Die schneeweiße fluffige Wintertorte mit Dulce-de-Leche-Creme auf zart knusprigen Walnussböden macht in der kalten Jahreszeit alle glücklich. Da der Schnee draußen auf sich warten lässt, zaubere ich ihn als dicke Schicht Mascarpone-Creme mit Kokos auf die Torte. Ob im Advent, zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel, so eine luftige Torte mit zart schmelzenden Schokoladenbäumchen schmeckt einfach himmlisch!
Aufgeschichtet: Walnussböden, fluffige Creme und Karamell
Die Basis meiner Wintertorte sind dünne, einzeln gebackene Nussböden, wie ich sie auch für Esterházy-Torte zubereite. Während ich für den ungarischen Torten-Klassiker meist gemahlene Mandeln verwende, habe ich für die Wintertorte heimische Walnüsse gerieben. Eine ganze Menge Arbeit das Aufschlagen, Auslösen und Reiben, dafür aber Eins A Qualität. Die Nussbaiser-Masse habe ich auf zwei mit Backpapier belegte Bleche dressiert – sechs Kreise, also drei pro Blech – und nacheinander gebacken. Dabei habe ich einige Male das Rohr geöffnet, um eventuell entstehenden Dampf abzulassen. Dadurch werden die Böden an den Rändern leicht knusprig. Aber kein Drama, wenn das nicht klappt, sie schmecken auch weich gut. Wer keine unregelmäßigen Tortenränder mag, kann die Böden nach dem Backen mit einem Tortenring rund ausstechen.
Wintertorte mit Dulce de Leche
Ob man für die Cremefüllung der Wintertorte Karamell selber macht oder fertige Karamellsauce bzw. Milch-Karamellcreme – Dulce de Leche (unbezahlte Werbung) – verwendet, ist Geschmackssache. Ich nutze gerne Dulce de Leche aus dem Glas, weil sie sich gut mit aufgeschlagener Creme verbindet und nicht klumpt. Sie schmeckt auch zu Eis, Waffeln oder karamellisiertem Obst sündhaft köstlich.
Zubereitung Wintertorte mit Dulce de Leche
Ich habe nur einen Teil der Mascarponecreme mit Dulce de Leche verrührt und die beiden Cremen abwechselnd kreisförmig auf die Tortenböden aufgespritzt, zudem noch etwas Dulce de Leche in den Zwischenräumen aufgetragen. Alternativ kann man Karamellcreme auf die Walnussböden streichen und die Creme darüber aufbringen. Auf den obersten Nussboden habe ich mit einer großen Lochtülle dicke Cremetupfer gesetzt und diese mit Kokosraspeln bestreut, sodass der Eindruck von Schnee entsteht. Für die Schokoladen-Bäumchen habe ich geschmolzene Kuvertüre auf Folie aufgespritzt und sie ebenso wie die Sterne mit essbarem Glitzerpuder in Silberweiß zum Leuchten gebracht.
Rose des Monats Dezember: Sweet Pretty
Die 2005 von Meilland eingeführte Beetrose Sweet Pretty wurde 2017 zur Rose des Jahres im Europa-Rosarium Sangerhausen gewählt, wo ich sie auch erstanden habe. Sie hat große pastellrosa, in der Blütenmitte teils ins Weiß übergehende, einfache Blüten mit fünf Blütenblättern und rosa Staubgefäße. Die Bienen lieben diese üppig blühende Rose. Sie duftet leicht und blüht von Juni bis Oktober. Heuer hat sie sogar noch im Dezember einige helle Blüten hervorgebracht.
Rosenblüten verleihen dem transparenten Spiegel der Rosen-Panna-Cotta-Tarte einen zarten, blumigen Duft. Ein Stück vom süßen, kleinen Törtchen und dazu ein Gläschen Rosé-Sekt mit Rosenblüten – sogleich haben meine Gäste ein Lächeln im Gesicht. Der dünne Tarteboden aus Mandelmürbteig, gefüllt mit einer Schicht cremiger Panna cotta mit Joghurt und Rosenwasser schmeckt gut gekühlt am besten. Ein besonderes Dessert also für heiße Sommertage!
Den Tarteboden habe ich sehr dünn gehalten. Somit steht die Panna-cotta-Füllung im Mittelpunkt. Ich liebe den Geschmack von Rosen, daher habe ich auch der Panna cotta ein wenig Rosenwasser beigegeben. Wer den Rosenduft aber dezent halten möchte, lässt das Rosenwasser hier weg und aromatisiert nur den Spiegel mit Rosenblüten oder Rosenwasser. Damit die Tarte nicht zu opulent wird, habe ich die Hälfte des Schlagobers (der Sahne) durch Joghurt ersetzt. Das Rezept für eine köstliche Rosen-Panna-cotta findet ihr hier.
Zart duftender Rosenspiegel für die Rosen-Panna-Cotta-Tarte
Anstelle des üblichen Fruchtspiegels als Topping der Panna cotta habe ich mich für transparentes Rosengelee entschieden, das durch Beigabe einiger Beeren im Kochwasser eine schöne rosa Farbe und auch einen zarten Fruchtgeschmack bekommt. Sowohl die Panna-cotta-Schicht als auch das Rosengelee benötigen ausreichend Kühlzeit zum Festwerden. Insofern darf das Rosengelee erst aufgebracht werden, wenn die Panna cotta stichfest ist, denn sonst vermischen sich die beiden Schichten.
Rose des Monats Juni: James Galway
Die englische Kletterrose James Galway wurde 2000 von David Austin eingeführt. Die märchenhaft schönen, schalenförmigen hellrosa Blüten sind dicht gefüllt. Die Blütenmitte ist etwas kräftiger rosa, zum Rand hin nehmen die Rosetten hingegen einen zarten Pastellton an. Ihr Duft ist von mittlerer Intensität. Die Rose wächst einerseits aufrecht, ist dennoch leicht überhängend, bei mir gut 150 cm hoch und klettert mit einer Rankhilfe auch ein wenig. Sie blüht zuverlässig und reichlich von Juni bis Oktober, ist unempfindlich gegen Blattkrankheiten wie Mehltau und verträgt außerdem hohe Temperaturen. Regen macht den riesigen Blüten nichts aus. Auch im Abblühen sehen die dichten, morbiden Blütendolden noch hinreißend schön aus.
Herzallerliebst, fruchtig frisch und cremig zugleich ist diese rosa-hellgrüne Pistazien-Beeren-Charlotte. Ein süßer Frühlingsbote wie das erste Grün im Garten. Ganz ohne Backen und ohne Gelatine, einfach nur Biskotten (Löffelbiskuits), Pistaziencreme und Erdbeeren oder Himbeeren. Zart schmelzend am Gaumen und intensiv im Geschmack, passt sie perfekt für allerlei Anlässe wie Taufe, Erstkommunion, Muttertag, Geburtstag oder einfach nur zum Kaffee an Sonntagnachmittagen im Garten.
Pistazien-Beeren-Charlotte mit Biskotten oder Biskuit
Ob in England oder Frankreich erfunden, eine kalte Charlotte ist im Unterschied zur gebackenen relativ einfach herzustellen. Mit Biskotten (Löffelbiskuits) oder selbst gebackenem Biskuit, gefüllt mit einer festen Creme und gut gekühlt. Am wenigsten aufwendig ist die Zubereitung mit Biskotten, die mit etwas Flüssigkeit, z. B. Milch mit einem Schuss Alkohol, getränkt werden. Stabiler und schnittfester ist die Charlotte, wenn man zuunterst einen Biskuitboden statt Biskotten einsetzt.
Charlotte mit Erdbeeren oder Himbeeren und Pistaziencreme
Während für eine Charlotte russe Biskotten oder Biskuit mit bayerischer Creme gefüllt werden, besteht eine Charlotte Pompadour (Erdbeer-Charlotte) aus – mit Erdbeermarmelade gefüllten – Biskuitroulade-Scheiben als Umrandung. Nach dem Festwerden der mit Gelatine eingedickten Cremefüllung wird sie meist gestürzt serviert. Mit frischen Beeren zusätzlich zur Creme, die ich gelatinefrei zubereitet habe (wodurch sie nicht ganz so schnittfest ist), schmeckt uns die Chalotte am allerbesten. Als Varianten siehe auch meine Rosen-Carlotte oder die entfernt verwandte Kaffee-Tiramisu-Torte. Hier findet ihr auch ein Rezept für ein einfaches Biskuit, das man auf Vorrat backen und einfrieren kann.
Zubereitung Pistazien-Beeren-Charlotte
Obgleich das Tunken der Biskotten in rosa Schokolade nicht zwingend ist, sieht es doch wunderhübsch aus. Ich habe Deco Melts mit Himbeergeschmack verwendet, alternativ eignen sich auch Ruby Chocolate, rosa Schokolinsen oder mit gefriergetrocknetem Himbeer- oder Erdbeerpulver eingefärbte weiße. Da ich mich aufgrund des aktuellen Angebots für Erdbeeren als Fruchtfüllung entschieden habe, habe ich auch einen Teil der Creme mit Erdbeerpüree aromatisiert, zuvor aber die überschüssige Flüssigkeit mithilfe eines Siebs entfernt, damit die Creme nicht matschig wird. Für eine frühlingsgrüne Färbung der Pistaziencreme wiederum ist entscheidend, dass sehr grüne Pistazien (möglichst ohne oder mit wenig brauner Haut) verwendet werden. Während die Cremen im Inneren des Törtchens abwechselnd geschichtet sind, habe ich sie oben zweifarbig aufgespritzt (siehe Anleitung im Rezept).
