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Erdbeerherz – Hefeschnecken mit Rosenmus & Erdbeeren

Der betörende Duft von frisch gebackenen Hefeschnecken zieht durchs Haus. Am Tisch steht ein Traum von einem Erdbeerherz, gefüllt mit selbst gemachter Erdbeermarmelade, frischen Erdbeeren, Rosenmus und weißer Schokolade, dekoriert mit essbaren Rosenblüten.
Ob fruchtig oder klassisch mit Zimtzucker – meine Vorliebe wechselt mit den Jahreszeiten. Den luftig-weichen Hefeschnecken kann ich nur schwer widerstehen. Vermutlich geht das vielen so. Denn die als Next Level Cinnamon Rolls bezeichneten Hefeschnecken eines deutschen Unternehmens haben vor einigen Monaten einen wahren Hype auf Social Media ausgelöst, sodass in der Wiener Mariahilfer Straße Menschenmassen vor dem Laden anstanden. Den Run auf die zugegeben beeindruckend aussehenden und variantenreichen Zimtschnecken mit üppigen Frostings kann ich allerdings nicht nachvollziehen, schmecken die quadratischen Schnecken doch eher trocken, teils gummiartig und sind stark überteuert.

Erdbeerherz: acht Hefeschnecken in herzförmiger Backform, dekoriert mit Frischkäsecremestreifen, kleinen roten Röschen und Erdbeeren, im Hintergrund drei rosa Rosenblüten und eine kleine Schale mit Rosenmus
Acht Hefeschnecken in herzförmiger Backform, davon ein Stück vom Erdbeerherz herausgebrochen und auf einem herzförmigen Tellerchen aufgeschnitten präsentiert, in der Kuchenform liegen eine kleine Kuchengabel und ein kleiner Löffel

Hefeschnecken in Erdbeerherz-Form

Rund, oval oder eckig? Einerlei, denn heute sind die Hefeschnecken bei mir herzförmig! Den gefüllten und gerollten Hefeteig habe ich mit einem sehr scharfen Messer in acht Teile geschnitten – alternativ kann das auch mit einem feinen Bindfaden erfolgen – und diese in eine leicht gebutterte herzförmige Backform eingelegt. Nach einer kurzen Gehzeit füllen die Schnecken die Form aus.
Nach dem Backen und Abkühlen habe ich das Erdbeerherz mit frischen Erdbeeren und etwas Rosenmus getoppt, mit Streifen von aromatisiertem Frischkäse überzogen und mit Rosenblüten dekoriert.

Erdbeerherz-Teiglinge: acht Erdbeer-Hefeschnecken in schwarzer Herzbackform
Zubereitungsschritte Erdbeerherz: ausgerollter Hefeteig bestrichen mit Erdbeermarmelade und Rosenmus, daneben der Teig zur Hälfte eingerollt und darunter dieser in Stücke geschnitten in der Backform
Gebackenes Erdbeerherz in Backform, Oberfläche noch nicht dekoriert mit Frischkäsecreme

Rosenmus

Wer zu den Glücklichen mit Duftrosen im eigenen Garten zählt, kann die Rosenblüten – vorausgesetzt sie sind ungespritzt – auch in der Küche verwerten. Rezepte für Rosensirup, Rosengelee, Rosenessig und viele mehr findet ihr hier.
Rosenmus bzw. Rosenblütenmus eignet sich zum Verfeinern von Desserts und Süßspeisen, ist aber auch ein ganz besonderes Topping für pikante Vorspeisen und Käseplatten. Habt ihr schon mal Datteln gefüllt mit Blauschimmelkäse probiert? Dazu einen Klacks Rosenmus – ein ganz besonderer Genuss!
Für das Rosenmus werden die Duftrosen-Blütenblätter mit Zucker und Zitronensaft fein püriert, mit etwas Wein aufgekocht und mit Pektin haltbar gemacht (zum Rezept).

