunkt in Zartbitterschokolade, rote Rosen in weißer Schokolade.

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Roenzucker & rosa Rosenblütenzucker

Die schönsten Rosenköpfe und Rosenpetalen verwende ich zum Kandieren. Mit den übrigen und den sehr stark duftenden Blüten mache ich Rosenzucker. Je nach Jahreszeit variiere ich die Zubereitungsart. Im Sommer kommen frische Duftrosenblüten zum Zucker, bis dieser das Aroma angenommen hat. Danach trockne ich den Rosenzucker im Rohr. Im Winter verwende ich getrocknete Rosenblüten – zur Hälfte fein gemahlen, die andere Hälfte in kleine Streifen geschnitten oder gezupft. Beides mische ich zum Kristallzucker. Dieser aromatisierte Zucker eignet sich für Desserts, Waffeln oder auch als Beigabe zu Topfencremen, geschlagenem Obers und Tortenfüllungen.
Heuer habe ich eine neue Variante probiert. Einen rosa Rosenblütenzucker: eine Mischung aus – mit Himbeersirup gefärbtem – Kristallzucker und roten Rosenpetalen, die ich zuvor mit etwas Eiweiß vermengt habe. Auch hier habe ich die Restfeuchtigkeit durch eine kurze Trockenzeit im Rohr entzogen. Rosa Rosenblütenzucker ist eine schöne Dekoration für Cupcakes, Cruffins und Desserts … oder für Naschkatzen auch zum Knabbern.

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Selber essen oder verschenken

Rosenzucker und kandierte Rosenblüten sind wunderbare Mitbringsel. Hin und wieder braucht es bei den Beschenkten aber etwas Erklärung. Bringen doch einige den Rosenduft immer noch mit Seife, Parfum oder Duftkissen der Großmutter in Verbindung.
Wenn ich Rosenzucker oder andere essbare Rosenprodukte verschenke, hänge ich daher stets ein Schildchen mit Verwendungstipps an.

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Oh, die schmecken aber gut! Dachte nicht, dass man Rosen essen kann …“ – Ja, man kann!

Cruffins mit Rosengelee

Croissant & Muffins – ein süßer Mix aus zwei Mehlspeisen – ergibt CRUFFINS. Ob pur oder gefüllt, frisch gebackene Croissant-Muffins machen ein Wochenendfrühstück perfekt.
Ich habe diese knusprig-blättrigen Croissants in Muffinform vor ein paar Jahren in San Francisco kennen gelernt. Im Vorjahr hat das trendige Backwerk auch Europa erreicht. Ofenfrische Cruffins, innen fluffig und außen schön knusprig, sind bei uns zum Sonntagsfrühstück noch immer ein Renner.

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Cruffins selber backen

Man könnte (Betonung auf könnte!) Blätterteig auch selber zubereiten. Aber warum so viel Zeit investieren, wenn es auch Fertigblätterteig oder -plunderteig gibt, der genauso gut schmeckt. Noch schneller geht es mit einer Dose Croissant-Teig.
Einfach den Teig ausrollen, mit der Lieblingsfüllung bestreichen oder belegen und wieder einrollen. Dann Stücke in Höhe der Muffinformen abschneiden und in die Förmchen einlegen. Etwa 15 Minuten bei 200 °C backen. Aus dem Ofen nehmen und noch warm servieren.

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Cruffins-Füllung

Pur mit etwas Puderzucker bestreut, das ist die Lieblingsvariante meines Mannes. Ich als leidenschaftliche Marmelade-Esserin fülle sie für mich mit selbst gemachtem Rosengelee oder mit Rosen-Erdbeermarmelade und garniere sie mit kandierten Rosenblüten.

rosengelee5cruffin2Für die Kinder fülle ich sie mit einem Stück Schokolade. Ich habe sie aber auch schon mit Frischkäsecreme garniert oder mit Blaubeer-Cream-Cheese.

Variantenreich kann man die Cruffins auch noch nach dem Backen füllen: im heißen Zustand oben ein Loch bohren und einen Teelöffel Marmelade, Schokocreme oder Nutella einfüllen.

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Cruffins mit Zimt-Zucker zum Nachmittagstee

Wer wie ich Zimtschnecken liebt, die in der Regel zwar aus Hefeteig zubereitet werden, wird auch diese Zimt-Zucker-Cruffins mögen. Ich fülle die Cruffins einfach mit Zimt und braunem Zucker, der dem Gebäck einen zarten Karamellgeschmack verleiht.

