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Karamell-Cookies – sticky Adventgebäck

Weich, saftig und herrlich klebrig! Karamell-Cookies sind das ultimative Gebäck für kalte Wintertage. Ob als kleine Riegel zum Punsch oder in Stücke geschnitten für den Keksteller. So schnell konnte ich nicht fotografieren, waren alle Cookies weg. Wenn man nur aufhören könnt!
Der Keksteig mit reichlich Schokoladenstücken wird in einer flachen Wanne gebacken und ist mit einer dicken Schicht zähflüssigem Karamell gefüllt. Die Karamell-Cookies sind damit außen fest, während der Karamellkern super weich und klebrig (sticky) ist.
Die Idee für diese Riegel und Kekse habe ich von meiner Reise aus Neuseeland mitgebracht. Dort gibt es Caramel Chocolate Chip Cookie Slices in nahezu jeder Kuchentheke.

Karamell-Cookies auf Butterpapier, teils in große Riegel geschnitten, teils in kleine Stücke

Karamell-Cookies Keksteig

Die neuseeländischen Schokoladen-Karamell-Schnitten sind eine Abwandlung der amerikanischen Chocolate Chip Cookies. Gebacken als „Kuchen“ in der Pfanne und gefüllt mit herrlich zähem Karamell.
Dem Keksteig werden reichlich Schokoladenstücke (Chocolate Chips oder Chunks) beigemengt. Ein Teil des Cookie-Teigs wird in eine mit Backpapier ausgelegte Backform gedrückt, darauf die zähflüssige Karamellcreme verstrichen, und diese mit dem zweiten Keksboden abgedeckt. Schokoholics streuen weitere Schoko-Chips obenauf.
Nach dem Backen muss das Gebäck vollständig abkühlen, sodass Schokolade und Karamell wieder fest werden. Erst dann wird die Masse in Stücke geschnitten.

Karamell-Cookies auf Butterpapier in kleine Stücke geschnitten für Weihnachtskekse, dekoriert mit gelben Rosenblüten

Goldgelbes Karamell aus weichen Karamellen

Ich habe für die Karamell-Füllung fertige Karamell Toffees verwendet (unbezahlte Werbung) und diese in der Mikrowelle zusammen mit ein wenig Obers geschmolzen. Das geht superschnell und es klappt garantiert ohne verklebte Pfanne oder Anbrennen. Allerdings wird die Karamellschicht nach dem Kühlen nicht ganz fest und hinterlässt beim Schneiden klebrige, zähe Spuren an den Rändern, was ich aber besonders liebe. Für Weihnachtskekse zum Aufbewahren ist dies vielleicht nicht so erwünscht.
Wer eine schnittfeste Karamellschicht möchte, macht den Karamell besser selber:
Hierzu 90 g Butter in einem Topf schmelzen, 400 g Kondensmilch (aus der Dose) sowie 100 g feinen braunen Zucker, 1 Prise Salz und 1 TL Golden Sirup (ersatzweise Honig oder Ahornsirup) hinzufügen und bei mittlerer Hitze mit dem Holzlöffel verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen, bis der Karamell eine goldene Farbe annimmt und leicht eindickt.

Karamell-Cookies auf Butterpapier, teils in große Riegel geschnitten, teils in kleine Stücke, dekoriert mit zwei Blüten der gelben Rose Tequila Gold
Drei kleine Karamell-Cookies-Stücke auf Papier, dazwischen Schokoladenstücke und klebriges Karamell

Karamell-Cookies als Bars, Slices oder Coookies

Üblicherweise werden die Karamell-Cookies in Riegel, Scheiben oder Stücke (Bars, Slices) geschnitten. Ich habe sie in mundgerechte Stücke zerteilt und als neues Weihnachtskekse-Rezept aufgenommen.
Diese Karamell-Cookies sind so traumhaft schokoladig und klebrig, dass mir meine Familie beim Fotografieren – wie bereits erwähnt – die Stücke nach und nach vom Papier gestibitzt hat und ich sie nicht mehr in die Vorratsdose habe schichten müssen.
Weitere Rezepte für Weihnachtskekse findet ihr unter Kekse und Weihnachtsbäckerei.

Alle Karamell-Cookies aufgegessen, übrig nur das weiße Papier, Schokostückchen und Karamellflecken sowie drei gelbe Rosen

Rose des Monats November: Tequila Gold

Die großblumige Floribunda-Rose „Tequila Gold“ oder „(Gold) Tequila“, Meilland 2003, mit beindruckend goldgelben, halbgefüllten Blüten, die mit der Zeit etwas aufhellen, habe ich im Verbund an einer Terrassenwand gepflanzt. Sie ist etwa 70 cm hoch, wächst buschig, dicht verzweigt und blüht von Juni bis September, heuer sogar noch Ende November.

Verschiedene Blühstadien der gelben Rose Tequila Gold, die im Verblühen von dunklem satten Dottergelb in hellgelb, zitronengelb und nahezu weiße Blüten übergehen
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Rosenkekse

Rosenkekse zum Bridgerton Afternoon Tea

Herrlich duftend und bezaubernd schön! Die zartmürben Rosenkekse mit blassrosa Frosting und frischen Duftrosenblüten passen vorzüglich zum Afternoon Tea, schmecken aber ebenso zu einem Tässchen Mokka. Ob ihr, geneigte Leserschaft, die Rosen-Cookies zusammen mit einer edlen Tasse englischen Tee zum Start der neuen Bridgerton-Staffel reicht oder sie lieber zur Lektüre von Jane Austen selber vernascht, bleibt euch überlassen.
Nach Lust und Laune mit Blüten dekoriert und in transparentes Cellophan verpackt, sind sie auch ein ideales Mitbringsel zum gemeinsamen Binge-Watching.

Drei große rosa Rosenkekse mit kleinen rosa Rosenblüten auf weißem Leinentuch mit einer kleinen rosa Moccatasse von Augarten, daneben ein Strauß rosa Röslein mit rosa Schleife
Runde rosa Rosenkekse mit gezacktem Rand und Loch in der Mitte, dekoriert mit kleinen Rosenknospen der rosa Rose The Fairy
Fünf Rosenkekse, davon drei mit kleinen Röschen bestreut, die anderen zwei mit grünen Pistazien und pinken Rosenblütenschnipseln, dekoriert mit einem Strauß rosa Rosen

Von blassrosa über pink bis fuchsia: Rosenkekse mit Blütendekor

Beim Dekorieren der Rosenkekse gibt es keine Grenzen. Alles, was an Blüten essbar ist, kommt auf die Kekse. Ob frisch oder getrocknet, ist eher eine saisonale Angelegenheit. Ich habe frische Petalen der Rose de Resht und Ispahan verwendet. Stark duftende Rosen wie Duchesse de Rohan, Jacques Cartier oder Rosa gallica officinalis eignen sich ebenso, aber auch Duftgeranienblüten und Kornblumen, Violen, Kapuzinerkresse, Ringelblumen, Lavendel oder Borretsch. Wenn die Blütenblätter zu groß sind, kann man sie mit der Schere zerkleinern. Dabei sollten sie nicht zu stark gequetscht werden, damit das ätherische Öl erhalten bleibt. Selbstredend dürfen nur ungespritzte Blüten verwendet werden. Wir wollen die Kekse ja essen!
Zudem können die glasierten Kekse mit gefriergetrockneten Himbeeren und grünen Pistazien bestreut werden. Beide harmonieren mit der zart mürben Textur der Kekse.

