Archiv der Kategorie: Kuchen

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Himbeer-Zitronen-Swirl Gugelhupf

Himbeer-Zitronen-Swirl1„Magst du uns zum Wochenende einen Gugelhupf backen?“ – Ja, ich mochte. Seit mir meine Oma, als ich etwa sieben Jahre alt war, gezeigt hatte, wie man einen Marmorgugelhupf zubereitet, wollte ich nicht mehr aufhören mit Gugelhupfbacken.
Das Rezept war einfach. Butter, Zucker, Eier, Mehl, Kakao und Milch. In den kleinen Haas-Rezeptheftchen, die in den 70er-Jahren in vielen Haushalten zu finden waren, gab es natürlich auch Varianten wie Jausengugelhupf, Kranzkuchen oder Sonntagskuchen …  😉 Ich habe die Rezepte systematisch durchprobiert und so meine Kuchenbackkünste perfektioniert.
Gugelhupf backe ich noch immer gerne. Heute allerdings meist mit Zutaten wie Buttermilch und Pflanzenöl. Damit wird er herrlich flauschig und luftig leicht. Und ich aromatisiere mit Orangen-/Zitronenzesten oder Baileys, ergänze Maroni, Cranberrys oder Pistazien … Und hin und wieder bleibt er klassisch. Nur ein Marmorgugelhupf mit viel Staubzucker.

Himbeer-Zitronengugel1Aber Marmorkuchen muss nicht zwingend braun-weiß sein. Bald ist Valentinstag und ich überlege bereits, welches rosa Gebäck ich meinen Liebsten servieren werde. Beim Betrachten diverser Red-Velvet-Rezepte poppte die Idee auf, einen rot-weißen Gugelhupf zu backen.
Ich liebe Himbeeren – wie ihr wisst. Den Gugelhupf wollte ich aber nicht mit frischen Himbeeren machen, da wird er matschig. Daher habe ich den dunklen Teil mit gefriergetrockneten Himbeeren eingefärbt, die ich zu Pulver vermahlen habe. Das ergibt eine herrlich rote Farbe. Den hellen Teigteil habe ich mit den Zesten von zwei Biozitronen aromatisiert. Himbeeren und Zitrone, eine erfrischende Kombination!

Himbeer-Zitronengugel2Himbeer-Zitronengugel4Mit Puderzucker bestreut schmeckt der rot-weiße Gugelhupf bereits ausreichend fruchtig. Für unsere Besucher wollte ich ihn aber noch ein wenig aufpeppen.
Ich habe den Gugel wie Tortenböden in Scheiben geschnitten und diese um einige Grad gedreht – die Zacken versetzt – wieder zusammengebaut.

Himbeer-Zitronen-Swirl2Himbeer-Zitronen-Swirl5Und auf den dadurch entstandenen kleinen Plateaus habe ich je einen Tupfen Mascarponecreme und eine halbe Himbeere platziert. Aus dem Gugelhupf wurde ein Törtchen. Mit der rosa Ranunkel on the top sogar ein Feiertagstörtchen.

Himbeer-Zitronen-Swirl-GugelhupfKurz habe ich überlegt, ob ich die einzelnen Kuchenböden vor dem Zusammensetzen mit Creme bestreiche, mich aber dann dagegen entschieden. Das Himbeer-Zitronen-Aroma des Kuchens selbst würde damit geschmacklich überlagert.

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Ohne Cremefüllung sind allerdings keine klassischen Kuchenstücke zu schneiden. Wir haben ihn daher wie im Bergbau schichtweise von oben nach unten „abgebaut“. Ein etwas anderes Gugelhupf-Erlebnis!

Zum Rezept

Besoffener Mostschober

Minikapuziner, Mostgugln oder Bröslküchlein. Namen für diese typisch österreichische Süßspeise gibt es viele: Besoffener Kapuziner, B’soffene Liesl, Durstige Nonne oder Bröselpudding. Ich will gar nicht wissen, woher diese Bezeichnungen alle stammen. Bei meiner Mühlviertler Oma hieß der mit Gewürzmost getränkte Kuchen Mostschober oder Bröslschober, weil der Kuchen (= ugs. Schober) mit Semmelbrösel (Paniermehl) zubereitet und mit gewürztem Birnenmost übergossen wurde. Meist stark gezuckert, weil Birnenmost im Vergleich zu Apfelmost eher herb ist.

