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Wintertorte mit Dulce de Leche und Walnussböden

Die schneeweiße fluffige Wintertorte mit Dulce-de-Leche-Creme auf zart knusprigen Walnussböden macht in der kalten Jahreszeit alle glücklich. Da der Schnee draußen auf sich warten lässt, zaubere ich ihn als dicke Schicht Mascarpone-Creme mit Kokos auf die Torte. Ob im Advent, zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel, so eine luftige Torte mit zart schmelzenden Schokoladenbäumchen schmeckt einfach himmlisch!

Wintertorte mit Dulce de Leche auf rohweißem Keramikteller vor weißer Holzwand

Aufgeschichtet: Walnussböden, fluffige Creme und Karamell

Die Basis meiner Wintertorte sind dünne, einzeln gebackene Nussböden, wie ich sie auch für Esterházy-Torte zubereite. Während ich für den ungarischen Torten-Klassiker meist gemahlene Mandeln verwende, habe ich für die Wintertorte heimische Walnüsse gerieben. Eine ganze Menge Arbeit das Aufschlagen, Auslösen und Reiben, dafür aber Eins A Qualität.
Die Nussbaiser-Masse habe ich auf zwei mit Backpapier belegte Bleche dressiert – sechs Kreise, also drei pro Blech – und nacheinander gebacken. Dabei habe ich einige Male das Rohr geöffnet, um eventuell entstehenden Dampf abzulassen. Dadurch werden die Böden an den Rändern leicht knusprig. Aber kein Drama, wenn das nicht klappt, sie schmecken auch weich gut.
Wer keine unregelmäßigen Tortenränder mag, kann die Böden nach dem Backen mit einem Tortenring rund ausstechen.

Wintertorte mit sechs hellbraunen Nussbaiserböden und dicker weißer Creme, dekoriert mit drei dunklen Schokoladebäumchen und Schokosternen mit Silberglitzer

Wintertorte mit Dulce de Leche

Ob man für die Cremefüllung der Wintertorte Karamell selber macht oder fertige Karamellsauce bzw. Milch-Karamellcreme – Dulce de Leche (unbezahlte Werbung) – verwendet, ist Geschmackssache. Ich nutze gerne Dulce de Leche aus dem Glas, weil sie sich gut mit aufgeschlagener Creme verbindet und nicht klumpt. Sie schmeckt auch zu Eis, Waffeln oder karamellisiertem Obst sündhaft köstlich.

Wintertorte mit Dulce de Leche auf sechs hellbraunen Nussbaiserböden und weißer Creme, dekoriert mit drei dunklen Schokoladebäumchen, Schokosternen, grünen Nadelbaumzweigen und roten Cranberrys
Wintertorte mit Dulce de Leche und Schokobäumchen und Schokosternen vor weißer Holzwand, dekoriert mit Zweigen von grüner Stechpalme mit roten Früchten

Zubereitung Wintertorte mit Dulce de Leche

Ich habe nur einen Teil der Mascarponecreme mit Dulce de Leche verrührt und die beiden Cremen abwechselnd kreisförmig auf die Tortenböden aufgespritzt, zudem noch etwas Dulce de Leche in den Zwischenräumen aufgetragen. Alternativ kann man Karamellcreme auf die Walnussböden streichen und die Creme darüber aufbringen.
Auf den obersten Nussboden habe ich mit einer großen Lochtülle dicke Cremetupfer gesetzt und diese mit Kokosraspeln bestreut, sodass der Eindruck von Schnee entsteht.
Für die Schokoladen-Bäumchen habe ich geschmolzene Kuvertüre auf Folie aufgespritzt und sie ebenso wie die Sterne mit essbarem Glitzerpuder in Silberweiß zum Leuchten gebracht.