Rose des Monats März: Climbing Cécile Brünner
Die perlmuttrosa blühende Rose Cécile Brünner wurde um 1881 aus einer R. multiflora und einer Teehybride gezüchtet. Sie wird unter zahlreichen Namen geführt: (Mlle) Cécile Brünner, Maltester Rose, Mignon oder Sweetheart Rose. Von ihr wurden mehrere Varianten (Sports) eingeführt, wie die Ramblerrose Climbing Cécile Brünner/Brunner von Franz Hosp. Sie ist enorm wuchsfreudig und hat bei mir innerhalb von zwei Jahren drei Meter Höhe erreicht. Sie ist öfterblühend, kleinblumig, gut gefüllt und hat einen zarten Duft. Die Blütezeit geht von Juni bis in den Herbst hinein.
Adieu Winterblues! Die leuchtend rote Blutorangen-Topfentorte mit einer dicken Schicht aromatischer Blutorangen in Blutorangensaft-Gelee auf leichter Topfencreme und fluffigem Biskuit bringt mitten im Winter die sizilianische Sommersonne auf den Kuchenteller. Die kleinen intensiv rot bis violett schimmernden und überaus saftigen Blutorangen schmecken jetzt am allerbesten.
Blutorangen-Topfentorte mit aromatischen Moro-Blutorangen
Das Aroma von Blutorangen ist deutlich intensiver als das normaler Orangen, teils schmecken Blutorangen auch etwas bitter. Allerdings ist die Bitternote der eher kleinen Moro-Orangen dezenter als bei anderen Sorten bzw. nicht wirklich spürbar. Um Weihnachten herum bis etwa Ende Februar gibt es diese Sorte bei uns im Handel, dann bin ich im sizilianischen Blutorangen-Himmel. Der leicht säuerliche Geschmack und die dunkelrote Färbung des Fruchtfleisches heben meine Winterlaune. Eine rötliche Schale lässt übrigens nicht unbedingt auf das Farbspektrum im Inneren schließen, manchmal sind auch helle darunter.
Luftig-leicht und kalorienarm oder lieber klassisch?
Ein flaumiger Biskuitboden bildet die Basis für die Topfencreme-Schicht, darauf habe ich die Blutorangenscheiben dicht aneinander gelegt und mit Tortengelee übergossen, das ich mit frisch gepresstem Blutorangensaft zubereitet habe. Dadurch wird das Fruchtgelee zwar weniger durchsichtig als mit Wasser, schmeckt aber weitaus köstlicher. Der Biskuitboden ist ohne Butter und auch die Topfencreme wollte ich – nach der Weihnachtsvöllerei – etwas leichter halten, weshalb ich beim Fettgehalt des Topfens und auch beim Süßen reduziert habe. Das Rezept funktioniert aber ebenso mit den klassischen Zutaten Schlagobers und Zucker – das soll/kann jede*r für sich entscheiden.
Rose des Monats Jänner: Naheglut
Die moderne Kletterrose Naheglut, Synonym „That’s Jazz“, wurde 1997 von Poulsen eingeführt und ist öfterblühend. Die samtig dunkelroten Blüten sind stark gefüllt, duften angenehm und wachsen gut verzweigt und aufrecht. Die Rose klettert 3 bis 4 Meter hoch und ist winterhart. Die Blütezeit der Naheglut reicht von Ende Mai bis Anfang Oktober. Sie brachte auch im Dezember noch einige neue Blüten hervor, die mittlerweile aber eingefroren sind. Die einzelne Rosenblüte neben der Blutorangen-Topfentorte ist echt, auch wenn sie im Jänner etwas surreal wirkt: eine mit Glycerin konservierte Rosenblüte.
Sind Mini-Törtchen nicht ohnehin allerliebst und unwiderstehlich? 🌹 Die süßen kleinen Rosentörtchen mit aufgedruckten Rosenblüten und dem zarten Duft von Damaszener Rosen lassen garantiert die Herzen aller Beschenkten höher schlagen und beflügeln geradezu die Phantasie. So ein entzückendes, selbst gemachtes Geschenk aus der Küche bereitet immer Freude – ob als Dankeschön für den allerliebsten Menschen der Welt, für die fürsorglichste aller Mütter, den großartigsten aller Väter oder für beste Freunde+innen, die immer für uns da sind. Mit dem eindrucksvollen Rosen-Design sorgen diese tiny Rosentörtchen auch auf Sweet Tables und Kuchenbuffets – bei Hochzeiten, Taufen oder Geburtstagen – zweifellos für Aufsehen.
Herzallerliebste Rosentörtchen mit essbaren Rosen-Pics
Die kleinen Rosentörtchen sind in bedrucktes Esspapier gewickelt. Dafür habe ich Rosenmotive zusammengestellt, als PDF gespeichert und diese mit Lebensmittelfarbe auf essbares „Papier“ aus Zucker und Stärke aufdrucken lassen. Die biegsamen Motive habe ich in längliche Streifen für die Ummantelung beziehungsweise Kreise für die Oberfläche geschnitten und sanft auf die mit einer dünnen Cremeschicht bestrichenen Törtchen aufgedrückt. Durch die Feuchtigkeit der Creme behält das Fondant- oder Oblatenpapier seine angenehme Konsistenz. Gelagert muss bedrucktes Esspapier unbedingt gut verpackt in Plastikbeuteln werden, da es an der Luft austrocknet, steif wird und dann nicht mehr formbar ist. Ich habe meine Rosenbilder in der Confiserie Malaev zur Tortenbörse in der Wiener Josefstädter Straße ausdrucken lassen. Bei tortenbilder.at sind essbare Tortenauflagen auch online bestellbar, zudem gibt es Gestaltungsvorschläge und Designvorlagen sowie eine genaue Beschreibung des Produkts (unbezahlte Werbung).
Santana – meine Rose des Monats Mai
Die Wahl der Lieblingsrose des Monats ist naturgemäß in der Hauptblütezeit der Rosen eine besonders schwierige Aufgabe. Nach den Hitzetagen im März sind viele Rosen bereits Anfang April aufgeblüht, dann hat das Aprilwetter alles wieder verlangsamt, der Regen den Rosen aber gut getan. Und jetzt blühen unzählige Rosen in meinem Garten. Eine schöner als die andere. Dem Motiv der Rosentörtchen entsprechend habe ich mich für die Kletterrose Santana entschieden. Die feuerrote und öfterblühende Rose von Tantau mit ihren großen gefüllten, dunkelroten Blüten rankt trotz Containerpflanzung nahezu drei Meter an unserer Pergola hoch. Der Duft ist unbedeutend, aber die Rose punktet mit ihrem starken und kräftigen Wuchs und der langen Blütezeit.
REZEPT ROSENTÖRTCHEN
Menge: 6 Stk.
Backform: Backblech und 1 runder Mousse-Ring ca. 7,5 cm ø
Zutaten
4 Eiweiß 1 Prise Salz 4 Eigelb 125 ml heißes Wasser 200 g Staubzucker 1 P. Vanillezucker oder etwas gemahlene Vanille 200 g glattes Mehl ½ P. Backpulver ev. rosa oder rote Lebensmittelfarbe ♥ 150 g Enchanted Cream von FunCakes* 100 ml Milch + 100 ml Wasser einige Tropfen Rosenwasser * alternativ Buttercreme, Swiss Meringue Creme oder Frischkäsecreme ♥ 6 längliche Streifen und 6 Kreise bedrucktes Esspapier – Vorlage auf Anfrage
Zubereitung
1. Backrohr auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. 2. Eier trennen, das Eiweiß mit Salz steif schlagen und beiseite stellen. Dann die Eigelbe mit heißem Wasser schaumig aufschlagen, Staubzucker und Vanille einrieseln lassen und dabei weiter schlagen. 3. Mehl mit Backpulver vermischen und abwechselnd mit dem Eischnee vorsichtig unterheben. Den Teig nach Belieben mit Lebensmittelfarbe einfärben. 4. Den Biskuitteig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech aufstreichen und im vorgeheizten Rohr etwa 15 Minuten backen (Nadelprobe). 5. Biskuit auf ein Backpapier stürzen und nach dem Auskühlen mit dem Mousse-Ring 18 Kreise ausstechen. 6. Enchanted Cream Mix mit Milch und Wasser steif aufschlagen und nach Belieben mit Rosenwasser aromatisieren. 7. Je drei Biskuitkreise mit Hilfe des Mousse-Rings mit Creme zu Törtchen aufschichten. Ring abziehen und für das nächste Törtchen verwenden. 8. Die Törtchen für etwa 30 Minuten in den Tiefkühler stellen und wenn sie stabil sind, rundum dünn mit Creme bestreichen, danach nochmals kurz kühlen. 9. Das Esspapier in Kreise und Streifen zuschneiden. Zuerst die Streifen um die Törtchen wickeln, dann die oberen Kreise auflegen. Sollten diese überstehen, mit der Schere zurechtschneiden.
