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Mohn-Topfenkuchen mit Früchten

Gekühlt und ergänzt mit einer Kugel Fruchtsorbet serviere ich meinen Mohn-Topfenkuchen mit Früchten auch an heißen Tagen. Der Espresso wird bei der anhaltenden Hitze mit Eiswürfeln zum Caffè Shakerato kalt „geschüttelt” oder gleich durch einen Limoncello Spritz ersetzt. Ein Stück Kuchen dazu will sich bei uns auch an heißen Tagen keiner entgehen lassen.
Ein knuspriger Mürbteig, darauf eine cremige Mohnfüllung und saisonale Früchte wie Kirschen oder Marillen und darüber eine luftige, gebackene Topfenschicht, die auf der Zunge zergeht. Floral in Szene gesetzt, ist der Mohn-Topfenkuchen bei Sommer- und Gartenpartys stets ein Hit. Zudem ist er gut vorzubereiten.

Mohn-Topfenkuchen mit Früchten in runder Tarteform, dekoriert mit burgunderfarbenen Hortensienblüten und grünen Rosen der Lovely Green
Mohn-Topfenkuchen mit Früchten in runder Keramik-Tarteform, im Hintergrund eine burgunderfarbene Hortensienblüte

Zubereitung Mohn-Topfenkuchen mit Früchten

Den Mürbteig entweder nach dem Kühlen auf einer Arbeitsfläche ausrollen und in die leicht gebutterte Form einlegen oder – weil er dabei oft bricht – den ungekühlten Teig direkt in die Form eindrücken. Das geht am besten mit den Händen, von der Mitte aus nach außen und an den Rändern hochziehen. Und dann erst im Kühlschrank etwa 30 Minuten kühlen, während man die Füllungen zubereitet.
Damit der Teig beim Backen keine Blasen wirft, wird er mit einer Gabel mehrfach eingestochen. Das Vorbacken des Teigs entfällt.

Tipp für Ungeduldige: fertigen Mürbteig oder Blätterteig aus dem Kühlregal verwenden.

Zubereitungsschritte des Mohn-Topfenkuchens: zunächst der Mürbteig in einer weißen, runden Keramikform, dann bedeckt mit Mohn und mit Kirschen, einmal fertig gebacken und mit Zucker bestreut und einmal angeschnitten.

Den Mohn koche ich mit Zucker, Rum und Milch unter Rühren kurz auf und lasse ihn dann quellen, das macht ihn geschmeidig und erzeugt ein angenehmes Mundgefühl. Meist gebe ich noch eine Prise Zimt und/oder Vanille hinzu.

Tipp für Ungeduldige: fertigen Mohn-Back verwenden.

Dann wird der Kuchen geschichtet. Auf den gekühlten Mürbteig wird zunächst die Mohnmasse aufgestrichen. Falls diese inzwischen fest geworden sein sollte, zwei oder drei Esslöffel der Topfenmasse unterrühren.
Auf den Mohn kommen das entsteinte Obst und abschließend die Topfenmasse. Ab ins Rohr damit und etwa eine Stunde goldgelb backen!

Mohn-Topfenkuchen mit Früchten in runder Tarteform, ein Stück herausgeschnitten, man sieht die Mohnschicht, die Kirschen und die Topfenschicht

Mohn-Topfenkuchen-Varianten

Als Füllung für den Mohn-Topfenkuchen verwende ich stets saisonal vorhandenes Obst. Im Moment sind dies knackige Herzkirschen. Dann kommen Himbeeren oder Marillen, im Herbst Zwetschken oder Pflaumen und im Winter Birnen oder säuerliche Äpfel in den Kuchen.

Tipp für Ungeduldige: Obstfüllung weglassen und das Obst getrennt zum Kuchen servieren.

Beispielsweise in Form von Kompott oder Fruchtpüree. Oder man streut eine Handvoll Beeren (Himbeeren, Erdbeeren oder Heidelbeeren) auf den Kuchen auf.

Mohn-Topfenkuchen in weißer Keramikform und dazu ein silberner Tortenheber, ein Stück ist herausgeschnitten und steht auf einem weißen Tellerchen mit goldener Masche
Ein Stück Mohn-Topfenkuchen mit Kirschen auf weißem Porzellanteller mit zarter goldener Masche, im Hintergrund eine große Hortensienblüte in weinrot und Rosenblätter
Großaufnahme des Kuchens von oben, goldgelb leuchtend, die Ränder mit Zucker bestreut, dekoriert mit vier grünen Rosenblüten der Lovely Green und weinroten Hortensienblüten sowie grünen Zweiglein

Die öfterblühende Beetrose Lovely Green von Meilland wurde 2004 gezüchtet. Sie ist von der Blütenfärbung her eine ganz besondere Rose. Die teils cremeweißen, eher kleinen Blüten mit rosa Einschlüssen an den Außenblättern schimmern zart grün.
Die Floribundarose verfügt über stark gefüllte Blüten, die oftmals nicht ganz aufgehen. Zudem duften sie nur wenig, aber die Anzahl der Knospen und deren Anmut entschädigen dafür allemal. Die bogig überhängenden Blütenbüschel mit fünf bis acht Blüten am Stiel wirken als Schnittblume zusammen mit violetten Begleitern wie Rittersporn oder Lavendel auch in der Vasen besonders elegant. Die Rose blüht von Juni bis in den Oktober hinein und ist bei mir etwa 80 cm hoch. Sie verträgt auch Halbschatten.

