Schlagwort-Archive: Maroni

Maroni-Gewürzkuchen

Wenn die ersten Maroni-Stände Anfang Oktober in der Stadt aufgestellt werden, sich in den Läden Lebkuchen und Spekulatius stapeln und ich mir die Finger mit aromatischem Wintertee – bald auch mit selbst gemachtem Glühwein 😉 – wärme, legt sich bei mir ein Schalter um. Der Duft von Zimt, Nelken, Kardamom und Vanille versetzt mich unversehens in die Kindheit zurück und die Vorfreude auf den Advent ist sogleich da. Etwas Zeit ist noch, ich weiß, aber gegen ein Stück Gewürzkuchen zum Tee hat bestimmt niemand etwas einzuwenden.
Der saftige Maroni-Gewürzkuchen mit Kastanienreis, Maronistückchen und Gewürz-Spekulatius statt Mehl war so schnell aufgegessen, dass ich auf Wunsch meiner Familie dieses Wochenende nochmals einen backen werde.

Maroni-Gewürzkuchen frisch aus der Heritage-Backform ohne Zucker auf ovaler weißer Keramikplatte
Maroni-Gewürzkuchen mit Staubzucker und etwas Kakao bestreut auf ovaler Platte, daneben ein alter Tortenheber, Kastanien und grüne Blätter

Kastanienreis, Maronireis oder Maronipüree?

Alles das Gleiche? Oder doch nicht? Zugegeben, oftmals vermischen sich die Bezeichnungen. Ungezuckerten Kastanienreis gibt es tiefgefroren (über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen) oder kann man selber aus gegarten, geschälten Edelkastanien herstellen, indem man die weichen Maronen durch eine Kartoffelpresse drückt. Im Unterschied zu Maronireis – zumindest im Handel – ist Kastanienreis ungezuckert und natur.
Das Maronipüree wird aus gekochten Maronen, Zucker und Rum hergestellt. Daraus entsteht durch Pressen der sogenannte „Reis“.
Tja, und nimmt man es ganz genau, gibt es da noch einen kleinen Unterschied zwischen Edelkastanien und Maroni. Aber das lassen wir, kann man ja nachlesen.
Ganze Maroni (Esskastanien) gibt es vorgekocht – auch in Bioqualität – in luftdicht verschlossenen Stanizeln. Maronen enthalten wenig Fett, dafür ausreichend Vitamine und Mineralstoffe und sind sehr ballaststoffreich.
Falls gezuckertes Maronipüree zum Einsatz kommt, sollte die Zuckermenge im Rezept von 150 auf 130 g reduziert werden.

Gezuckerter Maroni-Gewürzkuchen im Ganzen von oben fotografiert, man sieht die wunderschöne Zopfform der ovalen Backform

Neue Motivbackform für den Maroni-Gewürzkuchen

Wie bereits in einem meiner letzten Posts erwähnt, ziehen mich neue Backformen magisch an. Ganz besonders die kreativen Aluminium-Motivbackformen wie diese zopfartige Heritage Loaf-Form von Nordic Ware, die etwa 1,4 Liter fasst. Da die antihaftbeschichteten Metallformen nicht gerade günstig sind, sollten sie entsprechend behandelt, also nur von Hand gespült und nicht zerkratzt werden. Damit in den Spitzen kein Kuchenteig kleben bleibt und sich der Kuchen zur Gänze aus der Form löst, verwende ich Backtrennspray, der alle Ecken und Ritzen erreicht. Diese Form eignet sich auch hervorragend für Weißbrot und Stollen.

Angeschnittener Maronikuchen, ein Stück Kuchen liegt vor dem halben Kuchen auf der weißen Tortenplatte

Gewürzkekse im Kuchen und zum Tee

Als Basisrezept für den Gewürzkuchen habe ich ein altes Schokokuchen-Rezept meiner Oma mit Bröseln (Paniermehl) anstelle von Mehl genommen und die Semmelbrösel durch fein gemahlene, aromatische Gewürz-Spekulatius-Kekse ersetzt. Dieser Duft! Abgeriebene Orangenschale ergänzt die Zimt- und Vanillearomen perfekt und verleiht dem Kuchen seinen einzigartigen Geschmack.
Wer ebenso bereits Lust auf Kekse-Backen verspürt, beginnt wie ich vielleicht mit einfachen, würzigen Zimtkeksen. Passend zu Tee und Kaffee an herbstlichen Nachmittagen.


