Rosarien in Wien & Umgebung

Das größte Rosarium Österreichs befindet sich im Doblhoffpark in Baden bei Wien. Das für mich schönste liegt im Wiener Volksgarten auf meinem Weg zur Arbeit.


Rosarien und Rosengärten in Österreich

Wien

  • Rosarium im Volksgarten Wien mit rund 3300 Rosen bei rund 400 Sorten. Weiterlesen …
  • Rosengarten im Schloss Schönbrunn mit beeinruckendem Rosen-Laubengang. Weiterlesen …
  • Rosarium im Wiener Donaupark mit rund 1000 Rosensorten (Eingang Arbeiterstrandbadstraße). Weiterlesen …
  • Klimt-Rose im Park der Klimt-Villa. Eine Damaszenerrose als Modell. Weiterlesen …
  • Rosengarten in den Blumengärten Hirschstetten: Auf kleinster Fläche werden sehr formal angelegt einige Rosengruppen gezeigt, eingefasst mit Lavendel und Sitzbänken zwischen den quadratischen Beeten.
  • Rosarium Wettsteinpark mit angeblich 300 Rosensorten entlang dem Donaukanal, Höhe U-Bahn-Station Roßauer Lände; für Rosenfreunde+innen eher unattraktiv.

Niederösterreich

Steiermark

Oberösterreich

  • Kleines Rosarium im Linzer Botanischen Garten
  • Rosarium Gruber (nahe Eferding) mit barockem Rabattengarten und 400 Rosen, angelegt in Zusammenarbeit mit dem Rosenhof Schultheis


Österreichische Rosenfreunde

Die österreichischen Rosenfreunde sind in der Österreichischen Gartenbau-Gesellschaft (Wien) beheimatet. Die Fachgruppe ROSEN hält einmal im Monat ein Treffen ab, organisiert Reisen und Kurse, z.B. zur Rosenveredelung.



Das Rosarium im Wiener Volksgarten

Der Wiener Volksgarten ist neben meinem eigenen Gartenrefugium meine liebste Stadtoase! Hier gibt es laut Bundesgärten über 400 Rosensorten, darunter auch sehr alte Züchtungen: rund 1000 Hochstammrosen, 4000 Beetrosen, 300 Schling- und 200 Strauchrosen. Nach Zählung von Hedwig Abraham sollen es nur rund 3300 Rosenstöcke sein. Wenn ich mal zu viel Zeit habe, werde ich sie persönlich zählen. 🙂
Das Rosarium im Volksgarten entstand 1862. Nahe dem Heldenplatz liegt der Bereich mit historischen bzw. alten Rosen. Die meisten Rosen wurden allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg gepflanzt. Ein Großteil der neuen Rosen, vor allem Hochstämme und Beetrosen, stehen im Areal zwischen Burgtheater und Parlament.
Es besteht die Möglichkeit, eine Rosenpatenschaft zu übernehmen.

Rundblick

Zur Rosenblütezeit ist der Volksgarten stets gut besucht – besonders von Touristen. Frühmorgens jedoch ist der Park zwischen Burgtheater, Parlament und Hofburg nahezu menschenleer. Auf meinem Weg ins Büro – von der Josefstadt kommend – mache ich gerne einen Abstecher durch den Volksgarten, vorbei am Theseustempel Richtung Heldenplatz … Außer einer Kleingruppe asiatischer Pensionisten, die am frühen Morgen vor dem Theseustempel Tai Chi & Qigong praktizieren, ist der Rosenpark menschenleer.

Alte Rosen – nahe dem Heldenplatz

Die Historischen Rosen, Strauchrosen oder Parkrosen nahe dem Heldenplatz sind unbeschriftet und auch für Kenner schwer zuzuordnen. Die berühmteste Strauchrose steht beim Ausgang zur Präsidentschaftskanzlei in der Hofburg. Sie ist nach dem ehemaligen Bundespräsidenten Dr. Karl Renner benannt und stammt aus Tschechien. Mittlerweile ist sie nahezu 100 Jahre alt.

Rosen-Hochblüte im Mai & Juni – zwischen Burgtheater und Parlament

Rund um den Theseustempel

Vor dem Theseustempel stehen prachtvolle, rosa blühende Hochstämme (Leonardo da Vinci), die mit weißen Bodendeckern (vermutlich Asprin) unterpflanzt und mit Buchs dekorativ umrahmt sind.


