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König oder Königin für einen Tag: Dreikönigskuchen

Zu „Heiligen-Drei-König“ gab es bei meiner Mühlviertler Oma traditionell einen süßen Germkuchen (ein rundes Hefegebäck mit Rosinen). Ursprünglich ist der Dreikönigskuchen aber kein österreichisches Brauchtumsgebäck. In der Schweiz erfreut sich der Dreikönigskuchen mit eingebackenem König allerdings sehr großer Beliebtheit. Warum also nicht auch in unseren Feiertagsbrioche einen Glücksbringer einbacken?
Wer die Figur in seinem Brötchen findet, ist König oder Königin für einen Tag und ihm/ihr ist Glück beschieden.

Rezept Dreikönigskuchen hier downloaden.

Dreikönigskuchen auf Gitterrost mit einem Goldkrönchen, dahinter zwei weitere Krönchen, Schneerosenblüten und die drei Königsfiguren
Dreikönigskuchen auf Gitterost, am Kuchen drei goldene Papierkrönchen, dahinter ein Glas Milch mit Strohhalm und Schneerosenblüten

Dreikönigskuchen – mit oder ohne?

Wie stets bei Hefegebäck stellt sich zunächst die Frage: mit oder ohne Rosinen? Da ich die einzige bin, die Rosinen im Germteig mag, bleiben sie wieder einmal außen vor. Das soll euch aber nicht abhalten. Im Rezept ist die Mengenangabe für Rosinen angeführt.
Während in meiner Kindheit das Hefebrot einfach ein runder Laib war, ist der Schweizer Dreikönigskuchen – einer Krone ähnlich – aus einzelnen Brötchen zusammengesetzt. Hierzu wird der Hefeteig nach dem Aufgehen in zehn gleich große Stücke geteilt, zwei davon zu einer großen Kugel geschleift, die restlichen acht kreisförmig herum angeordnet.
Auch die Dekoration des Feiertagsgebäcks ist eine Glaubensfrage: mit Mandeln oder mit Hagelzucker? Ich mache gerne halbe–halbe. Und ich habe den Dreikönigskuchen außerdem mit Berberitzen dekoriert. Bloß keine Rosinen …

Frischer Hefeteig in Schüssel, daneben die Teigkugeln zum Kuchen angeordnet, dekoriert mit Hagelzucker und Berberitzen in Blütenform
Fertig gebackener Dreikönigskuchen, in der Mitte ein sternförmiger Sternspritzer aufgesteckt, rechts daneben drei Goldkrönchen liegend, zwei Goldkugeln und eine Glaskugel, im Hintergrund ein Milchglas

Dreikönigskuchen mit Glücksbringer

In eine der Teigkugeln wird ein Glücksbringer eingearbeitet. Da ich mir nicht sicher bin, ob meine Dreikönigsfiguren backtauglich sind und ich auch keine Münze einbacken will – nicht dass sich jemand die Zähne ausbeißt –, habe ich zu einer Nuss gegriffen. Aber auch eine Bohne oder eine ganze Mandel sind geeignet.
Von oben sollte nicht sofort ersichtlich sein, wo die „Figur“ versteckt ist, weshalb man den Verschluss der Teigkugel nach unten aufs Blech setzt. Ich habe die Nuss in eines der acht kleinen Brötchen eingebacken, da diese zuerst vom Dreikönigskuchen gebrochen werden.
Die goldenen Krönchen sind nicht selbst gebastelt, sondern aus dem Partyzubehörgeschäft, ebenso die sternförmige Wunderkerze.

Ein Brötchen wird vom Dreikönigskuchen abgebrochen und eine Mädchenhand mit rosa Nägeln hält dieses hoch

Wer wird König oder Königin für einen Tag?

Die Spannung steigt. Wer wird heuer unsere Königin oder unser König? Im ersten Brötchen ist sie schon mal nicht, im zweiten auch nicht. Enttäuschte Gesichter …
Sie ist im vierten. Tatata! Wir haben eine Königin! Die Freundin unseres Sohnes bekommt die goldene Krone aufgesetzt.
(Ergänzend sei vermerkt, dass wir den Dreikönigskuchen heuer schon am Neujahrestag verspeist haben, damit ich euch das Rezept rechtzeitig vor dem Dreikönigstag liefern kann.)

Eine Mädchenhand hält ein abgebrochenes Brötchen vom Dreikönigskuchen hoch, von dem bereits die Hälfte abgebissen ist, dahinter der restliche Hefekuchen auf Gitterrost

Einen schönen Dreikönigstag und viel Glück im neuen Jahr! Eure sugar&rose

Schokoladennesterl mit Eierlikörcreme

Ein essbares Osternest mit Eierlikörcreme und Baisereiern

Das Osternest meiner Kindheit war eher einfach und keinesfalls ein essbares Osternest: ein Brotkörbchen – im Mühlviertel Bochkarl genannt –, ausgelegt mit grünem Dekogras, darin lagen ein Schokoladenosterhase, ein paar Süßigkeiten wie Fondant-Spiegeleier und Gelee-Hennen und selbst gefärbte Ostereier. Später dann eine rote Schultasche aus Leder und noch viel später das heiß gewünschte Mini-Klapprad. Das größte Vergnügen bereitete uns Kindern ohnehin das Eiersuchen im Garten. Und das Eierpecken.
Die Osternester unseres Sohnes waren weitaus voller. Und er bekam nicht nur eines. Von beiden Omas, von der Patentante und manchmal auch von Freunden. Die Osternester waren somit schnell uninteressant. Mittlerweile gibt es nur mehr ein symbolisches Nest. Heuer ein mit Eierlikörcreme gefülltes essbares Osternest am Ostersonntag.

