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Gute-Laune-Eisgugelhupf mit Skyr und Himbeeren

Zum Dahinschmelzen so ein Eisgugelhupf. Raffiniert in seiner Form, vielfältig die unterschiedlichen Schichten mit Mohn und Himbeeren, nicht zu süß durch Skyr und Honig … Ein Eisgugelhupf sorgt immer für gute Laune, auch bei miesem Wetter. Und obwohl ein Eis nie und nimmer geteilt wird, dürfen beim riesigen Eisgugel auch Freunde mitnaschen.

Rezept Eisgugelhupf mit Skyr, Mohn und Himbeeren hier downloaden.

Eisgugelhupf auf unregelmäßig getöpfertem Teller, garniert mit kleinen rosa Röschen und dreieckigen Eiswaffeln, dahinter ein Zweig mit büschelweise rosa Röschen (The Fairy).
Eisgugelhupf in Großaufnahme. Die einzelnen Eisschichten sind gut erkennbar: der Boden aus dunkelrosa Biskuits, darüber eine rosa Himbeereis-Schicht, dann eine Mohneis-Schicht und oben eine weiße Skyr-Eisschicht.

Eisgugelhupf mit rosa Biskuit-Boden

Ein Eisgugelhupf ist überraschend stressfrei zuzubereiten, denn er wartet im Gefrierfach geduldig auf seinen großen Auftritt. Ein Boden aus Biskuits, fruchtigem Himbeerpüree und flüssiger Butter verleiht dem großen Eisgugel einen crunchy Biss. Anstelle der Biscuits Roses können auch Biskotten (Löffelbiskuits) oder knusprige Kekse verwendet werden. Je nach Kekswahl gibt’s zum Eis dann auch ein Knuspererlebnis.

Eisgugelhupf von oben fotografiert, im Hintergrund mehrer Zweige mit rosa Röschen und ein kleiner weißer Teller mit Eiswaffeln.

Eisgugelhupf mit Skyr & frischen Himbeeren

Um Kalorien zu sparen und auch für den dezent säuerlichen Geschmack ersetze ich beim Eismachen das Obers stets zur Hälfte durch Joghurt oder Skyr. Die Natur-Variante von Skyr erinnert in Geschmack und Konsistenz an einen cremigen Magertopfen. Skyr ist fettarm und vergleichsweise zu Joghurt reicher an Eiweiß und Kalzium.

Skyr Natur im Becher, einmal ein hoher und einmal ein niedriger Becher von unterschiedlichen Firmen, beide in hellblau-weiß

Die Himbeeren kommen aus einem Biobetrieb in Niederösterreich. Rund um Wien gibt es zahlreiche Betriebe, die Beeren zum Selberpflücken anbieten. Die kompostierbaren Verpackungsschalen bekommt man teilweise gratis dazu. Die Erntezeit der Himbeeren dauert noch bis Ende September an.

Mehrere Schalen frische Himbeeren in Kartonbechern aneinandergereiht

Für meine Leckermäuler

Ich überrasche meine Familie und unsere Gäste gerne mit selbst gemachtem Eis. Letzten Sommer habe ich mir eine Eismaschine angeschafft. So kann ich die Zuckermenge im Auge behalten und nach Lust und Laune mit Früchten oder Aromen variieren.
Wer den Eisgugelhupf noch toppen möchte, serviert ihn mit Fruchtsauce und frischen Beeren. Und natürlich mit Eiswaffeln. Am besten die mit der feinen Vanillecremefüllung. Ihr wisst schon, die mit der rosa Verpackung und dem Steffl drauf …

Angeschnittener Eisgugelhupf, rundum dekoriert mit Röschen und Eiswaffeln. Im Vordergrund ein kleiner Kristallglateller mit einem Stück vom Eis.
Eisgugelhupfanschnitt auf einem kleinen Teller, daneben ein silberner Eislöffel mit schönen Gravuren im Griff. Dahinter der Eisgugelhupf auf einem hellen Keramikteller.

Lasst uns den Sommer zurückholen mit einem Eisgugelhupf. Die kalte Jahreszeit kommt ohnehin schneller als erwartet. Eure sugar&rose

Zwetschkenwähe

Zwetschkenwähe mit Schmand versus Zwetschkengermfleck

Für eine Geburtstagsfeier habe ich eine Zwetschkenwähe mit Schmand ins Büro mitgebracht. „Echt jetzt? Eine Wähe? Und Schmand? In Wien bäckt man einen Zwetschkenfleck, aber keine Wähe!“ Aufgegessen war sie dennoch binnen Minuten.
Für den flachen, runden Kuchen mit selbst gemachtem Schmand und Obstbelag nehme ich mir – österreichischer Blog hin oder her – die Freiheit, die deutsche Bezeichnung zu verwenden, gibt es doch auch für Schmand hierzulande keine Entsprechung.
Das Rezept für einen typisch österreichischen Zwetschkenfleck mit Germteig habe ich euch hier verlinkt.

