Im Frühling kann ich es kaum erwarten. Tag für Tag schleiche ich um die ersten Rosenknospen herum und schaue, welche das Rennen machen könnte. Anfangs begeistert noch jede einzelne Blüte. Und dann blühen sie alle zeitgleich.
Für RosenfreundInnen ist der Mai der schönste Gartenmonat überhaupt. Eine Fülle von Rosen rundum im Garten und erst der Duft! Den müsste man eingefangen können. Da ich keine Rosendestillerie habe, koche ich ihn ein. Meist beginne ich die Saison mit der Herstellung von Rosensirup und Rosenlikör. Später folgen Rosenwasser, Rosenzucker und Rosengelee.

Rosenblüten sammeln
Für den Rosensirup gehe ich frühmorgens durch den Garten und pflücke die Duftrosenköpfe im taufrischen Zustand. Da ist der Duft am stärksten. Besonders die historischen Rosen eignen sich für die Küche und meine Rosenbäckereien. Eine schöne kräftige Farbe geben die Rose de Resht oder die Officinalis („Apothekerrose“). Der Duft kommt insbesondere von der Damaszenerrose Ispahan, aber auch die Edelrose Charteuse de Parme verwende ich gerne in der Küche. Sie ist kräftig pink, färbt Sirup, Likör oder Säfte aber schön rot.
Für den Rosensirup und Rosenzucker dürfen ruhig kräftig duftende Rosen verarbeitet werden. Für manches Dessert oder für Marmeladen eignen sich eventuell weniger intensiv duftende besser. Sie sollen ja nicht nach Parfum oder gar seifig schmecken.



Rosensirup einkochen
Nachdem ich die Petalen von den Stielen gezupt habe, lege ich sie in ein großes Sieb und spüle sie einmal ab. Dabei sollte man sie möglichst nicht zerdrücken, damit der Duft erhalten bleibt.
Gelbe oder weiße Blattansätze (siehe Bild links) empfehle ich wegzuzupfen oder auszuschneiden, da sie leicht bitter schmecken.


Für den Rosensirup braucht es nicht mehr als frische Blüten, Wasser und Zucker. Eventuell noch eine Zitrone oder etwas Zitronensäure, damit die Farbe kräftiger wird, oder eine Vanilleschote für eine zusätzliches Aroma, falls erwünscht.
Ich verwende gerne für meinen Rosensirup Wiener Sirupzucker. Damit geht alles ruck zuck. Der Sirupzucker wird zusammen mit Wasser aufgekocht und über die vorbereiteten Rosenpetalen gegossen. Fertig!
Ok, nicht ganz. 🙂 Denn jetzt kommt die Wartezeit. Die Blüten sollen möglichst zwei Tage lang ihren Duft an die Flüssigkeit abgeben. Danach werden sie abgeseiht. Dabei sollte man sie nicht zu kräftig pressen, sonst wird der Rosensirup trüb.
Für ein längere Haltbarkeit koche ich den Rosensirup nochmals kurz auf und fülle ihn noch heiß in sterile Flaschen. Jetzt aber ist er fertig!

Mit gekühltem Mineralwasser verdünnt schmeckt Rosensirup nicht nur köstlich erfrischend, sondern macht auch in Cocktails gute Figur und verleiht den Getränken ein liebliches Aroma. Ich mag ihn besonders mit Sekt aufgegossen – der perfekte Drink für einen Mädls-Abend.
Mit Rosensirup verfeinere ich auch Desserts wie Panna Cotta, Jellys, Pudding oder Eis. Oder ein Löffel Rosensirup übers Porridge. Solltet ihr versuchen! Köstlich!