Rosenmus in Gläsern abgefüllt, ein Glas offen mit einem kleinen Silberlöffel im Rosenmus steckend, daneben ein kleines weißes Keramikschälchen mit Rosenmus und einem winzigen rosa Löffelchen darin neben dem Erdbeerherz
Erdbeerherz gebacken und mit Frischkäsestreifen und kleinen roten Röschen der Rose Rote The Fairy dekoriert, im Vordergrund eine Hefeschnecke auf einem weißen herzförmigen Keramikteller

Rote The Fairy – die Rose am Erdbeerherz

Die kleinblumige, reichlich blühende und dicht verzweigte Bodendeckerrose „Rote The Fairy“ oder „The Fairy rot“ von Tantau wächst wie ihr rosa Pendant („The Fairy“) sehr buschig und benötigt ebenso wie diese jährlich einen kräftigen Rückschnitt der langen bogigen Triebe, auch um weitere Blüten anzuregen. Die halbgefüllten, schalenförmigen Blüten sind nur etwa 5 cm groß und erfreuen mit den offenen Staubgefäßen Bienen und Insekten. Sie blüht zwei, drei Wochen später als andere Sorten, dafür aber bis spät in den Herbst hinein.

Verschiedene Blühstadien der stark verzweigten kleinen Bodendeckerrose Rote The Fairy

Rosenhochblüte in meinem Garten

Weil nicht nur die Rote The Fairy reichlich blüht, sondern mittlerweile nahezu alle meine Rosen in Vollblüte stehen, will ich euch mit einigen Bildern kurz in meinen Rosengarten entführen. Weitere Rosen auf sugarandrose.com

Englische Rosen & Strauchrosen

Sechs verschiedene hellrosa bis apricotfarbene Rosenblüten wie die englischen Rosen Sister Elizabeth, ary Rose, The Wedgewood Rose und Geoff Hamilton sowie zwei Strauchrosen: Schloss Eutin und Edn 85

Kletterrosen

Sechs Rambler- oder Kletterrosen: rosa Donaunymphe, weiße Kiftsgte, blaulila Veilchenblau zartgelbe Ghislaine de Feligonde, zart rosa-weiße Paul's Himalayan Musk und pinke Super Excelsa

Historische Rosen

Drei weiße historische Rosen (Mme Hardy, Alba Maxima, Leda) und drei rosa (Jaques Cartier, Ispahan, Reine de Violettes)

Und noch ein paar Schönheiten zum Durchklicken


REZEPT ERDBEERHERZ

Menge: 8 Port.

Backform: Herzform ca. 25 cm ø

Zutaten

½ Würfel Germ/Hefe
180 ml lauwarme Milch
400 g glattes Mehl
50 g Kristallzucker
1 Msp. Salz
1 Ei
50 g weiche Butter

100 g Erdbeermarmelade
optional 2 EL Rosenmus
100 g Erdbeeren gewürfelt
50 g weiße Kuvertüre, gerieben

Milch oder Eidotter zum Bestreichen
50 g Frischkäse oder Topfen
1 P. Vanillezucker
2 EL Rosensirup (alternativ Milch)
einige Erdbeeren, Rosenmus und Rosenblüten als Topping

Zubereitung

1. Hefe in der lauwarmen Milch glatt rühren.
2. Mehl, Zucker und Salz in eine Mixschüssel geben, Ei, weiche Butter und die Hefemilch dazu geben und mit dem Knethaken des Mixers kurz auf kleiner Stufe, dann auf der höchsten Stufe etwa 5 Minuten gut verkneten.
3. Hefeteig mit einem Küchentuch abdecken und 45 Minuten gehen lassen.
4. Hefeteig auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen (ca. 30 x 50 cm) und mit der Erdbeermarmelade und dem Rosenmus bestreichen. Die gewürfelten Erdbeeren und die geriebene weiße Kuvertüre aufstreuen.
5. Hefeteig von der kurzen Seite her einrollen und mit einem Faden oder einem scharfen Messer in acht gleiche Stücke schneiden.
6. Herz-Backform mit Butter einstreichen oder mit Backtrennspray einsprühen. Die Heferollen mit der Schnittfläche nach oben einlegen. Zugedeckt nochmals 15–20 Minuten gehen lassen.
7. Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
8. Die Teigstücke mit Milch oder einem Eidotter-Milchmix bestreichen und im Rohr ca. 30 Minuten goldgelb backen.
9. Für die Deko den Frischkäse mit dem Vanillezucker und Rosensirup verrühren und die abgekühlten Hefeschnecken damit streifenförmig überziehen. Mit etwas Rosenmus und Rosenblüten toppen.

Rosige Zeiten wünscht euch eure sugar&rose.