Rezept Bessoffene Minikapuziner hier downloaden.

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Sobald im Herbst der erste Most gepresst wurde, gab es bei Oma eine süße Mostsuppe und später, wenn der Most vergoren war, einen Besoffenen Kapuziner. In Kranzkuchenform gebacken und in einer Steingut-Schüssel platziert, hat sie ihn am Samstag Abend zubereitet, damit er Sonntag mittags abgekühlt und gut vollgesogen war.
Warum wir Kinder immer nur ein ganz kleines Stück bekamen, war mir damals nicht klar. Heute weiß ich nur zu gut, warum uns dieser saftige Kuchen vorenthalten wurde. Hicks! 😉

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Letzte Woche haben wir in der Südsteiermark einen wunderschönen Herbsttag verbracht. Hoch oben in Kitzeck konnten wir einen frischen Schilchersturm genießen. Köstlich und sehr süß. Aber schon das erste Viertel hatte es in sich, ganz zu schweigen vom zweiten …
Beim Geruch der frischen Weintrestern und des Mosts erinnerte ich mich an dieses einfache und köstliche Herbstrezept. Und es stellte sich wieder mal die Frage: mit Most oder mit Wein?
Meine Schwiegermutter aus dem Weinviertel verwendete nämlich statt Most Glühwein zum Tränken, also Grünen Veltliner mit Zimtstangen, Gewürznelken und Zucker. Und so diskutierten wir auf  der Heimfahrt, wie der Kapuziner besser schmeckt: mit Most oder mit Wein?
Am Spittelberg entdeckte ich dann zufällig einen Speckbirnenmost vom Grossreither Hof aus Kaumberg/NÖ. Damit war das Problem gelöst. Eine gute Entscheidung!

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Anstelle eines großen Gugelhupfs habe ich kleine Gugl gebacken. Erstens geht das Backen schneller und zweites sind sie besser portionierbar.
Und eine weitere Entscheidung stand an: lauwarm und mit einer Portion geschlagenem Obers oder kalt und pur? Für mich auf jeden Fall letzteres. Aber das muss jede/jeder für sich entscheiden!

Walnüsse, Kürbis, Karamell – Brot oder Kuchen?

Walnüsse in Hülle und Fülle! Noch habe ich nicht alle vom Vorjahr verbraucht und schon sind die frischen da. Jeden Oktober, wenn wir für den Winter Kaminholz einlagern, bringt unser Holzlieferant aus dem Weinviertel Nuss-Nachschub für Weihnachtskekse.
Selbstverständlich bekommt er zum Dank einen Nusskuchen serviert. Dazu aber später.

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Walnuss-Dinkelvollkornbrot mit Kürbis

Zunächst zum Brot. Gutes Brot ist nicht immer leicht zu bekommen und wenn doch, dann meist sehr teuer. Bei Gragger oder Joseph Brot in der Wiener Innenstadt gibt es solches, aber man legt schon eine Menge ab für einen frisch gebackenen Laib.
Ich backe gerne selber. Da weiß ich ganz genau, was drinnen ist und vor allem, was nicht. Zum Beispiel enthält Bäckerbrot oft viel zu viel Salz, ganz zu schweigen von Farb- und Konservierungsstoffen …
Je nachdem, wie viel Zeit ich gerade habe, backe ich mal mit Sauerteig, mal mit Hefe. Und bei der Fülle an frischen Walnüssen wusste ich sofort, welches Brot diese Woche auf den Tisch kommt. Frisches Walnussbrot!
Zugegeben, das Auslösen der Nüsse macht schon Arbeit, aber bei diesen großen Nüssen, sind 100 Gramm schnell geknackt. Und gleich ein paar mehr für einen Kuchen …

Walnuesse2Walnuesse1Walnuss-Dinkelbrot4Damit mein Dinkelvollkornbrot auch schön saftig wird, habe ich etwas Kürbis hinein gerieben. Dieser ist kaum zu spüren, macht das Hefevollkornbrot aber zusammen mit der Buttermilch geschmeidig und locker. Zwei kleine Laibe geformt und ab ins Rohr.
Ich liebe den Duft, der beim Brotbacken durch die Küche bzw. durchs ganze Haus zieht. Wie in einer Backstube.
Nach einer knappen Stunde ziehe ich mein Walnussbrot aus dem Ofen und kann kaum erwarten, dass es abkühlt und ich es anschneiden kann. Dazu ein Stück französischer Weichkäse? Oder doch lieber Butter und Marillenmarmelade? Die Qual der Wahl.

