Schlagwort-Archive: Zwetschkenkuchen

Zwetschkenwähe

Zwetschkenwähe mit Schmand versus Zwetschkengermfleck

Für eine Geburtstagsfeier habe ich eine Zwetschkenwähe mit Schmand ins Büro mitgebracht. „Echt jetzt? Eine Wähe? Und Schmand? In Wien bäckt man einen Zwetschkenfleck, aber keine Wähe!“ Aufgegessen war sie dennoch binnen Minuten.
Für den flachen, runden Kuchen mit selbst gemachtem Schmand und Obstbelag nehme ich mir – österreichischer Blog hin oder her – die Freiheit, die deutsche Bezeichnung zu verwenden, gibt es doch auch für Schmand hierzulande keine Entsprechung.
Das Rezept für einen typisch österreichischen Zwetschkenfleck mit Germteig habe ich euch hier verlinkt.

Rezept Zwetschkenwähe (Zwetschken-Germkuchen) mit Schmand hier downloaden.

Zwetschkenwähe mit Schmand auf weißem Untergrund mit einer grünen Hortensienblüte, frischen Zwetschken und lila Cosmeablüten als Dekoration

Zwetschkenwähe mit Zwetschen oder mit Zwetschgen?

Jedes Mal, wenn ich ein Zwetschken-Rezept poste, werde ich von aufmerksamen Leserinnen höflich darauf hingewiesen, dass man Zwetschken doch mit G und nicht mit K schreibt. Zwetsche, Zwetschge, Zwetschke … Einem/r Österreicher/in ist das keinesfalls „Powidl“. Wir schreiben (laut österr. Wörterbuch) die Zwetschke mit K.
Und wenn ich in der Zutatenliste Zwetschken angebe, dann meine ich auch Zwetschken. Keinesfalls Pflaumen. Zwetschken haben einen weitaus aromatischeren Geschmack, weshalb in der österreichischen Küche bei Mehlspeisen ausschließlich Zwetschken, Zwetschkenmus oder Powidl zum Einsatz kommen.

Eine braune Keramikschale mit kräftig blauen Zwetschken gefüllt, dahinter ein weißer Metallkrug mit blassrosa-grünen Rosen, daneben eine Holzspule mit breitem Leinenband
Zwetschkenwähe mit Schmand, auf der die aufgeschnittenen und gebackenen Zwetschken kräftig orange und dunkel glänzen, dahinter ein dunkelviolette Gladiolenblüte

Schmand selber zubereiten

Schmand, ein stichfester Sauerrahm mit 20–28% Fettanteil, gibt es in Österreich nicht zu kaufen. Entweder ersetzt man ihn durch einen Mix aus je einer Hälfte Sauerrahm (15%) und Crème Fraîche (32%) – das entspricht in etwa dem Fettgehalt, nicht aber Geschmack und Konsistenz – beziehungsweise bereitet ihn selber zu. Und zwar aus gleichen Teilen Sauerrahm und Schlagobers. Wichtig dabei: Der gut verrührte Mix muss – luftdicht verschlossen – mindestens 2–3 Tage im Kühlschrank rasten. Erst dann bekommt die Mischung den milden Geschmack von sauer gewordenem Obers.
Im Prinzip hat meine Oma bereits Schmand zubereitet, auch wenn sie das Ergebnis nicht so benannt hat. Sie hat frische, fette Kuhmilch einige Tage im Kühlschrank stehen lassen und dann die Fettschicht (Sahne) abgeschöpft. Ergebnis eins war Schlagobers. Diesen Prozess hat sie in den nächsten Tagen mehrfach wiederholt und das frische Milchfett auf das alte gegossen. Verrührt ergab der mittlerweile leicht säuerliche, fettige Rahm als Ergebnis zwei „Schmand“.

Frisch gebackene Zwetschkentarte, dekoriert mit einer kleinen hellgrünen Rosenblüte in der Kuchenmitte – auf weißem Untergrund mit weißem grobem Tuch

Germteig oder Mürbteig für die Zwetschkenwähe mit Schmand?

Eine echte Glaubensfrage. Liebhaber+innen von fluffigem Germteig werden eine Wähe niemals mit fettigem Mürbteig zubereiten. Aber für so eine kleine Menge ist die Zubereitung von Germteig schon recht aufwändig! Außer man greift auf ein Fertigprodukt zurück. Germteig lässt sich aber auf Vorrat herstellen und supergut einfrieren.
Ich verarbeite meist den ganzen Frischgerm-Würfel (42 g) zusammen mit 500 g Mehl und friere den nicht benötigten Germteig direkt nach dem Kneten (noch vor dem Aufgehen) ein. Für eine Wähe mit 32 cm Durchmesser benötigt man etwa 450 g frischen Germteig. Im Rezept ist die Menge für einen Kuchen angeführt.

Großaufnahme der Zwetschkenwähe: die geachtelten Zwetschken mit der Schnittseite nach oben liegen im saftigen Schmand-Bett.