Himbeer-Hefeteigherzen

Gefüllter Hefeteig schmeckt das ganze Jahr über, zum Frühstück ebenso wie zum Nachmittagskaffee. Um den Valentinstag herum werden die Hefeteig-/Germteigschnecken allerdings nicht rund, sondern herzförmig geformt und so zur süßen, kleinen Liebeserklärung. Wer freut sich nicht über eines dieser fluffigen, fruchtigen Himbeer-Hefeteigherzen?

Zwei Himbeer-Hefeteigherzen auf rosa kariertem und mit rosa Rosen bedruckten Geschirrtüchern, dahinter eine rosa Hyazintenblüte und zwei kleine weiße Porzellantäubchen
Zwei Himbeer-Hefeteigherzen mit Puderzucker auf einem rosa Porzellanteller, darunter ein rosa kariertes und ein mit rosa Rosen bedrucktes Geschirrtuch, dahinter eine rosa Hyazintenblüte und zwei kleine weiße Porzellantäubchen sowie eine kleine Schale mit Himbeergelee

Zubereitung Himbeer-Hefeteigherzen

Der Hefeteig wird in Portionen geteilt, zu ovalen Fladen ausgerollt, mit je einem Eßlöffel Marmelade bestrichen und zu kleinen Rollen geformt – siehe Zubereitungsfotos unten – , dann in der Mitte zusammengeklappt, zu gut zwei Dritteln eingeschnitten und von der Mitte nach außen zur Herzform auseinandergeklappt.
Zum Einschneiden des Teigs empfehle ich ein wirklich gut schneidendes Messer mit breiter Klinge, einen Pizzaroller oder eine Edelstahl-Teigkarte, da sich gefüllter Hefeteig nur sehr schwer schneiden lässt. Die Schnittkante sollte aber exakt sein, da die Herzen sonst keine ansehnliche Form bekommen.

Zubereitungsschritte der Himbeer-Hefeteigherzen in acht Bildern, alle auf einer roten Backmatte; 1. die Hefeteigkugel zerteilt in acht Stücke, 2. der ausgerollte Hefeteig, 3. Hefeteig mit Marmelade bestrichen, 4. zur Hälfte zusammengerollter Teig, 5. der aufgerollte Teigstrang, 6. in der Mitte zusammengeklappter Teigstrang, 7. Teigstrang zu zwei Dritteln eingeschnitten 8. die eingeschnittenen Teigteile zur Seite geklappt, sodass eine Herzform entsteht

Für die Füllung habe ich kernloses Himbeergelee verwendet. Die Hefeteigherzen schmecken auch mit Kirsch- oder Erdbeermarmelade. Ich bevorzuge zu Hefeteig allerdings dezent säuerliche Marmeladesorten. Cranberry-, Preiselbeer- , Ribisel- oder Hagebuttengelee eignen sich ebenso.

Ein gezuckertes Himbeer-Hefeteigherz auf rosa Keramikteller im Vordergrund, daneben ein Vintage-Stoffherz mit Rosenblütendekor und rosa durchsichtiger Masche, dahinter ein Himbeer-Hefeherz auf herzförmigen Teller und eine kleine Vase mit Hyazintenblüten


REZEPT HIMBEER-HEFETEIGHERZEN

Menge: 16 Stück

Backform: Backblech

Zutaten

550 g glattes Mehl
75 g Kristallzucker
2 Msp. Salz
Abrieb von ½ Biozitrone
250 ml Milch
20 g frische Hefe (Germ)
1 Ei + 1 Eigelb (oder 2 eher kleine Eier)
60 g flüssige Butter

16 EL bzw. ca. ½ Glas Himbeermarmelade
1 Eigelb vermengt mit 1 EL Milch zum Bestreichen

Zubereitung

I. Mehl, Zucker, Salz und Zitronenabrieb in eine Mixschüssel geben.
Die Hefe (Germ) in die lauwarme Milch bröseln und mit einer Gabel verrühren. Die Eier in die Hefemilch geben und ebenso wie die flüssige, aber nicht heiße Butter zum Mehl gießen und mit dem Knethacken des Mixers kurz auf kleiner Stufe, dann weitere 5 Minuten auf höchster Stufe kneten.
2. Den Hefeteig zugedeckt in der Rührschüssel eine Stunde gehen lassen.
3. Backrohr auf 175 °C Heißluft vorheizen.
4. Den Hefeteig in 16 Teile teilen.
5. Jedes Stück oval ausrollen und mit 1 EL Himbeermarmelade bestreichen.
6. Den Teig längs aufrollen und die Enden gut zusammendrücken.
Die Teigrolle in der Mitte zusammenfalten und die beiden Enden zur Herzspitze fest zusammendrücken.
7. An der Faltseite mit einem Pizzaroller oder einem sehr scharfen Messer etwa 2/3 einschneiden und die beiden Hälften nach außen klappen, sodass ein Herz entsteht.
8. Die Hefeteigherzen auf ein mit Backfolie ausgelegtes Blech setzen, nochmals 10–15 Minuten zugedeckt gehen lassen, dann mit der Ei-Milchmischung bestreichen.
9. Im Rohr ca. 15–18 Minuten backen.