Drei rosa Kekse mit Loch, zur Hälfte dekoriert mit verschiedenfarbigen Rosenblüten in Fuchsia, Pink und Hellrosa
Vier Sorten Dekoration der Rosenkekse: 
1. mit verschiedenen pinken Rosenblüten
2. zur Gänze belegt mit fuchsia, pink und rosa Rosenblüten
3. mit kleingeschnittenen dunkelrosa Rosenblüten
4. mit blauen Kornblumen, gelber Kapuzinerkresse und pinken Rosenblüten sowie getrockneten Himbeeren

Rosenkekse zum Verschenken

Kekse schmecken nicht nur rund um Weihnachten. Rosen- oder Blütenkekse sind wunderbare Geschenke, perfekt zum Dankeschön-Sagen oder als kleine Aufmerksamkeit. Ich empfehle Backen auf Vorrat. In Cellophansäckchen mit einer schönen rosa Masche verpackt, halten sie einige Wochen lang. Aber Achtung: Suchtgefahr!

Drei Sorten Rosenkekse einzeln verpackt in durchsichtiges Cellophan, die Säcken zugebunden mit hellrosa und fuchsia Maschen

Rosen des Monats Juni: The Fairy & Super Excelsa

Die kleinblütige Bodendeckerrose „The Fairy“ habe ich im Herbst bei einem Blogpost vorgestellt. Ihre zartrosa Blüten habt ihr sicher schon an Parkplatzrändern oder neben religiösen Kleindenkmälern (Kapellen, Wegkreuzen, Bildstöcken oder Marterln) gesehen. Sie wird in Österreich gerne als „Marterlrose“ gepflanzt, da die überreichlich blühende, breitbuschig wachsende Rose sehr robust und pflegeleicht ist.

Runder Messingteller mit frischen Blüten der hellrosa The Fairy Rose und kräftig pinken Blüten der Kletterrose Super Excelsa

Die karminrosa bis kräftig pink blühende Ramblerrose „Super Excelsa“, die bei mir in einem Container an der Pergolawand gepflanzt ist, hat nach wenigen Jahren bereits eine Höhe von knapp drei Metern erklommen. Die Blüten stehen in Büscheln beisammen, sind selbst aber nur 3–5 cm groß. Die Rose blüht von Juni bis in den Herbst hinein und ist eine wahre Bienenweide. Die zahlreichen Seitentriebe kürze ich im Frühling ein, das regt neue Blütentriebe an. Ich habe die moderne Kletterrose – wie viele meiner Rosen – im Gartencenter Praskac in Tulln/NÖ gekauft (unbezahlte Werbung). Bei der großen Auswahl an etwa 350 Rosenarten in der Gärtnerei zieht bei jedem Besuch dort selbstredend eine weitere Schönheit in meinen Garten ein.

Potpourri von Fotos der knallpinken Kletterrose Super Excelsa, teilweise an der Pergola bzw. am Geländer hochrankend
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Kokosstangerl – Last-Minute-Weihnachtsbäckerei

Kokosstangerl gehören zur Weihnachtszeit wie Vanillekipferl, Lebkuchen und Kletzenbrot. Bei den flockigen, zarten Stangen werden sogleich Kindheitserinnerungen wach. An tief verschneite Bäume, den Rodelhang hinter unserem Haus und den kleinen Weihnachtsmarkt vor der Kirche im Ort. Insbesondere dass wir Kinder uns immer eine Packung Kokosstangerl kaufen durften. Eine Portion für alle drei! Für jeden also ein Stangerl, rosa für mich, weiß und braun für meine Brüder.
Für alle, die keine Zeit für aufwendige Weihnachtsbäckerei haben, sind Kokosstangerl die Last-Minute-Option für Selbstgemachtes. Die Zutaten werden einfach nur verrührt, nach Lust und Laune eingefärbt (oder auch nicht) und in Kokosette gewälzt. Fertig!
Für diejenigen, die es gerne eindrucksvoller mögen, habe ich eine Variante mit Eierlikör und Schokoladenüberzug vorbereitet. Wobei der Eierlikör durch Baileys ersetzt werden kann und die weiße Kuvertüre durch dunkle, Edelbitter- oder Milchschokolade – ganz nach persönlichem Geschmack.

Kleine Kokosstangerl in rosa, weiß und braun auf ovalem kleinen Vintage-Keramikteller, darunter weiß-rosa Leinenbänder und kleine Tannenbäumchen aus weißer Birkenrinde

Bunte Kokosstangerl

Die bunten Kokosstangerl ohne Schokoladenüberzug sind eine typisch österreichische Süßigkeit. In meiner Kindheit gab es sie ausschließlich auf Kirtagen und Weihnachtsmärkten zu kaufen. In den Farben weiß, rosa und braun, selten auch in hellgrün, etwa 8–10 cm lang und knapp einen Zentimeter dick.
Zuletzt habe ich diese bunten Kokosstangerl in Graz in einem Geschäft am Franziskanerplatz gesehen. Wer sich selbst nicht die Mühe machen möchte, kann sie beispielsweise im Online-Shop Süßer Steirer beziehen (unbezahlte Werbung).

Rosa, weiße und braune Kokosstangerl auf ovalem Keramikteller, davor weiß-braune gedrehte Kokosstangerl

Kokosstangen mit Eierlikör oder Baileys und Schokolade

Auf den Weihnachtsmärkten findet man gelegentlich auch große und etwas dickere Kokosstangen mit Schokoladenüberzug in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Die Kokosflocken sind meist mit Alkohol (Rum, Eierlikör, Baileys) aromatisiert und/oder mit Marzipan gemischt sowie mit Schokolade überzogen. Ich habe heuer in St. Gilgen im Salzkammergut köstliche, durch die Winterkälte gut gekühlte, Rumstangerl erstanden und war begeistert. Zuhause angekommen musste ich diese sofort selber machen und habe dazu das Kokosstangerl-Grundrezept nach meinem Geschmack adaptiert. Daraus entstand die Variante Eierlikör-Kokosstangerl mit weißer Kuvertüre und rosa Weihnachtsstreuseln.

