Der Herbst ist da und mit ihm die reifen Zwetschken. Tiefblau und süß, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Und wie jedes Jahr backe ich daraus meinen Lieblingsobstkuchen: eine Zwetschkentarte mit Zimt-Vanillerahmguss nach einem alten Familienrezept. Knuspriger Mürbteigboden, aufgefächerte Früchte und der cremige Guss machen die Tarte herrlich wandlungsfähig. Je nach Saison passen auch Äpfel, Birnen, Marillen oder Pfirsiche.
Und für alle Leser+innen außerhalb Österreichs, die sich über das „k“ wundern: Was in Deutschland als Zwetschge oder Zwetsche bekannt ist, lieben wir hierzulande eben als Zwetschke.
Das Ergebnis bleibt zum Glück das gleiche: purer Herbstgenuss!


Zubereitung Zwetschkentarte mit Rahmguss
Teigboden: Den Mürbteig rolle ich am liebsten hauchdünn aus – er darf aber auch etwas dicker sein. Er muss weder blindgebacken werden, noch ist ein Einstechen mit Gabel nötig. Wichtig ist nur, dass für den Rahmguss ein etwa zwei bis drei Zentimeter hoher Rand hochgedrückt wird.
Belag: Bei sehr saftigen Zwetschken kann man vor dem Belegen einen Esslöffel Semmelbrösel auf den Teigboden oder etwas Stärkemehl auf die Früchte streuen, um überschüssige Flüssigkeit zu binden.
Die Zwetschken schneide ich in Achtel oder kleinere Spalten, lege sie mit der Schnittseite nach oben direkt auf den Teig und streue reichlich Zimt und – je nach Süße der Früchte – mehr oder weniger braunen Zucker darüber.
Tipp für Ungeduldige: Fertigen Mürbteig verwenden und die Zwetschken nur halbieren.

Guss: Die Zutaten für den Guss werden mit einem Schneebesen kurz verrührt und dieser sogleich über die Zwetschken gegossen.
Statt frischem Rahm (Schlagobers) verwendete meine Oma gelegentlich auch Sauerrahm und glich die Säure einfach mit etwas mehr Zucker aus. Um die Gussmasse zu binden, griff sie statt Vanillepuddingpulver meist zu Stärkemehl und fügte dafür ein Ei mehr hinzu.
Topping: Übrig gebliebene Mürbteigreste wurden entweder als Streusel über den Kuchen gebröselt oder als Gitter – ähnlich einer Linzertorte – aufgelegt.
Ich streue gerne Mandelblättchen darüber. Sie sorgen für einen herrlichen Knuspereffekt. Damit diese goldbraun werden und nicht verbrennen, sollten sie erst nach der halben Backzeit aufgestreut werden.

Ein Stück herbstliches Kuchenglück
Noch handwarm serviert bringen die saftigen, in cremigem Rahmguss versunkenen Spätsommerfrüchte puren Genuss auf den Kaffeetisch. Und weil diese Zwetschkentarte einfach süchtig macht, habe ich sie heuer schon mehrfach gebacken. So schnell kann ich gar nicht schauen, ist sie auch schon wieder weg!

Rose des Monats: White Meidiland
Die strahlend weiße Bodendeckerrose White Meidiland® von Meilland blüht den ganzen Sommer über bis weit in den Oktober hinein. Mit knapp 50 cm Höhe ist sie eher niedrig und breitbuschig, während ihre schalenförmigen Blüten mit bis zu acht Zentimetern sehr groß und dicht gefüllt sind. Die Rose verträgt problemlos etwas Schatten und gedeiht bei mir prächtig in einem Container an der Ostseite. Obwohl sie nicht duftet, macht sie dies durch die Fülle ihrer in Büscheln stehenden Blüten wett. Das tief dunkelgrüne Laub ist weitgehend immun gegen Rosenkrankheiten. Sie eignet sich hervorragend als Kübelpflanze für Balkon und Terrasse und übersteht auch stärkeren Frost mühelos.




















































































Ich liebe Rosen und ich liebe es zu backen, daher habe ich auch meinen Blog 
Die Crème Frangipane, auch Frangipani-Creme, mit Pistazien ist so lecker, dass ich mich beherrschen musste, sie nicht schon vor dem Füllen der Blüten-Tarte zu vernaschen. Meist beinhaltet eine Frangipane Marzipan oder Amaretto und Mehl. Ich habe beides gegen Mandel- und Pistazienmehl getauscht. Das Pistazienmehl habe ich selbst gemahlen. Aus ungesalzenen Pistazien, versteht sich. Weitere Zutaten: Zucker, weiche Butter und ein Eigelb. Alles einmal mit dem Löffel durchgerührt und fertig.
Erdbeeren, Himbeeren, Ribisel … Sie sind für meine Backwerke meist farbgebend. Sobald es aber frische Brombeeren und Heidelbeeren am Markt gibt und im Garten Gänseblümchen zu finden sind, gibt es eine Tarte blue, eine Gänseblümchenwiese auf blauen Beeren.
Die weiße Tarte entfaltet ihre Größe erst beim Genießen. Die zarte Füllung aus weißer Schokolade und Frischkäse, aromatisiert mit Orangen- und Limettenzesten schmilzt am Gaumen. Sie ist bei mir eine Winter-Tarte – weiß wie ein Schneefeld, das ich dann mit Eiskristall- und Schneeflocken-Keksen dekoriere.
Kein Karten-, sondern ein Zusammenspiel aus schwarzer Tarte und roten Beeren. Der dunkle Boden dieser Tarte ist aus Oreo-Keksen, die Füllung eine weiße Frischkäse-Creme mit geschmacksgebender Zitrusschale. Nahezu schwarz ist auch die Dekoration aus Heidelbeergelee, rot die Blüten und Beeren. Stilvoll serviert in Begleitung von dunkelroten Rosen!

Jetzt sind die Zitronen gerade richtig saftig und supergroß, der Zitrusduft beim Abreiben der Schalen echt kräftig. Die Zitronen müssen essbar und unbedingt unbehandelt sein, denn in diese Zitronencreme kommt eine ganze Menge Zitrusabrieb sowie der Saft von 4 bis 5 Zitronen.
Vom übrig gebliebenen Mürbteig habe ich noch zwei kleine Tarteletteförmchen befüllt. Gerade die richtige Mehlspeis-Portion zum Nachmittagskaffee: zuerst durch die Baiserwolken tauchen, dann das Zitrusmeer durchschwimmen und schließlich am Knusperboden landen … 😉