Ein herzförmiger hellrosa Teller, darauf mehrere fuchsia-farbene Tulpenblüten in Herzform arangiert

Einen schönen Februarbeginn wünscht euch eure sugar&rose.

Dreikönigskuchen mit Kletzen

Ein Dreikönigs- oder Königskuchen ist meist ein einfacher Hefe- oder Sandkuchen mit eingebackenem Glücksbringer und wird in vielen Ländern am Dreikönigstag als Festtagsgebäck zum Frühstück serviert. Unser diesjähriger Dreikönigskuchen mit Kletzen hat nicht nur ein neues Aussehen bekommen – ich habe die Krone aus drei Reihen Hefeschnecken zusammengesetzt –, sondern auch eine ganz besondere saisonale Füllung aus Kletzen (Dörrbirnen) und Walnüssen.
Wer die Figur (Münze, Mandel, Bohne oder kleiner Gegenstand) findet, ist König*in für einen Tag und ein besonders glückliches Jahr ist ihm/ihr gewiss.

Dreikönigskuchen mit Kletzen auf Goldrandteller, in der Kuchenmitte eine goldene Papierkrone
Dreikönigskuchen mit Kletzen auf Goldrandteller, in der Kuchenmitte eine goldene Papierkrone, dahinter drei goldene Dekokugeln und eine Goldmasche

Dreikönigskuchen mit Kletzen und neuer Kronenform

Bislang habe ich den Dreikönigskuchen meist nach Schweizer Tradition aus einfachen Hefeteigkugeln zubereitet. In der Mitte eine größere Kugel und um diese herum acht kleinere, meist bestreut mit Mandeln oder Hagelzucker – siehe Blogartikel König oder Königin für einen Tag: Dreikönigskuchen.
Die Form des Königskuchens ist einer Krone nachempfunden. Und so eine Königskrone darf auch anders zusammengesetzt sein, meine ich. Ich habe daher den Hefeteig heuer gefüllt, in Scheiben geschnitten und diese „Schnecken“ in drei Reihen übereinander in eine halbkugelförmige Backform gesetzt. Fertig ist ein neuer Dreikönigskuchen, eine neue Königskrone!
PS: Den Glücksbringer backe ich nicht mit, sondern drücke diesen erst nach dem Backen von unten in den Kuchen, damit er nicht mit dem Teig verklebt.

Zubereitungsfotos: Kletzenbirnen faschieren, Gemisch aus Kletzen und Walnüssen, Hefeteig ausgerollt mit Füllung, ein halbkugelförmige Backform, darin die Hefeschnecken-Teigrohlinge und zuletzt der fertige Dreikönigskuchen
Dreikönigskuchen mit Kletzen auf Goldrandteller, in der Kuchenmitte eine goldene Papierkrone, darunter sonnenförmige goldene Untersetzer

Hefezopf oder Hefeschnecken mit Kletzen-Walnuss-Füllung

Für einen Dreikönigskuchen reicht die Hälfte der im Rezept angegebenen Menge. Aber so ein Hefeteigkuchen ist in unsere Familie rasch aufgegessen, daher backe ich immer zwei – übrigens auch ein wunderbares Mitbringsel zu Neujahr – oder aus der zweiten Teighälfte einen gefüllten Zopf. Einen Glücksbringer kann man auch im gedrehten Hefezopf mit Kletzen-Nussfüllung unterbringen.
Die Kletzen-Walnuss-Füllung kann auch mit einen Mix aus Trockenfrüchten (Dörrpflaumen, Feigen, Datteln) ergänzt werden. Ich liebe aber die dezente Fruchtsüße der Kletzenbirnen.

Kletzen-Hefeteigzopf auf länglicher Glasetagere


REZEPT DREIKÖNIGSKUCHEN MIT KLETZEN

Menge: 2 Stk.