Essbares Osternest Eierlikörcreme

Rezept Osternesterl mit Eierlikörcreme hier downloaden.

Osternester zum Vernaschen

Meine Osternester bestehen aus klein geschnittenem, essbarem Ostergras, welches ich in weiße Schokolade getunkt und büschelweise um Halbkugelformen drapiert habe. Allfällige Zwischenräume habe ich mit flüssiger Schokolade verschlossen, sodass die Osternester nach dem Trocknen absolut dicht sind und mit Creme bzw. Eis gefüllt werden können. Das Tolle daran: wenn das Osternest leer gelöffelt ist, wird es einfach aufgegessen.
Das essbare Osternest ist auch abwandelbar. Statt Ostergras können Fruchtgummischnüre, Cerealien oder Soletti verwendet werden. Zusammengehalten durch helle oder dunkle Schokolade oder Candy Melts in allerlei Farben.

Essbares Osternest mit Eierlikörcreme, Marzipanküken, Baisereiern und einer Tulpe

Eierlikörcreme

Osterzeit ist Eierlikörzeit! Wer Eierlikör liebt, hat immer ein Fläschchen im Kühlschrank stehen. Man weiß ja nie, wann er gebraucht wird. 🤣 Weihnachten und Ostern darf er bei uns auf keinen Fall fehlen. Weder im Kuchen noch im oder am Dessert! Und so eine feine Eierlikörcreme passt immer. Je nachdem, ob ich gerade am Kaloriensparen bin oder nicht, bereite ich sie mit Mascarpone bzw. Mascarino und geschlagenem Obers zu oder mit QuimiQ. Ihr findet beide Varianten im Download-Rezept.

Essbares Osternest mit Eierlikörcreme und Marzipanküken auf einem Teller

Ein essbares Osternest für den Ostertisch und jeden Osterbesucher

Die essbaren Osternester sind zudem eine wunderschöne und farbenprächtige Dekoration für den Ostertisch. Gefüllt mit kleinen Baisereiern und/oder den sündhaft köstlichen Fruity Egg Pralinés von Lindt laden sie unsere Besucher zum Zugreifen ein. Da die Schokolade bei Zimmertemperatur unter Umständen schmilzt, sollten die Nester auf kleinen Tellern oder Papierservietten platziert werden.
Unsere Besucher dürfen sich die Osternestchen natürlich gerne mit nach Hause nehmen.

Essbares Osternest mit Baisereiern gefüllt auf einem Teller mit Schale
Zwei Osternester mit Lindt-Eiern gefüllt und einem Dekoosterhasen aus weißer Wolle

Was liegt da noch im Osternest?

So bunt wie die gefärbten Eier zu Ostern wird auch der Frühling in der Typografie. Für Grafiker und Typofreaks wie mich ein perfektes Ostergeschenk. Das brandneue „Color and Type„-Buch ist mehr als reich an Farben. Warum sollen Schriften immer nur einfärbig sein, wenn auch bunt möglich ist? Bereits beim Aufschlagen des Buches taucht man über das mehrfarbige ABC am Vorsatz in die Fülle der Multi-Layer-Schriften ein. Bunt ist das neue Schwarz. Und das nicht nur zu Ostern!

Buch "Color and Type"
Baisereiernest auf farbigem Buchvorsatz

Ich wünsche euch allen ein schönes Osterfest mit vielen bunten Ostereiern. Genießt das lange Wochenende! Ob am Ostertisch mit der Familie oder mit einem langen, ruhigen Spaziergang durch die farbenprächtige Natur! Eure sugar&rose

Teller und Schale mit Serviette, drei Lindt Fruchteiern und einer Schale mit einer weinroten gefierderten Tulpe

Rosen-Charlotte

Luftig leichte Festtagstorte ♥♥♥ Zu Festtagen wie Muttertag oder Geburtstag darf es schon mal eine richtige Torte sein. Was wunderschön aussieht, bleibt jedoch oft ungegessen am Teller zurück. Zu fett, zu süß, zu üppig! Biskuitroulade, wie schon erwähnt, mag jeder. Und in dieser besonderen Form ganz bestimmt. Ist die rosa „Bombe“ doch luftig und leicht.

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Eine Charlotte ist ursprünglich eine Vermischung von warmer mit kalter Süßspeise, eine mit Biskotten/Löffelbiskuits oder Biskuit ausgelegte Form mit einer warmen Creme gefüllt. Namensgeberin angeblich Charlotte, die Frau des englischen Königs George III. Lang, lang ist’s her …
Verbreiteter ist die kalte Charlotte. Gefüllt mit geschlagener Sahne und bayrischer Creme wird diese meist nach dem Erkalten gestürzt. Eine Variante der Charlotte ist die bei uns in Österreich beliebte Malakofftorte.

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Meine Charlotte aber sollte luftig und leicht werden, keine Kalorienbombe. Daher besteht die Füllung großteils aus Joghurt, vermischt mit etwas Obers, aromatisiert mit Rosenöl, verfeinert mit Rosenblüten und frischen Himbeeren.
Für Prinzessinnen, Freundinnen, Mütter und Rosenfreundinnen natürlich auch mit einer rosa Roulade. Und so habe ich zu etwas natürlicher Lebensmittelfarbe gegriffen.

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Eine Charlotte sieht schwieriger aus, als sie herzustellen ist. Varianten mit hellem Biskuit, gefüllt mit fruchtiger Marmelade, findet Ihr im Rezeptteil auf meinem Blog, ebenso eine Anleitung zum sicheren Gelingen der Charlottecreme.
Wer es einfacher angehen will, kauft beim Bäcker eine fertige Roulade und füllt diese mit Creme und Früchten 😉
Zum Rezept

♥sugarandrose