Kandierte Rosenblüten waren nicht nur für die legendäre Kaiserin Sisi eine Delikatesse. Sie sind auch für mich Prinzessin eine süße Versuchung. 😉 Die ausgefallene Nascherei kann man recht einfach selber machen. Durch Eiweiß und Zucker werden die zarten Blütenblätter von Duftrosen haltbar gemacht. Danach in weiße oder Zartbitter-Schokolade getunkt – ein wahrer Hochgenuss! Kandierte Rosenblüten sind etwas ganz Besonderes.


Edible Roses oder: Rosen kann man essen!
Rosen, Flieder, Veilchen, Stiefmütterchen … Sofern sie biologisch gezogen und ungespritzt sind, sind sie alle essbar. Genau wie Kräuter. Am besten schmecken Rosenblüten, wenn sie nur ganz leicht duften. Besonders stark riechende Rosen sind eher für Kosmetikprodukte geeignet. Wer also selbst Rosen hegt und pflegt, bedient sich frühmorgens im eigenen Garten. Da ist der Gehalt der ätherischen Öle am höchsten. Während man für Rosengelee, Sirup oder Rosenessig eine große Menge Rosenköpfe braucht, reichen für kandierte Rosenblüten schon zwei bis drei.
Sehr vereinzelt werden essbare Blüten – beispielsweise für Salate – auf Märkten angeboten. In den Niederlanden gibt es Rosenköpfe – unter dem Namen Incredible Roses – zu vier Stück abgepackt in Kunststoffschalen zu kaufen.


Kandierte Rosenblüten – ein Fest für die Sinne
Zum Kandieren reinige ich die frisch geernteten Rosenblüten mit einem Pinsel, zupfe die Blütenblätter von den Knospen und schneide die gelben Blattansätze weg. Das Eiweiß ziehe ich zwei-, dreimal mit einem Schneebesen durch und drücke es durch ein feinmaschiges Sieb. Mit einem Silikonpinsel streiche ich die einzelnen Rosenpetalen gleichmäßig und dünn ein und bestreue sie rundum mit feinem Kristallzucker. Zum Trocknen an der Luft lege ich sie auf ein Backtrennpapier. Oder ich trockne sie im Backrohr bei 40° C eine bis eineinhalb Stunden. Bei höheren Temperaturen geht es zwar schneller, aber die Rosenpetalen verlieren ihre Farbe oder werden bräunlich. Ganze Rosenköpfe brauchen 2–3 Stunden zum Trocknen.


Duftende Rosenblüten und Schokolade – eine Traumkombination
Kandierten Rosen adeln jedes Kuchenbuffet und sind eine wunderschöne Dekoration für Sommertorten oder Muffins. Die Krönung aber sind kandierte, schokolierte Rosenblüten.
Rosa Rosen getunkt in Zartbitterschokolade, rote Rosen in weißer Schokolade.


Roenzucker & rosa Rosenblütenzucker
Die schönsten Rosenköpfe und Rosenpetalen verwende ich zum Kandieren. Mit den übrigen und den sehr stark duftenden Blüten mache ich Rosenzucker. Je nach Jahreszeit variiere ich die Zubereitungsart. Im Sommer kommen frische Duftrosenblüten zum Zucker, bis dieser das Aroma angenommen hat. Danach trockne ich den Rosenzucker im Rohr. Im Winter verwende ich getrocknete Rosenblüten – zur Hälfte fein gemahlen, die andere Hälfte in kleine Streifen geschnitten oder gezupft. Beides mische ich zum Kristallzucker. Dieser aromatisierte Zucker eignet sich für Desserts, Waffeln oder auch als Beigabe zu Topfencremen, geschlagenem Obers und Tortenfüllungen.
Heuer habe ich eine neue Variante probiert. Einen rosa Rosenblütenzucker: eine Mischung aus – mit Himbeersirup gefärbtem – Kristallzucker und roten Rosenpetalen, die ich zuvor mit etwas Eiweiß vermengt habe. Auch hier habe ich die Restfeuchtigkeit durch eine kurze Trockenzeit im Rohr entzogen. Rosa Rosenblütenzucker ist eine schöne Dekoration für Cupcakes, Cruffins und Desserts … oder für Naschkatzen auch zum Knabbern.

Selber essen oder verschenken
Rosenzucker und kandierte Rosenblüten sind wunderbare Mitbringsel. Hin und wieder braucht es bei den Beschenkten aber etwas Erklärung. Bringen doch einige den Rosenduft immer noch mit Seife, Parfum oder Duftkissen der Großmutter in Verbindung.
Wenn ich Rosenzucker oder andere essbare Rosenprodukte verschenke, hänge ich daher stets ein Schildchen mit Verwendungstipps an.