Zubereitungsschritte der Wintertorte mit Dulce de Leche vom einzelnen Nussboden, dann mit weißer und karamelliger Creme kreisförmig bespritzt, zusammengesetzt und mit dicken Sahnetupfen obenauf bespritzt, daneben die angeschnittene Torte mit schachbrettartigen Cremetupfern

Rose des Monats Dezember: Sweet Pretty

Die 2005 von Meilland eingeführte Beetrose Sweet Pretty wurde 2017 zur Rose des Jahres im Europa-Rosarium Sangerhausen gewählt, wo ich sie auch erstanden habe. Sie hat große pastellrosa, in der Blütenmitte teils ins Weiß übergehende, einfache Blüten mit fünf Blütenblättern und rosa Staubgefäße. Die Bienen lieben diese üppig blühende Rose. Sie duftet leicht und blüht von Juni bis Oktober. Heuer hat sie sogar noch im Dezember einige helle Blüten hervorgebracht.

Verschieden Blühstadien der hellrosa fünfblättrigen Rose Sweet Pretty
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Karamell-Cookies – sticky Adventgebäck

Weich, saftig und herrlich klebrig! Karamell-Cookies sind das ultimative Gebäck für kalte Wintertage. Ob als kleine Riegel zum Punsch oder in Stücke geschnitten für den Keksteller. So schnell konnte ich nicht fotografieren, waren alle Cookies weg. Wenn man nur aufhören könnt!
Der Keksteig mit reichlich Schokoladenstücken wird in einer flachen Wanne gebacken und ist mit einer dicken Schicht zähflüssigem Karamell gefüllt. Die Karamell-Cookies sind damit außen fest, während der Karamellkern super weich und klebrig (sticky) ist.
Die Idee für diese Riegel und Kekse habe ich von meiner Reise aus Neuseeland mitgebracht. Dort gibt es Caramel Chocolate Chip Cookie Slices in nahezu jeder Kuchentheke.

Karamell-Cookies auf Butterpapier, teils in große Riegel geschnitten, teils in kleine Stücke

Karamell-Cookies Keksteig

Die neuseeländischen Schokoladen-Karamell-Schnitten sind eine Abwandlung der amerikanischen Chocolate Chip Cookies. Gebacken als „Kuchen“ in der Pfanne und gefüllt mit herrlich zähem Karamell.
Dem Keksteig werden reichlich Schokoladenstücke (Chocolate Chips oder Chunks) beigemengt. Ein Teil des Cookie-Teigs wird in eine mit Backpapier ausgelegte Backform gedrückt, darauf die zähflüssige Karamellcreme verstrichen, und diese mit dem zweiten Keksboden abgedeckt. Schokoholics streuen weitere Schoko-Chips obenauf.
Nach dem Backen muss das Gebäck vollständig abkühlen, sodass Schokolade und Karamell wieder fest werden. Erst dann wird die Masse in Stücke geschnitten.

Karamell-Cookies auf Butterpapier in kleine Stücke geschnitten für Weihnachtskekse, dekoriert mit gelben Rosenblüten

Goldgelbes Karamell aus weichen Karamellen

Ich habe für die Karamell-Füllung fertige Karamell Toffees verwendet (unbezahlte Werbung) und diese in der Mikrowelle zusammen mit ein wenig Obers geschmolzen. Das geht superschnell und es klappt garantiert ohne verklebte Pfanne oder Anbrennen. Allerdings wird die Karamellschicht nach dem Kühlen nicht ganz fest und hinterlässt beim Schneiden klebrige, zähe Spuren an den Rändern, was ich aber besonders liebe. Für Weihnachtskekse zum Aufbewahren ist dies vielleicht nicht so erwünscht.
Wer eine schnittfeste Karamellschicht möchte, macht den Karamell besser selber:
Hierzu 90 g Butter in einem Topf schmelzen, 400 g Kondensmilch (aus der Dose) sowie 100 g feinen braunen Zucker, 1 Prise Salz und 1 TL Golden Sirup (ersatzweise Honig oder Ahornsirup) hinzufügen und bei mittlerer Hitze mit dem Holzlöffel verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen, bis der Karamell eine goldene Farbe annimmt und leicht eindickt.