Eine sonnigen Mai und allen Müttern einen schönen Muttertag wünscht euch eure sugar&rose.
Cremiger Eierlikör ist Ostern und Weihnachten fixer Bestandteil vieler Familienfeierlichkeiten. Bei uns gibt es an den Feiertagen mittlerweile Eierlikör-Verkostungen: Wer macht den besten Eierlikör? Farbe, Cremigkeit, Alkoholgehalt, Konsistenz und Aromen könnten unterschiedlicher nicht sein. Und obwohl Eierlikör gekühlt lange haltbar ist, wollen die geöffneten Flaschen auch aufgebraucht werden. Für die Matcha-Eierlikör-Torte aus zartgrünem Biskuit mit fluffiger Eierlikörcreme und einem Eierlikörspiegel als Topping habe ich eine gehörige Portion Eierlikör verarbeitet. Essbare Blüten wie Violen machen das grün-weiß gestreifte Törtchen zum Blickfang am Kaffeetisch.
Den zarten Grünton der Biskuittorte habe ich mit Matcha – einem zu Pulver vermahlenen Grüntee – erzeugt. Auch zum Backen sollte ein hochwertiger Matcha mit lieblich-süßlichem Geschmack verwendet werden. Es sei denn, man bevorzugt ein kräftig herbes Aroma. Matcha aus älteren, späteren Pflückungen ist oft bitter und färbt den Kuchen eher oliv als lindgrün. Ob man das Grünteepulver vor Verwendung mit wenig heißem Wasser aufschlägt oder direkt dem Mehl beimengt, macht meiner Erfahrung nach bei der Farbe des Kuchens keinen großen Unterschied. Wer die dezent herbe Geschmacksnote von Matcha nicht mag, ersetzt das Teepulver durch grüne Lebensmittelfarbe. Und für den Muttertag 💞 wäre auch eine rosa Färbung eine Option.
Fluffige Cremefüllung mit Eierlikör
Für die Eierlikörcreme habe ich Eigelb mit Kristallzucker über Wasserdampf aufgeschlagen, dann die ausgedrückte Gelatine in die warme Masse gerührt, bis sie sich vollständig aufgelöst hat, und dann den Eierlikör untergerührt. Danach wird der handwarme Eierlikörschaum zügig ins steif geschlagene Obers (Sahne) eingehoben. Wobei ich das Schlagobers meist durch Cremefine ersetze, weil es die Creme luftiger und später etwas schnittfester macht.
Noch mehr Eierlikör: Eierlikörspiegel
Damit der Eierlikör auf der Torte bleibt und nicht versickert, habe ich ihn mit erwärmter weißer Kuvertüre vermengt. Das Eierlikör-Topping kann auch mit Gelatine oder Speisestärke eingedickt werden. Oder man lässt den Eierlikörspiegel zur Gänze weg, deckt die Torte mit einer Cremeschicht ab und serviert den Eierlikör getrennt dazu. Mit oder ohne Eierlikörspiegel – ein Gläschen Eierlikör gehört ohnehin immer dazu! 😉
Essbare Frühlingsblüten im Garten
Während ich den Tisch mit den letzten Tulpenmagnolien, Blutpflaumenblüten sowie Rispen des violetten Flieders und die Torte mit kleinen Hornveilchen-Blüten (Viola cornuta) dekoriere, hat in meinem Garten bereits die Rosenblüte gestartet. Anfang April sind die ersten Rosen aufgeblüht: Rosa Rugosa und einige Wildrosen – kein Wunder bei den vielen Sonnentagen! Und Mitte April, einen ganzen Monat früher als bislang, stehen zahlreiche Rosen (Austin- und Edelrosen sowie erste Kletterrosen) in Vollblüte. Zum Muttertag Mitte Mai wird es heuer statt Flieder, Vergissmeinnicht und Tränendem Herz wohl eher einen Rosenstrauß aus dem Garten geben.
REZEPT MATCHA-EIERLIKÖR-TORTE
Menge: 1 Stk.
Backform: runde Tortenform 18–22 cm
Zutaten
4 Eier (Gr. M) 165 g Staubzucker 2 Msp. Vanille gemahlen 185 ml Pflanzenöl 210 g glattes Mehl 1 P. Backpulver 10 g Matcha-Teepulver 2 EL Naturjoghurt 3,5% ♥ 5 ½ Blatt Gelatine 4 Eigelb 50 g Kristallzucker 120 ml Eierlikör 400 ml Schlagobers oder Cremefine zum Schlagen 2 Msp. Tonkabohne gemahlen (alterantiv Vanille) ♥ 100 ml Eierlikör 20 g weiße Kuvertüre ♥ Essbare Blüten zum Garnieren (Hornveilchen, Veilchen, Vergissmeinnicht, Gänseblümchen)
Zubereitung
1. Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Springform am Boden mit Backpapier auslegen. 2. Für das Matcha-Biskuit Eier, Zucker und Vanille schaumig aufschlagen, langsam unter Rühren das Öl zugießen. Mehl und Backpulver mit dem Matcha-Pulver versieben und zusammen mit dem Joghurt vorsichtig unterheben. 3. Den Teig in vier Portionen teilen und einzeln vier Böden backen (Backzeit ca. 20 Minuten). 4. Die Böden auskühlen lassen, danach rundum hauchdünne die braune Außenhaut, die durchs Backen entsteht, abschneiden. 5. Für die Eierlikörcreme die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und dann ausdrücken. 6. Die Eigelb und den Kristallzucker über Wasserbad cremig aufschlagen, dann die Gelatine unterrühren, bis sie sich aufgelöst hat. Eierlikör unterrühren und vom Dampf nehmen. 7. Obers oder Cremefine steifschlagen. Tonkabohne und Eierlikör-Eischaum unterheben. 7. Die vier Tortenböden mit der Eierlikörcreme auschichten. Hilfreich ist dazu ein verstellbarer Tortenring. Am obersten Boden nur eine hauchdünne Cremschicht auftragen und rundum mit einer glatten Spritztülle Tupfen aufspritzen. 8. Für das Eierlikörtopping die weiße Kuvertüre schmelzen, mit dem Eierlikör verrühren und wenn die Masse etwas anzieht, auf die Torte aufgießen. 9. Torte mit essbaren Blüten dekorieren.
Eine schöne Frühlingszeit wünscht euch eure sugar&rose.
Einfach zum Verlieben! Diese rosa Himbeer-Pistazien-Saturntorte mit transparenter Spiegelglasur, aromatischen Himbeeren und zuckersüßen Baiser-Tuffs erfüllt Naschkatzen und Süßschnäbeln zum Valentinstag alle Wünsche und süßen Träume. Schicht für Schicht bezaubert sie mit knusprigem Mürbteig, einer luftigen Pistazien-Ganache und saftigen Himbeeren, darüber einem Ring aus Käsekuchen-Mousse mit feiner Himbeertextur, in dem sich wiederum eine fruchtige Himbeereinlage versteckt.
Als ich diese originelle Kuchenform mit zentralem Loch auf Instagram sah, habe ich in Gedanken gleich mögliche Valentinstagsrezepte für diese Saturnform entworfen. Neue Backformen triggern mich ungemein. Auf der Suche danach habe ich allerdings festgestellt, dass viele aus nicht hitzeresistentem Silikon bestehen und nur für den Froster taugen – und ich wollte definitiv keinen Kranzkuchen oder Savarin fertigen. Und ehrlich: schon wieder ein neues Küchenutensil? Ich weiß ohnehin nicht mehr, wohin mit den ganzen Backformen. Also habe ich den Mürbteig in einer Quicheform gebacken und in die Mitte einen Mousse-Ring gestellt. Et voilà! Und doch liebäugle ich immer noch mit einer Greenline-Saturnform, die ich online gefunden habe und die backofen- UND frostfest ist (unbezahlte Werbung). Abwarten …
Himbeer-Pistazien-Saturntorte mit fruchtiger Fülle
Das kreisrunde Törtchen mit Loch besteht aus mehreren Schichten. Einige haben lange Kühl- bzw. Frostzeiten, weshalb man für die Vorbereitung zwei bis drei Tage einplanen sollte. Am ersten Tag wird die Himbeer-Fruchteinlage vorbereitet, die in wenigen Minuten fertig ist, aber dann für mindestens zwölf Stunden ins Gefrierfach wandert. Dieser Frucht-Ring muss etwas kleiner als der Käsekuchen-Ring sein, in den er später eingesetzt wird. Anschließend erwärme ich am Herd für die Pistazien-Ganache Obers, Pistazien und weiße Kuvertüre und stelle diese Masse abgedeckt in den Kühlschrank, wo sie über Nacht ruht. Schließlich backe ich den Mürbteigboden, der ungekühlt bis zur Fertigstellung wartet.