Walnuss-Karamellkuchen mit Birne

Das Brot ist fertig. Jetzt ran an den Kuchen! Nusskuchen natürlich. Mit Birne. Und als Topping frische Walnüsse und viel, viel Karamell …

Walnusskaramllkuchen4Zunächst habe ich einen Nusskuchen gebacken mit großen, saftigen Birnenstücken drin. Oben auf kommt warmes Karamell mit einer Menge frischer Walnüsse. Nicht wenige Kalorien, ja. Aber Walnüsse sind reich an Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen. Man isst ja nicht gleich den ganzen Kuchen, oder?
Zum Rezept.

Zurück zum Brot. Hier einige TIPPS zum Backen von HEFETEIGBROT: Nach dem zügigen Verrühren der Zutaten stelle ich den mit etwas Wasser befeuchteten Teig zum schnelleren Aufgehen ins 40–50 °C vorgewärmte Rohr. Damit das Brot besonders knusprig wird, heize ich danach das Backblech für 10 Minuten auf 250 °C auf, setze das Brot auf das heiße Blech und reduziere die Temperatur zum Backen auf 180 °C. Nach 55–60 Minuten ist das Brot fertig. Zur Überprüfung klopfe ich auf die Brotunterseite. Das Klopfen klingt hohl, wenn das Brot durchgebacken ist.
Die bekannte Tasse Wasser im Ofen bringt nichts und beschädigt vielmehr auf Dauer das Backrohr. Ich besprühe gleich beim Einschieben des Brotteigs das Blech mit etwas Wasser aus einem sauberen Blumensprüher. Das ist ausreichend Feuchtigkeit für eine knusprige Kruste. Ganz wichtig: Das Brot gleich nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen lassen, sonst weicht die Kruste wieder auf.

Walnuss-Dinkelbrot3Und? Lust bekommen auf euer eigenes Brot? Brotbacken kann jeder. Bei meinen Brotbackrezepten gibt es genaue Anleitungen zum sicheren Gelingen.

Zum Walnuss-Dinkelbrot-Rezept.

Was ich liebe – Mohn & Zwetschke

Es gibt so viele Gründe, das Leben zu lieben … Im Moment liebe ich den Herbst mit den traumhaften Blau- und Violett-Tönen. Wieso Blau? Ist der Herbst nicht eher rot und goldfarben?
Ja, auch. Aber in meinem Garten blühen die blauvioletten Rosen um die Wette und die Hauszwetschken und Pflaumen sind überreif. Perfekt zum Einkochen! Zu Pflaumenmus, Zwetschkenkompott, Powidl oder Marmelade.

Mohn-Zwetschken-Schichtdessert

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Und zum Wochenende gibt es ein Mohn-Dessert mit Zwetschken und Blaumohn! Oder einen warmen Mohnkuchen … Ich bin ja bekennende Mohnliebhaberin, wie ihr vielleicht wisst.

Warmer Mohnkuchen im Glas mit Skyr & Pflaumen

mohn-pflaume-2Für Kuchen im Glas und alle meine Mohnküchlein habe ich ein einfaches Basisrezept meiner Oma hervorgeholt. Je nach Vorräten im Kühlschrank ergänze ich es mit Joghurt, Sauerrahm oder Buttermilch. Dadurch wird der Kuchen schön saftig.
Ab ins Glas, direkt darin gebacken und noch warm serviert. Durch die kleine Teigmenge geht das ruck, zuck. Obenauf etwas Powidl und Kompott, einen Löffel Skyr und eine Dekopflaume. Fertig!

Sollten wider Erwarten Küchlein übrig bleiben, teile ich sie in Scheiben und schichte sie mit Mascarponecreme und Zwetschkenkompott zu einem kalten Dessert auf.