REZEPT MARONI-GEWÜRZKUCHEN

Menge: 1 Kuchen

Backform: Motiv-, Kasten- oder Gugelhupfform ca. 1,4 l

Zutaten

  • 4 Eier (getrennt)
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Butter, zimmerwarm
  • 150 g Staubzucker
  • 1 Msp. Vanille
  • Abrieb 1/2 Bio-Orange
  • 100 g Gewürz-Spekulatius, gemahlen
  • 150 g Maroni (geschält und gegart aus der Packung)
  • 150 g ungezuckerter Kastanienreis
  • 20 g Kakaopuler
  • 1 Msp. Zimt
  • 1/2 P. Backpulver
  • 2 EL Rum
  • Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Backrohr auf 160 °C Umluft vorheizen. Backform mit Backspray einsprühen oder gut fetten und stauben.
  2. Eier trennen. Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen.
  3. Butter mit Staubzucker und Vanille verrühren, nach und nach die Eigelbe und den Orangenabrieb einrühren.
  4. Gewürz-Spekulatius-Kekse mit dem Food-Processor (Zerkleinerer) sehr fein hacken.
  5. Die essfertigen Maroni aus der Packung in kleine Stücke schhneiden.
  6. Spekulatius-Brösel, Kastanienreis, gehackte Maroni, Kakao, Zimt und Backpulver vermischen, Rum beigeben und zur Butter-Zucker-Ei-Masse rühren. Am Schluss den festen Eischnee unterziehen.
  7. Im Rohr 60 Minuten backen, aus dem Rohr nehmen und in der Form etwa 10 Minuten überkühlen lassen. 
  8. Stürzen und mit Staubzucker bestreuen.

Genießt die wunderschönen Herbstfarben und gönnt euch ein Stück würzigen Maronikuchen zum Nachmittagskaffee oder Tee! Eure sugar&rose.

Weihnachtliche Energiekugeln: kalorienarm & schnell zubereitet

Ich liebe Backen. Ganz besonders zu Weihnachten. Bei Keksen & Plätzchen laufe ich zur Hochform auf. Vanillekipferl, Lebkuchen & Co. müssen einfach sein! Butterig zart und zuckersüß … Sogleich beginnt der Kalorienzähler im Kopf zu rattern. Und das ist der Grund, warum ich zum Snack-Changer geworden bin: unter der Woche ernähre ich mich gesund, am Wochenende und an Feiertagen greife ich gerne auch bei Süßem zu.
Weihnachtliche Energiekugeln sind mein bevorzugter Adventsnack. Sie sind superschnell zuzubereiten, zuckerfrei und kalorienarm. Bei den Energy Balls mit Weihnachtsgewürzen darf man ohne schlechtes Gewissen zulangen.

Weihnachtliche Energiekugeln (alle 4 Rezepte) hier downloaden.

Vier Sorten Energiekugeln auf rosa Glasteller, dekoriert mit zartrosa Mini-Weihnachtskugeln

Weihnachtliche Energiekugeln: gesund und angenehm süß

Die Energy Balls (Energiekugeln) sind allesamt eifrei und ungebacken – Raw Food also – und bis auf die Topfen-Kokos-Kugeln auch vegan, außer der Magertopfen wird durch veganen Quark ersetzt.
Gesüßt habe ich die Energiekugeln teils mit Bio-Dattelsirup, teils mit Birkenzucker und die Menge nach meinem Geschmacksempfinden abgestimmt. Je nachdem, ob man Kalorien einsparen möchte oder nicht, können Süßstoffe wie Kandisin flüssig, Stevia oder Erythrit verwendet werden beziehungsweise Honig oder brauner Zucker.

