Ein knuspriger Kirsch-Crumble mit saftigen Kirschen und Haferflocken-Saaten-Streuseln ist rasch zubereitet. Und bei uns somit ein Fixstarter am sommerlichen Frühstückstisch. Im Unterschied zu Streuselkuchen hat ein Crumble keinen Teigboden. Also Frucht pur mit knusprigen Streuseln!
Frisch aus dem Ofen schmeckt ein Crumble am allerbesten – vorzugsweise mit kühlem Skyr oder Sauerrahm als Topping. Ob zum Frühstück oder als Dessert, ein Crumble geht immer. An heißen Tagen auch kalt und mit einer Portion Vanilleeis.
Crumble hält sich mehrere Tage im Kühlschrank und kann bei Bedarf auch aufgebacken werden.

Saftiges Obst als Basis
Nahezu alle Früchte – Äpfel, Birnen, Beeren, Kirschen, Marillen, Pfirsiche, Zwetschken oder auch Rhabarber – können für einen Crumble verwendet werden. Damit saftiges oder überreifes Obst die Streusel nicht matschig macht, bestreut man es nach dem Zerkleinern mit etwas Stärke (Maizena). Eventuell auch mit Zucker – sofern die Früchte nicht ausreichend süß sind. Zudem kann das Obst mit Zimt, Vanille oder Kardamom gewürzt werden. Schon mal Rosmarin, Lavendel oder Chili zum Aromatisieren von Fruchtdesserts probiert?

Extra knusprige Streusel für den Kirsch-Crumble
Ohne Butter keine Streusel! Nichts ist grauenvoller als staubtrockene Streusel. Aber alles mit Maß und Ziel, zu viel Butter macht sie matschig. Für knusprige, krümelige Streusel werden die kalten Butterstücke mit den Fingerspitzen zügig in die Haferflocken oder Mehl-Zucker-Mischung eingeknetet.
Damit die Streusel nicht nur knusprig, sondern vollwertiger sind, habe ich den Großteil des Mehls durch Haferflocken, Mandeln und Saaten ersetzt.

Streuselkuchen, Crumble und Cobbler
Kleiner Exkurs zu den Rezeptbezeichnungen: Während für Streuselkuchen ein Kuchenboden (meist mit Fruchtbelag) mit Streuseln bedeckt wird, werden beim Crumble die Streusel nur locker auf eine Obstschicht aufgestreut.
Für einen Cobbler wiederum wird das Obst mit einer geschlossenen (Rühr-)Teigschicht abgedeckt und knusprig gebacken. Ein Rezept für einen Marillen-Kirsch-Cobbler findet ihr hier.

Rose des Monats Juli: Nostalgie
Vielleicht erinnert ihr euch noch an diese traumhaft schöne Edelrose mit kirschrotem Rand um die cremeweiße Blütenmitte. Die öfter blühende Nostalgie von Tantau habe ich hier schon einmal vorgestellt. Aber ich liebe sie sehr und sie blüht im Moment so reichlich, dass ich auch Blüten für die Vase schneiden kann – und sie harmoniert einfach perfekt mit Kirschen.
Die zweifärbigen runden Blüten wirken in der Morgensonne wie zartes Porzellan, während sich die Ränder abends in ein kräftiges Rot mit nahezu strahlend weißer Mitte verwandeln.


































Für meine Kirsch-Tartelettes habe ich den Boden mit einem Püree aus frischen Kirschen bestrichen. Es kann aber genauso gut Kirschmarmelade oder ein anderer Fruchtaufstrich sein. Darauf habe ich halbierte, entsteinte Kirschen gesetzt.
Kirschen mit Stielen zu pflücken habe ich als Kind gehasst. Weil es ohne ja viel schneller ging. Jetzt erst erschließt sich mir der Grund. Sie bleiben länger frisch, weil so der Saft nicht austreten kann. Also möglichst mit Stiel pflücken oder kaufen und im Kühlschrank lagern, wenn sie nicht gleich gegessen werden.


So ein Miniküchlein teilt man nur ungern. Aber ich rechne dennoch eine Tartelette für zwei Personen. Die Mascarpone-Oberscreme hat doch ein paar Kaloriechen …
Derzeit blühen in meinem Garten die Rosen James Galway und The Wedgwood Rose überreichlich. Da dürfen auch ein paar in die Vase. Mit dieser Schale voll englischer Rosen wünsche ich euch eine schöne Woche.





Lust bekommen auf (m)einen Marillen-Kirsch-Topfentraum?

In der Hauptsaison gab und gibt es bei uns nahezu jede Woche einen Kirschauflauf. Wenn die Kirschen richtig reif sind, spare ich allerdings beim Zucker rund die Hälfte ein. Am liebsten backe ich ihn in meinem 
Von den Basiszutaten ist auch dieser superschnelle Kirschkuchen ein Art Pfannkuchenteig, nur mengenmäßig etwas anders zusammengesetzt und raffinierter gewürzt. Ich finde nämlich, dass – sparsam eingesetzt – Zimt und Nelkenpulver perfekt mit den Kirschen harmonieren.


Am besten aber schmeckte der warme Kirschauflauf, den wir Kinder als Hauptmahlzeit serviert bekamen. Ich liebte diese Mehlspeisenfreitage. Der flauschig weiche Auflauf wurde nicht am Blech gebacken, sondern in einer Rein. Einer länglichen mit zwei Griffen. Sie stand im Rohr, bis wir von der Schule kamen. So konnte der Auflauf langsam ausdampfen und blieb dabei warm. Schon damals war es eine Riess-Email-Pfanne, allerdings nicht in den zuckersüßen Pastelltönen wie heute, sondern in der klassischen rostroten Außenfarbe der Nachkriegszeit.