Gerade habe ich Rosenblüten zu einem Rosenlikör angesetzt. Jetzt heißt es wieder geduldig warten. Bald gibt es ein Gläschen zu probieren …
Rosensirup-Rezept
ZUTATEN
frische, duftende, ungespritzte Rosenblüten (ca. 1 Liter Gefäß locker gefüllt)
♥
1 kg Sirupzucker
¾ Liter Wasser
alternativ:
1 kg Kristallzucker
1 EL Zitronensäure
1 Liter Wasser
2 Biozitronen
ZUBEREITUNG
Frisch geschnittene, möglichst duftende rote oder rosarote Rosenköpfe gut ausschütteln, die Blütenblätter vom Stil und den Staubgefäßen lösen und in ein hitzefestes Gefäß legen. Sirupzucker mit Wasser in einem zweiten Topf aufkochen bis das Wasser klar ist, über die Rosenblätter gießen und sofort abdecken (damit der Duft nicht entweicht). Ca. 48 Stunden kühl stellen. Rosenblätter abseihen und den Sirup nochmals – zwecks Haltbarkeit – etwa 3 Minuten aufkochen. Den Rosensirup heiß in sterile Flaschen füllen und gleich verschließen.
TIPP
Für die Beschriftung schneide ich Kärtchen auch diversen Magazinen aus, loche sie und binde sie mit einem Gärtnerbändchen um den Flaschenhals. Damit habe ich immer ein Mitbringsel zur Hand.
Weil im Garten derzeit alles gleichzeitig sprießt und blüht, habe ich die Muttertagstorte mit Blütenblättern von Geranien, Taubnesseln, Rosen und Vergissmeinnicht bestreut. Der Lavendel blüht leider noch nicht, würde sich aber auch auf dieser Blütenwiese wohl fühlen. Das Vergissmeinnicht-Herz liegt auf einem dünnen Karton und kann vor dem Anschneiden zusammen mit den Vintage-Schleifen abgenommen werden.
Passend zu den zarten Vergissmeinnicht will ich einen möglichst hellen Kuchenboden haben, einen White Cake. Ganz weiß wird das Biskuit zwar nicht, aber ohne Eigelb schon recht hell. Das Eiweiß wird dazu mit Schmand (da es in Österreich keinen Schmand gibt, mische ich Sauerrahm und Crème-fraîche) verquirlt und dann erst den trockenen Zutaten beigemengt. Das für amerikanische Kuchen typische Backmehl ersetze ich durch glattes Mehl mit etwas Maisstärke und Backpulver.
Und weil ich nur ungern stundenlang Kuchen oder Torten backe, habe ich für die Füllung eine schnelle Quarkcreme gewählt. Das Gelatinepulver (Gelatine fix) wird gar nicht erst aufgelöst, sondern einfach in die Schlagsahne eingerührt. Die perfekte Füllung für jene, die schlechte Erfahrungen mit Gelatine haben: hier kann absolut nix schief gehen …

Ein bisschen Frucht schadet aber auch einer weißen Torte nicht. Daher gebe ich eine Handvoll Himbeeren in die Quarkfüllung mit Rosen-Aroma. Auch Erd- oder Heidelbeeren wären farblich und geschmacklich passend. Wer mit Rosenduft nichts am Hut hat, ersetzt das Rosenwasser einfach durch Mandelaroma oder Zitronenabrieb.
Mittags wird am Muttertag gegrillt. Mein Mann ist der Grillmeister, mein Sohn serviert mir – hoffentlich 😉 – ein Gläschen Rosésekt und ich lege die Füße hoch. Und nach dem Essen gibt es ein Tässchen Kaffee in meinem Rosengeschirr und ein Stück Muttertagstorte. Ein Tag ohne Stress und Hektik. Kein überfülltes Restaurant mit überforderten Kellnern und stundenlangen Wartezeiten. Ein Muttertag im Garten, ganz nach meinem Geschmack. Und rundum duften meine frisch erblühten Rosen … Fast schon kitschig, oder?
Die Edelrose Chartreuse de Parme und die Austin-Rosen Sister Elizabeth sowie Mary Rose haben heuer das Rennen um die ersten Blüten gewonnen. Anfang Mai, und man kann schon ein frisches Rosen-Kranzerl binden! Wie oft gibt es das?














Die meisten meiner Lesezeichen sind aus Papier und wirken schnell alt und schäbig. Andere wiederum sind so schön, dass ich sie in einer Lade sammle und kaum verwende. Dieses gehäkelte Rosenlesezeichen ist etwas Besonderes und außerdem sehr langlebig. Und es erfreut nicht nur mich, sondern auch meine Freundinnen, die ich damit beschenkt habe.






Ich liebe Rosen und ich liebe es zu backen, daher habe ich auch meinen Blog 
Die Crème Frangipane, auch Frangipani-Creme, mit Pistazien ist so lecker, dass ich mich beherrschen musste, sie nicht schon vor dem Füllen der Blüten-Tarte zu vernaschen. Meist beinhaltet eine Frangipane Marzipan oder Amaretto und Mehl. Ich habe beides gegen Mandel- und Pistazienmehl getauscht. Das Pistazienmehl habe ich selbst gemahlen. Aus ungesalzenen Pistazien, versteht sich. Weitere Zutaten: Zucker, weiche Butter und ein Eigelb. Alles einmal mit dem Löffel durchgerührt und fertig.
Erdbeeren, Himbeeren, Ribisel … Sie sind für meine Backwerke meist farbgebend. Sobald es aber frische Brombeeren und Heidelbeeren am Markt gibt und im Garten Gänseblümchen zu finden sind, gibt es eine Tarte blue, eine Gänseblümchenwiese auf blauen Beeren.
Die weiße Tarte entfaltet ihre Größe erst beim Genießen. Die zarte Füllung aus weißer Schokolade und Frischkäse, aromatisiert mit Orangen- und Limettenzesten schmilzt am Gaumen. Sie ist bei mir eine Winter-Tarte – weiß wie ein Schneefeld, das ich dann mit Eiskristall- und Schneeflocken-Keksen dekoriere.
Kein Karten-, sondern ein Zusammenspiel aus schwarzer Tarte und roten Beeren. Der dunkle Boden dieser Tarte ist aus Oreo-Keksen, die Füllung eine weiße Frischkäse-Creme mit geschmacksgebender Zitrusschale. Nahezu schwarz ist auch die Dekoration aus Heidelbeergelee, rot die Blüten und Beeren. Stilvoll serviert in Begleitung von dunkelroten Rosen!


