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Frosé – mein liebster Sommerdrink

Er war der Sommerdrink des Jahres 2016 an der East Coast. Frosé – verschmolzen aus den Wörtern Frozen & Rosé. Ein erfrischender, cremiger Wine Slushie. Eisgekühlt serviert ist er seither Sommer für Sommer der Renner bei meinen Freundinnen und bei jeder Gartenparty. Ich liebe ihn ebenso sehr. Weil er erfrischend ist, weil er rosa und nur leicht süß ist und weil er so schön „süffig“ ist.

frose4Abonnenten meines sugar&rose-Blogs, die von Anfang an – also seit zwei Jahren – dabei sind, werden den Frosé vielleicht wieder erkennen. Ich habe das Rezept als eines meiner ersten auf der Website veröffentlicht, allerdings noch nicht als Blog-Post.
Weil ich immer wieder danach gefragt werde, hier das spritzig-fruchtige Frosé-Rezept als Reblog.

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Frosé-Rezept

ZUTATEN
1 Flasche Roséwein

250 g Erdbeeren
120 ml Wasser
120 g Zucker
80 ml frisch gepresster Zitronensaft

120 g Eiswürfel oder Crushed Ice
Himbeeren und Minze zur Dekoration

ZUBEREITUNG
1. Roséwein in ein tiefkühltaugliches Gefäß füllen und für mindestens 6 Stunden oder über Nacht ins Gefrierfach stellen.
2. Erdbeeren vierteln. Wasser und Zucker in einem Topf aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Erdbeeren dazugeben und vom Herd nehmen. 30 Minuten ziehen lassen, danach über ein Sieb in einen zweiten Topf abgießen. (Die Erdbeeren selbst können z. B. für einen Smoothie weiterverwendet werden.)
3. Zitronensaft zum abgeseihten Erdbeerwasser geben und kalt stellen.
4. In einem Smoothie-Mixer den gefrorenen Roséwein, das Erdbeer-Zitronenwasser und die Eiswürfel zu einer cremigen Masse zerkleinern. Eventuell in zwei Portionen teilen, wenn das Gerät nicht ausreichend groß oder leistungsstark ist.
5. Die Frosémasse für eine weitere Stunde ins Gefrierfach stellen, danach nochmals durchmixen. In Gläser füllen und eisgekühlt servieren.

TIPPS
Mit Beeren und Minze oder auch mit Rosenblütenblättern garnieren.
Frosé kann gut vorbereitet und längere Zeit im Gefrierfach aufbewahrt werden.
Schmeckt auch mit Himbeeren, wenn die Erdbeersaison vorbei ist.

Winchester-Cathedral-in-Tassefrose2ACHTUNG: Frosé macht süchtig! 😘

Rosenlikör – eine rosige Verführung

Was macht man instinktiv, wenn man eine Rose vor sich hat? – Man riecht daran. Im Mai und Juni liegt der Duft von Rosen ja regelrecht in der Luft.
Nachdem bereits ein Jahresvorrat Rosensirup in der Vorratskammer steht, habe ich das Aroma meiner Duftrosen in einem Rosenlikör erneut eingefangen. Anmutig, blumig, zartrosa und mit der Eleganz der Königin der Blumen. Rosenlikör – ein raffinierter Aperitif oder, zusammen mit prickelndem Sekt, ein bezaubernder Sommercocktail.

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Verführerischer Duft

Der Duft von Rosen weht uns momentan von allen Seiten entgegen. Rosen duften wunderbar. Aber wonach eigentlich riechen sie? Fruchtig nach Beeren, Zitronen, Äpfeln, blumig nach Maiglöckchen, Veilchen oder Lindenblüten, exotisch nach Myrrhe oder Weihrauch, süß nach Vanille, Mandeln oder Honig. In Sachen Geruch fehlen unserer Sprache leider die Worte und wir haben nur unzureichende Vergleiche. Nüchtern betrachtet sind es leicht flüchtige ätherische Öle, die den süßen Rosenduft liefern und die durch Destillieren exzerpiert werden können.
Aber nur vollständig geöffnete Blüten verströmen den charakteristischen Rosenduft und das am intensivsten am frühen Morgen. Ernten sollte man Rosenblüten daher taufrisch, wenn die Sonne die Blüten noch nicht aufgeheizt hat. Da ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Man kann alle Rosen aus dem Garten verwenden, die einen schönen Duft haben. Einzig wichtig dabei ist, dass die Rosen nicht gespritzt worden sind.

