Schlagwort-Archive: Frischkäsekuchen

Rosen-Kokos-Cheesecake – leicht & erfrischend

Leicht und erfrischend soll ein Sommerdessert idealerweise sein. Am besten im Miniformat wie mein Rosen-Kokos-Cheesecake. Und gut gekühlt, bevorzugt frozen oder halbgefroren. Zudem darf es bei den heißen Temperaturen nicht zu schwer im Magen liegen, weshalb ich im Moment eher kleine Küchlein statt einer großen Torte serviere. Mit dem Duft nach Rosen sowie dem Geschmack von Kokos schicken uns die Mini-Cheesecakes auf Reisen in orientalische und karibische Urlaubsländer.
Für Kalorienbewusste gibt es auch eine fettreduzierte Ausführung und je nach Belieben zwei verschiedene Kuchenböden zur Auswahl, einer davon eine No-bake-Variante.

Ein kleiner Rosen-Kokos-Cheesecake auf einem weißen Vintage-Keramikteller im Vordergrund, drei auf einer kleinen weißen Etagere im Hintergrund, daneben silber Dessertgabel und Löffel mit rosa Masche zusammengebunden, im Hintergrund eine weiße Schale mit einer fuchsifarbenen Rosenblüte
Ein kleiner Rosen-Kokos-Cheesecake auf einem weißen Vintage-Keramikteller im Vordergrund, drei auf einer kleinen weißen Etagere im Hintergrund, daneben silber Dessertgabel und Löffel, die Cheesecakes sind mit kleinen blassrosa Rosenblüten und dunkelrosa Knospen dekoriert

Luftig leichter Rosen-Kokos-Cheesecake

Damit der Cheesecake nicht zur Kalorienbombe wird, habe ich für uns die Käsemasse entsprechend mit fettreduziertem Frischkäse und Joghurt zubereitet. Das Rezept funktioniert ebenso mit gehaltvollem Frischkäse oder Mascarpone und griechischem Joghurt mit 10% Fettgehalt. Und keine Angst vor Gelatine! Im Rezept gibt es eine detaillierte Anleitung zum sicheren Gelingen.
Der Boden besteht aus Haferflocken, Nussmus und Dattelsirup und ist kurz gebacken, wodurch er stabiler als ein Keksboden ist. Wer bei den sommerlichen Temperaturen den Backofen aber nicht aufheizen will, für den gibt es eine No-bake-Variante des Cheesecakebodens.

Drei Stück Mini Rosen-Kokos-Cheesecake auf weißer Etagere von oben fotografiert, dekoriert mit kleinen grünen Blattranken und weißen Blüten einer Hortensie, im Vordergrund ein Schälchen mit weißen Kokos-Chips
Vier Rosen-Kokos-Cheesecake auf Etagere und Dessertteller: unten ist etwa 1 cm hoch der braune Haferflockenboden sichtbar, darüber etwa 4 cm hoch die weiße Käsemasse mit pinken Einschlüssen von Rosenblüten

Frozen Rosen-Kokos-Cheesecake

Bei der seit Wochen anhaltenden Hitze bevorzugen wir im Moment eher Gefrorenes oder kalte Desserts. Die kleinen Rosen-Kokos-Cheesecakes sind sowohl gut gekühlt aus dem Kühlschrank, halbgefroren oder frozen und danach kurz angetaut ein wohltuender Genuss.
Als kleinen Farbtupfer zu den nahezu weißen Küchlein mit pinken Rosenblüten serviere ich selbst gemachtes Rosenmus oder dezent säuerliches Himbeerpüree (zerdrückte Himbeeren).

Frozen Rosen-Kokos-Cheesecake auf weißem Dessertteller, dekoriert mit einem blassrosa Röschen, rosa Rosenknospen und weißen kleinen Blüten; daneben altsilbernes Dessertbesteck, eine Schale mit einer pinken Rosenblüte und ein Schälchen mit rotem Rosenmus in Minilöffelchen

Rose des Monats Juli: Blush Noisette

Die historische Rose Blush Noisette, auch Rosier de Philippe Noisette, (Züchter: Noisette, um 1814) blüht zartrosa und verfärbt im Abblühen zu nahezu Weiß. Die kleinen, zahlreichen Blüten (3–6 cm) sind doppelt gefüllt, die dunkelrosa bis karmesinroten Knospen liegen auf Blütenrispen mit bis zu 30 und mehr Knospen. Wenn die mittelgroße Rose im Mai loslegt, blüht sie in rascher Folge bis in den Oktober hinein. Sie hat einen leicht süßlichen Moschusduft und ist zudem nur wenig bestachelt. Obwohl sie als Kletterrose mit bis zu 2,5 m Höhe gilt, kann sie mit ihren locker überhängenden Zweigen auch als niedrige Strauchrose gezogen werden.
Ich habe die historische Rose bei Praskac in Österreich erstanden, sie ist aber auch bei einigen deutschen Rosenhändlern im Angebot.