Weihnachtliche Energiekugeln in Papiermanschetten, je zwei Sorten nebeneinander in Viererreihe, dahinter eine rosa Kunstblumenrose und rosa Beeren mit Kunstschnee
Vier weiße Keramikteller mit schwarzem Rand (Nordic Style), darauf jeweils eine Menge Energiekugeln: vorne die Dattel-Himbeer-Kugeln, dann die Maronkugeln, die Rumkugeln und hinten die weißen Kokos-Topfen-Kugeln

Himbeer-Dattel-Kugeln

Diese Energiekugeln sind nicht nur der Farbe wegen – rosa, na klar – meine absoluten Lieblingskugeln, sondern weil ich Datteln als Snack ohnehin liebe. Die Datteln sollten sehr frisch und nicht zu trocken sein. Die gefriergetrockneten Himbeeren verleihen den Kugeln einen herrlich fruchtigen Geschmack.
Diese Energiekugeln können zusätzlich mit feinen Haferflocken, gehackten Cashewnüssen und/oder Nussmus angereichert werden. Gefriergetrocknete Himbeeren gibt es mittlerweile in den Bioabteilungen des Lebensmittelhandels.

Dattel-Himbeer-Kugeln auf weiß-grauem Teller; um den Teller ein Kranz mit unterschiedlich rosa Beeren und eine rosa Kunstrose

Maronikugeln: Energiekugeln mit Esskastanien

Die Maronikugeln bekommen bei mir den zweiten Stockerlplatz. Mit den bereits gegarten Maronen aus der Packung sind die Kügelchen rasch essfertig. Dazu die Maronen grob pürieren und Kakaopulver sowie etwas Rumaroma, Zimt und Kardamom untermengen, nach Belieben süßen, zu Kugeln formen und in Kokosflocken wälzen.
Zugegeben, einige Kügelchen haben – für meinen sugar&rose-Mann – einen Überzug aus dunkler Schokolade bekommen …

Maronikugeln auf weiß-grauem Teller; um den Teller ein Kranz mit unterschiedlich rosa Beeren und eine rosa Kunstrose

Kokos-Topfen-Kugeln mit Mandeln

Die Kokos-Topfen-Bällchen mit blanchierter Mandel in der Mitte sind meine Low Carb Raffaellos. Als Eiweißlieferanten mit wenig Kohlenhydraten gehören sie eindeutig zu den gesunden Naschereien.
Je nach Größe und Fettgehalt der Kokosflocken muss die Menge an den Magertopfen angepasst werden (+/– 10 Gramm), damit sie nicht zu fest werden. Magertopfen schmeckt dezent säuerlich, weshalb die Kugeln unbedingt gesüsst werden sollten. Um die schöne weiße Farbe nicht zu verändern, sollte hier weißer Zucker(-ersatz) statt braunem Dattelsirup verwendet werden.

Topfen-Kokos-Kugeln auf weiß-grauem Teller; um den Teller ein Kranz mit unterschiedlich rosa Beeren und eine rosa Kunstrose

Rumkugeln: Energy Balls mit weißen Bohnen und Rumaroma

Rumkugeln ohne Rum und Schokolade, dafür mit weißen Bohnen? Wie schmeckt das? Das sind doch keine Rumkugeln, habe ich zunächst gedacht – und irgendwie stimmt das natürlich auch.
Dennoch sollte man dieses alte WW-Rezept zumindest mal probiert haben. Wenn ich die Kalorienmenge pro Kugel (15 kcal) versus mindestens 60 kcal und mehr für meine selbstgemachten Rumkugeln mit Zucker, Walnüssen und Schokolade stelle, dann ist es umso interessanter. Zugegeben, ich habe die Masse noch mit ein wenig 80%-Rum angereichert, weil mich das Rumaroma nur mäßig zufriedengestellt hat.