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Ob gefüllt oder ungefüllt, am besten schmecken Cruffins natürlich frisch aus dem Ofen. Will man sie bereits am Vortag zubereiten, sollte man sie nach dem Backen und Abkühlen in einer Metalldose aufbewahren und am nächsten Tag 5–8 Minuten im Rohr aufbacken, damit sie wieder knuspern.

Cruffins-Zimt2Besser kann ein Sonntagmorgen nicht beginnen! Oder?

Rezept

ZUTATEN für 6 Cruffins
1 Packung Croissant-Teig
alternativ 1 Rolle Fertigblätterteig (oder auch -plunderteig)

Füllung
Schokolade
oder
(Rosen)Marmelade
oder
brauner Zucker, Zimt
und etwas flüssige Butter

1 Eigelb zum Bestreichen

ZUBEREITUNG
Croissant-Teig entrollen und in 6 Dreiecke teilen. Blätterteig in sechs Quadrate teilen.
Teig alternativ mit je 1 TL Marmelade oder mit einem Stück Schokolade oder Nutella füllen bzw. für die Zimt-Cruffins den Teig mit flüssiger Butter bestreichen und mit Zimt und braunem Zucker bestreuen.
Teig zusammenrollen. Danach schneckenförmig oder anders kreativ eindrehen und in eine leicht gefettete Muffinform einlegen.
Im vorgeheizten Backrock bei 200° C ca. 12–15 Minuten backen.
Mit Staubzucker bestreuen und noch warm genießen.

TIPP
Für ein schnelles Knuspererlebnis zum Frühstück verwende ich gerne das Fertigprodukt von Knack&Back.

Rosen-Mousse au Chocolat mit Granatapfelkernen

Am Tag der Liebe, dem Valentinstag, gibt es bei uns einen französischen Dessert-Klassiker: Mousse au Chocolat – das Lieblingsdessert meines Mannes. Für unser „Dinner for Two“ habe ich eine weiße Mousse gewählt. Aromatisiert mit Rosenwasser, dekoriert mit Granatapfelkernen und kleinen Rosenknospen.
Wie mögt ihr die Mousse am liebsten? Zartbitter, Vollmilch oder aus weißer Schokolade? Vielleicht zweierlei Mousse? Hell-dunkel?

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Nicht nur bei der Wahl der Schokolade, auch bei der Zubereitung gehen die Meinungen auseinander. Diese Mousse kommt ganz ohne Gelatine aus, wodurch sie nicht stichfest, sondern zart cremig ist. Eine Zuckerzugabe ist nicht notwendig, die weiße Schokolade ist ausreichend süß. Ich habe die Mousse mit Eiern gemacht, dadurch ist sie nicht rein weiß, dafür umso luftiger. Anstelle von Vanillearoma habe ich ihr eine Rosen-Note gegeben.

Rosenmousse7Rosenmousse3.jpgWeiße Schokolade erfordert etwas Geschick. Sie darf beim Schmelzen nicht heiß werden, damit sie nicht gerinnt. Ich nehme fürs Wasserbad daher nur heißes Wasser aus der Leitung und koche es nicht auf. Die weiteren Zutaten werden im lippenwarmen Zustand untergehoben.
Die Hälfte der Masse habe ich zartrosa eingefärbt. Und dann die weiße und rosa Schokocreme abwechselnd in Gläser gefüllt. Einmal mit einem Löffelstiel durchgeswirlt – damit bekommt die Mousse die zarte Marmorierung.
Verführerisch wird das Dessert schließlich durch die leuchtend roten Granatapfelkerne. Nicht nur ein Symbol für Leben und Fruchtbarkeit! Durch die zarte Säure auch die ideale Kombi zur milden Süße der weißen Schokolade.

Rosenmousse8Löffel für Löffel eine kleine Sünde. Somit das perfekte Dessert für einen romantischen Abend zu Zweit.

