Herrlich duftend und bezaubernd schön! Die zartmürben Rosenkekse mit blassrosa Frosting und frischen Duftrosenblüten passen vorzüglich zum Afternoon Tea, schmecken aber ebenso zu einem Tässchen Mokka. Ob ihr, geneigte Leserschaft, die Rosen-Cookies zusammen mit einer edlen Tasse englischen Tee zum Start der neuen Bridgerton-Staffel reicht oder sie lieber zur Lektüre von Jane Austen selber vernascht, bleibt euch überlassen.
Nach Lust und Laune mit Blüten dekoriert und in transparentes Cellophan verpackt, sind sie auch ein ideales Mitbringsel zum gemeinsamen Binge-Watching.



Von blassrosa über pink bis fuchsia: Rosenkekse mit Blütendekor
Beim Dekorieren der Rosenkekse gibt es keine Grenzen. Alles, was an Blüten essbar ist, kommt auf die Kekse. Ob frisch oder getrocknet, ist eher eine saisonale Angelegenheit. Ich habe frische Petalen der Rose de Resht und Ispahan verwendet. Stark duftende Rosen wie Duchesse de Rohan, Jacques Cartier oder Rosa gallica officinalis eignen sich ebenso, aber auch Duftgeranienblüten und Kornblumen, Violen, Kapuzinerkresse, Ringelblumen, Lavendel oder Borretsch. Wenn die Blütenblätter zu groß sind, kann man sie mit der Schere zerkleinern. Dabei sollten sie nicht zu stark gequetscht werden, damit das ätherische Öl erhalten bleibt. Selbstredend dürfen nur ungespritzte Blüten verwendet werden. Wir wollen die Kekse ja essen!
Zudem können die glasierten Kekse mit gefriergetrockneten Himbeeren und grünen Pistazien bestreut werden. Beide harmonieren mit der zart mürben Textur der Kekse.


Rosenkekse zum Verschenken
Kekse schmecken nicht nur rund um Weihnachten. Rosen- oder Blütenkekse sind wunderbare Geschenke, perfekt zum Dankeschön-Sagen oder als kleine Aufmerksamkeit. Ich empfehle Backen auf Vorrat. In Cellophansäckchen mit einer schönen rosa Masche verpackt, halten sie einige Wochen lang. Aber Achtung: Suchtgefahr!

Rosen des Monats Juni: The Fairy & Super Excelsa
Die kleinblütige Bodendeckerrose „The Fairy“ habe ich im Herbst bei einem Blogpost vorgestellt. Ihre zartrosa Blüten habt ihr sicher schon an Parkplatzrändern oder neben religiösen Kleindenkmälern (Kapellen, Wegkreuzen, Bildstöcken oder Marterln) gesehen. Sie wird in Österreich gerne als „Marterlrose“ gepflanzt, da die überreichlich blühende, breitbuschig wachsende Rose sehr robust und pflegeleicht ist.

Die karminrosa bis kräftig pink blühende Ramblerrose „Super Excelsa“, die bei mir in einem Container an der Pergolawand gepflanzt ist, hat nach wenigen Jahren bereits eine Höhe von knapp drei Metern erklommen. Die Blüten stehen in Büscheln beisammen, sind selbst aber nur 3–5 cm groß. Die Rose blüht von Juni bis in den Herbst hinein und ist eine wahre Bienenweide. Die zahlreichen Seitentriebe kürze ich im Frühling ein, das regt neue Blütentriebe an. Ich habe die moderne Kletterrose – wie viele meiner Rosen – im Gartencenter Praskac in Tulln/NÖ gekauft (unbezahlte Werbung). Bei der großen Auswahl an etwa 350 Rosenarten in der Gärtnerei zieht bei jedem Besuch dort selbstredend eine weitere Schönheit in meinen Garten ein.

REZEPT ROSENKEKSE
Menge: 18 Stk.
Backform: geriffelte Keksausstechformen, ø ca. 8–10 cm und 3 cm
Zutaten
300 g glattes Mehl
½ P. Backpulver
100 g Staubzucker
1 P. Vanillinzucker
1 Prise Salz
150 g Butter
Abrieb einer ½ Biozitrone
1 großes Eigelb oder 1 kleines Ei
♥
250 g Staubzucker
1 Eiweiß
einige Spritzer Rosenwasser (je nach Intensität)
rosa Lebensmittelfarbe
♥
1 Handvoll frische Rosenblütenblätter
alternativ getrockneter Blütenmix und einige gefriergetrocknete Himbeeren
Zubereitung
- Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker und Salz vermengen.
- Mit dem K-Hacken des Mixer die in Würfel geschnittene kalte Butter mit den trockenen Zutaten abtreiben. Zitronenabrieb und Ei unterrühren und kurz zu einem Mürbteig verkneten.
- Den Mürbteig zu einer Kugel formen und in Folie gewickelt 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
- Backrohr auf 175 °C Umluft vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
- Mürbteig in zwei Portionen teilen und auf einer leicht bemehlten Oberfläche auf ca. 5 mm Dicke ausrollen. Kekse ausstechen und mit kleinem Abstand aufs Blech legen.
- Die Kekse im Rohr 8–10 Minuten goldgelb backen. Aus dem Rohr nehmen und auskühlen lassen.
- Für die Glasur den Staubzucker mit dem Eiweiß, etwas Rosenwasser und rosa Lebensmittelfarbe verrühren und die Kekse glasieren.
- Die Blüten auf die feuchte Zuckerglasur auflegen und trocknen lassen.
Einen schönen Juni wünscht euch eure sugar&rose.