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Rosenblüten ansetzen

Für den Rosenlikör werden die Petalen von den Blütenköpfen gezogen und die weißen Blattansätze abgeschnitten. Einzeln ist das zeitraubend, weshalb ich die Rosenblüte mit der linken Hand umfasse und mit der rechten vorsichtig den Stiel samt Staubgefäßen herausziehe. Dann befreie ich den Blütenkopf als Ganzes mit einer Schere von den Ansätzen.
Auch wenn die Blüten aus dem eigenen Garten stammen und garantiert nicht mit Pestiziden behandelt sind, wasche ich den Staub von den Blüten. Dazu gebe ich die Petalen in ein großes Sieb und spüle sie rasch mit kaltem Wasser ab. Zum Abtropfen lege ich sie auf Küchenrolle oder ein Geschirrtuch, um sie unmittelbar danach zusammen mit dem Zucker, einer Vanilleschote und Vodka anzusetzen.

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Und dann heißt es wieder einmal warten. Je nach Intensität der Duftrosen fünf Tage bis zu einer Woche. Dabei sollte der Liköransatz einmal täglich umgerührt oder durchgeschüttelt werden. Wichtig ist, den Liköransatz gut verschlossen zu halten, damit das Rosenaroma nicht entweicht.

Rosenlikör als köstliche „Medizin“

Nicht nur der Duft, sondern auch der Anblick von den so vielfältigen Rosen erfreut mein Herz. Rosenblüten stimmen mich nach einem langen Arbeitstag versöhnlich und beruhigen mich augenblicklich. Dieser „heilende“ Effekt wurde bereits vor Jahrtausenden in China, Persien oder im Ayurveda Indiens genutzt. Seit der Antike werden Damaszenerrosen kultiviert, um aus ihnen Rosenöl herzustellen. Dieses Öl und die enthaltenen Gerbstoffe wirken entzündungshemmend.
Die köstlichste Form aber ist diese Medizin zu sich zu nehmen. 😉 Ein Gläschen Rosenlikör zum Afternoon Tea gefällig?

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Rosenlikör-Rezept

ZUTATEN
ca. 120 g frische Rosenblütenblätter (ungespritzt, duftend)
250 g Rohrzucker
1 Vanilleschote
700 ml Wodka

verschließbarer Glasbehälter, ca. 1–1,5 l Fassungsvermögen

ZUBEREITUNG
Von den Rosenblütenblättern die weißen Ansätze entfernen und in einem Sieb vorsichtig mit kaltem Wasser abspülen. Auf Küchenrolle oder einem Geschirrtuch abtropfen lassen.
Blüten und Zucker mit einer, der Länge nach halbierten, Vanilleschote in einen Glasbehälter füllen und mit Wodka aufgießen. Einmal vorsichtig umrühren und das Glas mit einem Schraubverschluss oder Glasdeckel und Rexgummi verschließen.
Den Rosenansatz mindestens fünf Tage bei Zimmertemperatur an einem dunklen Ort stehen lassen. Täglich einmal durchschütteln. Danach filtern und an einem kühlen Ort einige Tage nachreifen lassen.

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Rosenlikör-Cocktail

Rosenlikör kann man einfach pur genießen. Oder beispielsweise als blumigen Cocktail. Dazu 20 ml Rosenlikör über Eiswürfel gießen, mit Prosecco aufgießen und mit einer kleinen Rosenblüte und/oder etwas Minze garnieren.

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