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Ostereiersuche 2020: Ostertorte mit Osternest

Frühlingssonne, bunte Eier im Garten, Osternester unter blühenden Sträuchern, festliches Beisammensein mit der Familie und Freunden … So war Ostern in den vergangenen Jahren.
Gemeinsames Feiern in großer Runde ist heuer abgesagt. Ostern wollen wir dennoch genießen. Die Ostertorte wird einfach etwas kleiner dimensioniert. Lockeres Biskuit, gefüllt mit frischen Himbeeren und fluffiger Vanillecreme, hauchdünn überzogen mit rosa Marzipan, dekoriert mit Zuckereiern im Osternest … Das ist Ostern 2020!

Rezept Ostertorte mit Himbeeren & Vanillecreme hier als PDF downloaden.

Rosa Ostertorte mit rosa und weißen Zuckereiern im Schokoosternest auf weißem Tortenständer von oben, dahinter ein rosa Herz und rosa Bänder
Rosa Ostertorte mit rosa und weißen Zuckereiern im Schokoosternest auf weißem Tortenständer, dekoriert mit rosa Schleife

Ostertorte mit Himbeeren und fluffiger Vanillecreme

Das Innenleben der zwanzig Zentimeter großen Ostertorte besteht aus drei Biskuitböden, einer Schicht Himbeeren auf Himbeergelee und ganz viel fluffiger Vanilleoberscreme. Hierfür habe ich aus Eigelb, Milch, Vanillemark und Stärke eine Vanillecreme gekocht und mit steif geschlagenem Obers (=Schlagsahne) vermischt. Durch die Beigabe von Sahnesteif hält die Torte auch einige Tage im Kühlschrank.

Vier-Schritte-Anleitung zum Tortenaufbau: 1. Boden mit Himbeeren, 2. Vanillecreme über den Beeren, 3. Biskuitboden auf der Creme, 4. Vanillecreme kuppelförmig aufgebracht

Warum die Ostertorte rosa ist

Zur äußeren Form der Ostertorte wurde ich von der schwedischen Prinzessinnentorte (Prinsesstårta) inspiriert. Deren Kuppel ist mit rosa Marzipan überzogen. On the top sitzt eine Rose aus Marzipan. Ich habe die Torte innen ein wenig abgewandelt und die gelierten Himbeeren durch frische ersetzt. Die Marzipanmenge habe ich halbiert und hauchdünn ausgerollt. Ich bin kein großer Marzipan-Fan, aber hier passt es wunderbar zur Gesamtkomposition – und auch geschmacklich. Wer Marzipan überhaupt nicht ausstehen kann, ersetzt es durch Fondant. Beides gibt es in der Backabteilung von Supermärkten. Und wer Rosa nicht mag, nimmt ein zartes Hellgrün. Auch das sieht wunderschön aus.

Ostertorte mit rosa Marzipanrose und grünen Rosenblättern dekoriert (Prinzessinnentorte), mit zartrosa Schleife mit Herzmotiven umwickelt, dahinter ein Porzellanosterhase

Das Osternest auf der Torte

Das Osternest besteht aus Schokospänen. Für diese habe ich weiße Kuvertüre geschmolzen, mit grüner Lebensmittelfarbe gefärbt und dünn auf eine Marmorplatte aufgetragen. Alternativ geht auch ein Backblech mit Backpapier. Nach dem Trocknen habe ich die Schokolade mit einer Spatel abgeschabt.
Die Ostereier sind hart gekochte und mit Biofarben gefärbte Wachteleier. Weil mir diese für die kleine Torte dann doch zu groß erschienen, habe ich sie schlussendlich durch bunte Zuckereier ersetzt.