Am zweiten Tag beginne ich morgens mit dem Himbeer-Käsekuchen-Ring und drücke die gefrorene Himbeer-Fruchteinlage ein. Und wiederum ab in den Gefrierschrank für zwölf Stunden. Abends oder am dritten Tag wird der Käsekuchen-Ring mit Spiegelglasur oder rosa Tortengelee überzogen. Während die Glasur anzieht, schlage ich die Pistazien-Ganache mit dem Mixer auf und fülle sie zusammen mit frischen Himbeeren in den Mürbteigboden. Dann wird der glasierte Käsekuchen-Ring aufgesetzt und die Torte dekoriert.
So ein süßes Törtchen sagt doch mehr als tausend Worte! 💞 Ob zum Valentinstag, Muttertag, zum Geburtstag oder einfach nur für ganz, ganz liebe Freundinnen und Freunde! Und mal ehrlich – dass am Valentinstag Fastenbeginn sein soll, halte ich für Fake News. 😂
REZEPT HIMBEER-PISTAZIEN-SATURNTORTE
Menge: 1 Torte
Backform:Silkomat-Saturnform mit 20 cm Ø (alternativ Quicheform mit 20 cm Ø + ein Mousse-Ring mit 7,5 cm Ø) 1 Ringform mit 16–18 cm Ø für die Fruchteinlage Zubereitungszeit inkl. Kühlzeiten: mindestens 2 Tage
Zutaten
Mürbteig: 120 g glattes Mehl 1 Prise Salz 50 g Staubzucker 80 g kalte Butter 1 Eigelb ♥ Himbeer-Fruchteinlage: 250 g Himbeeren (davon 125 g püriert) 1½ EL Staubzucker 15 g Maisstärke (Maizena) + 1 EL Wasser ♥ Pistazien-Ganache: 60 g Schlagobers (Sahne) oder Cremefine zum Schlagen 25 g grüne Pistazienkerne mit 1 EL Milch oder Wasser püriert 60 g weiße Kuvertüre, in Stücke gehackt 60 g Schlagobers (Sahne) oder Cremefine zum Schlagen, kalt ♥ Himbeer-Käsekuchen-Mousse: 250 g Schlagobers (Sahne) oder Cremefine zum Schlagen 30 g Staubzucker, etwas Vanille oder Tonkabohne 250 g Topfen (Quark), mager oder 20% 150 g Tiefkühl-Himbeeren (> auftauen, pürieren + durch ein Sieb streichen) 2 Blatt Gelatine ♥ 250 g frische Himbeeren (als Einlage für die Pistazien-Ganache und zum Dekorieren) ♥ rosa Spiegelglasur/Mirror Glaze, z.B. von FunCakes oder Küchle (unbezahlte Werbung) – alternativ 1 Packung rotes Tortengelee Baisertuffs & gehackte grüne Pistazien zum Garnieren
Zubereitung
Mürbteig
Mehl, Zucker, Salz und kalte Butterstücke mit dem Mixer verrühren, bis die Butter aufgearbeitet ist und dann mit dem Eigelb kurz zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in Folie gewickelt 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mürbteig ausrollen und Backform mit dem Mürbteig auslegen, dabei einen Rand von ca. 2–3 cm hochdrücken, mehrfach mit einer Gabel einstechen und 15–20 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen.
Himbeer-Fruchteinlage
125 g pürierte Himbeeren mit Zucker vermischen und erhitzen, die aufgelöste Stärke einrühren und vom Herd nehmen. Sofort die weiteren Himbeeren dazugeben und in eine Ringform füllen. Mit Folie abgedeckt im Tiefkühler mindestens 12 h gefrieren.
Pistazien-Ganache
Die mit 1 EL Flüssigkeit pürierten grünen Pistazien zusammen mit 60 g Schlagsahne erhitzen, darin die weiße Kuvertüre schmelzen (nicht kochen). Vom Herd nehmen und die kalte Schlagsahne untermengen. Mit Folie abgedeckt mindestens 12 h in den Kühlschrank stellen. Vor dem Einfüllen in den Mürbteig kräftig aufschlagen.
Himbeer-Käsekuchen-Mousse
Schlagsahne mit Zucker aufschlagen, Gewürze und Topfen/Quark unterrühren. Die in kaltem Wasser eingeweichte und ausgedrückte Gelatine mit den pürierten Himbeeren (ohne Kerne) erhitzen, bis die Gelatine aufgelöst ist, dann vom Herd nehmen. Etwa 3 EL von der Sahnecreme in die Gelatinemasse einrühren, gut verrühren und diesen Mix zur Sahne-Topfenmasse geben und rasch unterheben. Die Mousse in einen Silikon-Saturnring füllen, die tiefgekühlte Himbeer-Fruchteinlage eindrücken und mit etwas Mousse abschließen. Mit Folie abgedeckt mindestens 12 h oder über Nacht gefrieren.
Spiegelglasur
Den Himbeer-Käsekuchen-Ring aus der Form nehmen, auf ein Gitter stellen (mit Auffangtasse darunter) und mit fertiger Spiegelglasur überziehen; alternativ rotes Tortengelee lt. Packungsanleitung zubereiten und übergießen.
Dekorieren
Die aufgeschlagene Pistazien-Ganache in den Mürbteig-Ring einfüllen und einige Himbeeren einlegen. Den glasierten Himbeer-Käsekuchen-Mousse-Ring vorsichtig auf die Ganache setzen und mit Himbeeren, Baiser-Tuffs und Pistazien garnieren.
Einen schönen Valentinstag wünscht euch eure sugar&rose.
Ein Cheesecake schmeckt das ganze Jahr über und nahezu allen! An heißen Sommertagen mache ich meist diese No-Bake-Variante, im Winter lieber den gehaltvolleren, gebackenen New-York-Cheesecake. Zuweilen kommen essbaren Blüten als Topping obenauf, nahezu immer Beeren oder frische Früchte der Saison. Und mit pürierten Früchten färbe ich die Frischkäsemasse passend dazu ein. Der roten Erdbeer- und Himbeerzeit folgt die blaue mit Heidelbeeren und Brombeeren. Mango, Maracuja und Ananas bilden die gelbe Periode, Kiwi oder Matcha die grüne. Dieser folgt schlussendlich die braune Cheesecake-Saison mit Nüssen und Karamell oder Kaffee und Wintergewürzen.
Der dezent süße und superfruchtige Himbeer-Cheesecake ist im Moment unserer absoluter Favorit. Die späten Herbsthimbeeren sind besonders aromatisch. Die heimischen Powerfrüchte enthalten eine Menge Ballaststoffe und reichlich Vitamin B und C und gehören neben Heidelbeeren zu meinen absoluten Lieblingsbeeren.
Cheesecake mit Heidelbeeren
Die Heidelbeeren (Blaubeeren, Schwarzbeeren, Moosbeeren) stehen in ihrem Gehalt an gesunden Nährstoffen den Himbeeren um nichts nach. Auch wenn selbstgepflückte heimische Heidelbeeren aus dem Wald ein Hochgenuss sind, bin ich doch froh, dass es die Kulturheidelbeeren das ganze Jahr über gibt. Ohne Beeren im Frühstücksmüsli oder Porridge kann ich nur schwer (über)leben. 😅 Den Heidelbeer-Cheesecake habe ich auch in einer Light-Variante zubereitet. Das Rezept findet ihr hier. Meist übergieße ich auch den Heidelbeer-Cheesecake mit (klarem) Tortengelee, damit die kleinen Beeren beim Schneiden nicht davonrollen.
Matcha-Cheesecake
Als wir im Frühjahr zur Kirschblüte in Japan waren, habe ich dort einige Male Matcha-Frischkäsekuchen probiert. Mehrfach auch ohne Keksboden und mit entsprechend „wackeliger“ Konsistenz und in unterschiedlichen Grüntönen. Von zart hellgrün bis tief dunkelgrün mit teilweise herb bitterer Note. Am köstlichsten fand ich den Cheesecake in einem Anime-Café in Tokyo mit knusprigem Sesamboden. Seither gebe ich zu meinen No-bake-Kuchenböden einige Löffel gerösteten Sesam hinzu. Diesen kann man natürlich auch weglassen. Sollte man aber unbedingt probieren! Das Matchapulver habe ich aus Japan mitgebracht. Guten Matcha ohne Zusatzstoffe gibt es online beispielsweise von Matcha Moments(unbezahlte Werbung).
Meine Rose des Monats: The Fairy
Die Bodendeckerrose The Fairy, die meinen Himbeer-Cheesecake schmückt, bringt eine Hundertschaft an kleinen rosa Blüten hervor. Diese öffnen sich allerdings erst, wenn viele andere Rosen bereits am Verblühen sind. 1932 von Bentall gezüchtet, wächst sie eher breitbuschig und blüht den ganzen Sommer über bis Ende Oktober. Ich schneide mehrfach den verwelkten Blütenflor ab, wodurch alsbald unzählige neue Blüten nachkommen. Im Herbst kürze ich sie kräftig ein. Leider ist sie etwas anfällig für Mehltau. The Fairy gibt es auch in weiß (The Fairy White) und in rot (The Fairy Rot). Ich habe die beiden ebenfalls in meinem Garten, sie blühen aber bei weitem nicht so überbordend wie die rosa Beetrose.
