Ob als warme Mehlspeise oder als Einfach-zwischendurch-Kuchen – dieser superschnelle Kirschkuchen meiner Oma hat mir schon in der Kindheit manchen Nachmittag versüßt. In wenigen Minuten war er im „Reindl“ und in längstens einer halben Stunde gebacken. Wir aßen ihn warm und direkt aus der Pfanne. Und wir hatten unseren Spaß beim Kirschkern-Spucken.
Wenn die Herzkirschen, wie jetzt gerade, schon fast schwarz sind, gibt’s so ein Kirsch-Reindl auch schon mal zum Sonntagsfrühstück …
Das sehr einfache und – wie ich meine – schnellste Kirschkuchen-Rezept ever teile ich gerne. Und ich habe noch eine weitere, ebenso schnelle Variante mit feinen Gewürzen für euch.
Schnelles Kirsch-Reindl aus Omas Rezeptbuch

In der Hauptsaison gab und gibt es bei uns nahezu jede Woche einen Kirschauflauf. Wenn die Kirschen richtig reif sind, spare ich allerdings beim Zucker rund die Hälfte ein. Am liebsten backe ich ihn in meinem Riess-Email-Reindl. „Reindl“ ist die österreichische Bezeichnung für eine kleine „Schlemmerpfanne“ mit Griff(en).

Rezeptanleitung superschneller Kirschkuchen
Hier nun das Rezept aus Omas handgeschriebenem Kochbuch, welches – wie viele andere auch – mehr eine Anleitung als ein Rezept ist: Kirschen in ein leicht gefettetes und gezuckertes Reindl geben. Eier, Zucker, flüssige Butter, Mehl, eine Prise Salz und Milch verrühren und über die Kirschen gießen. Eine gute halbe Stunde im Rohr backen.
Mittlerweile habe ich zahlreiche Variationen von Omas superschnellem Kirschkuchen gebacken. Mal die Zutaten etwas verändert, mal raffiniert gewürzt oder das Obst getauscht. Mit Marillen oder Heidelbeeren schmeckt er übrigens ebenso gut.
In Frankreich bezeichnet man das Mittelding zwischen Kuchen und Auflauf als Clafoutis. Die Kirschen werden eher nicht entkernt, da die Flüssigkeit beim Backen den Auflauf aufweicht. Wer keine Kerne im Kuchen mag, sollte den Saft der entsteinten Kirschen mit etwas Küchenrolle auftupfen.
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Kirschclafoutis – (m)eine würzige Variante
Von den Basiszutaten ist auch dieser superschnelle Kirschkuchen ein Art Pfannkuchenteig, nur mengenmäßig etwas anders zusammengesetzt und raffinierter gewürzt. Ich finde nämlich, dass – sparsam eingesetzt – Zimt und Nelkenpulver perfekt mit den Kirschen harmonieren.


Jetzt müsst ihr selber entscheiden, welche Variante des Spuckkuchens euch besser schmeckt. Die Rezepte gibt es hier als Download.
Ich liebe Rosen und ich liebe es zu backen, daher habe ich auch meinen Blog 
Die Crème Frangipane, auch Frangipani-Creme, mit Pistazien ist so lecker, dass ich mich beherrschen musste, sie nicht schon vor dem Füllen der Blüten-Tarte zu vernaschen. Meist beinhaltet eine Frangipane Marzipan oder Amaretto und Mehl. Ich habe beides gegen Mandel- und Pistazienmehl getauscht. Das Pistazienmehl habe ich selbst gemahlen. Aus ungesalzenen Pistazien, versteht sich. Weitere Zutaten: Zucker, weiche Butter und ein Eigelb. Alles einmal mit dem Löffel durchgerührt und fertig.
Erdbeeren, Himbeeren, Ribisel … Sie sind für meine Backwerke meist farbgebend. Sobald es aber frische Brombeeren und Heidelbeeren am Markt gibt und im Garten Gänseblümchen zu finden sind, gibt es eine Tarte blue, eine Gänseblümchenwiese auf blauen Beeren.
Die weiße Tarte entfaltet ihre Größe erst beim Genießen. Die zarte Füllung aus weißer Schokolade und Frischkäse, aromatisiert mit Orangen- und Limettenzesten schmilzt am Gaumen. Sie ist bei mir eine Winter-Tarte – weiß wie ein Schneefeld, das ich dann mit Eiskristall- und Schneeflocken-Keksen dekoriere.
Kein Karten-, sondern ein Zusammenspiel aus schwarzer Tarte und roten Beeren. Der dunkle Boden dieser Tarte ist aus Oreo-Keksen, die Füllung eine weiße Frischkäse-Creme mit geschmacksgebender Zitrusschale. Nahezu schwarz ist auch die Dekoration aus Heidelbeergelee, rot die Blüten und Beeren. Stilvoll serviert in Begleitung von dunkelroten Rosen!