1. Weiße und hellgrüne Schokolade dünn auf Steinplatte aufgestrichen, daneben ein Metallspatel; 2. weißer Metallteller mit blauem Rand, darauf Wachteleier bunt gefärbt, in der Mitte ein fliederfarbener Porzellanosterhase
Ostertorte von oben mit grünem Schokonest und zwei bunten Wachteleiern dekoriert, daneben ein pinkfarbener Schokoosterhase in Staniol, zwei hellgrüne Wachteleier und eine hellrosa Schleife

Was meint ihr? Die rosa Zuckereier passen besser als die Wachteleier, oder?

Rosa Ostertorte mit rosa und weißen Zuckereiern im Schokoosternest auf weißem Tortenständer, dekoriert mit rosa Schleife; ein Stück ist herausgeschnitten und liegt auf einem herzförmigen weißen Porzellanteller; hier sieht man die Himbeer-, Biskuit- und Vanillecremeschichten

Frohe Ostern wünscht euch eure sugar&rose.

Herzige Weihnachtsbäckerei: Himbeerherzen

Weihnachtskekse schmecken doppelt so gut, wenn sie eine hübsche Form haben – behaupte ich jetzt einfach mal. Daher kommen die Eisenbahner heuer in Herzform auf den Keksteller: als Himbeerherzen. Ich backe Kekse nicht nur zu Weihnachten, sondern auch zwischendurch zum Verschenken. Herzen passen das ganze Jahr über.
Das feinsüße und zugleich dezent säuerliche Himbeergelee harmoniert hervorragend mit dem Marzipan, aber auch herbes Hagebutten- oder Ribiselgelee passen. Ganz nach Lust und Geschmack.

Himbeerherzen auf Gitterrost, dekoriert mit roten Glasherzen, Tannenzweigen und Zuckerstreuer

Rezept Himbeerherzen hier downloaden.

Weitere Mürbteigrezepte findet Ihr im Blogpost „Kekse backen für Eilige: ein Grundteig, mehrere Sorten!“ oder auf meiner Seite Kekse & Weihnachtsbäckerei.

Himbeerherzen auf Gitterrost, dekoriert mit roten Glasherzen, Tannenzweigen und rotem Deko-Weihnachtsmannschlitten

Himbeerherzen: Mürbteig, Marzipan & Himbeergelee

Eisenbahner– und Ochsenaugen-Rezepte gibt es zahlreiche und auch recht unterschiedliche. Bei vielen wundert es nicht, dass die Marzipanmasse beim Backen zerläuft. Wenn das Marzipan mit zu viel Eiweiß verrührt und zudem bei zu geringer Temperatur überbacken wird, hat man ganz schnell Flunderplätzchen.
Die Mürbteigherzen werden zunächst vorgebacken, dann die Marzipanmasse mit einer Spritztülle an den Rändern entlang aufgebracht. Die Kekse schließlich bei hoher Oberhitze kurz überbacken (Backzeiten im Rezept). Dabei sollte man nicht weggehen, damit die Marzipanränder nicht zu dunkel werden.
Gefüllt habe ich die Herzkekse mit heißem Himbeergelee. Sollte kein kernloses Gelee zur Hand sein, kann passierte Himbeermarmelade verwendet werden. Dazu unter Rühren kurz aufkochen und durch ein Sieb drücken.

4 große und vier kleine Himbeerherzen auf einem grauen Gitterrost, dazwischen drei kleine rote Christbaumanhänger in Herzform. Dahinter zwei kleine Dekotannen und ein roter Weihnachtsmannschlitten

Adventszeit = Dekozeit

Weihnachtskugeln, Kerzen, Geschirr, Platzsets, Dekoblüten in angesagten Farbtönen … und schon ist es passiert. The same procedure as every year!
Die Schubladen sind vollgestopft mit Weihnachtsschmuck. Was ich brauche, sind vier Kerzen für den Adventskranz. Nachhause komme ich mit zahlreichen neuen Dekoartikeln. Einem riesigen Rentier, einem kleinen Holzschaukelpferd, farbig zu den Kerzen passenden Glitzerblüten und einer Weihnachtsmann-Lichterkette. Die musste sein! Kennt ihr das auch?