„Fallen die Zwetschken von den Bäumen, beginnt der Herbst“ (alte Weisheit meiner Oma). Ich wünsche euch einen feinen Start in den September. Eure sugar&rose

Einfacher und superschneller Rührteig für alle Obstkuchen

Wer hätte das nicht auch gern? Einen einfachen Rührteig für alle Obstkuchen? Einen Teig, in dem das Obst nicht versinkt? Einen fluffigen, schön flachen und saftigen Kuchenteig? Das Allerbeste kommt aber erst: Dieser Obstkuchen ist in längstens zwanzig Minuten gerührt und gebacken!
Je nach Saison und Vorliebe wird er mit Kirschen, Marillen, Pfirsichen, Beeren oder Zwetschken belegt. Im Herbst auch mit zimtigen Äpfeln oder Birnen.

Rezept Rührteig für Obstkuchen hier downloaden.

Obstkuchen mit Kirschen auf quadratischen weißen Teller, dahinter eine Zuckersieb und orange und gelbe offene Rosenblüten
Obstkuchen mit Marillen in einer quadratischen Emailpfanne auf grau-weiß gestreifter Leinenserviette, davor ein Zuckerstreuer
Obstkuchen mit Zwetschken in einer quadratischen Emailpfanne, dahinter eine lilafarbene Rosenblüte und einige rosa-lila farbene Cosmeablüten

Superschneller Rührteig für Obstkuchen

Das Rezept für den vielseitig einsetzbaren Rührteig stammt mal wieder aus dem Rezeptbuch meiner Oma. Sie hat es allerdings, wie ihr wisst, mit den Mengenangaben nie so genau genommen: ein knappes Viertel Butter, 5 Eier, 2 Schöpfer Zucker, 2 Schöpfer Mehl, etwas Stärkemehl …
Es beginnt immer mit der Frage, wie groß Omas Schöpflöffel war? Ich habe die groben Mengenangaben aber längst in Gramm umgerechnet und den Rührteig viele Male zubereitet. Egal, ob man die Eier trennt oder nicht, er funktioniert. Mit Eischnee wird der Kuchen luftiger, ohne etwas fester – was bei reifem Obst aber auch gut passt.

Quadratische Emailwanne mit noch ungebackenem Rührteig, darauf frische geviertelte Zwetschken mit Anschnitt nach oben. Lila Rose und Cosmeablüten als Deko rundum.

Ein fixfertiger Kuchen in nur 20 Minuten

Wenn der Obstkorb randvoll ist oder aber kurzfristig Besuch angesagt ist, backe ich diesen einfachen Obstkuchen. Damit es ganz schnell geht, meist nur die halbe Menge. In meiner Riess-Email-Minipfanne. Aber auch als Blechkuchen ist er ruckzuck fertig.
Ich schwöre, der Kuchen steht bei mir in längstens 20 Minuten am Tisch: 3 Minuten Teig rühren, 2 Minuten mit Obst belegen und 15 Minuten bei 175–180° C Umluft backen.

Ein quadratischer weißer Teller, darauf ein in kleine Quadrate geschnittener Kirschkuchen, davor ein kleiner weißer Teller, auf dem drei Stücke Kirschkuchen gestapelt sind, davor einige orange Rosenblüten.

Obstbelag nach Saison und Vorliebe

Je nach Saison belege ich den Kuchen mit Heidelbeeren, Kirschen, Marillen, Pfirsichen, Zwetschken (in Deutschland Zwetschgen) oder auch Apfel- und Birnenspalten. Ich habe auch schon Mangos und Ananas probiert. Einzig Erdbeeren sind etwas zu wässrig dafür. Passend zum Obst aromatisiere ich den Teig mal mit Vanille, Zitronenzesten, Rosenwasser oder in Kombination mit Äpfeln auch mit Zimt.
Das Stärkemehl kann auch zur Hälfte durch Kakao ersetzt werden. Der braune Teig passt besonders gut zu Kirschen und Weichseln.
Sind die Marillen oder Zwetschken noch etwas fester, bestreue ich sie vor dem Backen mit braunem Zucker. Das ergibt einen tollen Karamellgeschmack.

Drei Zwetschkenkuchenstücke übereinander gestapelt auf einem kleinen weißen Teller, darunter ein weißes grobes Stoffstück, dekoriert mit einer lila Novalis-Rosenblüte
Ein Stück Marillenkuchen auf einem kleinen weißen Metalltellerchen, bestreut mit Staubzucker, dekoriert mit einer orange-gelben Rosenblüte. Im Hintergrund eine Pfanne mit geschnittenem Marillenkuchen.
Ein kleiner weißer Teller, darauf geschichtet drei Kirschkuchenstücke, dahinter eine kleine Porzeallanschale mit Kirschen und im Hintergrund der angeschnittene Obstkuchen mit Kirschen.

Ich mag ja jedes Obst, vor allem saisonales. Und so beginnt bei uns die Obstkuchen-Saison mit einem Kirschkuchen („Spuckkuchen“), geht über zum Marillenkuchen und im Moment sind wir beim ersten Zwetschkenkuchen. Welcher ist eurer Lieblingsobstkuchen?
Eure sugar&rose.