Eierlikör-Kokosstangerl mit weißer Schokolade und rosa-goldenen Zuckerstreuseln


REZEPT KOKOSSTANGERL

Menge: 40–50*

Zubereitungszeit (ohne Schokoüberzug): 20 Min. + 10 Min. Kühlzeit

Zutaten

  • 220 g Kokosette (Kokosflocken)
  • 340 g gezuckerte Kondensmilch (z.B. von Nestle in der Tube)
  • 90 g Magermilchpulver (z.B. Kaffeeweißer)
  • ev. 1 EL Rum als Geschmacksträger ♥
  • Backkakao und rosa Lebensmittelfarbe zum Einfärben
  • ca. 70–100 g Kokosette zum Wälzen

Zubereitung

  1. Kokosette, Magermilchpulver und Kondensmilch mit dem Mixer gut verkneten. Eventuell etwas Rum beimengen. Für die unterschiedliche Färbung die Masse in drei Teile teilen, einen Teil mit Kakao, einen weiteren mit etwas rosa/roter Lebensmittelfarbe einfärben.
  2. Masse im Kühlschrank etwa 10 Minuten ziehen lassen. Fingerdicke Stangerl formen (je nach Wunsch zw. 5 und 8 cm lang) und in Kokos wälzen.
  3. Da Kokosstangerl rasch austrocknen, sollten sie luftdicht verpackt aufbewahrt werden.
    (* je nach Dicke und Länge der Stangerl)

    VARIANTE EIERLIKÖR-KOKOSSTANGERL
    Für die Eierlikör-Kokosstangerl etwa die Hälfte (170 g) der Kondensmilch durch Eierlikör ersetzen. Da diese Masse je nach Konsistenz des Eierlikörs etwas flüssiger ist, den Kokosette-Anteil auf gut 250 g oder mehr erhöhen. Die Masse vor dem Rollen im Kühlschrank kurz ziehen lassen.
    Die gerollten Stangerl vor dem Überziehen mit weißer Kuvertüre noch für weitere 30–40 Minuten ins Gefrierfach stellen. Die getunkten Stangen mit bunten oder Schokostreuseln dekorieren und kühl lagern.

    VARIANTE BAILEYS-KOKOSSTANGERL
    Den Eierlikör durch Baileys ersetzen und die Baileys-Kokosstangerl mit dunkler Kuvertüre überziehen.

Ein ruhiges und erholsames Weihnachtsfest wünscht euch eure sugar&rose.

Die 10 Gebote für himmlische Vanillekipferl

Vanillekipferl sind das Highlight am weihnachtlichen Keksteller – und das nicht nur bei uns. Neben Linzeraugen, Lebkuchen und Kokosbusserln zählen Vanillekipferl zu den beliebtesten Kekssorten der Österreicher+innen. Sie sollen zart und mürbe sein, nicht weich oder krümelig, kräftig nach Vanillezucker schmecken und auf der Zunge zergehen. Wie die von der Oma – damals in der Kindheit!
Wenn ich im Advent mit dem Keksbacken starte, kommt von Kollegen stets die gleiche Frage: „Machst du wieder Vanillekipferl?“ – Gleichbedeutend mit „Bekomme ich wieder welche?“ (PS: Ich verwende hier bewusst die männliche Form, weil in meinem Umfeld vor allem Männer große Vanillekipferl-Liebhaber sind.)
Da ich oft nach dem alten Familienrezept gefragt werde und wie genau ich diese unsagbar köstlichen und himmlisch mürben Vanillekipferl zubereite, habe ich meine Tipps als 10 Gebote für himmlisch mürbe Vanillekipferl zusammengefasst.

Eine große Menge Vanillekipferl auf weißem Brett

Das Vanillekipferl-Rezept meiner Uroma

Nach jahrlanger Übung – natürlich mit einigen Fehlschlägen und zahlreichen zerbrochenen Kipferln – wage ich zu behaupten, dass ich mittlerweile die hohe Kunst des Vanillekipferl-Backens beherrsche und in die Fußstapfen meiner Mutter, Oma und auch meiner Uroma treten kann. 😉 Die Vanillekipferl meiner Oma waren geradezu legendär. Verwandtschaft und Nachbarschaft preisen heute noch ihre himmlisch mürben Vanillekipferl.
Das Vanillekipferl-Rezept, welches meine Uroma um 1900 im Familienkochbuch niedergeschrieben hat, habe ich schon vielfach weitergegeben und dennoch höre ich oft, dass sie zwar gelungen sind, aber nicht so schmecken wie meine. Also sind nicht die Zutaten das große Geheimnis, sondern die Zubereitung. Hier und heute verrate ich euch meine 10 Gebote für absolut himmlische Vanillekipferl.

Zubereitungsschritte: Mürbteigkugel, daneben eine Rolle Mürbteig in Stücke geschnitten, einmal zu einer länglichen Nudel geformt, dann zum Kipferl. Darunter ungebackene Kipferl auf Backblech und eine Schale mit Vanillezucker zum Wälzen.

Die 10 Gebote für himmlisch mürbe Vanillekipferl

  1. Weder Mandeln noch Haselnüsse, sondern Walnüsse sind die Basis unseres Familienrezepts. Die ausgelösten Walnüsse werden nicht gemahlen und auch nicht fertig gerieben gekauft, sondern durch den Fleischwolf (mit der mittleren der 3 Lochscheiben) gedreht. Durch den leichten Druck auf die Nüsse beim „Faschieren“ wird etwas Fett frei gesetzt. Dieses macht die Kipferl mürbe und sorgt für eine gute Bindung des Nuss-Mürbteigs.
  2. Natürlich Butter, keine Margarine – wenngleich sie meine Mutter zeitweise auch mit Thea gebacken hat.
  3. Den Teig mit kalten Händen rasch verkneten und die Kipferl händisch formen (siehe Foto), nicht in Vanillekipferl-Backformen drücken. Rasches Arbeiten und ein kühler Teig sind wichtig, damit die Kipferl später nicht zerlaufen oder zerfallen.
  4. Die Kipferl nur solange backen, bis sie an den Spitzen leicht Farbe annehmen und noch einen weichen Kern haben. Eventuell ein Probekipferl entnehmen und testen: Lässt es sich vom Blech heben, sind sie fertig. Zu lange gebackene Kipferl werden hart und trocken.
  5. Ich verwende Backtrennpapier. Damit die Kipferl nach der Backzeit nicht am heißen Blech nachbacken und an der Unterseite dunkel werden, ziehe ich sie samt Papier auf die Arbeitsplatte und von dort rasch in die vorbereitete Zuckermischung.
  6. Zuckermischung: Staubzucker und Vanillinzucker in einer flachen Schüssel vermengen. Ich gebe noch Bourbon-Vanillezucker oder etwas gemahlene Bourbon-Vanille hinzu. Frisches Mark aus der Vanilleschote verklebt den Zucker.
  7. Stets nur ein Blech nach dem anderen backen und die Kipferl gleich nach dem Herausnehmen aus dem Rohr im Zuckergemisch wenden, da der Zucker an kalten Kipferln nicht mehr haftet. Die Kipferl nicht nur an der Oberfläche mit Zucker bestreuen, sondern rundherum darin wenden. Für den typischen Vanillekipferl-Geschmack gehört eine dicke Zuckerschicht. Sie schützt auch vor dem Austrocknen.
  8. Die noch heißen Kipferl einzeln bzw. nur wenige gleichzeitig mit der Unterseite in das Zuckergemisch legen und den Zucker über die Kipferl verteilen. Möglichst wenig wenden und nicht zu fest drücken, damit sie nicht brechen.
  9. Die Kipferl zum Abkühlen nebeneinander und nicht übereinander legen.
  10. Die ausgekühlten Vanillekipferl vorsichtig in eine Keramikschüssel oder Kunststoffbox schichten, mit einem Geschirrtuch abdecken und kühl (aber nicht im Kühlschrank) lagern. Ein Deckel sollte erst einen Tag nach dem Backen aufgesetzt werden.
Fertig in Zucker gewälzte Vanillekipferl nebeneinander auf schwarzer Granitplatte zum Abkühlen aufgelegt.