Vier Blühstadien der Beetrose Lovely Green, einmal eine voll aufgeblühte, zweimal dicht gefüllte Knospen und einmal die ganze Rose mit zart überhängenden Rosenbüscheln
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Fruchtiger Cheesecake ohne Backen – Basisrezept

Ein Cheesecake schmeckt das ganze Jahr über und nahezu allen! An heißen Sommertagen mache ich meist diese No-Bake-Variante, im Winter lieber den gehaltvolleren, gebackenen New-York-Cheesecake. Zuweilen kommen essbaren Blüten als Topping obenauf, nahezu immer Beeren oder frische Früchte der Saison. Und mit pürierten Früchten färbe ich die Frischkäsemasse passend dazu ein.
Der roten Erdbeer- und Himbeerzeit folgt die blaue mit Heidelbeeren und Brombeeren. Mango, Maracuja und Ananas bilden die gelbe Periode, Kiwi oder Matcha die grüne. Dieser folgt schlussendlich die braune Cheesecake-Saison mit Nüssen und Karamell oder Kaffee und Wintergewürzen.

Himbeer-Cheesecake auf rohweißer Steingutplatte mit weißer Leinenserviette und Blüten der Rose The Fairy

Cheesecake mit Himbeeren

Der dezent süße und superfruchtige Himbeer-Cheesecake ist im Moment unserer absoluter Favorit. Die späten Herbsthimbeeren sind besonders aromatisch. Die heimischen Powerfrüchte enthalten eine Menge Ballaststoffe und reichlich Vitamin B und C und gehören neben Heidelbeeren zu meinen absoluten Lieblingsbeeren.

Himbeer-Cheesecake auf rohweißer Steingutplatte dekoriert mit Streifen weißer Schokolade, grünen Zitronenmelisseblättern und kleinen rosa Röschen

Cheesecake mit Heidelbeeren

Die Heidelbeeren (Blaubeeren, Schwarzbeeren, Moosbeeren) stehen in ihrem Gehalt an gesunden Nährstoffen den Himbeeren um nichts nach. Auch wenn selbstgepflückte heimische Heidelbeeren aus dem Wald ein Hochgenuss sind, bin ich doch froh, dass es die Kulturheidelbeeren das ganze Jahr über gibt. Ohne Beeren im Frühstücksmüsli oder Porridge kann ich nur schwer (über)leben. 😅
Den Heidelbeer-Cheesecake habe ich auch in einer Light-Variante zubereitet. Das Rezept findet ihr hier. Meist übergieße ich auch den Heidelbeer-Cheesecake mit (klarem) Tortengelee, damit die kleinen Beeren beim Schneiden nicht davonrollen.

Heidelbeer-Cheesecake auf blaugrüner Steingutplatte, dicht belegt mit dunkelblauen Heidelbeeren
Heidelbeer-Cheesecake auf blaugrüner Steingutplatte, dekoriert mit rosa Geranienblüten, grünen Blättern und lila Agapanthus-Blüten

Matcha-Cheesecake

Als wir im Frühjahr zur Kirschblüte in Japan waren, habe ich dort einige Male Matcha-Frischkäsekuchen probiert. Mehrfach auch ohne Keksboden und mit entsprechend „wackeliger“ Konsistenz und in unterschiedlichen Grüntönen. Von zart hellgrün bis tief dunkelgrün mit teilweise herb bitterer Note. Am köstlichsten fand ich den Cheesecake in einem Anime-Café in Tokyo mit knusprigem Sesamboden. Seither gebe ich zu meinen No-bake-Kuchenböden einige Löffel gerösteten Sesam hinzu. Diesen kann man natürlich auch weglassen. Sollte man aber unbedingt probieren!
Das Matchapulver habe ich aus Japan mitgebracht. Guten Matcha ohne Zusatzstoffe gibt es online beispielsweise von Matcha Moments (unbezahlte Werbung).