Backform: halbkugelförmige Backform/Backblech

Zutaten

  • 250 g Kletzen (Dörrbirnen), faschiert
  • 180 g Topfen (Quark), halbfett
  • 60 g Honig
  • ½ TL Zimt
  • 60 g Walnüsse, gemahlen
  • 2 EL Rum ♥
  • 500 g Weizenmehl glatt
  • 75 g Kristall- oder Staubzucker
  • 1 Msp. Salz
  • Abrieb von ½ Biozitrone
  • 280 ml Vollmilch, zimmerwarm
  • ca. 20 g (= ½ Würfel) frische Hefe
  • 1 Ei
  • 75 g Butter ♥
  • 1 Eigelb vermengt mit 1 EL Milch zum Bestreichen

Zubereitung

  1. Füllung: Harte Kletzen über Nacht im Wasser einweichen, danach faschieren und zusammen mit Topfen, Honig, Zimt, Nüssen und Rum zu einer streichfähigen Masse vermengen. Eventuell etwas Wasser unterrühren.
  2. Hefeteig: Mehl, Zucker, Salz und Zitronenabrieb in eine Mixschüssel geben.
  3. Hefe in die zimmerwarme Milch bröseln und mit einer Gabel verrühren. Die Germ-Milch und das Ei zum Mehl geben und mit dem Knethacken des Mixers auf kleiner Stufe gut 5 Minuten kneten. Dann die Butter stückweise in den nächsten 5 Minuten unterrühren.
  4. Den Hefeteig zugedeckt eine Stunde rasten lassen.
  5. Teig in zwei Portionen teilen (für den Dreikönigskuchen und den Hefezopf) und jeweils auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen.
  6. Die Kletzen-Nuss-Füllung auf die Teigböden aufstreichen und aufrollen.
  7. Dreikönigskuchen: Teigrolle in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und in drei Reihen in die Form schichten. In die Mitte eine Kugel aus Alufolie setzen. Optional einen Glücksbringer verstecken.
    Hefezopf: Teigrolle der Länge nach teilen und verkordeln.
  8. Beide Kuchen zugedeckt weitere 30–40 Minuten gehen lassen.
  9. Backrohr auf 180 °C Umluft vorheizen.
  10. Teigoberflächen mit verquirltem Ei bestreichen und Kuchen nacheinander backen. Dreigkönigskuchen ca. 25, Hefezopf ca. 30 Minuten.
Dreikönigskuchen mit Kletzen auf Goldrandteller mit großer goldener Masche und Krone in der Mitte, im Hintergrund drei Weihnachskugeln in Form der Heiligen Drei Könige
Drei bunte Alessi-Glaskugel-Weihnachtsbaumanhänger mit den Köpfen der drei Könige in rot, grün und gold-rot, liegend auf zwei sonnenförmigen goldenen Untersetzern

Die von Marcello Jori für Alessi entworfenen Heilige-Drei-Könige-Weihnachtsglaskugeln sind mundgeblasen und es gibt in der Kollektion sämtliche Krippenfiguren (unbezahlte Werbung).
Einen schönen Dreikönigstag sowie viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr wünscht euch eure sugar&rose.

Apfelstrudel meets Zimtschnecke

Wenn der Herbst übers Land zieht und allerorts die reifen Äpfel von den Bäumen fallen, ist es Zeit für Apfelstrudel und Zimtschnecken. Warum nicht beides vereinen? Den guten alten, heimischen Apfelstrudel und die nordischen Zimtschnecken.
Und so habe ich für die große Apfelstrudel-Zimtschnecke den gezogenen Strudelteig mit Germteig getauscht und mit reichlich Kardamom und Zimtzucker sowie einer dicken Schicht geraspelter Äpfel (wer mag, auch Rosinen) gefüllt, strudelförmig aufgerollt und zur Schnecke gedreht. Voilà, rund und golden wie die Sonne – süßer kann man den Herbst nicht begrüßen!

Große Apfelstrudel-Zimtschnecke auf weißem Leinentischtuch, dekoriert mit zwei Rosen, eine dezent hellrosa mit grünen Außenblättern, die andere rosa mit kräftig rotem Rand
Apfel-Zimtschnecke auf rosa Keramikteller, ein großes Stück ist herausgeschnitten, man sieht im Anschnitt den braunen Zimt. Am Teller liegt eine silberne Tortenschaufel und eine Dessertgabel
Apfelstrudel-Zimtschnecke angeschnitten auf rosa Teller, davor ein kleiner Teller mit Rosendekor, auf dem ein Stück der Schnecke liegt. man sieht schön die aufgerollten Stränge.