Vanillekipferl, Vanilleherzen und Vanille-Cookies

Ein Rezept, unterschiedliche Formen. Wem das Wuzeln der Kipferl zu viel Aufwand ist, der schneidet vom Mürbteig Scheiben ab und drückt sie mit einer Gabel flach. So hat man in Windeseile kleine Vanille-Cookies.
Oder man drückt den Teig in kleine Herzformen. Während ich Einheits-Vanillekipferl aus der Backform nicht mag, finde ich die kleinen Vanilleherzen herz-allerliebst. Und im Vergleich zu Vanillekipferln sehen die Vanilleherzen hübscher aus, wenn man den Zucker darüber siebt.

Einige gezuckerte runde Vanille-Cookies auf Holzbrett mit viel Staubzucker darunter; im Hintergrund ein kleiner Keramikweihnachtsmann, zwei Dekobäume und ein roter Weihnachtsmannschlitten
Zahlreiche Vanilleherzen auf weißem Untergrund, ein gehäkeltes weißes Tischtuch, rosa Rosen und grüner Buchsbaum sowie ein Zuckersieb


REZEPT VANILLEKIPFERL

Menge: ca. 40

Backform: Backblech mit Backtrennpapier

Zutaten

  • 150 g Butter oder Margarine
  • 50 g Staubzucker
  • 1 P. Vanillinzucker
  • 210 g Mehl
  • 75 g geriebene (faschierte) Walnüsse ♥
  • Staubzucker zum Wälzen
  • 1 P. Vanillinzucker
  • 1 P. Bourbon-Vanillezucker

Zubereitung

  1. Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Heißluft vorheizen.
  2. Mehl und Butter verbröseln, Zucker und Nüsse einarbeiten (mit den Händen oder mit dem Mixer).
  3. Teig zu einer Kugel formen und diesen in Frischhaltefolie gepackt 20–30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.
  4. Teigkugel vierteln, daraus Rollen formen und diese mit einem Messer portionieren.
  5. Mit der flachen Hand zu länglichen Teignudeln rollen und dann zu halbmondförmigen Kipferln formen und auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Blech auflegen.
  6. Im vorgeheizten Rohr ca. 10 Minuten backen bis die Spitzen ganz zart Farbe annehmen (nicht zu dunkel, sonst werden sie hart). Am besten immer im Blickfeld bleiben, da sie rasch verbrennen.
  7. Staubzucker mit Vanillin und Vanillezucker vermischen. Die Kipferl noch heiß in der Zuckermischung vorsichtig wälzen.

Gutes Gelingen wünscht euch eure sugar&rose. Wieviele Kekse habt Ihr schon gebacken?

Süße Christrosen – eine raffinierte Weihnachtsbäckerei

Süße Christrosen mit leuchtend roter Kirsche auf einer Marzipan-Mandel-Füllung sind der Blickfang auf jedem Keksteller. Bunte Kekse sorgen für Abwechslung bei der ansonsten eher gleichfarbigen Weihnachtsbäckerei. Raffiniert und besonders herzig ist auch ihre Blütenform. Verweigerer zuckersüßer Plätzchen ersetzen die kandierte Kirsche durch frische Cranberrys oder auch Nüsse.

Rezept Süße Christrosen hier als PDF downloaden.

Christrosen-Kekse auf einem dunklen quadratischen Gitterrost mit Tannenzweigen und roten Früchten dekoriert
Christrosen-Kekse auf einem dunklen quadratischen Gitterrost mit Tannenzweigen und roten Früchten dekoriert, darunter eine Serviette mit Tannenbaummotiven und im Hintergrund zwei grüne Deko-Tannenbäumchen

Süß wie Kirschen und rot wie Weihnachtssterne

Die Blütenblätter der süßen Christrosen sind aus feinem Mürbteig und bekommen ihre Form durch das Einsetzen der Kekse in Mini-Muffinformen. Die Füllung aus einer Marzipan-Mandel-Masse erfolgt noch vor dem Backen. Die knallrote Belegkirsche (Cocktailkirsche, kandierte Kirsche) als Topping verleiht den herzigen Keksblüten den charakteristischen roten Farbtupfer.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass kandierten Kirschen picksüß und damit nicht jederMANNs Sache sind. Daher dekoriere ich die Hälfte der Christrosen-Kekse auch mit Nüssen – und fallweise auch mit frischen, herben Cranberrys.

Im Vordergrund Cristrosen-Kekse auf einem Gitterrost, dahinter ein blühender roter Weihnachtsstern
Christrosen, teilweise mit roten Belegkirschen, teilweise mit Nüssen dekoriert, auf einem Gitterrost mit Tannenzweigen als Deko

Süße Christrosen im Schnee und am sugar&rose-Kekserl-Adventskalender

Die blütenförmigen Kekse mit auffallend farbkräftiger Mitte sind den Blüten der Christrosen-Pflanze (auch Schneerose, Helleborus niger oder Nieswurz) nachempfunden. Die Christrose mit fünf großen Kelchblättern und augenförmigem Zentrum ist eine Winterschönheit im Garten und begeistert uns um die Weihnachtszeit mit unzähligen Blüten, während der restliche Garten im Winterschlaf liegt.