Zum Rezept

Notfall-Mug-Cake (Tassenküchlein)

Es gibt sie öfter mal, diese Stresstage. Da brauche ich ganz schnell Süßes, Schokolade oder ein Stück Kuchen. Doch was tun, wenn die Süßigkeitenlade leer ist? Kuchen backen? Das dauert viel zu lange!
Mein „Lebensretter“ ist ein Mug Cake (Tassenkuchen). Er bekämpft abrupt jegliche Unterzuckerung. Ich verrühre direkt in der Tasse etwas Zucker, Ei, ein paar Löffel Mehl, Joghurt oder Butter – man braucht weder Waage, Mixer noch Backform. Ab in die Mikrowelle. In knapp zwei Minuten ist mein Küchlein fertig. Huch, gerade noch rechtzeitig. 😉

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Das Basisrezept variiere ich nach Lust und Laune und Vorratsschrank mit zartschmelzenden Schokostückchen, Kokosflocken, frischen Beeren oder auch mal mutig als Red Velvet Cake.
Und steht überraschend Besuch vor der Tür, wird der Teig auf mehrere Tassen aufgeteilt. Je nach Wattanzahl und Bechergröße variiert die Backzeit leicht. Kleine Tassen fülle ich nur zur Hälfte bzw. wickle oben eine Papiermanschette herum, da der Teig noch aufgeht. Natürlich kann man die Küchlein auch im Rohr backen. Dazu bedarf es aber einer ofenfesten Tasse und die Backzeit verlängert sich.

schokomugredvelvetmug1Mit Fertigmischungen aus dem Handel ist man eine halbe Minute schneller am Ziel. Aber mal ehrlich, auch diese müssen mit Milch angerührt werden. Und hat man einmal die Zutatenliste gelesen, greift man ob der vielen E-Nummern und Zusätze besser in die eigene Backlade. Red Velvet Cakes färbe ich mit Himbeeren oder Rote-Beete-Smoothie bzw. mit natürlicher Lebensmittelfarbe ohne Zusätze.

mug-Bunt1Und manchmal ist BUNT meine Lieblingsfarbe. Ein mit echtem Stoff bezogenes Blank Book hat mich zu einem Sprinkles Mug Cake inspiriert. Das Küchlein birgt in seinem Innersten viele bunte Konfetti-Zuckerstreusel und auf der Kuchenoberfläche zerschmelzen die rosa und hellblauen Rosenschokoladestücke durch die Kuchenwärme.

mugcake5Ähnlich wie bei Cupcakes macht das Topping die Mug Cakes zu kleinen Kunstwerken. Ob Cheescake-Frosting, Buttercreme, Schlagobers, Schoko-, Karamell- oder Fruchtsauce, ob Sprinkles oder Minimarshmallows, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt …
Zu den Notfallrezepten: 3erlei Tassenküchlein, Sprinkles Mug Cake.

♥ sugarandrose

Ei, wie fein – Schokoei mit Rosencreme

Ostern steht vor der Tür! Im Garten blühen Vergissmeinnicht, Tulpen und Hyazinthen um die Wette – Frühlingsblüten, wohin man schaut. Die Rosen zeigen erste Knospen, Minze und Melisse duften schon, Wiesen und Sträucher sind mit saftigem Grün bereit für die vielen bunten Ostereier.
Mein Ostertisch wird heuer mit zarten Vergissmeinnicht und grünem Moos dekoriert.

Roseneirosenei1Und natürlich mit Ostereiern – in meiner Lieblingsfarbe: rosa. Sie sind süß und man kann sie samt Schale essen. Ei, ei, wie das?
Ich habe die Schale aus weißer Schokolade selbst gemacht. Sieht täuschend echt aus und geht ganz einfach. Luftballon leicht aufblasen, verknoten und zur Hälfte in weiße Kuvertüre tauchen. Ab in den Kühlschrank und bereits nach kurzer Zeit kommt der schönste Part: Luftballon mit einer Nadel zerplatzen, rausziehen und fertig sind die Eischalen.

rosenei6Mit Zitronencreme gefüllt und einer eingelegten Pfirsichhälfte sehen sie dann wie gekochte Eier aus. Allerdings fülle ich sie fürs Osterfest in meiner Lieblingsfarbe Rosa.
Die frischen Himbeeren geben der Frischkäsecreme ganz ohne Zusätze einen wunderschönen Rosaton, Rosenzucker oder etwas Rosenöl eine zartes Rosenaroma.

rosenei4Und damit der Osterhase sie als Ostereier akzeptiert, habe ich sie noch mit buntem Konfettizucker bestreut. Fertig ist ein schnelles, köstliches und schönes Osterdessert.
Dem Osterhasen gefällt’s. Er hat es sich bereits gemütlich gemacht im Osternest …

Zum Rezept