Apfelstrudel mit Zimtbutter oder Zimtschnecke mit Apfelfüllung

Ich würde mich am liebsten von Zimtschnecken ernähren (die Vernunft siegt aber meistens), bin allerdings im Land des Apfelstrudels aufgewachsen und habe mit den schwedischen Zimtschnecken erst spät Bekanntschaft gemacht. Vermutlich habe ich da einiges nachzuholen 😂.
Allerdings hatte der handgezogene Apfelstrudel meiner Oma bereits eine beachtliche Menge Zimt in der Füllung, ebenso das den ganzen Herbst über servierte Apfelmus. Daher vielleicht meine Zimtliebe.
Den Hefeteig habe ich noch mit Kardamom verfeinert. Dieses Gewürz ist für mich untrennbar mit Zimtschnecken verbunden. Es sollte also keinesfalls weggelassen werden!

Zubereitungsschritte Apfelstrudel-Zimtschnecke: 1. ausgerollter Teig mit Zimtbutter, 2. aufgestreute Apfelraspel und Rosinen, 3. zum Teil aufgerollter Teigstrang, 4. kleine noch ungebackene Zimt-Apfel-Schnecken, 5. die aufgerollte Teigschnecke vor dem Backen

Apfelstrudel-Zimtschnecke im handlichen Kleinformat

Die angeführten Zutaten reichen für zwei große Apfelstrudel-Zimtschnecken. Ich habe eine große Schnecke zubereitet und den zweiten Teigstrang zu kleinen Schnecken geschnitten. Am besten trennt man sie mit einem Bindfaden durch, andernfalls mit einem sehr scharfen Messer oder Pizzaroller.
Die kleinen Apfel-Zimtschnecken werden mit der Schnittfläche nach oben gebacken. Die Backzeit verringert sich bei den kleinen Teilchen auf etwa 10 Minuten. Am besten schmecken sie noch leicht ofenwarm. Ob ohne, leicht gezuckert oder mit etwas Zuckerglasur überzogen, sei jedem+jeder selbst überlassen.
Die große Apfelstrudel-Zimtschnecke ist noch um einen Kick fluffiger als die kleinen Dinger. Das hat zumindest meine Familie angemerkt. Und sie irrt selten! 😉

Neun kleine Apfel-Zimtschnecken auf einem dunkelgrauen Gitter zum Abkühlen, dekoriert mit zwei rosa Rosen und grünen Blättern
Kleine Apfel-Zimtschnecken auf grauem Gitterrose, fein mit Staubzucker bestreut

Meine Rose des Monats: Eden Rose 85

Die von Meilland 1985 gezüchtete Eden Rose 85, auch Pierre de Ronsard, ist eine meiner Lieblingsrosen. Die stark gefüllten rosa Blüten entfalten sich aus einer cremeweißen Knospe mit zart grünen Außenblättern. Ihre extrem lange haltbaren und relativ großen Blüten hängen büschelweise und etwas bogig über. Die nostalgisch anmutende Strauchrose klettert an ihrem Rankgerüst nahezu zwei Meter hoch und mag es geschützt, aber mit ausreichend Sonnenlicht. Sie begrüßt mich seit Jahren mit ihrer immensen Blütenpracht im Vorgarten – von Anfang Juni bis in den Oktober hinein. Die dauerblühende Rose ist eine besondere Schönheit. Beim Betrachten träume ich mich in englische Gärten und in die Welt von Jane Austen …

Verschiedene Blühstadien der Eden Rose mit cremeweißen Außenblättern und kräftig rosa Innenblättern