Oh, die schmecken aber gut! Dachte nicht, dass man Rosen essen kann …“ – Ja, man kann!









Tja. Zu groß ist die Punschtorte bei uns nie. Wenn mein Mann, Sohn und mein Vater ihre Stücke selber abschneiden, schrumpft die Torte gleich auf die Hälfte …

























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ACHTUNG: Frosé macht süchtig! 😘

Obwohl ich alles andere als eine Veganerin bin, probiere ich gerne auch vegane Rezepte. Für den Boden der Frozen-Yogurt-Törtchen habe ich mich – anstelle von Keksen oder Kuchen – für eine Dattel-Macadamianuss-Variante mit Kokos entschieden.
Das Frozen Yogurt selbst ist allerdings nicht vegan, sondern mit Eigelb verrührt. Dieses kann aber auch weggelassen werden.
Ob in Schnitten oder als runde Froyo-Törtchen portioniert, egal. Wichtig ist, dass das Frozen Yogurt etwa zehn Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierfach genommen wird und Messer oder Ausstechformen in sehr heißes Wasser getaucht werden. Das erleichtert das Portionieren.

Pürierte Himbeeren und einige Rosenblüten fürs Auge … Fertig ist die erfrischende, kleine Süßspeise. Ohne Krokant-Topping oder Karamellsauce auf jeden Fall kalorienärmer als Speiseeis oder die Frozen Yogurts in den Eisläden.

Für meine Kirsch-Tartelettes habe ich den Boden mit einem Püree aus frischen Kirschen bestrichen. Es kann aber genauso gut Kirschmarmelade oder ein anderer Fruchtaufstrich sein. Darauf habe ich halbierte, entsteinte Kirschen gesetzt.
Kirschen mit Stielen zu pflücken habe ich als Kind gehasst. Weil es ohne ja viel schneller ging. Jetzt erst erschließt sich mir der Grund. Sie bleiben länger frisch, weil so der Saft nicht austreten kann. Also möglichst mit Stiel pflücken oder kaufen und im Kühlschrank lagern, wenn sie nicht gleich gegessen werden.


So ein Miniküchlein teilt man nur ungern. Aber ich rechne dennoch eine Tartelette für zwei Personen. Die Mascarpone-Oberscreme hat doch ein paar Kaloriechen …
Derzeit blühen in meinem Garten die Rosen James Galway und The Wedgwood Rose überreichlich. Da dürfen auch ein paar in die Vase. Mit dieser Schale voll englischer Rosen wünsche ich euch eine schöne Woche.





Lust bekommen auf (m)einen Marillen-Kirsch-Topfentraum?

In der Hauptsaison gab und gibt es bei uns nahezu jede Woche einen Kirschauflauf. Wenn die Kirschen richtig reif sind, spare ich allerdings beim Zucker rund die Hälfte ein. Am liebsten backe ich ihn in meinem 
Von den Basiszutaten ist auch dieser superschnelle Kirschkuchen ein Art Pfannkuchenteig, nur mengenmäßig etwas anders zusammengesetzt und raffinierter gewürzt. Ich finde nämlich, dass – sparsam eingesetzt – Zimt und Nelkenpulver perfekt mit den Kirschen harmonieren.





Selbst gemachter Rosenessig ist auch ein tolles und außergewöhnliches Mitbringsel.
























Vielleicht habt ihr schon bemerkt, dass dies mein dritter Blogbeitrag ohne Bäckereien ist. Mein Backrohr hat sich verabschiedet und ich hoffe, dass das neue bald eingebaut wird.

Die Granatapfelsaison ist ja bereits vorbei, aber es gibt mittlerweile 100% Direktsäfte zu kaufen. Ohne Zusatzstoffe, vor allem ohne Wasser- und Zuckerzusatz, voller gesunder Flavonoide und Ellagitannine. Ich habe diesen im Merkur-Markt gekauft, aber es gibt ihn auch in Bioläden oder Drogeriemärkten (wie auch den Agavensirup und das Rosenwasser). Tetrapack-Säfte bestehen zum Großteil aus Apfelsaft und nur zu 20 Prozent aus Granatapfelsaft, dazu eine hübsche Menge Zucker.
Etwas ungewöhnlich für einen Sommerdrink mögen die Chiasamen wirken. Aber sie machen ihn rund und zur gesunden Alternative für Energy-Drinks. Chiasamen liefern Energie und regulieren in Verbindung mit Zitronen – angeblich – auch den Appetit. Rosenwasser für die Schönheit, Granatapfelsaft für die Gesundheit und Chiasamen für die Figur. Na, wenn das kein schlagendes Argument ist!










Prost, Ladys!