Schneerosen: links weiße mit gelbem Auge, rechts gemischtfarbene von hellrosa bis auberginefarbene Christrosen

In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei …

Seid ihr schon fertig mit dem Kekserlbacken? Ich habe am vergangenen Wochenende die große vorweihnachtliche Kekserlbäckerei beendet. Auch wenn es noch so viele tolle Keksrezepte gibt, die ich gerne ausprobiert hätte. Irgendwann muss Schluss sein! Zwanzig Sorten, das sollte reichen …
Meine Weihnachtskekse 2020 (Reihen von links nach rechts und von oben nach unten):
1: Erdbeer-Nussmakronen und Anisbusserl
2: Einfache Kekse aus der Kekspresse und Kirschblumen
3: Bischofsbrot und Kokosbusserl
4: Bethmännchen und Kakaokristalle
5: Pomeranzenscharten und Orangen-Amarettinis
6: Leonfelder Lebkuchen und glasierter Lebkuchen
7: Vanillekipferl
8: Christrosen und Witwenküsse
9: Kaffeekekse und Nuss-Marzipan-Rosen
10: Rumkugeln und Schoko-Nuss-Splitter mit Kardamom
11: Punschtaler und Zimtsterne

Lust auf einen kleinen Abstecher in die Weihnachtsbäckerei von Otto? > Zum YouTube-Video.

Schwarze Granitplatte im Hochformat, darauf in Reihen angeordnet die 20 im Text beschriebenen Kekssorten, in der Mitte ein rot glasierter Weihnachtsmann-Lebkuchen, daneben zwei Rentier-Lebkuchen mit roter Knollennase

Einen schönen Advent – ohne Einkaufsstress – wünscht euch eure sugar&rose

Süße Tannenzapfen-Kekse & knallrosa Punschtaler

Noch nie wurde so viel gebacken wie 2020! Während des ersten Lockdowns Brot – Hefe wurde wie Gold gehandelt –, jetzt sind es Weihnachtskekse. Bei Mehl, Butter, Zucker und Eiern gibt es bislang keine Engpässe. Diese Grundzutaten sind in meiner Küche ohnehin immer vorrätig. Ich backe ja leidenschaftlich gerne, besonders im Advent. Allerdings hatte ich bislang noch nie Ende November zwanzig Sorten vorrätig. Hilfe!
Neben den Klassikern liegen heuer auch besonders dekorative und teilweise etwas aufwendigere Kekse am Keksteller wie diese süßen, mit Nussmasse gefüllten Tannenzapfen mit Mandelblättchen-Schuppen. Das Coole daran: Füllung und Teig sind aus der gleichen Masse wie bei den Punschtalern. Ein Rezept – zwei Kekssorten, wie praktisch. Einzig Ausstechform und Dekor unterscheiden sich.

Rezept Tannenzapfen-Kekse hier downloaden.

Knallrosa Punschtaler

Nachdem Lebkuchen, Vanillekipferl, Anisplätzchen und andere Lieblingskekse meiner Familie in den Keksdosen auf ihren Auftritt warten, experimentiere ich noch ein wenig herum. Indem ich beispielsweise mit den Zutaten bewährter Rezepte neue Kombinationen probiere.
Für meinen Mann, der ein bekennender Punschkrapferl-Liebhaber ist, habe ich letzte Woche diese wunderschönen, knallrosa Punschtaler gebacken. In der Wiener Stadtpolitik ist Pink ja gerade hipp. Nachdem etwas Nussfüllung übrig geblieben ist, wollte ich diese natürlich verwerten.

Rezept Punschtaler hier downloaden.

6 Punschtaler auf einer weißen Leinenserviette, daneben eine altrosa Kunstrosenblüte mit Raureif, dahinter eine rosa Blechfigur mir Engelsflügerl und einem Geschenkpaket in der Hand

Tannenzapfen & Punschtaler: ein Teig, zwei Kekse

Also habe ich nochmals Mürbteig gemacht. Weitere Punschtaler wollte ich aber nicht. Zählt doch auch die Anzahl der Sorten am Keksteller. 😉 Daher habe ich kurzerhand einen Weihnachtskugel-Ornament-Ausstecher – mangels vorhandener Zapfen-Ausstechform – in der Mitte flachgedrückt. Zapfen-Ausstechformen gibt es beispielsweise hier. Diese Zapfen-Kekse habe ich dann mit der vorhandenen Nussfüllung aufeinander gesetzt.

Fünf Tannenzapfenkekse auf einem länglichen weißen Keramikteller, rundum Kunstschnee, im Hintergrund ein grüner Zweig und rote Früchtekugeln

Verschneite Tannenzapfen-Kekse

Statt der Punschglasur sollten die Tannenzapfen zunächst eine Schokoladentunke bekommen. Wie ihr sicher schon bemerkt habt, gehöre ich aber zu den wenigen, die mit dunkler Schokolade nicht wirklich Freude haben. Und bäckt man Weihnachtskekse nicht in erster Linie nach den eigenen Vorlieben?
Also habe ich die Tannenzapfen-Kekse dünn mit Eiweiß bestrichen, mit Mandelblättchen belegt und mit Staubzucker bestreut. Schließlich bekamen sie dann doch noch etwas Schokolade ab. Den Stiel habe ich in dunkle Schokolade getunkt. Experiment gelungen! Dass sie köstlich schmecken, zeigt der tägliche Schwund in der Keksdose.

Drei Tannenzapfen-Kekse auf Kunstschnee, dahinter ein  Deko-Eisbär auf Schiern, ein grüner Zweig, weiß beschneite Bockerl und rote Kugerl

Jetzt gilt es die selbstgemachte Kekse noch hübsch zu verpacken und – trotz zweiten Lockdowns – bei meinen Abendspaziergängen vor den Haustüren zu verteilen. Diese Nikolo-Überraschungen zaubern hoffentlich allen Beschenkten ein kleines Lächeln ins Gesicht …
Lust auf weitere Kekserl-Rezepte? In der Rubrik Kekse & Weihnachtsbäckereien findet ihr rund 50 Ideen für eure Weihnachtsplätzchen. Eure sugar&rose

Rosen-Cookies oder: Darf man jetzt schon Kekse backen?

Ich weiß, es ist Oktober und es sind noch zwei Monate bis Weihnachten. Bei diesem trüben und kühlen Herbstwetter habe ich mich gestern mit einer Wolldecke und einer Kanne Earl Grey in meine Leseecke verzogen und da hat mich eine unbändige Lust auf Kekse überkommen. Und so habe ich heute meine ersten Plätzchen gebacken. Warum nicht, frage ich euch? Kekse schmecken doch das ganze Jahr über. Ich mache meine Rosen-Cookies einfach etwas größer … Cookies sind ja Ganzjahreskekse. Schlussendlich sind es Kekse UND Cookies geworden.

Rezept Rosen-Cookies hier downloaden.