Weiße Schokolade erfordert etwas Geschick. Sie darf beim Schmelzen nicht heiß werden, damit sie nicht gerinnt. Ich nehme fürs Wasserbad daher nur heißes Wasser aus der Leitung und koche es nicht auf. Die weiteren Zutaten werden im lippenwarmen Zustand untergehoben.
Löffel für Löffel eine kleine Sünde. Somit das perfekte Dessert für einen romantischen Abend zu Zweit.

















Zur Abwechslung mische ich gerne auch etwas Lebensmittelfarbe oder Kakaopulver in die Baisermasse. Zweifarbige Baiser entstehen, indem man die Gel-Lebensmittelfarbe streifenförmig im Inneren des Spritzbeutels von unten nach oben aufzieht, danach die weiße Masse vorsichtig einfüllt und sie mit einer Lochtülle aufs Blech spritzt.s Auge isst ja bekanntlich mit! Das ist nicht bloß eine Redensart. Eine entsprechende Form sollten die Baiserchen schon haben. Für glatte Baisertuffs verwende ich eine runde Lochtülle mit großer Öffnung, für die zweifarbigen Tuffs oder bunten Baiserringe eine Sterntülle. Pavlovas streiche ich mit einer Teigspatel kreisrund aufs Backblech.

Und zu besonderen Anlässen gibt es eine Pavlova. Einmal ist sie zartrosa, ein anderes Mal Red Velvet. Mal serviere ich sie nur mit Obers, mal mit einer Fülle an Früchten und Fruchtsauce. Ich freue mich schon wieder auf die Kirschenzeit. Pavlova mit Kirschen und Fruchtsauce – mein absoluter Favorit!




„Einen Kaffee, bitte.“ – „Vielleicht was Süßes dazu?“ Was man nicht alles kauft, um die Wartezeit zu überbrücken. Zeitschriften, Getränke, Essen. Na toll, kostet alles hier ein vielfaches und schmeckt nicht mal.
In der Bahnhofsbuchhandlung verbringe ich besonders gerne und viel Zeit. Da habe ich auch dieses Büchlein entdeckt:
Zwieback ist nicht gleich Zwieback. Er ist sehr wandlungsfähig. Ob mit Kürbiskernen, Nüssen, Pistazien oder Pinienkernen, Trockenfrüchten, Gewürzen oder Schokolade …

Für den Award gibt es einige Regeln:
Bevor ich starte, gönne ich mir ein Gläschen meiner Lieblingslimo. OK. Ich gebe zu, ich habe sie mit etwas Sekt aufgegossen und Rosenblüten eingestreut. Ohne Rosen geht bei mir fast gar nix!









Für 
Heute habe ich von meiner Rose 
Und ich habe erstmals selber 
Als Mohnliebhaberin probiere ich immer wieder mal unterschiedliche Mohnsorten aus. Mohn mahlen ist eher mühsam, weil er ohne die richtige Mühle meist unregelmäßig zerkleinert wird. Und in den Fertigpackungen ist er für viele Mehlspeisen zu grob.

Kandierte Blüten gibt es fertig zu kaufen. Sie sind aber ebenso einfach selbst herzustellen. Die Blütenblätter werden dazu in Zuckersirup getaucht und getrocknet.

Aus den rotbackigen Äpfeln habe ich gleich eines meiner schnellen Apfelrezepte gezaubert. Ich habe fertigen Blätterteig mit dünn geschnittenen Apfelscheiben belegt, diese mit etwas Butter bestrichen und mit braunem Rohrzucker bestreut. 15 Minuten später waren die kleinen Apfelküchlein fertig.
In der Zwischenzeit habe ich eine Karamellsauce aus braunem Rohrzucker, etwas Obers/Sahne und einem Löffelchen Butter gerührt. Braunen Rohrzucker gibt es von
Ich liebe Karamellsauce und bereite meist eine größere Menge zu. Sie hält im Kühlschrank rund zwei Wochen. Damit werden dann Pudding, Eis, Pancakes oder Kuchen überzogen.
Passend zum heutigen Internationalen Iss-einen-Apfel-Tag – ein kurioser Feiertag, der immer am dritten Samstag im September zelebriert wird – serviert der Verlag Hermann Schmidt historische Äpfel zum Abreißen im Kalender „An Apple A Day 2018“.