6 Ansichten der Blühstadien der kleinblütigen Blush Noisette Rose mit unzähligen Blütenrispen und Knospen
Weiterlesen

Fruchtiger Cheesecake ohne Backen – Basisrezept

Ein Cheesecake schmeckt das ganze Jahr über und nahezu allen! An heißen Sommertagen mache ich meist diese No-Bake-Variante, im Winter lieber den gehaltvolleren, gebackenen New-York-Cheesecake. Zuweilen kommen essbaren Blüten als Topping obenauf, nahezu immer Beeren oder frische Früchte der Saison. Und mit pürierten Früchten färbe ich die Frischkäsemasse passend dazu ein.
Der roten Erdbeer- und Himbeerzeit folgt die blaue mit Heidelbeeren und Brombeeren. Mango, Maracuja und Ananas bilden die gelbe Periode, Kiwi oder Matcha die grüne. Dieser folgt schlussendlich die braune Cheesecake-Saison mit Nüssen und Karamell oder Kaffee und Wintergewürzen.

Himbeer-Cheesecake auf rohweißer Steingutplatte mit weißer Leinenserviette und Blüten der Rose The Fairy

Cheesecake mit Himbeeren

Der dezent süße und superfruchtige Himbeer-Cheesecake ist im Moment unserer absoluter Favorit. Die späten Herbsthimbeeren sind besonders aromatisch. Die heimischen Powerfrüchte enthalten eine Menge Ballaststoffe und reichlich Vitamin B und C und gehören neben Heidelbeeren zu meinen absoluten Lieblingsbeeren.

Himbeer-Cheesecake auf rohweißer Steingutplatte dekoriert mit Streifen weißer Schokolade, grünen Zitronenmelisseblättern und kleinen rosa Röschen

Cheesecake mit Heidelbeeren

Die Heidelbeeren (Blaubeeren, Schwarzbeeren, Moosbeeren) stehen in ihrem Gehalt an gesunden Nährstoffen den Himbeeren um nichts nach. Auch wenn selbstgepflückte heimische Heidelbeeren aus dem Wald ein Hochgenuss sind, bin ich doch froh, dass es die Kulturheidelbeeren das ganze Jahr über gibt. Ohne Beeren im Frühstücksmüsli oder Porridge kann ich nur schwer (über)leben. 😅
Den Heidelbeer-Cheesecake habe ich auch in einer Light-Variante zubereitet. Das Rezept findet ihr hier. Meist übergieße ich auch den Heidelbeer-Cheesecake mit (klarem) Tortengelee, damit die kleinen Beeren beim Schneiden nicht davonrollen.

Heidelbeer-Cheesecake auf blaugrüner Steingutplatte, dicht belegt mit dunkelblauen Heidelbeeren
Heidelbeer-Cheesecake auf blaugrüner Steingutplatte, dekoriert mit rosa Geranienblüten, grünen Blättern und lila Agapanthus-Blüten

Matcha-Cheesecake

Als wir im Frühjahr zur Kirschblüte in Japan waren, habe ich dort einige Male Matcha-Frischkäsekuchen probiert. Mehrfach auch ohne Keksboden und mit entsprechend „wackeliger“ Konsistenz und in unterschiedlichen Grüntönen. Von zart hellgrün bis tief dunkelgrün mit teilweise herb bitterer Note. Am köstlichsten fand ich den Cheesecake in einem Anime-Café in Tokyo mit knusprigem Sesamboden. Seither gebe ich zu meinen No-bake-Kuchenböden einige Löffel gerösteten Sesam hinzu. Diesen kann man natürlich auch weglassen. Sollte man aber unbedingt probieren!
Das Matchapulver habe ich aus Japan mitgebracht. Guten Matcha ohne Zusatzstoffe gibt es online beispielsweise von Matcha Moments (unbezahlte Werbung).