Rumkugeln auf weiß-grauem Teller; um den Teller ein Kranz mit unterschiedlich rosa Beeren und eine rosa Kunstrose

Energiekugeln mit Weihnachtsgewürzen

Richtig gute Gewürze sind das Um und Auf jeder Weihnachtsbäckerei. Zimt ist nicht gleich Zimt (für Kekse passt das leicht süßliche, intensivere Cassia Zimt besser als das dünnrindige Ceylon Zimt) und dasselbe gilt für Lebkuchengewürz, das je nach Anbieter aus Anis, Ingwer, Pfeffer und Piment besteht beziehungsweise auch Zimt, Nelken, Muskat und Kardamom enthält.
Ich habe einen Teil meiner Energie-Rumkugeln mit Lebkuchengewürz und die andere Hälfte mit dem Porridgegewürz von Sonnentor gewürzt. Beide verleihen den veganen Kugeln einen wunderbaren, weihnachtlichen Geschmack.

Die vier weihnachtlichen Energiekugeln in Papiermanschetten, einmal ganz, einmal in der Mitte aufgeschnitten, dekoriert mit weinroten Kleeblättern

Welche Energiekugel ist euer Favorit? Seid ihr schon fertig mit Backen?
Schöne Tage noch im Advent, eure sugar&rose.

Brandteigringe mit Maroni-Obersfüllung

Windbeutel oder Profiterole, hierzulande Brandteigkrapferl, gefüllt mit Schlagobers oder Vanillecreme, sind ein luftig-lockerer und absolut himmlischer Mehlspeisen-Klassiker. Im Herbst, zur Kastanienzeit, serviere ich die Brandteigringe mit Maroni-Obersfüllung. Weder Schokolade noch Zuckerguss dürfen in der sugar&rose-Familie auf den Brandteig, nur ein Hauch Staubzucker und gaaaanz viel Maronireis.

Rezept Brandteigringe mit Maroni-Obersfüllung hier downloaden.

Drei gefüllte Brandteigringe in einem herzförmigen rosa Teller, dahinter eine pink-weiß gesprenkelte Dahlienblüte
Im Querformat: ein dezent rosa Herzteller mit gefüllten und mit Staubzucker bestreuten Brandteigringen, links daneben eine weiß-pinke Dahlienblüte, eine dunkelpinke Rosenblüte und grüne Rosenblätter

Brandteigkrapferl, Brandteigringe und mehr

Brandteig ist aus wenigen Zutaten – Wasser, Butter, Salz, Mehl und Eiern – ganz schnell zubereitet. Anleitung und Tipps für ein sicheres Gelingen des Brandteigs findet ihr im Download-Rezept.
Seinen Namen hat der Brandteig wohl vom „Abbrennen“ des Mehls. Der Teig wird bei großer Hitze solange gerührt, bis sich die Teigmasse vom Topfboden löst und dort ein heller Belag zurückbleibt. Durch diesen Vorgang des „Verkleisterns“ der Stärke kann später die Luft beim Backen nicht entweichen und im Gebäck entstehen die typischen Hohlräume zum Füllen. Ganz wichtig: Beim Backen die Tür des Backrohrs in den ersten zwanzig Minuten NICHT öffnen!
Brandteigkrapferl können auch salzig gefüllt werden, zum Beispiel mit Frischkäse, Lachs oder Kaviar beziehungsweise sind sie ungefüllt eine köstliche Suppeneinlage. Brandteig kann man frittieren (Spritzgebäck) und viele schwören auch bei Marillenknödel auf Brandteig. Ich gehöre bei Knödeln allerdings zur Erdäpfelteig-Fraktion.

Acht Stück ungefüllte Brandteigringe übereinander liegend, daneben zartrosa Dahlienblüten und eine weiß-pinke Dahlienblüte auf einer winzigen rosa Porzellanetagere
Linkes Bild vier ungefüllte Brandteigkrapferl (Profiterole) und eine rosa Dahlienblüte; rechts Bild ein angebissenes gefülltes Brandteigkrapferl, gehalten von einer Hand mit weinrot lackierten Nägeln.

Maroni oder Kastanie?