Für das Sonntagsdessert habe ich den Jellyanteil auf ein Drittel meiner Miniküchlein reduziert und mit Erdbeeren und rotem Tortengelee gearbeitet.


Voll im Jelly-Fieber, habe ich auch einen Jelly Cake mit unterschiedlichen Farbschichten probiert. Mit schwebenden roten Millefleur-Röschen in transparentem Gelee mit anschließender weißer und roter Schicht – in den Österreich-Farben Rot-Weiß-Rot. Für meinen ersten Jelly Cake ein ansehnliches Ergebnis, wie ich finde.






Zur Abwechslung mische ich gerne auch etwas Lebensmittelfarbe oder Kakaopulver in die Baisermasse. Zweifarbige Baiser entstehen, indem man die Gel-Lebensmittelfarbe streifenförmig im Inneren des Spritzbeutels von unten nach oben aufzieht, danach die weiße Masse vorsichtig einfüllt und sie mit einer Lochtülle aufs Blech spritzt.s Auge isst ja bekanntlich mit! Das ist nicht bloß eine Redensart. Eine entsprechende Form sollten die Baiserchen schon haben. Für glatte Baisertuffs verwende ich eine runde Lochtülle mit großer Öffnung, für die zweifarbigen Tuffs oder bunten Baiserringe eine Sterntülle. Pavlovas streiche ich mit einer Teigspatel kreisrund aufs Backblech.

Und zu besonderen Anlässen gibt es eine Pavlova. Einmal ist sie zartrosa, ein anderes Mal Red Velvet. Mal serviere ich sie nur mit Obers, mal mit einer Fülle an Früchten und Fruchtsauce. Ich freue mich schon wieder auf die Kirschenzeit. Pavlova mit Kirschen und Fruchtsauce – mein absoluter Favorit!

Aus den rotbackigen Äpfeln habe ich gleich eines meiner schnellen Apfelrezepte gezaubert. Ich habe fertigen Blätterteig mit dünn geschnittenen Apfelscheiben belegt, diese mit etwas Butter bestrichen und mit braunem Rohrzucker bestreut. 15 Minuten später waren die kleinen Apfelküchlein fertig.
In der Zwischenzeit habe ich eine Karamellsauce aus braunem Rohrzucker, etwas Obers/Sahne und einem Löffelchen Butter gerührt. Braunen Rohrzucker gibt es von
Ich liebe Karamellsauce und bereite meist eine größere Menge zu. Sie hält im Kühlschrank rund zwei Wochen. Damit werden dann Pudding, Eis, Pancakes oder Kuchen überzogen.
Passend zum heutigen Internationalen Iss-einen-Apfel-Tag – ein kurioser Feiertag, der immer am dritten Samstag im September zelebriert wird – serviert der Verlag Hermann Schmidt historische Äpfel zum Abreißen im Kalender „An Apple A Day 2018“.

Jetzt sind die Zitronen gerade richtig saftig und supergroß, der Zitrusduft beim Abreiben der Schalen echt kräftig. Die Zitronen müssen essbar und unbedingt unbehandelt sein, denn in diese Zitronencreme kommt eine ganze Menge Zitrusabrieb sowie der Saft von 4 bis 5 Zitronen.
Vom übrig gebliebenen Mürbteig habe ich noch zwei kleine Tarteletteförmchen befüllt. Gerade die richtige Mehlspeis-Portion zum Nachmittagskaffee: zuerst durch die Baiserwolken tauchen, dann das Zitrusmeer durchschwimmen und schließlich am Knusperboden landen … 😉

Am besten aber schmeckte der warme Kirschauflauf, den wir Kinder als Hauptmahlzeit serviert bekamen. Ich liebte diese Mehlspeisenfreitage. Der flauschig weiche Auflauf wurde nicht am Blech gebacken, sondern in einer Rein. Einer länglichen mit zwei Griffen. Sie stand im Rohr, bis wir von der Schule kamen. So konnte der Auflauf langsam ausdampfen und blieb dabei warm. Schon damals war es eine Riess-Email-Pfanne, allerdings nicht in den zuckersüßen Pastelltönen wie heute, sondern in der klassischen rostroten Außenfarbe der Nachkriegszeit.