BASISREZEPT CHEESECAKE OHNE BACKEN
Menge: 1 Torte
Backform:runde Tortenspringform 22–24 cm
Zutaten
150 g Biskotten (Löffelbiskuits)
125 g geschmolzene Butter
ev. 2 EL Sesam, geröstet
6 Blatt Gelatine
440 g (Philadelphia) Frischkäse Doppelrahmstufe
350 g Naturjoghurt 3,5% bzw. Griechisches Joghurt bis 10%
70 g Zucker
2 EL Zitronensaft 🌹
ca. 400g Himbeeren oder Heidelbeeren für die fruchtigen Varianten: einige davon püriert für den Cheesecake, die anderen zum Belegen
rotes Tortengelee für die Himbeervariante, ev. weißes für die Heidelbeervariante
2 TL Matcha-Grünteepulver für den Matcha-Cheesecake
Zubereitung
Backform vorbereiten und den Boden mit Backtrennpapier auslegen.
Biskotten im Food-Processor fein hacken und zusammen mit der Butter und dem Sesam verkneten. Die Masse auf dem Boden der Springform fest andrücken.
Gelatineblätter einige Minuten in kaltem Wasser einweichen.
Frischkäse, Joghurt, Zucker und Zitronensaft gut verrühren.
Blattgelatine leicht ausdrücken und unter Rühren kurz erwärmen, bis sie sich aufgelöst hat, dann vom Herd nehmen und sogleich 2–3 EL der Frischkäsemasse unterrühren (dadurch kühlt die Gelatinemasse ab).
Nun die Gelatinemasse zügig unter die Frischkäse-Joghurtmasse rühren und diese etwas dünnflüssige Masse auf den Biskottenboden gießen.
Den Cheesecake im Kühlschrank etwa 4 Stunden oder über Nacht fest werden lassen.
Variante Himbeer-Cheesecake
Circa 100 g reife Himbeeren mit einer Gabel zerdrücken und durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. Dann das Himbeerpüree zum Frischkäse mischen. Die restlichen Himbeeren halbieren und mit der Schnittfläche nach oben auf der halbfesten Cheesecake-Masse auflegen. Rotes Tortengelee nach Packungsanleitung zubereiten und die Himbeeren damit übergießen. Eventuell mit einigen Streifen flüssiger weißer Kuvertüre überziehen und mit Rosenblüten dekorieren.
Variante Heidelbeer-Cheesecake
Circa 100g Heidelbeeren mit dem Pürierstab gut zerkleinern und zum Frischkäse mischen. Die restlichen Heidelbeeren dicht nebeneinander auf der halbfesten Cheesecake-Masse auflegen. Eventuell mit weißem Tortengelee übergießen oder alternativ leicht anzuckern.
Variante Matcha-Cheesecake
80–90 ml heißes Wasser vorbereiten. Matchapulver und 1 EL kaltes Wasser mit einem kleinen Schneebesen bzw. einem Bambusbesen zu einer dicken Paste verrühren, dann nach und nach das heiße Wasser zugießen und weiter aufschlagen, bis sich kleine Bläschen bilden. Den Matcha zum Frischkäse mischen. Nach dem Festwerden der Cheesecake-Masse mit gesiebtem Grünteepulver bestreuen und ev. mit Holunder- oder anderen essbaren Blüten dekorieren.
Einen schönen September wünscht euch eure sugar&rose.
„Wenn ich mir zum Geburtstag etwas wünschen darf, dann bitte eine Esterházy-Torte.“ (Sohnemann) – „Machst du mal wieder eine richtig ‚geile‘ Esterházy-Torte mit Vanillebuttercreme und Nussböden und mit dicker Zuckerglasur? Die Kirschen müssen nicht sein.“ (Ehemann) – „Ja, so eine Torte mit richtig dicker Creme hätt‘ ich auch gern mal wieder. Esterházy-Torte ist meine absolute Lieblingstorte!“ (Patenkind) Jahrelang gab es im sugar&rose-Haushalt keine so deftige Torte mehr. Aber wie könnte man da Nein sagen? Allerdings habe ich die Tortengröße etwas reduziert – auf ein 20cm-Törtchen.
Schicht für Schicht: Nussbaiser und Vanillebuttercreme
Für den ungarischen Tortenklassiker habe ich sechs kleine Nussbaiser-Böden gebacken (original sind es fünf). Dazu habe ich auf zwei mit Backtrennpapier ausgelegte Bleche jeweils drei Kreise mit 20 cm Durchmesser gezeichnet und die Baisermasse dünn aufgestrichen und sogleich zügig hintereinander 10 Minuten gebacken. In die Vanillepudding-Buttercreme habe ich einen Teil der Eigelbe und etwas Cognac eingerührt, wodurch die Creme wunderschön gelb ist. Den mit Marillenmarmelade und Zuckerglasur überzogenen Deckel habe ich erst nach dem Marmorieren aufgesetzt, damit die flüssige Schokolade beim Streifenziehen nicht über die Ränder rinnt. Ich wollte die schönen Buttercreme-Tupfen nicht mit Mandelplättchen abdecken.
Esterházy-Torte mit oder ohne Kirschen – Hauptsache mit Krokant!
Beim Aufbringen des typischen Esterházy-Musters auf der weißen Fondantglasur fehlte mir leider die Übung. Kurz habe ich überlegt, ob ich die Glasur abnehme und nochmals mache, habe mich aber dagegen entschieden. Geschmack geht über Perfektion! Zum Aufbringen der dunklen Schokostreifen habe ich ein praktisches Dosierfläschchen benutzt, allerdings eine zu große Tülle, wodurch die Streifen nicht so zart sind wie mit einem Papierstanitzel. Und dann – wie peinlich – auch noch einen zu dicken Messerrücken für das wechselseitige Ziehen der Querstreifen. Keine Meisterleistung, ich weiß! Profis verwenden Zahnstocher oder Spießchen, habe ich mir sagen lassen. Auf den Rand der Zuckerglasur habe ich etwas Krokant aufgestreut. Angeblich wurde die Budapester Kreation ursprünglich mit Krokant zubereitet, nicht mit Mandelplättchen. Schließlich habe ich als Farbtupfer noch kandierte Kirschen (Belegkirschen) aufgelegt. Die wurden aber unmittelbar danach vom sugar&rose-Ehemann höchstpersönlich entfernt: „Die heißen nicht umsonst Cocktailkirschen und dort gehören sie auch hin!“ 😂
REZEPT ESTERHÁZY-TORTE
Menge: 1 Torte
Backform:Backblech oder runde Form (20–24 cm Durchmesser)
Zutaten
8 Eiklar (= ca. 280 g)
1 Prise Salz
140 g Kristallzucker
1 Msp. abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt)
je 1 Msp. Zimt + gemahlene Vanille
200 g Mandeln (ungeschält, fein gerieben)
40 g Mehl (glatt) ♥
300 ml Milch
150 g Kristallzucker
1 Vanilleschote (Mark)
37 g Vanillepuddingpulver (= 1 Packung)
3 Eidotter
20 ml Cognac
300 g Butter, zimmerwarm ♥
50 g Marillenmarmelade
1 EL Rum ♥
200 g Staubzucker
ca. ½ Eiklar
1 TL gepresster Zitronensaft
20–25 g dunkle Kuvertüre ♥
2 EL Krokant oder gehobelte Mandeln
ev. kandierte Kirschen, Cocktail- oder Belegkirschen
Zubereitung
Backrohr auf 180 °C Ober- und Unterhitze (170 ° Heißluft) vorheizen.
Die Eiklar mit dem Salz steif schlagen, Kristallzucker einrieseln lassen und weiter schlagen, bis der Schnee schnittfest ist. Zitronenabrieb, Zimt und Vanille unterheben.
Fein geriebene Mandeln und das gesiebte Mehl vorsichtig unterheben.
Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und jeweils 3 Kreise mit 20 cm Ø einzeichnen (5 Kreise bei 24 cm Ø).
Die Eiweißmasse mit einem Spritzsack auf die Kreise dressieren und diese zügig hintereinander im Rohr ca. 10 Minuten hellbraun backen. Zwischendurch das Rohr 2–3 mal öffnen, damit der Dampf entweichen kann. Die Böden sollen weder zu weich noch zu hart sein und an den Rändern leicht gebräunt.
Buttercreme
Für den Pudding 200 ml Milch mit Zucker und Vanillemark aufkochen. Restliche Milch mit dem Puddingpulver, Eidottern und Cognac glatt rühren und in die kochende Milch einmengen. Abkühlen lassen und immer wieder umrühren.
Die zimmerwarme Butter sehr cremig rühren. Den abgekühlten Pudding löffelweise einrühren, bis eine glatte Creme entsteht.