Der Unterschied zwischen einer Maroni und einer Esskastanie ist winzig. Aber nicht die Größe der Nussfrucht selbst, sondern die Innenhaut macht den (Qualitäts-)Unterschied. Maronen haben nur eine Haut unter der Schale, daher sind sie auch länger haltbar. Und Maronen schmecken etwas intensiver.
Wenn ich, wie diese Woche, am Markt frische Maronen bekomme, bereite ich den Maronireis selber zu. Dazu schneide ich die Maronen kreuzweise ein und gare sie etwa 15 Minuten in Wasser. Nach dem Schälen – das macht zugegeben den meisten Aufwand – werden sie püriert, mit Staubzucker, Rum und Vanillezucker vermischt und im Anschluss durch eine Presse gedrückt. Ich verwende dazu die gute alte Erdäpfelpresse meiner Oma. Man findet sie in gleicher Form immer noch im Geschirrfachhandel, in Einrichtungshäusern oder online unter schöpping.at.

Linkes Bild: ein gefüllter Brandteigring auf einer kleinen rosa Etagere, in der Mitte gefüllt mit Maronireis, dahinter mehrer Dahlienblüten in rosa-pink-Tönen; rechts Bild ein Brandteigring bestreut mit viel Maronireis auf einem kleinen Desserteller mit Rosendekor, im Hintergrund aufgeschnittene rohe Maroni.

Kann man Brandteig aufbewahren?

Am besten schmecken die Brandteigringe oder Krapferl natürlich frisch. Nach dem Füllen sollten sie unmittelbar gegessen werden. Bestenfalls halten sie im Kühlschrank einen Tag lang.
Ohne Füllung können sie in einer gut verschlossenen Dose durchaus zwei bis drei Tage aufbewahrt werden. Wenn, was ohnehin selten der Fall ist, Brandteiggebäck übrig bleibt, friere ich es ein und lasse es bei Zimmertemperatur auftauen. Danach backe ich die Brandteigringe bei etwa 190 °C nochmals ein paar Minuten auf. Damit sind sie beim Aufschneiden wieder heiß und müssen nicht vor dem Einfrieren geteilt werden.

Drei gefüllte Brandteigringe in einem herzförmigen rosa Teller, dahinter eine dunkelpinke Malerrosenblüte
Großaufnahme eines mit Maroniobers gefüllten Brandteigrings auf einer rosa Porzellanetagere mit Fuß, im Hintergrund eine dunkelpinke Malerrosenblüte

Welche Form bevorzugt ihr bei Brandteig? Die goldbraunen, fluffigen Kringel? Oder die wolkenturmartigen Krapferl? Vielleicht aber die stangenförmigen Eclairs? Und womit füllt ihr euer Brandteiggebäck am liebsten? Über Rückmeldungen freut sich eure sugar&rose.

Silvesterfeuerwerk im Glas: Maronitiramisu

Nach den Feiertagen ist vor den Feiertagen. Schon geht es an die Vorbereitung des Silvesterbuffets. Weil das Maronitiramisu bei meiner Familie zu Weihnachten so gut angekommen ist, wird es zu Silvester einfach wiederholt. Mit einer eingesteckten Wunderkerze bekommt jeder sein kleines Silvesterfeuerwerk.
Und das Wichtigste: Es ist ganz easy zuzubereiten, auch bereits am Vortag. Den Jahreswechsel möchte ich mit unseren Freunden und einem Glas Sekt feiern. Nicht in der Küche verbringen!

Maronitiramisu-Rezept hier downloaden.

Maroni- oder Kastanienreis

Im Unterschied zum klassischen Tiramisu kommt beim Maronitiramisu eine dritte Schicht dazu: Maronireis.
Maroni- oder Kastanienreis kann man natürlich auch selber machen. Dazu weich gekochte, geschälte und noch warme Kastanien pürieren. Diese mit Staubzucker und Rum vermischen, zu größeren Kugeln formen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
Schneller geht es mit abgepackten, bereits gegarten und geschälten Maroni. Diese gibt es mittlerweile fast das ganze Jahr über in den Supermärkten.
Oder man verwendet – wie ich – fertigen Kastanienreis. Tiefgekühlt oder aus der Dose. Für das Maronitiramisu besser die gesüßte Variante.