Rezept Zwetschkenwähe (Zwetschken-Germkuchen) mit Schmand hier downloaden.

Zwetschkenwähe mit Schmand auf weißem Untergrund mit einer grünen Hortensienblüte, frischen Zwetschken und lila Cosmeablüten als Dekoration

Zwetschkenwähe mit Zwetschen oder mit Zwetschgen?

Jedes Mal, wenn ich ein Zwetschken-Rezept poste, werde ich von aufmerksamen Leserinnen höflich darauf hingewiesen, dass man Zwetschken doch mit G und nicht mit K schreibt. Zwetsche, Zwetschge, Zwetschke … Einem/r Österreicher/in ist das keinesfalls „Powidl“. Wir schreiben (laut österr. Wörterbuch) die Zwetschke mit K.
Und wenn ich in der Zutatenliste Zwetschken angebe, dann meine ich auch Zwetschken. Keinesfalls Pflaumen. Zwetschken haben einen weitaus aromatischeren Geschmack, weshalb in der österreichischen Küche bei Mehlspeisen ausschließlich Zwetschken, Zwetschkenmus oder Powidl zum Einsatz kommen.

Eine braune Keramikschale mit kräftig blauen Zwetschken gefüllt, dahinter ein weißer Metallkrug mit blassrosa-grünen Rosen, daneben eine Holzspule mit breitem Leinenband
Zwetschkenwähe mit Schmand, auf der die aufgeschnittenen und gebackenen Zwetschken kräftig orange und dunkel glänzen, dahinter ein dunkelviolette Gladiolenblüte

Schmand selber zubereiten

Schmand, ein stichfester Sauerrahm mit 20–28% Fettanteil, gibt es in Österreich nicht zu kaufen. Entweder ersetzt man ihn durch einen Mix aus je einer Hälfte Sauerrahm (15%) und Crème Fraîche (32%) – das entspricht in etwa dem Fettgehalt, nicht aber Geschmack und Konsistenz – beziehungsweise bereitet ihn selber zu. Und zwar aus gleichen Teilen Sauerrahm und Schlagobers. Wichtig dabei: Der gut verrührte Mix muss – luftdicht verschlossen – mindestens 2–3 Tage im Kühlschrank rasten. Erst dann bekommt die Mischung den milden Geschmack von sauer gewordenem Obers.
Im Prinzip hat meine Oma bereits Schmand zubereitet, auch wenn sie das Ergebnis nicht so benannt hat. Sie hat frische, fette Kuhmilch einige Tage im Kühlschrank stehen lassen und dann die Fettschicht (Sahne) abgeschöpft. Ergebnis eins war Schlagobers. Diesen Prozess hat sie in den nächsten Tagen mehrfach wiederholt und das frische Milchfett auf das alte gegossen. Verrührt ergab der mittlerweile leicht säuerliche, fettige Rahm als Ergebnis zwei „Schmand“.

Frisch gebackene Zwetschkentarte, dekoriert mit einer kleinen hellgrünen Rosenblüte in der Kuchenmitte – auf weißem Untergrund mit weißem grobem Tuch

Germteig oder Mürbteig für die Zwetschkenwähe mit Schmand?

Eine echte Glaubensfrage. Liebhaber+innen von fluffigem Germteig werden eine Wähe niemals mit fettigem Mürbteig zubereiten. Aber für so eine kleine Menge ist die Zubereitung von Germteig schon recht aufwändig! Außer man greift auf ein Fertigprodukt zurück. Germteig lässt sich aber auf Vorrat herstellen und supergut einfrieren.
Ich verarbeite meist den ganzen Frischgerm-Würfel (42 g) zusammen mit 500 g Mehl und friere den nicht benötigten Germteig direkt nach dem Kneten (noch vor dem Aufgehen) ein. Für eine Wähe mit 32 cm Durchmesser benötigt man etwa 450 g frischen Germteig. Im Rezept ist die Menge für einen Kuchen angeführt.

Großaufnahme der Zwetschkenwähe: die geachtelten Zwetschken mit der Schnittseite nach oben liegen im saftigen Schmand-Bett.

„Fallen die Zwetschken von den Bäumen, beginnt der Herbst“ (alte Weisheit meiner Oma). Ich wünsche euch einen feinen Start in den September. Eure sugar&rose