Herrlich mürbe, knusprig und saftig zugleich ist meine Interpretation einer Mandeltarte mit Rosenblüten. Eine ideale Kombination aus hauchdünnem Mürbteigboden und weicher Mandelfüllung mit intensivem Rosenaroma.
Ich habe zwei Varianten der Mandelfüllung zubereitet. Eine Tarte mit blanchierten, feinst gemahlenen, gesiebten Mandeln, Eischnee und Rosenblüten, die andere nach spanischer Art mit etwas gröberen Mandelstückchen und nur dezent aromatisiert. Die Unterschiede in Textur und Aroma wurden von der Familie bemerkt, dennoch beide umgehend mit Genuss verspeist.


Mandeltarte mit duftenden Rosenblüten in und auf der Tarte
In den Rosenmonaten Mai und Juni, wenn der schwere Duft von Historischen Rosen, vor allem von den Damaszener-Rosen, durch den Garten zieht, möchte ich diesen stets festhalten und für den Winter konservieren. Frühmorgens wird gepflückt, getrocknet, werden die Rosenpetalen zu Saft, Gelee oder Chutney verkocht, in Salate und Getränke gemischt und den Backwaren beigefügt.
Eine Handvoll kräftig pinker Rosenblüten – hier Gertrude Jekyll – ziert zusammen mit einer dicht gefüllten Blüte die fluffige Mandeltarte. Ebenso habe ich klein geschnittene Blüten zur Mandel-Eiweiß-Füllung gemischt und Rosenschnipsel auf das Rosenobers (geschlagene Sahne mit einem Spritzer Rosenwasser) gestreut.
Dazu passt ein Glas Prosecco mit einem Schuss Rosensirup.
Weitere Rezepte mit frischen Rosenblüten bzw. zum Kochen mit Rosenblüten habe ich euch verlinkt.

Variante: Spanische Mandeltarte mit Rosenwasser
Nachdem ich in den letzten Jahren in Frankreich, Spanien, Italien und nun auch auf den Kanaren verschiedenste Mandelkuchen mit und ohne Boden, mit und ohne Cremefüllung verkostet habe, wollte ich meine eigene, mit Rosenaroma veredelte Variante zubereiten.
Die Tarte de Santiago, der spanische Klassiker ohne Mehl und Boden, stand Pate für die Füllung einer meiner beiden Tartes, ergänzt durch Rosenwasser, das man auch weglassen oder durch andere Aromen wie Rum oder Amaretto ersetzen kann.
In Gran Canaria habe ich kürzlich eine Mandeltarte mit Bienmesabe – der kanarischen Creme aus gemahlenen Mandeln, Honig, Eigelb und Zimt – gegessen. Köstlich! Dennoch bevorzuge ich Mandelkuchen ohne Cremefüllung.


Mandeltarte mit Rosenblüten oder Rosenwasser – ein Vergleich
Bei der familieninternen Verkostung kamen beide Varianten der Mandeltarte gleichermaßen gut an. Mann und Sohn gaben dann doch der spanischen Variante mit ganzen Eiern, etwas gröberen Mandelstücken und dezentem Rosenwasseraroma den Vorzug, während die weiblichen Angehörigen zur etwas knusprigeren Eischneevariante mit feinst geschnittenen Rosenblüten in der Mandelmasse griffen.

Rose des Monats: Gertrude Jekyll
Die englische Strauchrose Gertrude Jekyll mit wunderschön geformten, altmodischen Blüten wurde 1986 von David Austin gezüchtet und 2025 zur beliebtesten Rose der Welt gekürt. Ihre leuchtend pinkfarbenen Blüten sind dicht gefüllt und sehr kräftig duftend. Die öfterblühende, anspruchslose Rose wird als Strauch- und Kletterrose angeboten und lässt sich auch als Kübelpflanze kultivieren. Wird sie regelmäßig ausgeputzt, entwickelt sie unzählige neue Blüten, die 10–11 cm groß sind und in Büscheln zu drei oder fünf wachsen. Sie blüht von Juni bis in den Oktober hinein, heuer bereits seit Mitte Mai. Wegen ihres herrlichen Dufts zählt sie zu meinen Lieblingsrosen und wird von mir auch für Backrezepte und zum Aromatisieren von Getränken eingesetzt.













































































Ich liebe Rosen und ich liebe es zu backen, daher habe ich auch meinen Blog 
Die Crème Frangipane, auch Frangipani-Creme, mit Pistazien ist so lecker, dass ich mich beherrschen musste, sie nicht schon vor dem Füllen der Blüten-Tarte zu vernaschen. Meist beinhaltet eine Frangipane Marzipan oder Amaretto und Mehl. Ich habe beides gegen Mandel- und Pistazienmehl getauscht. Das Pistazienmehl habe ich selbst gemahlen. Aus ungesalzenen Pistazien, versteht sich. Weitere Zutaten: Zucker, weiche Butter und ein Eigelb. Alles einmal mit dem Löffel durchgerührt und fertig.
Erdbeeren, Himbeeren, Ribisel … Sie sind für meine Backwerke meist farbgebend. Sobald es aber frische Brombeeren und Heidelbeeren am Markt gibt und im Garten Gänseblümchen zu finden sind, gibt es eine Tarte blue, eine Gänseblümchenwiese auf blauen Beeren.
Die weiße Tarte entfaltet ihre Größe erst beim Genießen. Die zarte Füllung aus weißer Schokolade und Frischkäse, aromatisiert mit Orangen- und Limettenzesten schmilzt am Gaumen. Sie ist bei mir eine Winter-Tarte – weiß wie ein Schneefeld, das ich dann mit Eiskristall- und Schneeflocken-Keksen dekoriere.
Kein Karten-, sondern ein Zusammenspiel aus schwarzer Tarte und roten Beeren. Der dunkle Boden dieser Tarte ist aus Oreo-Keksen, die Füllung eine weiße Frischkäse-Creme mit geschmacksgebender Zitrusschale. Nahezu schwarz ist auch die Dekoration aus Heidelbeergelee, rot die Blüten und Beeren. Stilvoll serviert in Begleitung von dunkelroten Rosen!

Jetzt sind die Zitronen gerade richtig saftig und supergroß, der Zitrusduft beim Abreiben der Schalen echt kräftig. Die Zitronen müssen essbar und unbedingt unbehandelt sein, denn in diese Zitronencreme kommt eine ganze Menge Zitrusabrieb sowie der Saft von 4 bis 5 Zitronen.
Vom übrig gebliebenen Mürbteig habe ich noch zwei kleine Tarteletteförmchen befüllt. Gerade die richtige Mehlspeis-Portion zum Nachmittagskaffee: zuerst durch die Baiserwolken tauchen, dann das Zitrusmeer durchschwimmen und schließlich am Knusperboden landen … 😉