Karamell-Cookies auf Butterpapier, teils in große Riegel geschnitten, teils in kleine Stücke, dekoriert mit zwei Blüten der gelben Rose Tequila Gold
Drei kleine Karamell-Cookies-Stücke auf Papier, dazwischen Schokoladenstücke und klebriges Karamell

Karamell-Cookies als Bars, Slices oder Coookies

Üblicherweise werden die Karamell-Cookies in Riegel, Scheiben oder Stücke (Bars, Slices) geschnitten. Ich habe sie in mundgerechte Stücke zerteilt und als neues Weihnachtskekse-Rezept aufgenommen.
Diese Karamell-Cookies sind so traumhaft schokoladig und klebrig, dass mir meine Familie beim Fotografieren – wie bereits erwähnt – die Stücke nach und nach vom Papier gestibitzt hat und ich sie nicht mehr in die Vorratsdose habe schichten müssen.
Weitere Rezepte für Weihnachtskekse findet ihr unter Kekse und Weihnachtsbäckerei.

Alle Karamell-Cookies aufgegessen, übrig nur das weiße Papier, Schokostückchen und Karamellflecken sowie drei gelbe Rosen

Rose des Monats November: Tequila Gold

Die großblumige Floribunda-Rose „Tequila Gold“ oder „(Gold) Tequila“, Meilland 2003, mit beindruckend goldgelben, halbgefüllten Blüten, die mit der Zeit etwas aufhellen, habe ich im Verbund an einer Terrassenwand gepflanzt. Sie ist etwa 70 cm hoch, wächst buschig, dicht verzweigt und blüht von Juni bis September, heuer sogar noch Ende November.

Verschiedene Blühstadien der gelben Rose Tequila Gold, die im Verblühen von dunklem satten Dottergelb in hellgelb, zitronengelb und nahezu weiße Blüten übergehen
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Karamell-Mousse mit Spekulatius und Karamellsauce

Vorüber die erholsamen Tage zwischen den Jahren, vorbei die Zeit des Rumhängens, Lesens und Serienschauens. Zum Start ins neue Jahr habe ich uns ein köstliches Dessert zubereitet, eine Karamell-Mousse mit Spekulatius und Karamellsauce. Das Rezept möchte ich euch noch zeigen, weil diese fluffige Creme auch gut für den Dreikönigstag und kalte Wintertage passt.

Rezept Karamell-Mousse mit Spekulatius und Karamellsauce hier downloaden.

Zwei hohe Teegläser mit Goldrand gefüllt mit Karamell-Mousse und Schichten von Spekulatius und Karamellsauce, dekoriert mit sternförmigen, goldenen Wunderkerzen, am Tisch goldene Girlanden
Ein Glas mit Karamell-Mousse im Teeglas mit Sternspritzer auf einem silbernen Platzteller mit einer schwarz-grauen Serviette mit dem Motiv "Dinner for one", daneben ein goldener Teelöffel, im Hintergrund vier weiße Kerzen mit der Aufschrift 2021

Karamell, Toffee oder Fudge?

Karamell entsteht durch Erhitzen von Zucker. Wenn der Zucker schmilzt und langsam die Karamellisierung einsetzt, entsteht dieser typische Geruch und Geschmack von Karamell. Kühlt es ab, wird es knusprig und hart.
Der Begriff Karamell wird allerdings oft auch für weiches Karamell verwendet. Wird dem karamellisierten Zucker Butter beigemengt, spricht man von Toffees, eine Art Konfekt.
Bei Fudge wiederum wird dem karamellisierten Zucker neben Butter auch Milch oder Schlagobers (Sahne) zugesetzt. Im Vergleich zu den relativ harten Toffees ist Fudge (britisches Karamell) daher wesentlich weicher, bekommt eine trübe Färbung und sein ganz spezielles Aroma.
In eine Karamellsauce wiederum kommen zum karamellisierten Zucker ebenso Butter und Sahne hinzu, damit die Sauce nicht aushärtet und leicht zähflüssig bleibt!

Ein kleines Dessertglas mit Karamell-Mousse und Karamellsauce auf einer golden gepunkteten Papierserviette, daneben goldene Papierschlangen, zahlreiche Fudge-Stücke und im Hintergrund ein hellblaue Kartonpackung mit Buttermilk-Caramel-Sea-Salt-Fudge

