Herzallerliebst, fruchtig frisch und cremig zugleich ist diese rosa-hellgrüne Pistazien-Beeren-Charlotte. Ein süßer Frühlingsbote wie das erste Grün im Garten. Ganz ohne Backen und ohne Gelatine, einfach nur Biskotten (Löffelbiskuits), Pistaziencreme und Erdbeeren oder Himbeeren. Zart schmelzend am Gaumen und intensiv im Geschmack, passt sie perfekt für allerlei Anlässe wie Taufe, Erstkommunion, Muttertag, Geburtstag oder einfach nur zum Kaffee an Sonntagnachmittagen im Garten.

Pistazien-Beeren-Charlotte mit Biskotten oder Biskuit
Ob in England oder Frankreich erfunden, eine kalte Charlotte ist im Unterschied zur gebackenen relativ einfach herzustellen. Mit Biskotten (Löffelbiskuits) oder selbst gebackenem Biskuit, gefüllt mit einer festen Creme und gut gekühlt.
Am wenigsten aufwendig ist die Zubereitung mit Biskotten, die mit etwas Flüssigkeit, z. B. Milch mit einem Schuss Alkohol, getränkt werden. Stabiler und schnittfester ist die Charlotte, wenn man zuunterst einen Biskuitboden statt Biskotten einsetzt.

Charlotte mit Erdbeeren oder Himbeeren und Pistaziencreme
Während für eine Charlotte russe Biskotten oder Biskuit mit bayerischer Creme gefüllt werden, besteht eine Charlotte Pompadour (Erdbeer-Charlotte) aus – mit Erdbeermarmelade gefüllten – Biskuitroulade-Scheiben als Umrandung. Nach dem Festwerden der mit Gelatine eingedickten Cremefüllung wird sie meist gestürzt serviert.
Mit frischen Beeren zusätzlich zur Creme, die ich gelatinefrei zubereitet habe (wodurch sie nicht ganz so schnittfest ist), schmeckt uns die Chalotte am allerbesten.
Als Varianten siehe auch meine Rosen-Carlotte oder die entfernt verwandte Kaffee-Tiramisu-Torte. Hier findet ihr auch ein Rezept für ein einfaches Biskuit, das man auf Vorrat backen und einfrieren kann.

Zubereitung Pistazien-Beeren-Charlotte
Obgleich das Tunken der Biskotten in rosa Schokolade nicht zwingend ist, sieht es doch wunderhübsch aus. Ich habe Deco Melts mit Himbeergeschmack verwendet, alternativ eignen sich auch Ruby Chocolate, rosa Schokolinsen oder mit gefriergetrocknetem Himbeer- oder Erdbeerpulver eingefärbte weiße.
Da ich mich aufgrund des aktuellen Angebots für Erdbeeren als Fruchtfüllung entschieden habe, habe ich auch einen Teil der Creme mit Erdbeerpüree aromatisiert, zuvor aber die überschüssige Flüssigkeit mithilfe eines Siebs entfernt, damit die Creme nicht matschig wird.
Für eine frühlingsgrüne Färbung der Pistaziencreme wiederum ist entscheidend, dass sehr grüne Pistazien (möglichst ohne oder mit wenig brauner Haut) verwendet werden.
Während die Cremen im Inneren des Törtchens abwechselnd geschichtet sind, habe ich sie oben zweifarbig aufgespritzt (siehe Anleitung im Rezept).

Rose des Monats März: Climbing Cécile Brünner
Die perlmuttrosa blühende Rose Cécile Brünner wurde um 1881 aus einer R. multiflora und einer Teehybride gezüchtet. Sie wird unter zahlreichen Namen geführt: (Mlle) Cécile Brünner, Maltester Rose, Mignon oder Sweetheart Rose. Von ihr wurden mehrere Varianten (Sports) eingeführt, wie die Ramblerrose Climbing Cécile Brünner/Brunner von Franz Hosp.
Sie ist enorm wuchsfreudig und hat bei mir innerhalb von zwei Jahren drei Meter Höhe erreicht. Sie ist öfterblühend, kleinblumig, gut gefüllt und hat einen zarten Duft. Die Blütezeit geht von Juni bis in den Herbst hinein.















