„Was wir lieben“ – 365 Liebeserklärungen an den Alltag

Mohn-Zwetschke-WaswirliebenWaswirlieben2Heute habe ich von meiner Rose „Blue for you“ einige der faszinierend schönen Blüten in die Wohnung geholt und sie in eine Jugendstil-Schale gelegt. Ich liebe Blumensträuße und behalte sie, bis sie auseinander fallen
Was liebe ich noch? – Frühstück, Backen, ein Mohndessert … Dadurch hat sich das Aufstehen heute schon gelohnt. Diese und andere Liebenswürdigkeiten des Alltags in meinem Notizkalender zaubern mir jeden Morgen ein Schmunzeln auf die Lippen, wenn ich ein Blatt abreiße.

Zwetschkenkompott

Zwetschkenkompott1Blueforyou2Und ich habe erstmals selber Zwetschkenkompott eingekocht. Zu Omas Zeiten war die Speisekammer im Winter prallvoll mit Kompotten, Marmeladen und eingelegten Gemüsen. Ist ja auch wirklich keine Hexerei. Wenn man doch nur wo Zeit zukaufen könnte …
Zwetschken halbieren, entkernen, in ein verschließbares Glas schichten, Wasser und etwas Rotwein mit Zucker aufkochen und über die Zwetschken gießen. Selbst gemachtes Kompott ist nicht so überzuckert wie gekauftes, kann man doch die Zuckermenge selbst bestimmen.
Für das Mohn-Schichtdessert kann notfalls aber auch Fertigkompott verwendet werden.

Mohnküchlein mit Mascarpone-Topping & kandierten Veilchen

agadampfmohn-bio1.jpgMohnkuechlein-Veilchen5Als Mohnliebhaberin probiere ich immer wieder mal unterschiedliche Mohnsorten aus. Mohn mahlen ist eher mühsam, weil er ohne die richtige Mühle meist unregelmäßig zerkleinert wird. Und in den Fertigpackungen ist er für viele Mehlspeisen zu grob.
Kürzlich habe ich einen Biomohn entdeckt, agaDAMPFMOHN von agaSAAT. Dieser ist fein gemahlen, hat einen angenehm nussigen Geschmack und eine schöne dunkle Farbe. Er kann direkt aus der Verpackung verwendet werden und ist lange haltbar. Bei Mohn für Strudel und Mohn-Hefegebäck ist für mich ein entscheidendes Kriterium, dass die kräftige Farbe beim Backen erhalten bleibt.
Die kleinen Mohnküchlein sind aus derselben Mohnmasse wie die Kuchen im Glas und dank agaDAMPFMOHN schön dunkel und saftig. Als Topping habe ich eine schnell gerührte Mascarponecreme aufgeschichtet und sie passend zu den blauen und violetten Blüten mit kandierten Veilchen dekoriert.

Mohnkuechlein-Veilchen2Mohnkuechlein-Veilchen6Mohnkuechlein-Veilchen3Kandierte Blüten gibt es fertig zu kaufen. Sie sind aber ebenso einfach selbst herzustellen. Die Blütenblätter werden dazu in Zuckersirup getaucht und getrocknet. Kandierte Veilchen … war das nicht die Lieblingssüßigkeit unserer legendären Kaiserin Sissi?

Zu den Rezepten geht’s hier:
Warmer Mohnkuchen im Glas mit Skyr & Pflaumen
Mohnküchlein mit Mascarpone-Topping & kandierten Veilchen
Mohn-Zwetschen-Schichtdessert
Kandierte Veilchen
Zwetschenkompott mit Rosenöl

Zitronentarte, Baiserwolken & Sommerausklang

Bevor endgültig der Herbst mit seiner Apfel-, Birnen-, Zwetschken- und Kastanienfülle in meine Küche einzieht, erweise ich – an diesem warmen Septemberwochenende – nochmals dem Sommer meine Referenz: mit frischen Zitrusfrüchten.

Zitronentarte-Schnitte3Zitronentarte-Schnitte1.jpgJetzt sind die Zitronen gerade richtig saftig und supergroß, der Zitrusduft beim Abreiben der Schalen echt kräftig. Die Zitronen müssen essbar und unbedingt unbehandelt sein, denn in diese Zitronencreme kommt eine ganze Menge Zitrusabrieb sowie der Saft von 4 bis 5 Zitronen.