Karamellsauce ist recht einfach selbst herzustellen, gibt es aber auch fertig zu kaufen. Für die Zubereitung von Karamellsauce verwende ich zwei Töpfe. In einem erhitze ich Kristallzucker (keinen braunen Zucker, sonst wird das Karamell zu dunkel) bis er schmilzt und eine hellbraune Farbe annimmt. Im anderen Topf koche ich das Schlagobers (Sahne) kurz auf und gebe es dann zum karamellisierten Zucker. Das blubbert etwas, also Vorsicht! Sobald das Karamell glatt gerührt ist, nehme ich es vom Herd und menge die Butterstücke unter.
Für Salted Caramel Sauce wird noch 1 Teelöffel Salz beigefügt. Das ist nicht so mein Ding. Ich gebe zum Ausgleich lieber etwas Zitronensaft hinzu.
Selbst gemachte Karamellsauce (Rezept) kann im Kühlschrank zwei bis drei Wochen aufbewahrt werden. Sie schmeckt zu nahezu jedem Dessert, besonders zu Waffeln, Palatschinken (Pfannkuchen) und Eis. Zu Weihnachten habe ich sie zu Lebkuchen-Crêpes mit Bratapfelspalten serviert.

Zwei Lebkuchen-Creps zusammengeklappt und in Form eines Tannenbaums ineinander gesteckt, an der Spitze ein kleiner Lebkuchenstern, streifenförmig übergossen mit Karamellsauce

Karamell-Mousse geschichtet oder pur

Spekulatius, das typische Weihnachtsgebäck mit winterlichen Gewürzen, harmoniert perfekt mit der Karamell-Mousse. Nach den Feiertagen ist die Lust auf Weihnachtskekse schlagartig bei Null angelangt. Daher möchte ich die Reste möglichst schnell loswerden, weshalb ich sie in Desserts oder zu Kuchenböden verarbeite. Für die Zwischenschichten im Karamell-Dessert können anstelle von Spekulatius ebenso Butterkekse, Mürbteigkekse oder Biskotten (Löffelbiskuits) verwendet werden.
Die Karamell-Mousse schmeckt aber auch pur – ohne Kekseinlage – großartig. Einfach etwas Karamellsauce auf den Glasboden gießen, die Creme aufschichten und mit Fudge-Stücken und Karamellsauce dekorieren.

Zwei Gläschen mit Karamell-Mousse auf goldgepunkteter Papierserviette, im Vordergrund eine goldene sternförmige Spritzkerze, im Hintergrund eine Flasche Sekt mit Goldflitter (Goldsekt)
Zwei Dessertgläschen mit Karamell-Mousse, Goldgirlanden, ein Sektkühler aus weißem Karton mit der Aufschrift "Cheerio", daneben ein Glas Sekt

Wir sind heuer mit einem Gläschen Goldstück, einem „vergoldeten“ Sekt aus der Sektmanufaktur Hugl im niederösterreichischen Weinviertel, ins neue Jahr gestartet. Gut gelaunt und voller Optimismus. Ganz ohne Vorsätze. Aber mit einem Motto: Be happy and smile! Eure sugar&rose

Ofenpfannkuchen mit karamellisierten Kaki

Dutch Baby Pancake oder – wie man in Wien sagen würde – Reindl-Palatschinken

kakiofenpfannkuchen6Kein Schnee in Sicht. Nur Nebel und Regen. Ich sehne mich nach Sommer, Sonne, Südfrüchten, gleichzeitig auch nach einem warmen Frühstück. Am Wochenende darf es durchaus auch süß sein. Um diese Jahreszeit locken Kaki, Passionsfrüchte und andere Exoten im Supermarkt. Nicht regional, ich weiß, aber bei diesem Wetter brauche ich einen Seelentröster, einen Ofenpfannkuchen.
Als ich in den Staaten zum ersten Mal ein Dutch Baby gesehen habe, war ich von diesem luftig-leichten Ding in der Eisenpfanne hin und weg. Man erklärte mir, dass diese Frühstücksspezialität aus Deutschland kommt (Deutschland wurde wohl irgendwann zu Dutch!). Beim ersten Bissen war klar, warum. Es schmeckte wie Kaiserschmarrn oder luftige Palatschinken. Im Prinzip also nichts anderes als Pfannkuchenteig, der nicht gewendet, sondern im Rohr gebacken und in der Pfanne serviert wird.
Allerdings werden die Dutch Baby Pancakes in den USA – wie fast alles – mit Ahorn- oder Maissirup ertränkt. Ich bevorzuge eine Schicht Staubzucker.