Der Rosengarten im Schloss Schönbrunn

Der Schönbrunner Schlosspark ist das ganze Jahr über zugänglich. Während Irrgarten, Orangerie- und Tiergarten sowie das Schloss kostenpflichtig sind, ist der Park samt Rosarium frei zugänglich (ab 6:30).
Der Rosengarten befindet sich in der Hietzinger-Allee. Vor dem Schlosseingang biegt man rechts Richtung Wagenburg ab. Er grenzt direkt ans Schloss. Dort erwarten einem zwei einzigartige Laubengänge, einer davon ist von roten Rosen geradezu überwuchert. Beginnend am Schloss hat er mehrere Durchgänge in den Park und endet in einem grünen Holzpavillon. Vor diesem reihen sich zahlreiche alte Rosenbüsche in allen Farben aneinander. Die Hauptblüte der Rosenallee ist Ende Mai und Juni.

Das Rosarium im Wiener Donaupark

Das 1964 als Teil der Wiener Internationalen Gartenschau errichtete Rosarium im Donaupark wurde 2012 neu gestaltet. Flanierwege wurden angelegt, wellenförmige Holzliegen und Sitzgelegenheiten ergänzt, ein Wasserkanal mit Wasserkaskaden und Fontänen wurde errichtet und auch neue Rosen wurden gepflanzt. Ursprünglich war das Rosarium als Schaugarten angelegt, durch die Neugestaltung wurde es zum Erholungsraum. Auf den zahlreichen hölzernen Wellenbetten lässt sich angenehm ausruhen – mit Blick auf den farbenprächtigen Rosengarten. Goldmarie, Lavaglut, Aperitiv oder Tequilla schaffen Farbachsen von Gelb zu Rot, zu Orange und weiter zu Weiß (Schneewittchen) oder Rosa. Kletterrosen und Hochstammrosen schaffen vertikale Elemente.
Der Rosengarten liegt zwischen dem Korea-Kulturhaus (am Irisseeufer) und der chinesischen Anlage. Der kürzeste Zugangsweg zum Rosarium ist vom Parkplatz beim Chinarestaurant (Arbeiterstrandbadstraße 122, 1220 Wien). Vom Donauturm aus sind es etwa 10 Minuten zu Fuß.

Klimt-Rose im Garten der Klimt-Villa

Von 1911 bis zu seinem Tod arbeitete Gustav Klimt in seinem Atelier in der Feldmühlgase in Wien Hietzing. Der damals sehr beeindruckende Blumengarten rund um die Klimt-Villa wurde mittlerweile teilrekonstruiert. Herzstück des Gartens waren die um 1900 gepflanzten Damaszener-Rosen. Aus zwei noch bestehenden Mutterpflanzen wurde die sogenannte Klimt-Rose von einem Wiener Gartenexperten nachgezüchtet und wieder ausgesetzt.
Nach dem Rundgang durch die Villa erwarten einem ein Shop und ein kleines Café im Garten – eingerahmt von Rosenbüschen.
Die Damaszener-Rosen rund um sein Atelier standen Modell für das 1912 entstandene Gemälde „Der Rosengarten“.



Das Rosarium im Doblhoffpark in Baden (Niederösterreich)

Auf etwa 75.000 Quadratmetern stehen hier rund 30.000 Rosenstöcke, an die 900 Rosensorten. Jährlich im Juni zur Hauptblüte finden die Badener Rosentage statt mit Rosenfest, Schnittrosenschau, Wildkräuterspaziergängen, Musik, Kunst und Kulinarik.
Das nach den Plänen des Architekten V. Mödlhammer geschaffene Erholungszentrum mit barocker „Orangerie“, Café-Restaurant und großem Teich mit Ruderbootverleih entstand in unmittelbarer Nähe des weitläufigen Kurparks mit subtropischen Pflanzen, der wiederum in die Schwarzföhrenwälder des Wienerwalds übergeht.
Am schönsten ist der Park von Ende Mai bis Ende Juni und dann wieder im September zur Nachtblüte der Rosen.

Das Badener Rosarium im Doblhoffpark Anfang Juni 2019