Grüner Matcha-Cheesecake auf blauer Steingutplatte, darunter eine weiße Leinenserviette, daneben weiße Kaukasus-Vergissmeinnicht
Grüner Matcha-Cheesecake auf blauer Steingutplatte, bestreut mit Matcha-Pulver und kleinen weißen Blüten; ein Stück ist bereits herausgeschnitten und liegt zusammen mit einer Dessertgabel auf einem kleinen fliederfarbenen Dessertteller

Meine Rose des Monats: The Fairy

Die Bodendeckerrose The Fairy, die meinen Himbeer-Cheesecake schmückt, bringt eine Hundertschaft an kleinen rosa Blüten hervor. Diese öffnen sich allerdings erst, wenn viele andere Rosen bereits am Verblühen sind. 1932 von Bentall gezüchtet, wächst sie eher breitbuschig und blüht den ganzen Sommer über bis Ende Oktober. Ich schneide mehrfach den verwelkten Blütenflor ab, wodurch alsbald unzählige neue Blüten nachkommen. Im Herbst kürze ich sie kräftig ein. Leider ist sie etwas anfällig für Mehltau.
The Fairy gibt es auch in weiß (The Fairy White) und in rot (The Fairy Rot). Ich habe die beiden ebenfalls in meinem Garten, sie blühen aber bei weitem nicht so überbordend wie die rosa Beetrose.

Sechs Fotos zusammengestellt von unterschiedlichen Blühstadien der Rose The Fairy: große Blütenbüschel von cremeweiß bis hellrosa


BASISREZEPT CHEESECAKE OHNE BACKEN

Menge: 1 Torte

Backform: runde Tortenspringform 22–24 cm

Zutaten

  • 150 g Biskotten (Löffelbiskuits)
  • 125 g geschmolzene Butter
  • ev. 2 EL Sesam, geröstet
  • 6 Blatt Gelatine
  • 440 g (Philadelphia) Frischkäse Doppelrahmstufe
  • 350 g Naturjoghurt 3,5% bzw. Griechisches Joghurt bis 10%
  • 70 g Zucker
  • 2 EL Zitronensaft
    🌹
  • ca. 400g Himbeeren oder Heidelbeeren für die fruchtigen Varianten:
    einige davon püriert für den Cheesecake, die anderen zum Belegen
  • rotes Tortengelee für die Himbeervariante, ev. weißes für die Heidelbeervariante
  • 2 TL Matcha-Grünteepulver für den Matcha-Cheesecake

Zubereitung

  1. Backform vorbereiten und den Boden mit Backtrennpapier auslegen.
  2. Biskotten im Food-Processor fein hacken und zusammen mit der Butter und dem Sesam verkneten. Die Masse auf dem Boden der Springform fest andrücken.
  3. Gelatineblätter einige Minuten in kaltem Wasser einweichen.
  4. Frischkäse, Joghurt, Zucker und Zitronensaft gut verrühren.
  5. Blattgelatine leicht ausdrücken und unter Rühren kurz erwärmen, bis sie sich aufgelöst hat, dann vom Herd nehmen und sogleich 2–3 EL der Frischkäsemasse unterrühren (dadurch kühlt die Gelatinemasse ab).
  6. Nun die Gelatinemasse zügig unter die Frischkäse-Joghurtmasse rühren und diese etwas dünnflüssige Masse auf den Biskottenboden gießen.
  7. Den Cheesecake im Kühlschrank etwa 4 Stunden oder über Nacht fest werden lassen.
Himbeer-Cheesecake dekoriert mit weißer Schokolade und rosa Rosen

Variante Himbeer-Cheesecake

Circa 100 g reife Himbeeren mit einer Gabel zerdrücken und durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. Dann das Himbeerpüree zum Frischkäse mischen.
Die restlichen Himbeeren halbieren und mit der Schnittfläche nach oben auf der halbfesten Cheesecake-Masse auflegen.
Rotes Tortengelee nach Packungsanleitung zubereiten und die Himbeeren damit übergießen.
Eventuell mit einigen Streifen flüssiger weißer Kuvertüre überziehen und mit Rosenblüten dekorieren.

Heidelbeer-Cheesecake, dicht belegt mit Heidelbeeren und rosa Geranenblüten

Variante Heidelbeer-Cheesecake

Circa 100g Heidelbeeren mit dem Pürierstab gut zerkleinern und zum Frischkäse mischen.
Die restlichen Heidelbeeren dicht nebeneinander auf der halbfesten Cheesecake-Masse auflegen.
Eventuell mit weißem Tortengelee übergießen oder alternativ leicht anzuckern.

Matcha-Cheesecake in zartem Grün, bestreut mit dunkelgrünem Matcha-Pulver und kleinen weißen Blüten

Variante Matcha-Cheesecake

80–90 ml heißes Wasser vorbereiten. Matchapulver und 1 EL kaltes Wasser mit einem kleinen Schneebesen bzw. einem Bambusbesen zu einer dicken Paste verrühren, dann nach und nach das heiße Wasser zugießen und weiter aufschlagen, bis sich kleine Bläschen bilden. Den Matcha zum Frischkäse mischen.
Nach dem Festwerden der Cheesecake-Masse mit gesiebtem Grünteepulver bestreuen und ev. mit Holunder- oder anderen essbaren Blüten dekorieren.

Einen schönen September wünscht euch eure sugar&rose.