Rosen-Cookies auf altem weißen Keramikteller, dekoriert mit rosa Rosenblüten, dahinter ein kleine weiße Schale mit Staubzucker und einem Silberlöffel darin.

Rosen-Cookies mit Mandelaroma und Rosenwasser

Knusprig und mürbe zugleich, so müssen Kekse sein! Crispy beim Reinbeißen, danach zart schmelzend am Gaumen. Mein Konzept mit den drei unterschiedlichen Geschmacksnoten ist aufgegangen, die Rosen-Cookies sind perfekt geworden. Zunächst der Geschmack von Zitrone und Butter, dann kommt das Mandelaroma und am Ende ein dezenter Rosenduft. Natürliches Rosenwasser aus der Damaszenerrose macht die Kekse zu einer besonderen Spezialität.
In England sind Rosen-Cookies zarte Begleiter zum Five o’Clock Tea, schmecken aber ebenso köstlich zu heißer Schokolade und Latte Macchiato. Oder einfach zum Naschen zwischendurch. Dekoriert mit winzigen essbaren Rosenknospen – hier The Fairy – sind sie auch ein wunderschönes Mitbringsel für beste Freundinnen.

Zwei weiße Keramikteller, im hinteren Staubzucker mit drei rosa Teigbällchen, davor fünf bereits in Zucker gewälzte Cookieteigkugeln.
Großaufnahme von den Cookieteigkugeln mit Puderzucker, am Teller ein hellrosa Rosenblüte und ein grünes Rosenblatt
Keramikteller mit frisch gebackenen Rosen-Cookies. Nach dem Backen zeigen sich die charakteristischen Risse im Zucker und der rosa Keksteig ist zu sehen. Im Hintergrund eine Schale Staubzucker und blassrosa Rosenblütenblätter verstreut.

Was wir lieben …

Ich liebe Kekse – und das nicht nur zu Weihnachten. In den Regalen der Supermärkte liegen Lebkuchen, Spekulatius & Co ohnehin schon seit Wochen.
Was ich noch liebe, sind kleine Botschaften und Liebeserklärungen. Besonders wenn sie so schön verpackt sind wie in diesem Notizkalender aus dem Verlag Hermann Schmidt. Er wird mich 2021 wiederum täglich mit einer kleinen Liebeserklärung an den Alltag erfreuen.
Wer am 8. Februar den Notizzettel mit einer Botschaft von mir bekommen wird, ist fix. Was gibt es schöneres, als eine beste Freundin zu haben! Und vielleicht bekommt sie auch eine kleine Nascherei dazu. Wer weiß?
Am Valentinstag wird die Kalenderblatt-Notiz mit ganz speziellen Keksen überreicht: Persische Liebeskekse für den „Menschen, mit dem es nicht langweilig wird“ …

Im Vordergrund ein hellblauer Stapel von Kalenderblättern (Kalenderblock), darauf ein kleines Röschen, daneben zwei Rosen-Cookies mit kleinen Rosenblüten dekoriert; im Hintergrund die rote Kartonschachtel, mit der der Notizkalender ausgeliefert wird. In der Schachtel liegen Rosenkekse und Rosenblüten.
Notizkalender in der roten Box, zuoberst ist ein weißes Kalenderblatt vom 8. Februar 2021 zu sehen. In der linken oberen Ecke steht "Was wir lieben" und unten groß "eine beste Freundin haben".
Ein weißer Porzellandesserteller mit Goldrand und dichtem Rosendekor am Tellerrand - gefüllt mit sieben im Kreis aufgelegten Rosen-Cookies. Als Deko dahinter wieder eine Zuckerschale und rosa Rosenblüten.

Vier Wochen noch, dann wird in meine Küche die Weihnachtsbacksaison endgültig eröffnet. Ganz traditionell zu Leopoldi, am 15. November. Wann startet ihr und mit welcher Sorte?
Rezepte zum Einstimmen: Kekse & Weihnachtsbäckereien. Eure sugar&rose

Putzige Osterhasen-Kekse aus dem Homeoffice

Seit zwei Wochen sind Büro und Zuhause keine getrennten Orte mehr. My Home is my Office! Es gibt keinen 9-to-5-Tag mehr, Smartphone und Laptop sind stets in meiner Nähe. Ich muss lernen, mich auf die neue Arbeitsweise einzustellen, muss mich abgrenzen und den Tag flexibler gestalten, sonst arbeite ich bald rund um die Uhr.
Gestern habe ich daher am Spätnachmittag alle Gadgets deaktiviert und Osterhasen-Kekse gebacken – und heute in meiner „Kaffeepause“ glasiert. In Pantonefarben, yeah!

Rezept Osterhasen-Kekse hier downloaden.

Osterhasen-Kekse in vier Pastellfarben glasiert auf Geschirrtuch mit Rosenmotiv, dazu ein Schokoosterhase in Pink und zwei Tulpenblüten

Osterhasen-Kekse nach dem Farbfächer

Pausen sind für die Produktivität und Kreativität unheimlich wichtig, heißt es. Warum sie also nicht nützen, um zu backen? Kein Brot, das derzeit gerade alle backen, sondern etwas, das Spaß und gute Laune macht – und wofür man garantiert keine Hefe benötigt. 😉
Niedliche, kleine Hoppelhäschen und „Bibihenderln“ aus Mandel-Mürbteig beispielsweise.
Als ich bei einer Tasse Kaffee mit dem Pantone-Farbfächer in der Hand überlegte, welche Druckfarbe für das neue Buch am besten passt, standen da in meiner Homeoffice-Küche die Mürbteigkekse und wollten auf der Stelle glasiert werden.

Osterhasen-Kekse in hell- und dunkelrosa und mintgrün auf einem weißen Porzeallanteller, dahinter ein fliederfarbener Porzeallanhase und zwei Tulpen in rosa und flieder

Und schon habe ich am Farbfächer nach Pastelltönen für das Icing gesucht: Pantone 708C für hellrosa oder 566C für mintgrün. Ok, die Pantonefarbtöne musste ich aus den vorhandenen Lebensmittelfarben selber mischen. Sie kommen also nur annähernd an die Strahlkraft am Farbfächer heran. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, hatte ich doch als Basisfarben nur Grün, Blau und Rosarot zuhause. Dazu etwas Puderzucker und Zitronensaft … und los ging’s. Fast wie Ostereier färben, eine richtige Farbenkleckserei.
Ich habe nur die Hälfte der Osterhasen-Kekse glasiert und jeweils zwei Kekse mit leicht säuerlichem Himbeergelee zusammengesetzt.