Weil im Garten derzeit alles gleichzeitig sprießt und blüht, habe ich die Muttertagstorte mit Blütenblättern von Geranien, Taubnesseln, Rosen und Vergissmeinnicht bestreut. Der Lavendel blüht leider noch nicht, würde sich aber auch auf dieser Blütenwiese wohl fühlen. Das Vergissmeinnicht-Herz liegt auf einem dünnen Karton und kann vor dem Anschneiden zusammen mit den Vintage-Schleifen abgenommen werden.
Passend zu den zarten Vergissmeinnicht will ich einen möglichst hellen Kuchenboden haben, einen White Cake. Ganz weiß wird das Biskuit zwar nicht, aber ohne Eigelb schon recht hell. Das Eiweiß wird dazu mit Schmand (da es in Österreich keinen Schmand gibt, mische ich Sauerrahm und Crème-fraîche) verquirlt und dann erst den trockenen Zutaten beigemengt. Das für amerikanische Kuchen typische Backmehl ersetze ich durch glattes Mehl mit etwas Maisstärke und Backpulver.
Und weil ich nur ungern stundenlang Kuchen oder Torten backe, habe ich für die Füllung eine schnelle Quarkcreme gewählt. Das Gelatinepulver (Gelatine fix) wird gar nicht erst aufgelöst, sondern einfach in die Schlagsahne eingerührt. Die perfekte Füllung für jene, die schlechte Erfahrungen mit Gelatine haben: hier kann absolut nix schief gehen …

Ein bisschen Frucht schadet aber auch einer weißen Torte nicht. Daher gebe ich eine Handvoll Himbeeren in die Quarkfüllung mit Rosen-Aroma. Auch Erd- oder Heidelbeeren wären farblich und geschmacklich passend. Wer mit Rosenduft nichts am Hut hat, ersetzt das Rosenwasser einfach durch Mandelaroma oder Zitronenabrieb.
Mittags wird am Muttertag gegrillt. Mein Mann ist der Grillmeister, mein Sohn serviert mir – hoffentlich 😉 – ein Gläschen Rosésekt und ich lege die Füße hoch. Und nach dem Essen gibt es ein Tässchen Kaffee in meinem Rosengeschirr und ein Stück Muttertagstorte. Ein Tag ohne Stress und Hektik. Kein überfülltes Restaurant mit überforderten Kellnern und stundenlangen Wartezeiten. Ein Muttertag im Garten, ganz nach meinem Geschmack. Und rundum duften meine frisch erblühten Rosen … Fast schon kitschig, oder?
Die Edelrose Chartreuse de Parme und die Austin-Rosen Sister Elizabeth sowie Mary Rose haben heuer das Rennen um die ersten Blüten gewonnen. Anfang Mai, und man kann schon ein frisches Rosen-Kranzerl binden! Wie oft gibt es das?














Lange schon will ich Cupcakes mit Cremeblüten fabrizieren. Bloß, es sah so furchtbar kompliziert aus. Dabei ist es ganz easy, wie ich gleich beim ersten Versuch festgestellt habe. Man braucht nur die richtige Lochtülle (siehe Infos hierzu beim Rezept). Durch einfaches Drücken der Creme aus dem Spritzsack durch die Lochtülle entsteht wie von Zauberhand eine vollständige Blüte. Echt keine Hexerei.

Im Unterschied zu Baiser wird die Zucker-Schnee-Masse für eine Pavlova nicht vollständig durchgebacken. Sie ist also unter der knusprigen Hülle flauschig weich. Ich habe sie für dieses Rezept leicht rosa gefärbt, passend zu den blassrosa Blüten der duftenden Austin-Rose.
Keine Angst vor den Märchen der Großmütter, dass Baiser stets als zähe Masse endet, wenn man nicht dies und das befolgt oder mindestens zehn Versuche hinter sich hat. Einzig wichtig sind eine fettfreie Rührschüssel, Eiweiß ohne Dotterreste und langes, ausreichendes Schlagen. Die Zuckermenge ist immer doppelt so hoch wie die Eiweißmenge (bzw. 1 Eiweiß pro 50 g Zucker). Ob Essig, Zitrone, Stärke oder überhaupt nichts weiter beigegeben wird, ist völlig unwichtig. Ich habe schon alles probiert. Es macht echt keinen Unterschied. Entscheidend ist die Festigkeit der Schnee-Zucker-Masse (der Schnee soll am Rührbesen „Spitzen“ ziehen).
Das geschlagene Obers erst unmittelbar vor dem Servieren auf der Pavlova verteilen, da die Baisermasse sonst die Feuchtigkeit aufnimmt. Als Ausgleich zum lasterhaft süßen Boden serviere ich dazu säuerliche Früchte wie Himbeeren, Weichseln oder auch Kiwi und Maracuja.
Und sollte sie wirklich nicht gelingen, was sehr unwahrscheinlich ist, habe ich einen weiteren Tipp für euch: Pavlova in Stücke teilen, in eine Schüssel oder kleine Gläser geben, geschlagenes Obers und Beeren dazu, fertig ist ein





Bei meiner letzten Südstaatenrundreise habe ich mich in die Red Velvet Pancakes verliebt. Sie kommen in allen möglichen Rosa- bis Rotabstufungen auf den Tisch und sind so wunderschön anzusehen.
Der Teig kann bereits am Vortag zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn viele Gäste warten, backe ich sie wie Pfannkuchen rund. Sind wir zu zweit, dann kommen sie in Herzform auf den Frühstückstisch. Nur nicht zu lange backen, damit sie die rosa Farbe behalten!