Ich habe für meine Zitronentarte ein weiteres Mal ein Basisrezept von den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen verwendet, sind sie doch bekannt für ihre köstlichen Bäckereien. Im Buch „Kuchen und Torten“ gibt es kaum ein Rezept, das ich nicht nachbacken möchte.
Weil es dieses Mal schnell gehen musste, habe ich einen fertigen, süßen Mürbteig aus dem Kühlregal verwendet. Natürlich schmeckt ein selbst gemachter Teig mit etwas Zitronenschale und Mandeln vollmundiger. Aber die kräftige Zitronencreme ist ohnehin sehr aromatisch.
Am schönsten an dieser Tarte ist die Unmenge Baiser obenauf. Für eine Zitrusfruchttarte sollte man „weiche“ Baisermasse verwenden, damit sie beim Schneiden nicht in Stücke bricht. Das Schaumgebilde wird im Rohr nur leicht gebräunt.

Zitronentarte-klein2Vom übrig gebliebenen Mürbteig habe ich noch zwei kleine Tarteletteförmchen befüllt. Gerade die richtige Mehlspeis-Portion zum Nachmittagskaffee: zuerst durch die Baiserwolken tauchen, dann das Zitrusmeer durchschwimmen und schließlich am Knusperboden landen … 😉

Zum Rezept

Schokokuss-Schnitten

Schokokuss küsst Himbeere

Bereits 1926 erfand Niemetz die Schwedenbomben, benannte die Kreation nach seinem schwedischen Freund und ließ sie auch markenrechtlich schützen. Der Geschmack ist immer noch der gleiche. Schoko- bzw. Schaumküsse gibt es viele, aber nur eine Schwedenbombe!
Habt ihr auch vor drei Jahren, als die Wiener Manufaktur in die Insolvenz schlitterte, mit Spontankäufen die Regale leergeräumt? – Es gibt sie jedenfalls wieder. Im 6er-Pack oder in der 20-Stück-Kartonverpackung.
Welche der beiden Sorten habt ihr lieber? Die mit Kakaoglasur oder die mit zusätzlichen Kokosstreuseln? Also ich mag beide.
Zuerst eine ohne, dann eine mit, dann wieder eine ohne … Upps! Ein paar brauche ich noch für die Schwedenbombencreme!

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Schwedenbombenschnitten mit Himbeeren

Schwedenbombencreme harmoniert wunderbar mit Beeren, vor allem mit Himbeeren. Ich habe im neuen Band der Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen (soeben im Pichler Verlag erschienen) ein tolles Kuchenrezept entdeckt und nachgekocht.
Ein Biskuitboden, darauf eine Schicht Himbeer-Fruchtpüree und darüber eine dicke Schicht Schwedenbombencreme. Dekoriert mit Schokoraspeln und vielen Himbeeren.
Die Anzahl der Schwedenbomben in der Creme habe ich allerdings verdoppelt, damit ihr Geschmack auch richtig zur Geltung kommt.

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Für Gartenfeste, größere Familienfeiern oder als Mitbringsel zu einer Party ein optimaler Sommerkuchen. Vorportioniert und direkt am Blech serviert reicht so ein 30 x 40 cm großer Kuchen für etwa 18 Personen.
Lust auf weitere Kuchen & Torten von den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen? Dieses und die beiden anderen Bücher der Hochzeitsbäckerinnen gibt es im Buchhandel oder online hier.

Zum Rezept

Notfall-Mug-Cake (Tassenküchlein)

Es gibt sie öfter mal, diese Stresstage. Da brauche ich ganz schnell Süßes, Schokolade oder ein Stück Kuchen. Doch was tun, wenn die Süßigkeitenlade leer ist? Kuchen backen? Das dauert viel zu lange!
Mein „Lebensretter“ ist ein Mug Cake (Tassenkuchen). Er bekämpft abrupt jegliche Unterzuckerung. Ich verrühre direkt in der Tasse etwas Zucker, Ei, ein paar Löffel Mehl, Joghurt oder Butter – man braucht weder Waage, Mixer noch Backform. Ab in die Mikrowelle. In knapp zwei Minuten ist mein Küchlein fertig. Huch, gerade noch rechtzeitig. 😉

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Das Basisrezept variiere ich nach Lust und Laune und Vorratsschrank mit zartschmelzenden Schokostückchen, Kokosflocken, frischen Beeren oder auch mal mutig als Red Velvet Cake.
Und steht überraschend Besuch vor der Tür, wird der Teig auf mehrere Tassen aufgeteilt. Je nach Wattanzahl und Bechergröße variiert die Backzeit leicht. Kleine Tassen fülle ich nur zur Hälfte bzw. wickle oben eine Papiermanschette herum, da der Teig noch aufgeht. Natürlich kann man die Küchlein auch im Rohr backen. Dazu bedarf es aber einer ofenfesten Tasse und die Backzeit verlängert sich.