Alle Böden (bis auf einen) mit der Buttercreme bestreichen bzw. mit einer glatten Spritztülle Tupfen aufsetzen. Die Böden übereinander schichten.
Marmelade mit Rum erwärmen und durch ein Sieb auf den verbleibenden Tortenboden streichen.
Glasur
Den Staubzucker durch ein feines Sieb streichen. Das Eiklar einrühren und den Zitronensaft dazugeben. Weiter rühren bis sich eine dickliche Glasur bildet. Eventuell tropfenweise kochendes Wasser dazugeben, wenn sie noch zu fest ist. Es dauert etwas, bis die Glasur bindet.
Die Schokolade im Wasserbad erwärmen, eventuell etwas Kokosöl beimengen. Die zähflüssige Schokolade in eine Dressiertüte mit feiner Tülle füllen.
Den mit Marmelade bestrichenen Boden mit der weißen Fondantglasur überziehen und auf die noch weiche Glasur mit der Schokolade Kreise oder Streifen ziehen. Mit einem Holzspieß oder Zahnstocher in abwechselnde Richtungen das typische Fischgrat-Muster ziehen.
Den glasierten Nussbaiser-Deckel vorsichtig aufsetzen.
Am Rand entlang Krokant aufbringen und mit halbierten Cocktailkirschen belegen.
Die Torte vor dem Anschneiden einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, damit die Buttercreme schnittfest wird.
Liebe Grüße aus der Tortenbäckerei wünscht euch eure sugar&rose. Raschen Schrittes geht’s nun in die Advent- und Weihnachtsbackstube zum Kekse backen.
Pistazien, Rosenwasser, Kardamom … schon beim Schreiben dieser Worte beginne ich zu träumen. Nach den letzen beiden Jahren ist mein Fernweh riesig, der nächste Urlaub aber noch weit entfernt. Also gehe ich in die Küche und backe uns eine orientalisch duftende, grüne Pistazientorte mit Rosenwasser und Kardamom. Die Böden beträufle ich mit Rosensirup und noch mehr Rosenwasser, bestreiche sie mit einer luftigen Creme und belege sie mit Früchten. Danach dekoriere ich das saftige Törtchen mit reichlich grünen Pistazien und liebevoll mit frischen Duftrosen. Für so ein Törtchen braucht es keinen weiteren Anlass als etwas Sehnsucht nach fernen Orten.
Hierzulande werden Pistazien großteils als gesalzener Snack in der Schale verkauft. Der Kern ist zudem eher bräunlich als grün. Die geschmacksintensiven grünen Pistazien habe ich erstmals bei meiner Rosenreise durch Persien probiert. Und ich habe auch gleich ein große Menge gekauft, dabei habe ich nicht bedacht, dass diese – reich an ungesättigten Fettsäuren, Eiweiß und B-Vitaminen – schnell ranzig werden. Im Nahen Osten werden grüne Pistazien vor allem zu Süßspeisen verarbeitet, meist mit Honig, Zucker oder Rosenwasser. Sie haben einen mandelartigen, leicht süßen und fein-butterartigen Geschmack und einen recht stolzen Preis (ein Kilogramm etwa 60€). Ich beziehe sie in orientalischen Läden oder am Wiener Naschmarkt. In gut sortierten Supermärkten findet man sie bei den Trockenfrüchten & Nüssen.
Rosenwasser und Rosenblüten
Zum Backen verwende ich ausschließlich Rosenwasser in Bioqualität, meist aus Persien oder Bulgarien. Es gibt relativ günstige Produkte am Markt, die weitgehend aus Wasser mit nur wenig Rosenöl bestehen. Echtes Rosenhydrolat ist ein Nebenprodukt bei der Destillation von ätherischem Rosenöl und enthält daher ein vielfaches an ätherischem Öl, weshalb man bei der Dosierung folglich sparsam umgehen sollte. Die Süßspeisen schmecken ansonsten schnell „seifig“. Für die Dekoration der Torte habe ich frische, unbehandelte Duftrosen aus meinem Garten verwendet und einige an der Luft getrocknete Rosenblüten.
REZEPT PISTAZIENTORTE MIT ROSENWASSER
Menge: 1 Torte
Backform:20 cm Durchmesser
Zutaten
6 Eier, getrennt
1 Prise Salz
250 g Joghurt
1 TL Backpulver
150 g gemahlene Pistazien (grün, ungesalzen)
150 g Mehl
1/4 TL Kardamom
1 Msp. gemahlene Vanille
2 EL Rosenwasser
100 ml Milch ♥
5 EL Rosenwasser
3 EL Rosensirup ♥
100 g (Mager-)Topfen oder Frischkäse
3 EL Staubzucker
125 ml Rama Cremefine oder Schlagobers, steif aufgeschlagen
250 g Erdbeeren alternativ Himbeeren
50 g Pistazien
Rosenblüten, frisch oder getrocknet, unbehandelt
Zubereitung
Das Eiweiß mit Salz steif schlagen und beiseite stellen.
Eigelb aufschlagen, Joghurt, Backpulver, Pistazien, Mehl, Kardamom, Vanille, Rosenwasser und Milch unterrühren. Danach den steifen Eischnee unterheben.
Das Backrohr auf 160 °C Umluft oder 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit ca. 20 cm Durchmesser dezent mit Backtrennspray einsprühen oder mit Backtrennpapier auslegen.
Den Kuchenteig einfüllen und ca. 50 Minuten backen (Stäbchenprobe machen).
Den Pistazienkuchen zweimal durchschneiden und die Böden mit dem Rosenwasser-Rosensirup-Mix beträufeln.
Für die Creme den Topfen oder Frischkäse mit dem Zucker verrühren und die Schlagcreme bzw. Sahne unterheben.
Die Torte mit zwei Drittel der Creme und klein geschnittenen Erdbeeren oder Himbeeren füllen und rundum mit der restlichen Creme bestreichen, danach mit gehackten Pistazien bestreuen.
Die fertige Torte mit frischen Duftrosen oder getrockneten Rosenblüten dekorieren.
Mit diesem kleinen orientalischen Love Cake wünsche ich euch einen zauberhaft schönen Tag und eine gute Woche. Eure sugar&rose
Meine liebste Muttertagstorte ist Erdbeertorte. Jahr für Jahr neu interpretiert, heuer ist es eine fluffige Erdbeer-Holunder-Torte geworden. Rund um den Muttertag kommen die heimischen Erdbeeren auf den Markt und der Holler blüht und duftet ebenso allerorts um die Wette. Zeit für selbst gemachten Holundersirup. Anstelle von Zucker habe ich die luftig leichte Creme mit Sirup und Zitronenabrieb aromatisiert und auch das Biskuit damit beträufelt. Der Holundersirup verleiht der Torte eine dezente Süße und ein wunderbares Aroma. Dazu kommen jede Menge Erdbeeren in und auf die Torte und Erdbeermarmelade zwischen die Schichten. Erdbeeren und Holunder – welch traumhafte Kombi! Und damit gar nicht erst die Frage aufkommt: Nein, ich habe den Muttertag nicht falsch verstanden. Ich backe meine Muttertagstorte immer selber. Es zwingt mich niemand, ich backe für mein Leben gern und ich bin glücklich, wenn’s allen schmeckt. Gibt es Schöneres, als mit der Familie zusammenzusitzen und Kuchen zu essen?
Fruchtig, blumig und leicht: meine Erdbeer-Holunder-Torte
Damit die Muttertagstorte nicht zur Kalorienbombe wird, habe ich die Cremefüllung mit einem Mix aus Magertopfen und Rama Cremefine zum Aufschlagen zubereitet. Wer es gerne vollmundiger und cremiger mag, kann Topfen mit Vollfettstufe oder Frischkäse verwenden. Ich habe beides erprobt und es funktioniert ebenso gut. Ist reine Geschmackssache. Der fluffige Schlagobersersatz ist standfester als Obers, muss allerdings um einiges länger geschlagen werden. Ein Überschlagen ist kaum möglich, wodurch weitaus weniger schief gehen kann als bei Schlagobers. Eine Beigabe von Sahnesteif ist nicht nötig, da in der Cremefine bereits Stabilisatoren enthalten sind. Die fettreduzierte Cremefine kann aber ohne Weiteres durch Schlagobers ersetzt werden. Und natürlich kommen obenauf ein paar Blüten fürs Auge: Vergissmeinnicht, Duftpelargonien, Taubnessel und herrlich duftende Ananasminze.
REZEPT ERDBEER-HOLUNDER-TORTE
Menge: 16 Port.
Energie:230 kcal pro Stück
Zutaten
4 Eier
100 g Staubzucker
1 Prise Salz
100 g glattes Mehl
20 g Maizena (Stärke)
40 g Mandeln, gemahlen ♥
7 Blatt Gelatine
2 EL Zitronensaft
250g Magertopfen
150 ml Holundersirup
Abrieb 1 Bio-Zitrone ♥
2 EL Zitronensaft
30 ml Holundersirup ♥
350 ml Rama Cremefine
ev. 1 Packung Vanillezucker ♥
750 g Erdbeeren
250 g Erdbeermarmelade ♥
150 ml Rama Cremefine
Essbare Blüten
Zubereitung
Backrohr auf 160 °C Umluft (180 °C Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Tortenform (24 cm Durchmesser) mit Backtrennpapier auslegen.