5 Osterhasen-Kekse in dunkelrosa glasiert auf einem Geschirrtuch mit Rosenblüten, dabei ein fliederfarbener Porzeallanhase und zwei Tulpen in rosa und flieder

In der Buchhandlung der Wünsche

Ostern 2020 wird definitiv anders als in den Jahren zuvor. Zwar haben die Lebensmittelmärkte geöffnet, aber für wen soll man backen, wenn die sozialen Kontakte eingeschränkt sind? Ich muss mich da heuer zurückhalten.
Also werde ich Zeit in der Buchhandlung der Wünsche verbringen. Die Online-Buchgeschäfte sind ja geöffnet. Dabei denke ich nicht an den Handelsriesen, sondern an die kleinen Buchhändler vor Ort. Schenk ein Buch!, lautet meine Devise daher zu Ostern.

Osterhasen-Kekse, ein Schokoladenosterhase in pink Staniolpapier und Buch "Die Buchhandlung der Wünsche"
Aufgeschlagenes Buch "Die Buchhandlung der Wünsche" mit Cartoons über Buchliebhaber

Wenn der Osterhase Kekse bringt …

Meine Liebsten bekommen heuer eine kleine Überraschungsbox an die Tür geliefert. Gefüllt mit bunten Osterhasen-Keksen, einem Osterbrioche und einem Buch.

Osterhasen-Kekse in einer hellen Porzellanschale mit Tulpenblüte, dahinter ein pinkfarbener Schokoladenosterhase
Osterhasen-Kekse in rosa, altrosa, mint und türkis in einer hellen Porzellanschale aufgeschichtet, dekoriert mit Tulpenblüten in flieder und hellrosa

Ich wünsche euch eine schöne Osterzeit. Bleibt kreativ, bleibt wachsam und – vor allem eines – bleibt gesund! Eure sugar&rose

Herzige Weihnachtsbäckerei: Himbeerherzen

Weihnachtskekse schmecken doppelt so gut, wenn sie eine hübsche Form haben – behaupte ich jetzt einfach mal. Daher kommen die Eisenbahner heuer in Herzform auf den Keksteller: als Himbeerherzen. Ich backe Kekse nicht nur zu Weihnachten, sondern auch zwischendurch zum Verschenken. Herzen passen das ganze Jahr über.
Das feinsüße und zugleich dezent säuerliche Himbeergelee harmoniert hervorragend mit dem Marzipan, aber auch herbes Hagebutten- oder Ribiselgelee passen. Ganz nach Lust und Geschmack.

Himbeerherzen auf Gitterrost, dekoriert mit roten Glasherzen, Tannenzweigen und Zuckerstreuer

Rezept Himbeerherzen hier downloaden.

Weitere Mürbteigrezepte findet Ihr im Blogpost „Kekse backen für Eilige: ein Grundteig, mehrere Sorten!“ oder auf meiner Seite Kekse & Weihnachtsbäckerei.

Himbeerherzen auf Gitterrost, dekoriert mit roten Glasherzen, Tannenzweigen und rotem Deko-Weihnachtsmannschlitten

Himbeerherzen: Mürbteig, Marzipan & Himbeergelee

Eisenbahner– und Ochsenaugen-Rezepte gibt es zahlreiche und auch recht unterschiedliche. Bei vielen wundert es nicht, dass die Marzipanmasse beim Backen zerläuft. Wenn das Marzipan mit zu viel Eiweiß verrührt und zudem bei zu geringer Temperatur überbacken wird, hat man ganz schnell Flunderplätzchen.
Die Mürbteigherzen werden zunächst vorgebacken, dann die Marzipanmasse mit einer Spritztülle an den Rändern entlang aufgebracht. Die Kekse schließlich bei hoher Oberhitze kurz überbacken (Backzeiten im Rezept). Dabei sollte man nicht weggehen, damit die Marzipanränder nicht zu dunkel werden.
Gefüllt habe ich die Herzkekse mit heißem Himbeergelee. Sollte kein kernloses Gelee zur Hand sein, kann passierte Himbeermarmelade verwendet werden. Dazu unter Rühren kurz aufkochen und durch ein Sieb drücken.

4 große und vier kleine Himbeerherzen auf einem grauen Gitterrost, dazwischen drei kleine rote Christbaumanhänger in Herzform. Dahinter zwei kleine Dekotannen und ein roter Weihnachtsmannschlitten

Adventszeit = Dekozeit

Weihnachtskugeln, Kerzen, Geschirr, Platzsets, Dekoblüten in angesagten Farbtönen … und schon ist es passiert. The same procedure as every year!
Die Schubladen sind vollgestopft mit Weihnachtsschmuck. Was ich brauche, sind vier Kerzen für den Adventskranz. Nachhause komme ich mit zahlreichen neuen Dekoartikeln. Einem riesigen Rentier, einem kleinen Holzschaukelpferd, farbig zu den Kerzen passenden Glitzerblüten und einer Weihnachtsmann-Lichterkette. Die musste sein! Kennt ihr das auch?

Weihnachtsdekobildermix draußen und drinnen: Adventskranz, Gartendeko mit rosa Heidekraut und rostigen Metallsternen, Holzkrippe, Metallengel, hölzernes weißes Pferd, Silberschale mit blauen Kugeln und silbernen Sternen

Höchste Zeit für eine Bestandsaufnahme. Alles raus aus den Kästen, in Zweierreihen aufgelegt: links – bleibt, rechts – kommt weg. Echt befreiend so ein Räumtag. Muss ich öfter machen.
Anregung zum kreativen Auflegen meiner Weihnachtsartikel und zum Reflektieren kam vom neuen Buch „Alles was ich habe“. Kein Aufräumratgeber, aber die perfekte Lektüre zum Durchatmen und zur Veränderung des Blickwinkels auf den eigenen Besitz.

Adventskranz auf weinrotem Damasttischtuch, davor ein schwarzes Buch mit Goldlettern "Alles was ich habe"
Adventskranz mit dicken weinroten Kerzen, dekoriert mit weinroten Kunstrosen mit Schneespray, dazwischen Hortensienblüten und getrocknete rosa Rosen

Ich wünsche euch eine stressfreie Adventszeit, Zeit und Muße für Spaziergänge im Schnee (oder auf der grünen Wiese🙃) und die eine oder andere selbst gemachte Weihnachtsbäckerei …
Eure sugar&rose

Kekse backen für Eilige: ein Grundteig, mehrere Sorten!

In weniger als drei Wochen ist Weihnachten. Mir läuft wieder mal die Zeit davon. Dennoch möchte ich zu Weihnachten einen Teller mit selbst gebackenen Plätzchen auf den Tisch stellen. Und der sollte schon ein paar Sorten enthalten.
Heuer habe ich es mir leicht gemacht. Ich habe aus Omas Nussmürbteig für Vanillekipferl fünf Sorten Kekse gebacken. Ein Basisrezept, mehrere Sorten Kekse. Das spart Nerven und jede Menge Zeit. So macht Kekse backen Spaß!

