Ende Oktober sind die Rosen immer noch voller Blüten. Bevor der Herbst endgültig einzieht, habe ich ein weiteres Mal Rosenblüten geerntet. Diesen Duft und diese Pracht will ich mir für den nahenden Winter konservieren. Lebkuchen & Co liegen ja bereits in den Supermarktregalen. Es ist höchst an der Zeit, an Geschenke zu denken. Selbst gemachte natürlich!
Mit etwas Fantasie lassen sich aus Rosen originelle Kreationen bereiten. Nicht nur Rosensirup, Rosenzucker oder Rosenpotpourris. Heute habe ich ein spicy Rosenrezept. Ich habe die Rosenblüten zu Rosenpesto & Rosenchutney verarbeitet.
Rosenpesto
Pesto muss nicht zwingend aus Basilikum, Rucola, Pinienkernen und Pecorino bestehen. Die Kombination aus Kräutern und Rosen, aus würzig und lieblich, ist ein aromatisches Geschmackserlebnis. Ich habe den Parmesan weggelassen und die Pinienkerne durch gemahlene Mandeln ersetzt, das Basilikum mit Petersilie und Koriander gemischt und es mit Kardamom anstelle von Knoblauch gewürzt.
Rosa Pesto? Auf den ersten Blick ungewöhnlich. Und auf jeden Fall ganz anders, als gewohnt. Rosenpesto schmeckt lieblich, ein klein wenig süß und duftet angenehm zart nach Rosen. Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber allemal interessant. Manchmal muss man neue Wege beschreiten, um zu neuen Genusserlebnissen zu kommen.
Pesto gehört zu Pasta – so der erste Gedanke. Allerdings nicht unbedingt das Rosenpesto. Geht natürlich auch. Zum Beispiel in Kombination mit Spargel. Ist aber nicht unbedingt meine erste Wahl.
Als Brotaufstrich ist Rosenpesto aber echt klasse! Ganz besonders auf frisch getoastetem Weißbrot. Es passt auch wunderbar zu Käse. Rosenpesto ist ein raffiniertes Gericht, mit dem man selbst Feinschmecker und Genussmenschen noch überraschen kann.


Da ich mein Pesto nur kalt in Gläser abgefüllt habe, bewahre ich es im Kühlschrank auf. Dort ist es verschlossen einige Wochen haltbar. Pasteurisiert oder tiefgefroren natürlich viel länger.
Rezept hier als PDF downloaden.
Rosen auf Vorrat trocknen
Ob für Süßspeisen, Weihnachtskekse, Kosmetika, Duft-Potpourris oder Rosengeschenke – getrocknete Rosen verzaubern uns mit ihrem Duft über die Rosen-Gartensaison hinaus. Am besten trocknet man die ungespritzten Rosen an der Luft, auf einem Gitter in einem dunklen Raum.

Rosen-Apfel-Chutney
Für das Rosen-Apfel-Chutney können sowohl frische Rosenpetalen als auch getrocknete verwendet werden. Die Basis von süß-sauren Chutneys bilden neben Gemüse oft Marillen, Mangos oder Zwetschken. Ich habe mich für eine Mischung aus Äpfeln und getrockneten Aprikosen entschieden, um den zarten Rosenduft nicht zu überlagern. Chutneys können entweder eingekocht oder kalt püriert werden.

Das Apfel-Rosen-Chutney passt gut zu hellem Fleisch und Geflügel. Ich serviere es gerne als Dip zu Chapati oder Papadam, einem indischen Linsen-Fladenbrot.
Rezept hier als PDF downloaden.
Ein Herz für Rosen
Der warme und trockene Herbst hat mir heuer eine derart reichliche Rosenblüte geschenkt, wie ich sie seit Jahren nicht erlebt habe. Während in den vergangen Jahren Ende Oktober die Rosen nur mehr vereinzelt nachblühten, stehen die Chartreuse de Parme oder die Rose de Resht ein weiteres Mal in Vollblüte. So habe ich – nach erfolgter Hagebutten-Ernte bei den Wildrosen – bei den Englischen Rosen und Edelrosen nochmals unzählige Blüten geerntet, getrocknet bzw. zu Sirup eingekocht.

Einen herzigen Rosengruß an all meine treuen Follower & -innen. Eure sugar&rose



Kaum ist es draußen kalt, steigt bei mir die Lust auf Hefeteig. Ob Buchteln, Hefezopf oder Zimtschnecken, ich liebe Hefebäckereien. Hauptsache luftig und locker. Frittiert, wie Krapfen, ist er eher nicht so meins.
Seit ich übers Brotbacken die Trockenhefe entdeckt habe, ist der Germteig-Mythos entzaubert. Bei mir kommen alle Zutaten zusammen in die Rührschüssel und werden mit dem Knethaken zu einem geschmeidigen Teig gerührt. Oma, wenn du bloß sehen könntest, wie einfach das heute ist! Diesen lasse ich dann eine Dreiviertelstunde aufgehen und schon geht’s ans Formen & Füllen.
Für die Hefeteig-Schiffchen habe ich den Teig mit einer Teigspatel portioniert und oval ausgerollt, dann durch Einrollen der Längsseiten einen wulstigen Rand geformt. Für die Hefekringel habe ich zwei Teigstränge ineinander gedreht, gekordelt. Die fertigen Teiglinge habe ich mit flüssiger Butter bestrichen. Dadurch bekommt der Hefeteig seine schöne Farbe und die knusprige Oberfläche.
Klassisch wird Hefeteig meist mit Mohn, Nüssen oder Zimt gefüllt. Ich liebe ihn auch mit fruchtigen Füllungen wie Kirschen, Pflaumen, Marillen oder Marmelade.
Die Hefekringel sind aus der gleichen Teigmasse gefertigt. Sie unterscheiden sich nur in Form und Füllung.












Lange schon will ich Cupcakes mit Cremeblüten fabrizieren. Bloß, es sah so furchtbar kompliziert aus. Dabei ist es ganz easy, wie ich gleich beim ersten Versuch festgestellt habe. Man braucht nur die richtige Lochtülle (siehe Infos hierzu beim Rezept). Durch einfaches Drücken der Creme aus dem Spritzsack durch die Lochtülle entsteht wie von Zauberhand eine vollständige Blüte. Echt keine Hexerei.