Eier mit Staubzucker schaumig schlagen, danach Mehl, Stärke und Salz unterziehen sowie die Mandeln unterheben.
Das Biskuit 25 Minuten backen, auskühlen lassen und zweimal durchschneiden.
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und im erhitzten Zitronensaft auflösen.
Magertopfen mit Holundersirup sowie Zitronenabrieb verrühren und mit der aufgelösten Gelatine vermengen. Die Masse kurz (während des nächsten Arbeitsschrittes) kalt stellen.
In der Zwischenzeit den restlichen Zitronensaft und Sirup verrühren und auf zwei der drei Biskuitböden träufeln.
Rama Cremefine steif schlagen und unter die zwischenzeitlich leicht gelierende Topfenmasse heben.
Tortenaufbau
Den untersten Boden mit dem Tortenring umschließen und mit einem Drittel der Erdbeermarmelade und 5 EL Creme bestreichen.
Halbierte Erdbeeren mit der Schnittseite nach außen an den Rand der Tortenform setzen und einen Teil der Erdbeeren auf die Creme setzen. Ein Drittel der Creme darüber streichen und den zweiten Tortenboden aufsetzen.
Ein weiteres Drittel der Erdbeermarmelade und der Creme aufstreichen und den dritten Boden aufsetzen. Restliche Creme aufstreichen.
Torte im Kühlschrank über Nacht oder mindestens 6 Stunden kühlen.
Die restliche Cremefine steifschlagen, ev. mit Vanillezucker süßen und mit einer Locktülle am Tortenrand entlang Cremetuffs spritzen. Die Torte mit Erdbeeren garnieren.
Den Marmeladenrest kurz erwärmen und zwischen die Erdbeeren träufeln.
Mit essbaren Blüten garnieren.
Einen schönen Muttertag – und für alle Nicht-Mütter und Väter einen wunderbaren Maisonntag – wünscht euch eure sugar&rose.
Am Tag der Liebe und der Verliebten soll es eine ganz besondere Torte sein. Ein Törtchen, das leise „Ich hab dich lieb“ und „Du bist mir wichtig!“ flüstert. Selbstverständlich in den Farben rosa oder rot und mit Blüten oder Herzen als Dekor. Die Ruby-Schokoladen-Torte mit pinken Schokoherzen, Zuckerperlen, Baiser-Tuffs und ganz viel rosa Schokolade an den Rändern ist der schönste Liebesbeweis für den Partner oder die Herzallerliebste. Geht doch Liebe bekanntlich durch den Magen …
Liebe bedeutet in erster Linie Aufmerksamkeit schenken. Das süße Ruby-Schokoladen-Törtchen muss nicht zwingend mit vollem Aufwand zubereitet werden. Nicht geübten Bäckern+innen empfehle ich fertige Kuchenböden mit FunCakes Creme-Mix zusammenzusetzen (z.B. Enchanted Cream) und die Torte einfach nur allerliebst zu verzieren. Oder noch einfacher: selbst gemachte und hübsch verpackte Ruby-Schokolade-Herzen oder Schokopralinen verschenken. Denn Ruby Chocolate ist an sich schon etwas Besonderes.
2017 von Callebaut auf den Markt gebracht hat Ruby Chocolate eine ganz tolle pinke Farbe, einen intensiven Fruchtgeschmack und sie kommt ganz ohne Zugabe von Farbstoffen aus. Der spezielle Farbton stammt vom Rösten und Fermentieren der Ruby-Kakaobohnen, der leicht säuerliche Geschmack wird hingegen durch die Beigabe von Zitronensäure erzielt. Ruby Chocolate ist in Form von Schoko-Melts online erhältlich.
REZEPT RUBY-SCHOKOLADEN-TORTE
Menge: 1 Torte
Backform:17 cm Durchmesser
Zutaten
125 g Butter, weich
300 g Staubzucker
2 Eier
1 KL Vanillepaste (Dr. Oetker) oder Flüssig-Vanille
rosa Back-/Speisefarbe
275 g Mehl, glatt
1 KL Natron
35 g Speisestärke (Maizena)
250 ml Buttermilch
300 g Ruby Chocolate Drops (ersatzweise pink Schoko Melts)
ca. 1 TL Kokosöl
300 g Frischkäse (z.B. Philadelphia Doppelrahmstufe natur)
Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Heißluft vorheizen und Backform mit Backtrennpapier auslegen.
Für die Torte Butter und Zucker schaumig rühren, Eier einzeln einrühren, danach Vanillepaste sowie Speisefarbe dazu geben. Mehl, Natron und Stärke vermengen und abwechselnd mit der Buttermilch unterrühren.
Damit der Kuchen die rosa Farbe behält bzw. außen nicht zu dunkel wird, bäckt man ihn am besten in Schichten (je nach Kuchenform-Größe (20–24 cm Durchmesser) 2 Böden bzw. 3 Böden (bei 15–18 cm); Backzeit pro Boden etwa 35–40 Minuten (Stäbchenprobe).
Ruby Chocolate Deko: Dazu die Ruby Schokolade über Wasserband schmelzen, eventuell mit etwas Kokosöl glatt rühren. Für die Schoko-Plättchen die Schokolade oval etwa 7 cm breit, 12 cm hoch und 3 mm dick (nicht zu dünn, sonst zerbrechen sie) auf eine Fondant-Silikonform (Spitzendekor) aufstreichen, die restliche Schokolade in herzförmige Pralinenformen füllen und beides gut erkalten lassen.
Creme: Kaltes Schlagobers halbsteif schlagen, Staubzucker und Vanillezucker untermischen, anschließend kalten Frischkäse und Mascarpone unterheben und auf höchster Stufe einige Sekunden zu einer festen Creme aufschlagen.
Die Kuchenböden auskühlen lassen, danach eventuell dunkle Ränder abschneiden. Tortenböden mit Creme zusammensetzen und die Torte rundum gut mit Creme bestreichen. Oben mit einer Lochtülle Cremetupfen aufspritzen und mit Ruby-Schokolade-Herzen und Zuckerperlen dekorieren. Zuletzt die ovalen Ruby-Schokolade-Plättchen am Tortenrand vorsichtig andrücken.
Für Rosenliebhaber+innen habe ich aus dem Basisrezept eine Variante mit Fondant-Rosen als Dekoration gefertigt, die auch durch echte (ungespritzte) Rosenblüten ersetzt werden können.
Einen schönen Valentinstag wünscht euch eure sugar&rose.
Der Sommer ist eingeläutet und wir dürfen endlich wieder Freunde zum Grillen einladen und gemeinsam feiern. Zu spritzigen Sommerdrinks gibt es heute eine luftig leichte und sehr erfrischende Topfentorte mit Blüten& Holundergelee. Ein für Partys und Sommerfeste idealer, weil gut vorzubereitender Cheesecake, der im Kühlschrank auf den großen Auftritt wartet. Mehlfrei und besonders kalorienarm beglückt die Sommertorte mit ihren schwebenden Blüten Naschkatzen wie Ernährungsbewusste gleichermaßen und sorgt an heißen Tagen für willkommene Abkühlung.
Weder Butter noch schwere Creme oder Mehl belasten diese eiweißreiche Torte. Sie besteht aus Magertopfen, Eiern, Puddingpulver, etwas Backpulver und Zitronenabrieb. Wer mag, süßt mit Zucker, und wer Kalorien sparen will, verwendet Alternativen (Tipps siehe Rezept). Selbst ein großes Tortenstück gefährdet die Bikinifigur nicht. 😉
Schwebende Blüten
Den wunderbar duftenden Holunderblüten begegnet man derzeit auf jedem Spaziergang entlang von Wegen und Waldrändern. Nicht nur zu Holundersirup verkocht, sondern auch getrocknet als Tee sind die Hollerblüten eine Bereicherung für die Küche. Ich verwende die Blütendolden auch zum Aromatisieren von Wasser. Zusammen mit Minze oder Zitronenmelisse und einer Scheibe Zitrone ergibt das ein köstliches, kalorienfreies infused water – die Erfrischung für heiße Sommertage schlechthin. Einige der zarten cremeweißen Blüten habe ich zusammen mit Rosen und Duftgeranien auf meine Topfentorte gelegt. Dort scheinen sie im glasklaren Gelee zu schweben.
Rosen und Sommerhitze
Mitte Juni blühen und duften im meinem Garten eine Unzahl an Rosen. Aufgrund der anhaltenden Hitze sind die Blüten im Vergleich zu den Vorjahren heuer besonders hell. Archiduchesse d’Autriche (hier in der Vase) blüht gewöhnlich weitaus dunkler, heuer ist sie blassrosa. Und sie trägt wie viele andere Rosen auch extrem große Blüten. War der Frühling relativ feucht und kühl, wodurch die Rosenblüte sehr spät begonnen hat, leiden manche Rosen nun unter der Hitze. Die außergewöhnlich reiche Blütenfülle welkt rasch dahin.