REZEPT APFELSTRUDEL-ZIMTSCHNECKE

Menge: 2 Stück

Backform: Backblech

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl glatt
  • 75 g Kristallzucker
  • 1 Msp. Salz
  • 1½ TL Kardamom, gemahlen
  • 300 ml Vollmilch, zimmerwarm
  • ca. 20 g (= ½ Würfel) frischer Germ, alternativ 1 P. Trockenhefe
  • 1 Ei
  • 75 g Butter, kalt ♥
  • 60 g Butter
  • 2 EL Rohrzucker oder Kristallzucker
  • 1–1½ EL Zimt, gemahlen
  • 4 große Äpfel, geschält, entkernt und geraspelt
  • ev. 1 Handvoll Rosinen ♥
  • 1 Eigelb vermengt mit 1 EL Milch zum Bestreichen
  • ev. 2 EL gehobelte Mandeln zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Mehl, Zucker, Salz und Kardamom in eine Mixschüssel geben.
  2. Germ in die lauwarme Milch bröseln und mit einer Gabel verrühren, bis er sich aufgelöst hat. Die Germ-Milch und das Ei zum Mehl geben und mit dem Knethacken des Mixers auf kleiner Stufe gut 5 Minuten kneten. Dann die kalte Butter stückweise in den nächsten 5 Minuten unterrühren.
  3. Den leicht klebrigen Germteig zugedeckt in der Rührschüssel eine Stunde gehen lassen.
  4. Für die Füllung die Butter langsam erwärmen und Zucker sowie Zimt unterrühren.
  5. Den Germteig auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen (etwa 40 x 50 cm) und zu zwei Teilen halbieren.
  6. Die Butter-Zimt-Mischung aufstreichen und die geraspelten Äpfel aufstreuen (ev. auch Rosinen). Dann die beiden Teile strudelähnlich zu länglichen Strängen aufrollen und jeweils zu einer runden Schnecke formen. Diese auf ein mit Backfolie ausgelegtes Backblech legen (mit etwas Abstand oder besser auf zwei Bleche verteilen) und abgedeckt mit einem Küchentuch nochmals 40 Minuten gehen lassen.
  7. Backrohr auf 180 °C Umluft vorheizen.
  8. Die Apfelstrudel-Zimtschnecken mit der Eiermilch bestreichen und ev. mit Mandelblättchen bestreuen und ca. 30 Minuten goldgelb backen.

Einen schönen Oktober wünscht euch eure sugar&rose.

Weihnachtsbaum & Adventskranz aus Hefeteig

In der Vorweihnachtszeit kommt der Nussstrudel als reichlich geschmückter Hefe-Weihnachtsbaum oder Adventskranz auf den Tisch und sorgt bei Gästen immer für Aufmerksamkeit. Der mit Walnüssen und Zimt gefüllte Hefeteig wird für den Adventskranz strudelförmig eingerollt und zum Kranz geformt. Für den Weihnachtsbaum werden die Lagen übereinander geschichtet, die Ränder eingeschnitten und um die eigene Achse gedreht – drei Lagen Hefeteig und zwei Schichten Walnussfüllung. Pistazien und Cranberrys sowie Zuckersterne sorgen am fluffigen Gebäck für weihnachtliches Flair.

Hefe-Weihnachtsbaum mit Nussfüllung auf weißem Hintergrund, dekoriert mit goldener Sternspitze, kleine roten Sternen, Weihnachtsmännern und grünen Tannenbäumchen

Der Hefe-Weihnachtsbaum wird festlich geschmückt

Nach dem mehrfachen Drehen der waagrecht eingeschnittenen „Tannenzweige“ um die eigene Achse, wobei der „Stamm“ in der Mitte unbearbeitet bleibt, wird die Oberfläche des Hefe-Weihnachtsbaums mit Eigelb bestrichen und dekoriert. Ich habe gehackte grüne Pistazien und getrocknete Cranberrys sowie weihnachtliche Zuckerstreusel verwendet.
Zum Verschenken binde ich gerne eine große Schleife um den Baumstamm und setze einen dekorativen Drahtstern an die Spitze. Nach Belieben kann der Baum noch feierlich „geschmückt“ werden, zum Beispiel mit Deko-Sternen, Tannenbäumchen oder Weihnachtsmännern.

Hefe-Weihnachtsbaum mit gedrehten Zweigen, dekoriert mit grünen Pistazien, roten Cranberrys, weißem Hagelzucker und kleine silbernen Zuckersternchen
Hefe-Weihnachtsbaum mit Nussfüllung, dekoriert mit grüner Schleife und roten Sternen, im Hintergrund zwei kleine schneebedeckte Dekoweihnachtsbäume auf Holz und weiße Spitzendecke