karamellkakiMittlerweile haben sie auch in unseren Küchen Einzug gefunden – als Ofenpfannkuchen. Oft mit Apfelscheiben serviert.
Bevor sich die Kaki-Saison dem Ende nähert, musste ich nochmal zugreifen, obwohl sie nicht vollreif waren. Da muss man bei Kaki aufpassen. Meist werden sie unreif angebotenen und schmecken aufgrund der Gerbstoffe herb und pelzig. Am schnellsten reifen sie in der Nähe von Äpfeln nach. Im Unterschied zu den verwandten Sharon und Persimon, die man sogar mit Schale und im harten Zustand essen kann.
Weil meine Kaki zwar reif, aber noch bissfest waren, habe ich sie geschält, in Spalten geschnitten und in etwas Butter und braunem Zucker karamellisiert.

Kakiofenpfannkuchen4Der Pfannkuchenteig ist ohnehin zuckerfrei. Er wird einfach über die Obstscheiben gegossen und ab damit ins Backrohr. Am Ende der etwa 20-minütigen Backzeit geht der Teig an den Rändern ziemlich hoch. Es empfiehlt sich daher ein Pfanne mit Rand, ein Reindl. Mein Riess-Reindl mit den Metallgriffen ist da absolut perfekt. Kaum ist der Pfannkuchen aus dem Rohr, sinkt er aber rasch in sich zusammen.

kakiofenpfannkuchen-kotányikakiofenpfannkuchen2Vor dem Servieren noch ein paar Kakispalten und Himbeeren drauf, etwas Zucker und fertig! Passend zu den karamellisierten Kakispalten habe ich etwas Zimt-Zucker aus der  Kotányi-Mühle darüber gerieben. Auch die Karamell-Vanille-Variante schmeckt großartig.
Nächstens will ich meine Ofenpancakes mit Maracuja und Ananas probieren …

Zum Rezept

Walnüsse, Kürbis, Karamell – Brot oder Kuchen?

Walnüsse in Hülle und Fülle! Noch habe ich nicht alle vom Vorjahr verbraucht und schon sind die frischen da. Jeden Oktober, wenn wir für den Winter Kaminholz einlagern, bringt unser Holzlieferant aus dem Weinviertel Nuss-Nachschub für Weihnachtskekse.
Selbstverständlich bekommt er zum Dank einen Nusskuchen serviert. Dazu aber später.

Walnuss-Dinkelbrot5

Walnuss-Dinkelvollkornbrot mit Kürbis

Zunächst zum Brot. Gutes Brot ist nicht immer leicht zu bekommen und wenn doch, dann meist sehr teuer. Bei Gragger oder Joseph Brot in der Wiener Innenstadt gibt es solches, aber man legt schon eine Menge ab für einen frisch gebackenen Laib.
Ich backe gerne selber. Da weiß ich ganz genau, was drinnen ist und vor allem, was nicht. Zum Beispiel enthält Bäckerbrot oft viel zu viel Salz, ganz zu schweigen von Farb- und Konservierungsstoffen …
Je nachdem, wie viel Zeit ich gerade habe, backe ich mal mit Sauerteig, mal mit Hefe. Und bei der Fülle an frischen Walnüssen wusste ich sofort, welches Brot diese Woche auf den Tisch kommt. Frisches Walnussbrot!
Zugegeben, das Auslösen der Nüsse macht schon Arbeit, aber bei diesen großen Nüssen, sind 100 Gramm schnell geknackt. Und gleich ein paar mehr für einen Kuchen …

Walnuesse2Walnuesse1Walnuss-Dinkelbrot4Damit mein Dinkelvollkornbrot auch schön saftig wird, habe ich etwas Kürbis hinein gerieben. Dieser ist kaum zu spüren, macht das Hefevollkornbrot aber zusammen mit der Buttermilch geschmeidig und locker. Zwei kleine Laibe geformt und ab ins Rohr.
Ich liebe den Duft, der beim Brotbacken durch die Küche bzw. durchs ganze Haus zieht. Wie in einer Backstube.
Nach einer knappen Stunde ziehe ich mein Walnussbrot aus dem Ofen und kann kaum erwarten, dass es abkühlt und ich es anschneiden kann. Dazu ein Stück französischer Weichkäse? Oder doch lieber Butter und Marillenmarmelade? Die Qual der Wahl.