Falls ihr ebenso unter der Sommerhitze leidet, habe ich heute einen Lesetipp für euch: „Hitzefest. Bei Hitze cool bleiben“ (Kneipp Verlag) mit unkonventionellen Tipps und Tricks sowie kühlenden Rezepten für heiße Sommertage.
Zartes Holundergelee auf sommerlicher Topfentorte
Die kühle Topfentorte schmeckt natürlich auch ohne Belag, beispielsweise mit pürierten Himbeeren oder Erdbeeren. Mit einer Schicht zartem Holundergelee über den Blüten aber gleich nochmal so gut. Die Zubereitung des Holundergelees ist denkbar einfach: einen Teil der Wassermenge durch Hollersirup ersetzen und den auf der Packung angegebenen Zucker einfach weglassen – das war’s schon. Das leicht überkühlte Tortengelee (Tortenguss) sollte zunächst löffelweise auf die Blüten aufgebracht werden, damit sich die größeren Blütenblätter nicht vom Tortenboden heben. Die Holunderblüten habe ich nur lose aufgestreut, dadurch beginnen sie im Gelee zu schweben. Ein Tipp zum Schluss: für das Holundergelee mit Minze aromatisiertes Wasser verwenden – schon hat man den Geschmack von „Hugo“ auf der Sommertorte.
Als Oberösterreicherin bin ich geradezu verpflichtet, meine Freunde von Zeit zu Zeit mit einer Linzer Torte zu verwöhnen. Mit dieser traditionellen Torte mit säuerlicher Marmeladenfüllung und charakteristischem Rautenmuster bin ich nahe der Stadt Linz aufgewachsen. Ein spezielles Familienrezept der Torte kann ich euch dennoch nicht verraten. Eher meine Lieblingsvariante, denn im Familienrezeptbuch finden sich zahlreiche Rezepte dieses „Gitterkuchens“. Die Linzer Torte gilt als die älteste bekannte Torte der Welt. Für den Linzer Teig wurden Butterschmalz, Mandeln und Gewürze verwendet. Das Gitterwerk ermöglichte der feuchten Fruchtfüllung das Verdunsten, sodass der Kuchenboden nicht speckig wurde. Das Gitter, unter dem die rote Marmelade hervorblitzt, ist zugleich auch das markanteste Kennzeichen.
Eine Glaubensfrage! Gute Rezepturen bleiben womöglich auch deshalb über Jahrhunderte erhalten, weil sie variabel sind. Stimmt die Basis, funktionieren auch die Varianten. In der Küche meiner Oma bestimmten die vorhandenen Zutaten, was und womit gekocht wurde, und waren keine Mandeln oder Haselnüsse vorhanden, wurden sie durch die eigenen Walnüsse ersetzt. Und war die Ribiselmarmelade aufgegessen, wurde sie durch Himbeermarmelade, Preiselbeer- oder Hagebuttengelee ersetzt.
Linzer Torte – mit Ribisel- oder Himbeergelee?
Traditionell wird die Linzer Torte mit Ribiselmarmelade oder -gelee (= Rote Johannisbeeren) bestrichen. Entscheidend ist, dass die Marmelade säuerlich ist – und rot! Kirschmarmelade würde ich aufgrund seiner Süße eher nicht verwenden. Für meine Torte habe ich das vor kurzem frisch eingekochte Himbeergelee mit Pelargonien probiert. Durch die Zuckerreduktion ist es ebenso säuerlich und durch die Duftpelargonien hat es einen dezent herben Geschmack. Mit oder ohne Kerne? Das ist geschmacklich einerlei, eher eine Frage der Vorlieben. Ich verwende lieber Gelee.
Linzer Torte – mit Linzer Masse oder Linzer Teig?
Im handgeschriebenen Kochbuch meiner Urgroßmutter (um 1900, später von meiner Großmutter fortgeführt) finden sich für die Linzer Torte hauptsächlich zwei Zubereitungsarten: mit weißem Linzer Teig (Gitterkuchen) – ohne Gewürze, nur mit Zitronenabrieb – und mit braunem Linzer Teig, einem Nussmürbteig mit Zimt und Gewürznelken. Auch ein Rezept mit Rührteig und dressierfähiger Masse (Linzer Masse) ist dort aufgezeichnet. Ich behaupte aber, eine Linzer Torte muss eine kompakte und zugleich mürbe Textur haben und das bekommt sie mit einem fluffigen Rührteig einfach nicht, da die Marmelade den Teig zu sehr aufweicht. Meine Oma bereitete meist einen braunen Mürbteig. Je nach Fettgehalt der Nüsse mit oder ohne Ei – bei Mandeln oder Haselnüssen mit, bei Walnüssen ohne. Den Teig hat sie auf einem Nudelbrett rasch „abgebröselt“. Ich mache Mürbteig mittlerweile mit dem Mixer, das funktioniert ebenso gut.
Für das Gitter werden meist fingerdicke Teigrollen geformt und rautenförmig aufgelegt. Ich habe mit einem Teigradler Streifen zugeschnitten, diese mit ausgestochenen Blüten und Herzen belegt und vor dem Backen mit Eigelb bestrichen. Die heute oft übliche Dekoration mit gehobelten Mandeln konnte ich bei keinem Rezept finden.
Während meine Urgroßmutter noch mit Schmalz buk, verwendete meine Oma frische Butter für ihre Mehlspeisen, meine Mutter später Margarine. Ich selber backe ausschließlich mit Butter. Eine besonders spezielle Variante meiner Oma war ihr Grammel-Gitterkuchen, eine Linzer Torte mit faschierten Grammeln anstelle der Butter. Vorausgesetzt man ist kein Vegetarier – und mal ganz abgesehen vom Fettgehalt – schmeckt diese „Kriegsvariante“ überraschend gut.
Linzer Torte – ein Mitbringsel aus Oberösterreich
Für alle, die nicht selber backen wollen: Den lange haltbaren Mehlspeisenklassiker gibt es bei ausgewählten Linzer Konditoreien (Bezugsadressen Linzer Torte) in origineller Künstler-Verpackung zu kaufen. Die schönen Blechdosen können als dekorative Keksdosen weiterverwendet werden.
Eine Linzer Torte wird übrigens von Tag zu Tag besser und mürber. Also nicht gleich am ersten Tag aufessen! Die Torte sollte einige Tage ruhen, damit sie gut durchziehen kann. Eure sugar&rose
Diese fluffige Topfen-Kirschtorte aus vier unterschiedlichen Schichten ist ein absoluter Topfen-Traum: einzigartig saftig der gebackene Topfenkuchen, super fruchtig die Kirschfüllung und zart cremig die Topfen-Oberscreme mit Kirschwasser. Obenauf ein knuspriger, dezent buttriger Blätterteig mit Himbeergelee und erfrischendem Zitronenguss.
Inspiriert von der Holländer Kirschtorte aus einem Blätterteigboden, Kirschkompott, einer sehr sehr dicken Schicht Schlagobers und einem glasierten Blätterteigdeckel habe ich meine Topfen-Kirschtorte entwickelt. Den glasierten Blätterteigdeckel und die Kirschfüllung habe ich übernommen und mit einer gebackenen Topfentorte und einem American Cheesecake verschmolzen.
… zum Topfen-Torten-Traum
Die unterste Schicht besteht aus einer gebackenen Topfentorte ohne Boden. Das Kirschkompott habe ich mit Vanillepuddingpulver und Kirschsaft eingedickt, bevor ich es auf die ausgekühlte Topfentorte geschichtet habe. Darüber liegt eine Cheesecake-Schicht aus Magertopfen und geschlagenem Obers, versetzt mit zwei Esslöffel Kirschgeist. Zum Stabilisieren der Flüssigkeit habe ich ein Blatt aufgelöste Gelatine beigegeben. Wer keinen Alkohol in der Torte mag, kann die Gelatine auch weglassen.
Topfen-Kirschtorte mit knusprigem Blätterteig
Den krönenden Abschluss der Topfen-Kirschtorte bildet ein gebackener Blätterteigboden, den ich zuvor mit warmem Himbeergelee und Zitronen-Zuckerguss glasiert habe. Damit der Blätterteig beim Anschneiden der Torte nicht zerbröselt, habe ich den Deckel vor dem Auflegen auf die Torte in Stücke geschnitten. Die Deko in Rot-Weiss-auf-Rot besteht aus Schlagoberstupfen und Kirschen mit Stiel … fertig ist der fruchtige Tortentraum.
Wie ein impressionistisches Gemälde: Malerrosen
Die auffallend phantasievollen und ganz unregelmäßig gestreiften Blüten der Malerrose Henri Matisse von Delbard sind so traumhaft schön, dass ich sie euch unbedingt vorstellen muss. Ich habe die buschige Edelrose erst vor Kurzem von meinen beiden Cousinenschwestern (Cousinen, die mir lieb wie Schwestern sind) geschenkt bekommen und mich sofort schockverliebt. Die relativ großen, leicht duftenden Blüten changieren von rosa bis rot und purpur. Keine Blüte ist wie die andere.