Weihnachtsdekobildermix draußen und drinnen: Adventskranz, Gartendeko mit rosa Heidekraut und rostigen Metallsternen, Holzkrippe, Metallengel, hölzernes weißes Pferd, Silberschale mit blauen Kugeln und silbernen Sternen

Höchste Zeit für eine Bestandsaufnahme. Alles raus aus den Kästen, in Zweierreihen aufgelegt: links – bleibt, rechts – kommt weg. Echt befreiend so ein Räumtag. Muss ich öfter machen.
Anregung zum kreativen Auflegen meiner Weihnachtsartikel und zum Reflektieren kam vom neuen Buch „Alles was ich habe“. Kein Aufräumratgeber, aber die perfekte Lektüre zum Durchatmen und zur Veränderung des Blickwinkels auf den eigenen Besitz.

Adventskranz auf weinrotem Damasttischtuch, davor ein schwarzes Buch mit Goldlettern "Alles was ich habe"
Adventskranz mit dicken weinroten Kerzen, dekoriert mit weinroten Kunstrosen mit Schneespray, dazwischen Hortensienblüten und getrocknete rosa Rosen

Ich wünsche euch eine stressfreie Adventszeit, Zeit und Muße für Spaziergänge im Schnee (oder auf der grünen Wiese🙃) und die eine oder andere selbst gemachte Weihnachtsbäckerei …
Eure sugar&rose

Eine Baumstammtorte und einen Oskar zum 95er

Meist sind es Hochzeiten oder Taufen, für die eine mehrstöckige Torte gewünscht wird. Hin und wieder ein runder Geburtstag. Selten aber ein 95er. Meine liebe Schwiegermama, beständig wie eine Eiche, fest verwurzelt wie ein Kiefer, reich an Jahren wie ein Mammutbaum, soll eine ganz persönliche und individuelle Torte bekommen. Eine Torte, die den Anlass gebührend würdigt. Eine Baumstammtorte mit einer dicken Schokoladenrinde rundherum.

Rezept für die Baumstammtorte hier downloaden.

Der Tortenbau zu Babel

Eine besonders schöne Bûche de Noël sollte es werden. Eine Biskuitrolle mit baumrindenähnlicher Schoko-Buttercreme. Eine Torte in Form eines Holzscheites. Was könnte zu solch biblischem Alter besser passen als eine Baumstammtorte?
Als die Anzahl der Gäste immer größer wurde, habe ich die Idee beinahe schon aufgegeben. Auch eine gigantisch große Biskuitrolle reicht da nicht. Doch warum liegend? Ein Baumstamm kann doch auch stehen. Und so habe ich drei Torten übereinander gesetzt und einen dicken Baumstumpf aufgebaut. Unterschiedliche Torten für verschiedene Geschmäcker. Gefüllt mit leckeren Cremen. Verbunden durch drei eingesteckte Kunststoff-Stäbchen.
Zuunterst eine Nusstorte, die das Gewicht der zwei weiteren Torten trägt. Eine Schokoladentorte in der Mitte und obenauf eine Schwarzwälder Kirschtorte, die Lieblingstorte meiner Schwiegermama. Natürlich mit ordentlich Kirschgeist. Hicks! 😉