Gleiches Rezept, andere Form: Hefe-Adventskranz

Für den Nusskranz (Adventskranz) bestreiche ich den rechteckig ausgerollten Hefeteig mit Nussfüllung, rolle ihn zum Strudel auf und schneide ihn im Anschluss der Länge nach in zwei Stränge. Diese werden ineinander verkordelt, wobei die Schnittkanten nach oben schauen sollten. Der gedrehte Nussstrudel wird zum Kranz geformt, die Enden zusammengedrückt und nach unten eingeschlagen. Vor dem Backen lasse ich den Hefeteig zugedeckt nochmals eine knappe halbe Stunde gehen.
Nach dem Auskühlen bestreue ich das Hefegebäck mit Staubzucker beziehungsweise stelle ich im Advent auch mal eine Kerze in die Kranzmitte. Oder ich dekoriere den Kranz wie einen Adventskranz mit vier Kerzen. Ebenso wie der Hefe-Weihnachtsbaum kann er auch mit Hagelzucker, Pistazien und frischen oder getrockneten Cranberrys verziert werden.

Hefe-Nusskranz auf messingfarbenen runden Metallteller, darunter rosefarbene Blättergirlande
Hefe-Nusskranz auf Messingteller dekoriert wie ein Adventskranz mit vier weinroten Kerzen, kleinen mit Kunstschnee überzogenen Bockerl und rote Beeren

Mit der Haltbarkeit gibt es beim Hefe-Adventskranz allerdings Probleme. Einmal angeschnitten, überlebt er in der Regel das erste Advent-Wochenende nicht. 😉
Daher binde ich uns alljährlich auch einen großen Kranz aus heimischem Tannenreisig.


REZEPT HEFE-WEIHNACHTSBAUM ODER ADVENTSKRANZ

Menge: 1 Baum

Backform: Backblech

Zutaten

  • 200 ml Milch
  • 20 g Hefe (Germ) frisch
  • 80 g Butter, flüssig
  • 1 Ei
  • 500 g Weizenmehl, universal oder glatt
  • 70 g Feinkristallzucker
  • 5 g Salz
  • Abrieb von ½ Biozitrone ♥
  • 140 ml Milch
  • 250 g gemahlene Walnüsse, gerieben
  • 90 g Kristallzucker
  • 30 ml Rum
  • ½–1 TL Zimt ♥
  • 1 Eigelb + 2 EL Milch zum Bestreichen ♥
  • ev. Hagelzucker, Pistazien, getrocknete Cranberrys zum Bestreuen

Zubereitung

  • Die Hefe in der zimmerwarmen Milch auflösen. Ei einrühren.
  • Mehl, Zucker und Salz sowie den Zitronenabrieb in eine Rührschüssel geben. Hefemischung und handwarme flüssige Butter zufügen und mit dem Knethaken des Mixers zu einem glatten Teig kneten: 3 Minuten bei kleiner Stufe (langsam), danach 7 Minuten bei intensivster Stufe (schnell).
  • Den Teig mit einem Küchentuch abdecken und bei Zimmertemperatur etwa 1,5–2 Stunden gehen lassen.
  • Nussfüllung zubereiten: Milch aufkochen, Nüsse, Zucker, Rum und Zimt beigeben, verrühren und vom Herd nehmen. Abkühlen lassen.
Nusskranz
  • Den Germteig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa einen Zentimeter dick rechteckig ausrollen.
  • Nussfüllung aufstreichen und zu einem Strang aufrollen. Die Enden etwas zusammendrücken.
  • Die Teigrolle mit einem scharfen Messer der Länge nach aufschneiden und kordelähnlich verdrehen und zu einem Kranz formen. Die Enden nach unten einschlagen. (Mit Punkt 11 fortsetzen.)
Tannenbaum
  • (Punkt 1–4 wie Nusskranz.) Germteig in 2 Teile teilen und zu Dreiecken ausrollen.
  • Einen Teil mit Nussfüllung bestreichen, den zweiten Teig auflegen und in Tannenbaumform beschneiden.
  • Von der Mitte aus jeweils links und rechts vom „Stamm“ den Teig im Abstand von 2,5–3 cmm einschneiden und jeweils einige Male um die eigene Achse drehen.
  • Den Germteig auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Backblech legen und zugedeckt nochmals 20–30 Minuten gehen lassen.
  • Backrohr auf 170 °C Umluft vorheizen.
  • Nusskranz mit der Eimischung bestreichen, eventuell mit Hagelzucker und Nüssen bestreuen und im Rohr etwa 25–30 Minuten goldbraun backen.

Einen schönen ersten Advent wünscht euch eure sugar&rose.