Grüner Matcha-Cheesecake auf blauer Steingutplatte, darunter eine weiße Leinenserviette, daneben weiße Kaukasus-Vergissmeinnicht
Grüner Matcha-Cheesecake auf blauer Steingutplatte, bestreut mit Matcha-Pulver und kleinen weißen Blüten; ein Stück ist bereits herausgeschnitten und liegt zusammen mit einer Dessertgabel auf einem kleinen fliederfarbenen Dessertteller

Meine Rose des Monats: The Fairy

Die Bodendeckerrose The Fairy, die meinen Himbeer-Cheesecake schmückt, bringt eine Hundertschaft an kleinen rosa Blüten hervor. Diese öffnen sich allerdings erst, wenn viele andere Rosen bereits am Verblühen sind. 1932 von Bentall gezüchtet, wächst sie eher breitbuschig und blüht den ganzen Sommer über bis Ende Oktober. Ich schneide mehrfach den verwelkten Blütenflor ab, wodurch alsbald unzählige neue Blüten nachkommen. Im Herbst kürze ich sie kräftig ein. Leider ist sie etwas anfällig für Mehltau.
The Fairy gibt es auch in weiß (The Fairy White) und in rot (The Fairy Rot). Ich habe die beiden ebenfalls in meinem Garten, sie blühen aber bei weitem nicht so überbordend wie die rosa Beetrose.

Sechs Fotos zusammengestellt von unterschiedlichen Blühstadien der Rose The Fairy: große Blütenbüschel von cremeweiß bis hellrosa


BASISREZEPT CHEESECAKE OHNE BACKEN

Menge: 1 Torte

Backform: runde Tortenspringform 22–24 cm

Zutaten

  • 150 g Biskotten (Löffelbiskuits)
  • 125 g geschmolzene Butter
  • ev. 2 EL Sesam, geröstet
  • 6 Blatt Gelatine
  • 440 g (Philadelphia) Frischkäse Doppelrahmstufe
  • 350 g Naturjoghurt 3,5% bzw. Griechisches Joghurt bis 10%
  • 70 g Zucker
  • 2 EL Zitronensaft
    🌹
  • ca. 400g Himbeeren oder Heidelbeeren für die fruchtigen Varianten:
    einige davon püriert für den Cheesecake, die anderen zum Belegen
  • rotes Tortengelee für die Himbeervariante, ev. weißes für die Heidelbeervariante
  • 2 TL Matcha-Grünteepulver für den Matcha-Cheesecake

Zubereitung

  1. Backform vorbereiten und den Boden mit Backtrennpapier auslegen.
  2. Biskotten im Food-Processor fein hacken und zusammen mit der Butter und dem Sesam verkneten. Die Masse auf dem Boden der Springform fest andrücken.
  3. Gelatineblätter einige Minuten in kaltem Wasser einweichen.
  4. Frischkäse, Joghurt, Zucker und Zitronensaft gut verrühren.
  5. Blattgelatine leicht ausdrücken und unter Rühren kurz erwärmen, bis sie sich aufgelöst hat, dann vom Herd nehmen und sogleich 2–3 EL der Frischkäsemasse unterrühren (dadurch kühlt die Gelatinemasse ab).
  6. Nun die Gelatinemasse zügig unter die Frischkäse-Joghurtmasse rühren und diese etwas dünnflüssige Masse auf den Biskottenboden gießen.
  7. Den Cheesecake im Kühlschrank etwa 4 Stunden oder über Nacht fest werden lassen.
Himbeer-Cheesecake dekoriert mit weißer Schokolade und rosa Rosen

Variante Himbeer-Cheesecake

Circa 100 g reife Himbeeren mit einer Gabel zerdrücken und durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. Dann das Himbeerpüree zum Frischkäse mischen.
Die restlichen Himbeeren halbieren und mit der Schnittfläche nach oben auf der halbfesten Cheesecake-Masse auflegen.
Rotes Tortengelee nach Packungsanleitung zubereiten und die Himbeeren damit übergießen.
Eventuell mit einigen Streifen flüssiger weißer Kuvertüre überziehen und mit Rosenblüten dekorieren.

Heidelbeer-Cheesecake, dicht belegt mit Heidelbeeren und rosa Geranenblüten

Variante Heidelbeer-Cheesecake

Circa 100g Heidelbeeren mit dem Pürierstab gut zerkleinern und zum Frischkäse mischen.
Die restlichen Heidelbeeren dicht nebeneinander auf der halbfesten Cheesecake-Masse auflegen.
Eventuell mit weißem Tortengelee übergießen oder alternativ leicht anzuckern.

Matcha-Cheesecake in zartem Grün, bestreut mit dunkelgrünem Matcha-Pulver und kleinen weißen Blüten

Variante Matcha-Cheesecake

80–90 ml heißes Wasser vorbereiten. Matchapulver und 1 EL kaltes Wasser mit einem kleinen Schneebesen bzw. einem Bambusbesen zu einer dicken Paste verrühren, dann nach und nach das heiße Wasser zugießen und weiter aufschlagen, bis sich kleine Bläschen bilden. Den Matcha zum Frischkäse mischen.
Nach dem Festwerden der Cheesecake-Masse mit gesiebtem Grünteepulver bestreuen und ev. mit Holunder- oder anderen essbaren Blüten dekorieren.

Einen schönen September wünscht euch eure sugar&rose.