schokomugredvelvetmug1Mit Fertigmischungen aus dem Handel ist man eine halbe Minute schneller am Ziel. Aber mal ehrlich, auch diese müssen mit Milch angerührt werden. Und hat man einmal die Zutatenliste gelesen, greift man ob der vielen E-Nummern und Zusätze besser in die eigene Backlade. Red Velvet Cakes färbe ich mit Himbeeren oder Rote-Beete-Smoothie bzw. mit natürlicher Lebensmittelfarbe ohne Zusätze.

mug-Bunt1Und manchmal ist BUNT meine Lieblingsfarbe. Ein mit echtem Stoff bezogenes Blank Book hat mich zu einem Sprinkles Mug Cake inspiriert. Das Küchlein birgt in seinem Innersten viele bunte Konfetti-Zuckerstreusel und auf der Kuchenoberfläche zerschmelzen die rosa und hellblauen Rosenschokoladestücke durch die Kuchenwärme.

mugcake5Ähnlich wie bei Cupcakes macht das Topping die Mug Cakes zu kleinen Kunstwerken. Ob Cheescake-Frosting, Buttercreme, Schlagobers, Schoko-, Karamell- oder Fruchtsauce, ob Sprinkles oder Minimarshmallows, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt …
Zu den Notfallrezepten: 3erlei Tassenküchlein, Sprinkles Mug Cake.

♥ sugarandrose

Rosenbaiser – die etwas andere Roulade

Besuch ist angesagt. Rasch eine Biskuitroulade backen und mit Marmelade oder Beerenobers füllen. Ich kenne niemanden, der keine Roulade mag. Leider auch kaum jemanden, der nicht bereits eine Biskuitroulade von mir serviert bekam …
Während ich Eiweiß und Zucker steif schlage, der Gedanke: Warum nicht nur mit „Schnee“? Und so streiche ich die Baisermasse aufs Blech … Baiserroulade statt Biskuitroulade.

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Rosenbaiser-Himbeer-Roulade

Ich liebe Baiser (auch Spanischer Wind oder Meringue) seit meiner Kindheit, dieses zuckersüße Schaumgebäck, welches zu Weihnachten in Form von Windringerln am Baum hing. Selbstgebacken von Oma natürlich!
Eine Baisermasse ist im Handumdrehen aus Eiweiß und Kristallzucker gerührt. Wichtig dabei nur, dass die Rührschüssel fettfrei, das Eiweiß frei von Dotterresten sowie die Masse ausreichend lang geschlagen ist. Der Eischnee muss stichfest sein bzw. „Spitzen“ ziehen. Für die Rouladenmasse habe ich ihn mit etwas Maisstärke gefestigt – und natürlich mit Rosenöl aromatisiert.

Baisermasse ist an sich bereits sehr süß, daher braucht die Füllung keinen oder kaum Zucker. Frische Himbeeren geben einen fein säuerlichen Kontrast, aber auch Heidel- oder Erdbeeren passen hervorragend in die Roulade.
Während ich Himbeeren für eine Fruchtsauce püriert und die zweite Rosenbaiser-Roulade mit Herzerlstock-Blüten (Tränendes Herz) und Vergissmeinnicht dekoriert habe, war die erste  bereits aufgegessen. Gut, dass ich zwei gebacken habe, sonst gäbe es wohl keine Fotos …

Zum Rezept

Punschschnitte mit Rosenfrosting – Achtung Alkohol!

„Punschkrapferl“ gehören zu Wien wie Apfelstrudel, Buchteln oder Sachertorte – und sie enthalten im Originalrezept Rum. Inländerrum, selten Punsch, keinesfalls Rumaroma, sondern Alkohol! Daher gleich am Anfang die Frage: Dürfen die Kolleginnen und Kollegen im Büro während der Arbeitszeit überhaupt Punschschnitten essen?
Wir haben gemeinsam beschlossen, ja, wir dürfen. Von einer Schnitte wird man wohl kaum beeinträchtigt sein, oder? Hicks.

Punschschnitte, Punschkrapferl & Co.