Walnuss-Karamellkuchen mit Birne

Das Brot ist fertig. Jetzt ran an den Kuchen! Nusskuchen natürlich. Mit Birne. Und als Topping frische Walnüsse und viel, viel Karamell …

Walnusskaramllkuchen4Zunächst habe ich einen Nusskuchen gebacken mit großen, saftigen Birnenstücken drin. Oben auf kommt warmes Karamell mit einer Menge frischer Walnüsse. Nicht wenige Kalorien, ja. Aber Walnüsse sind reich an Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen. Man isst ja nicht gleich den ganzen Kuchen, oder?
Zum Rezept.

Zurück zum Brot. Hier einige TIPPS zum Backen von HEFETEIGBROT: Nach dem zügigen Verrühren der Zutaten stelle ich den mit etwas Wasser befeuchteten Teig zum schnelleren Aufgehen ins 40–50 °C vorgewärmte Rohr. Damit das Brot besonders knusprig wird, heize ich danach das Backblech für 10 Minuten auf 250 °C auf, setze das Brot auf das heiße Blech und reduziere die Temperatur zum Backen auf 180 °C. Nach 55–60 Minuten ist das Brot fertig. Zur Überprüfung klopfe ich auf die Brotunterseite. Das Klopfen klingt hohl, wenn das Brot durchgebacken ist.
Die bekannte Tasse Wasser im Ofen bringt nichts und beschädigt vielmehr auf Dauer das Backrohr. Ich besprühe gleich beim Einschieben des Brotteigs das Blech mit etwas Wasser aus einem sauberen Blumensprüher. Das ist ausreichend Feuchtigkeit für eine knusprige Kruste. Ganz wichtig: Das Brot gleich nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen lassen, sonst weicht die Kruste wieder auf.

Walnuss-Dinkelbrot3Und? Lust bekommen auf euer eigenes Brot? Brotbacken kann jeder. Bei meinen Brotbackrezepten gibt es genaue Anleitungen zum sicheren Gelingen.

Zum Walnuss-Dinkelbrot-Rezept.

Apfeltartelettes mit Karamell

Heute ist Internationaler Iss-einen-Apfel-Tag! Letztes Wochenende habe ich die ersten Äpfel gepflückt. Heuer wird die Ernte geringer als im Vorjahr ausfallen. Kein gutes Apfel- und Zwetschkenjahr. Der Sommer war wohl zu trocken.

Apfelblatt3oö-äpfelAus den rotbackigen Äpfeln habe ich gleich eines meiner schnellen Apfelrezepte gezaubert. Ich habe fertigen Blätterteig mit dünn geschnittenen Apfelscheiben belegt, diese mit etwas Butter bestrichen und mit braunem Rohrzucker bestreut. 15 Minuten später waren die kleinen Apfelküchlein fertig.

karamell

Apfelblatt6In der Zwischenzeit habe ich eine Karamellsauce aus braunem Rohrzucker, etwas Obers/Sahne und einem Löffelchen Butter gerührt. Braunen Rohrzucker gibt es von Wiener Zucker in einem praktischen, wiederverschließbaren Tetra-Pack als fair gehandeltes Produkt. Damit wird der Karamell so richtig schön dunkelbraun.

Apfelblätter2Ich liebe Karamellsauce und bereite meist eine größere Menge zu. Sie hält im Kühlschrank rund zwei Wochen. Damit werden dann Pudding, Eis, Pancakes oder Kuchen überzogen.
In Erinnerung an Frankreichs Caramel au beurre salé habe ich dieses Mal einige grobe Salzflocken über die Apfeltartelettes gestreut. Ein interessantes Geschmackserlebnis.

Apfelblatt-K2Passend zum heutigen Internationalen Iss-einen-Apfel-Tag – ein kurioser Feiertag, der immer am dritten Samstag im September zelebriert wird – serviert der Verlag Hermann Schmidt historische Äpfel zum Abreißen im Kalender „An Apple A Day 2018“.

Zum Rezept