Himbeerkipferl-Do-it-with-love

Das Basisrezept – ein Nussmürbteig

210 g Mehl, 50 g Puderzucker, 150 g Butter und 75 g geriebene Nüsse. Kein Ei!

Für die fünf Sorten sollte man schon die doppelte oder dreifache Menge machen. Ich verwende Walnüsse. Diese drehe ich durch den Fleischwolf, damit sie schön fettig sind. Das macht die Kekse mürbe und der Teig bröselt nicht beim Rollen oder Ausstechen.
Der Nussmürbteig kann nun nach Belieben mit Gewürzen oder weiteren Zutaten variiert werden. Do it, with love – und werde kreativ!
Den Teig rühre ich mit dem Mixer, er kann aber auch mit den Händen geknetet werden. Zu einer Kugel gerollt wird er danach für eine halbe Stunde in Folie gewickelt und in den Kühlschrank gelegt.

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Variationen

Nach dem Kühlen teile ich den Teig in 5 Teile und decke die restlichen ab. Aus einem forme ich klassische Vanillekipferl. 
Einen anderen aromatisiere ich mit etwas Rosenwasser und drücke ihn in kleine Herzformen zu Vanilleherzerl. 
Für die Himbeerkipferl verknete ich ihn mit Himbeerpulver.
Für die Vanille-Cookies wird er mit dem Mark einer Vanilleschote gewürzt und im Stil von Schneebällchen zu flachen Bällchen gedrückt.
Den Rest rolle ich aus und steche daraus Linzer Herzerl oder Linzer Augen aus, die ich später mit Marmelade fülle.

Dekoration

Die Kekse können auch mit Zuckerguss glasiert, in Schokolade getunkt und mit Zuckerkügelchen, Pistazien, Blüten oder Trockenfrüchten bestreut werden. Am Ende eines einzigen Backtags hat man so mehrere Sorten am Teller.

Klassische Vanillekipferl

Vanillekipferl müssen einfach sein! Und – egal wieviele ich backe – sie sind immer als Erstes aus. Dank Familienrezept werden sie nie hart, sondern mürbe und zart. Meine 10 Tipps zum ultimativen Vanillekipferl findet ihr in diesem älteren Blogartikel bzw. beim Rezept.

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Rezept Vanillekipferl hier downloaden.


Himbeerkipferl

Das etwas andere Vanillekipferl. Himbeerkipferl werden durch Beigabe von Himbeerpulver (zu feinem Pulver vermahlene gefriergetrocknete Himbeeren) zum Teig schön fruchtig. Bestäubt mit zartrosa Himbeerzucker sind sie die absoluten Lieblinge in unserer Mädls-Runde.

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Anstelle von Himbeerpulver kann man auch Kakaopulver untermengen. Und schon hat man eine weitere Variante. Danach die Spitzen der Kipferl in dunkle Schokolade tauchen und fertig sind Schokoladenkipferl.

Hier geht es zum Einzelrezept Himbeerkipferl.


Vanilleherzen

Für diese herzigen Kekse habe ich den Nussmürbteig mit etwas Rosenwasser angereichert und in herzförmige Pralinen- bzw. Cake-Pop-Backformen gedrückt.

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Wer mag, taucht die Herzen zur Hälfte in weiße Schokolade oder zieht mit rosa Zuckerglasur Streifen quer über die Herzkekse.

Hier geht es zum Einzelrezept Vanilleherzerl.


Linzer Augen oder Linzer Herzerl

Der Teig für Linzer Kekse wird gewöhnlich mit einem Eidotter verfeinert. Weil der Basisteig durch die Walnüsse aber ohnehin gut knet- und ausrollbar ist, verwende ich ihn auch für Ausstechkekse. Ich habe ihn einzig mit etwas Zimt und Nelkenpulver abgeschmeckt.

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Klassisch werden Linzer Augen mit roter Marmelade gefüllt. Meist mit Himbeer- oder Ribiselgelee. Besonders köstlich schmeckt eine Füllung mit Glühweingelee.

Hier geht es zum Einzelrezept Linzer Herzerl & Linzer Augen.


Vanille-Cookies oder Vanille-Schneebälle

Das ursprüngliche Schneebälle-Rezept enthält keine Nüsse, dafür aber eine ordentliche Portion Vanille und Puderzucker. Mit meinem Basis-Nussmürbteig schmecken sie ebenso köstlich.
Wem zum Vanillekipferl-Formen die Zeit oder Geduld fehlt, der macht gleich die Abkürzung zu den Vanille-Cookies. Sie sind im Handumdrehen fertig. Den Teig zu kleinen Kügelchen rollen, flach drücken und mit einer Gabel an der Oberfläche ein Muster aufdrücken. Eine dicke Schicht Puderzucker mit Vanille sorgt für den Schnee.

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Hier geht es zum Einzelrezept Vanille-Cookies.

Fertig! Fünf Sorten Santa-Cookies sind abholbereit fürs Christkind!

Backe, backe … rosa Vanilleherzen

Keksebacken im Advent hat in meiner Familie eine lange Tradition. Während meine Oma die Weihnachtsbacksaison zu Mariä Empfängnis am 8. Dezember eröffnete, duftete es bei meiner Mutter bereits am 15. November, dem Leopolditag, nach Keksen. Und zwar nach Vanillekipferln – selbstverständlich handgeformt, keine genormten aus Kipferlblechen! Ihre Kipferl waren so zart und mürbe, dass Nachbarn und Freunde immer wieder nach ihrem Rezept verlangten. Ihre Tipps und Tricks habe ich bereits im Vorjahr hier am Blog verraten. Das Vanillekipferlrezept findet ihr hier.

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Vanilleherzen & Vanillekipferl

Dem einst schlichten Brauch mit vorchristlichen Wurzeln, dem Backen selbst gemachter Kekse in der Vorweihnachtszeit, bin ich auch heuer gefolgt und habe aus den einfachen Zutaten Mehl, Butter, Zucker und Walnüssen einen eifreien Vanillekipferlteig geknetet. Das heißt, heuer habe ich ihn nicht mit den Händen geknetet, sondern mit dem K-Haken des Mixers. Und ich frage mich, warum ich nicht schon früher auf die Idee kam, dass man Mürbteig mit dem Mixer kneten kann. Der Teig ist ausgezeichnet gelungen. Gewohnheiten und in der Kindheit Erlerntes sind eben schwer abzuschütteln. Traditionsgemäß habe ich also mit den Vanillekipferln begonnen.

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Einen Teil des Teiges habe ich in eine Silikon-Herzform gedrückt und kleine Herzen geformt. Die Staubzucker-Vanillezucker-Mischung zum Bestreuen habe ich zartrosa gefärbt. Schmecken wie Vanillekipferl, sind aber viel herziger, oder?

Zum Rezept