Punschkrapferl – im Diminutiv – oder Punschkrapfen sind meist würfel-, machmal auch zylinderförmig. Ich mache sie hin und wieder auch kugelförmig. Sie werden aus Biskuitteig und einer Punschfüllung aus Kuchenresten, Rum und Marmelade hergestellt und mit viel rosa Glasur (Punschglasur) überzogen, die es bei uns Österreich fertig zu kaufen gibt. Mir ist die viele Glasur allerdings zu süß, daher mache ich lieber Punschschnitten als -krapferl. So habe ich ganz viel Punschmasse und weniger von der Zuckerglasur.

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Dieses Mal habe ich die Punschschnitten mit rosa Frischkäsefrosting und tiefgefrorenen Beeren dekoriert. Eine Kombi, die uns Mädls noch besser geschmeckt hat als Punschglasur.

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Punschschnitten zählen zu meinem Standardrepertoire. Immer wenn ein Kuchen sich an der Oberfläche sich zu sehr wölbt, wird er gekappt und eingefroren. Wenn ein Guglhupf übrig bleibt, kommt er zu den Kuchenresten in den Tiefkühler. Und haben sich ausreichend Kuchenreste angesammelt, werden sie zerbröselt, mit Rum, Marillenmarmelade und Kakao (wenn die Reste eher hell sind) vermischt. Natürlich kann man die Punschfüllung auch aus frischem Biskuit herstellen.
Für Boden und Deckel backe ich ein flaches Biskuit, ähnlich einer Biskuitroulade, das bereits nach 10 Minuten Backzeit aus dem Rohr darf. Also weitaus kürzer als bei hohem Kuchen. Dieses setze ich mit Marillenmarmelade und Punschfüllung zusammen.
Dann fertige Punschglasur oder Creme darüber. Fertig. Schnell, saftig, süß!
Wer es lieber klassisch hat, findet hier auch das Rezept zu Punschkrapferl.

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Zum Rezept Punschschnitte
Rosen-Punschkrapferl

Rosenminigugelhupf

Noch sind die Neujahresvorsätze ungebrochen, die Lust nach Süßem groß, der Sonntagsguglhupf daher entsprechend klein gehalten. Ich habe kürzlich eine Metall-Gugelhupfform mit Deckel erstanden für Pudding, der im Wasserbad gegart wird. Diese habe ich gleich zweckentfremdet und darin einen Rosenminigugelhupf – ganz klassisch im Rohr – gebacken. 14 cm im Durchmesser, die ideale Größe für sechs Portionen – kein Stück zuviel. Keines, das uns über den Sonntagnachmittag hinaus in Versuchung geführt hätte. Alles aufgegessen!

Rosenminigugelhupf mit Obers

Der Sandmasse habe ich mit Rosenwasser und Orangenzesten ein zartes Aroma gegeben, nur ein klein wenig. Er sollte wie Omas Sonntagsgugelhupf schmecken und auf der Zunge zergehen, keinesfalls bröseln. Meine Oma gab daher stets ein wenig Buttermilch in den Kuchen. Das macht ihn flauschig weich. Ich habe Crème fraîche verwendet, weil sie gerade im Kühlschrank war. Beides perfekt, auch Sauerrahm oder Frischkäse passt.
Ein Gugelhupf wäre kein Gugelhupf ohne Staubzucker. Aber warum weiß? Ich wollte rosa Zucker haben. Dazu habe ich Kristallzucker mit etwas Lebensmittelfarbe vermischt und im Cutter zu feinem Puderzucker gehackt.

Rosenminigugelhupf

Weißer Staubzucker hätte die zartrosa Blütendekoration blass aussehen lassen. Ich habe nämlich bei meinem Blumenhändler ums Eck bereits die ersten Ranunkeln entdeckt und wollte sie als Dekoration auf dem Kuchen haben.
Zu einem Gugelhupf gehört in Wien natürlich Obers. Zu einem rosaroten Gugelhupf naturgemäß rosa Schlagobers (Schlagsahne). Dieses gibt es mittlerweile in diversen Pastelltönen fertig zu kaufen, ist aber auch leicht selbst herzustellen.
Jetzt warte ich nach der wochenlangen eisigen Kälte auf den Frühling. Noch blühen die Primeln nur im Topf, bald hoffentlich auch wieder im Garten.

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Zum Rezept