Eine Baumrinde aus Schokolade für die Baumstammtorte

So ein knorriger Baumstumpf braucht eine dicke Rinde. Nur eine Schokoladen-Buttercreme rundum ist mir zu gewöhnlich. Kurz die Überlegung, ob ich mir so eine Fondant-Modellierform zulege, mit der man täuschend echte Baumrinde formen kann. Aber das Teil liegt dann nur herum.
Auf die Idee mit Baumrinde aus Schokolade haben mich die gerade voll trendigen Brushstroke Cakes auf Instagram gebracht. Allerdings waren mir die mit einem dicken Pinsel geformten Schokoladenteile dann doch zu futuristisch für diese Torte.
Schließlich habe ich die Schokolade großflächig auf eine Unterlage aufgestrichen und zum Runden über eine Vase gelegt. Tatsächlich habe ich eine ganze Versuchsreihe gemacht. Einmal mit Backtrennpapier, einmal mit Alufolie und dann noch mit Klarsichtfolie. Das Ergebnis auf Backtrennpapier: eher glatt und fad. Auf Alufolie schon mal sehr dekorativ. Mit Frischhaltefolie bekommt sie aber eine ganz tolle, wellenförmige Struktur. Ich habe alle drei Varianten abwechselnd an der Tortenaußenseite angebracht, zuvor aber noch grüne und graue Lebensmittelfarbe aufgepinselt.

Baumschwämme und Fliegenpilze als Deko

Ein alter Baumstamm braucht natürlich auch Baumschwämme, ein paar Pilze und einen Waldboden. Die Pilze habe ich aus Marzipan geformt, ebenso die Baumschwämme. Dafür habe ich unregelmäßige, dünne Kreise ausgerollt, in der Hälfte zusammengeklappt und etwas zusammengedrückt. Zwei bis drei solcher Lagen übereinander ergeben einen Schwamm. Bepinselt mit grüner und brauner Lebensmittelfarbe sehen sie sehr natürlich aus.
Für den Waldboden habe ich einige Butterkekse zusammen mit grüner Farbe in einen Gefrierbeutel gefüllt und zerdrückt. Die Keksbrösel halten mit etwas Creme auf der hölzernen Tortenplatte.

Der Baum steht und bekommt noch Jahresringe

Die Tortenoberfläche, also den Baumquerschnitt, habe ich vor dem Anbringen der Schokoladenrinde mit einer dünner Schicht Schokoladenfondant abgedeckt und mit einem Pinsel und brauner Farbe Jahresringe aufgemalt. Hier kommen später noch Geburtstagskerzen drauf.

Zufrieden mit dem Ergebnis und auch ein klein wenig stolz auf mein Meisterwerk, fragt mein Mann: „Wie willst du dieses Ding eigentlich transportieren?“ – Ich kleinlaut: „Am Schoß?“ – „200 km? Und wenn ich bremsen muss?“ Hilfe! An das habe ich vor lauter Euphorie nicht gedacht.
Eingeklemmt in eine Kiste und dank einer sehr langsamen, behutsamen Fahrt ist die Torte schließlich heil am Bestimmungsort angekommen.
„Da wird die Oma aber schaun!“. Sie weiß nämlich nichts von einer Feier. Schon gar nicht, dass dreißig Verwandte inklusive Urenkel auftauchen werden … Überraschung!

Einen Oskar für die beste Oma der Welt

Und sie freut sich riesig. Besonders über den Oskar für die beste Oma der Welt! Auch über den Hawaii-Blumenkranz, die riesigen Zahlen-Luftballons, die vielen Blumen und Geschenke und natürlich auch über die Torte. Uups! Da sind ja zwei Torten. In der Familie gibt es noch eine Tortenkünstlerin.
Die Zahlen-Luftballons, sonstiges Dekozeugs und Backzubehör habe ich hier gekauft.

Die Torte anzuschneiden hat mich einiges an Überwindung gekostet. Aber eine Torte ist nun mal zum Essen da, nicht zum Anschauen. Ich habe sie zunächst quer durchgeschnitten. Also die drei Torten wieder auseinander genommen, bevor ich sie für die Gäste in Stücke geteilt habe.
Eigentlich wollte ich euch auch das Innenleben der Torten zeigen. Angesichts der zahlreichen lange nicht mehr gesehenen Verwandten habe ich aber aufs Fotografieren vergessen. Und bis auf die Baumschwämme ist nichts mehr übrig …