Schicht für Schicht ins Glas

Die Biskotten/Löffelbiskuits werden halbiert und in kalten Kaffee getaucht, den ich mit etwas Baileys vermischt habe. Sie bilden die unterste Schicht im Glas. Darüber kommt Maroni-Mascarpone-Creme und als dritte Schicht etwas Maronireis. Abwechselnd wird nun Schicht für Schicht ins Glas gefüllt und mit einer Cremeschicht abgeschlossen. Zuoberst kommt eine dicke Schicht Kakaopulver.
Und ab in den Kühlschrank mit den Gläsern. Sollte das Maronitiramisu über Nacht gekühlt werden, empfehle ich das Abdecken der Gläser mit Folie.
Vor dem Servieren garniere ich das Tiramisu noch mit Maronireis und/oder geschlagener Sahne.

Mit Sternchenfeuer und Maronitiramisu wünsche ich euch einen schönen Jahresausklang und freue mich auf ein Wiedersehen im neuen Jahr!
Eure sugar&rose

Rosa Maroni-Taschen zum internationalen Frauentag

Mancherorts schenken Chefs ihren weiblichen Mitarbeiterinnen am internationalen Frauentag, dem 8. März, eine Blume. Ob aus schlechtem Gewissen, weil die Gleichberechtigung in den Betrieben noch immer nicht umgesetzt ist, oder aus Wertschätzung? Wer weiß?
Ich kaufe oder backe mir meine Blumen selber! Als Hommage an den Weltfrauentag zieren heute kleine Röschen meine mit rosa Zuckerguss glasierten Maroni-Taschen. Zum Winterausklang noch einmal mit Maronifüllung, bevor die ersten heimischen Beeren auf dem Markt kommen.

Jede Landesküche hat ihre eigenen Teigtaschen-Kreationen, ob Maultaschen, Piroggen, Empanadas oder Wan Tan – meist pikant gefüllt. In Österreich aber vorwiegend süß: mit Marmelade, Mohn, Nüssen, Schokolade, Pudding, Quark und/oder Obst.
Wir backen hier auch eher Tascherl als Taschen oder Täschli. Und meist falten wir den Teig von den Außenseiten nach innen zu Kolatschen (Golatschen) oder formen Kipferl. Jede/Jeder hat seinen bevorzugten Teig und so schmeckt das Ergebnis auch immer und überall anders.

  • Blätterteig
  • Hefeteig
  • Mürbteig
  • Plunderteig
  • Strudelteig

Maronitascherl7Maronitascherl5
Selbstverständlich passen zur Maronifüllung auch Blätter- oder Plunderteig. Ich bevorzuge allerdings für Maronikipferl oder -taschen Mürbteig. Das leichte Knacken beim Reinbeißen in den dünnen Teig, kein Abblättern der Schichten. Sofort ist man bei der Rum-reichen Füllung. Hefeteig ist mir in dieser Kombination etwas zu trocken.
Seit ich entdeckt habe, wie einfach Mürbteig mit dem Mixer herzustellen ist, und ich den Teig nicht mehr wie meine Oma mit der Hand knete, mache ich Mürbteig meist selber. Manchmal aber „brauche“ ich schnell ein Dessert, dann verwende ich einen Frischteig von Tante Fanny. Wichtig, dass man zum „Süßen Mürbteig“ greift, denn der andere ist gesalzen!

Maronitascherl2Maronitaschen-2er.jpgGefüllte Tascherl sind bei uns immer willkommen und mit Fertigteig super schnell zubereitet. Für die Füllung habe ich tiefgefrorenes, bereits gesüßtes Maronipüree verwendet und dieses nach dem Auftauen mit etwas Rum vermischt, es auf eine Teighälfte aufgestrichen, die Ränder mit Ei bestrichen und den Teig zusammengeklappt.
Damit die Taschen beim Backen nicht auseinandergehen, habe ich die Ränder mit den Zinken einer Gabel festgedrückt. Die Backzeit ist relativ kurz, etwa 12 Minuten.

maronitaschenSo eine kleine Mehlspeise, ein Tascherl, geht immer. Ob zum Frühstück, zwischendurch, zum Nachmittagskaffee oder als Sonntagsnachspeise. Immer eben!

Zum Rezept