Fliegenpilz, Marienkäfer, Hufeisen, Schornsteinfeger, vierblättriger Klee oder Glücksschwein? Einerlei. So ein Glücksbringer verheißt dem Beschenkten Glück, Reichtum oder Gesundheit und ist zu Silvester einfach unerlässlich. Ob gekauft oder selbst gemacht – diese Frage stelle ich mir Jahr für Jahr erneut. Heuer gibt es anstelle zuckersüßer Glücksbringer zum Vernaschen gesunde Glücksschweinderl-Brötchen.


Glücksbringer-Brötchen zu Silvester oder zum Neujahrsfrühstück
Die Glücksschweinderl-Brötchen können im Voraus gebacken und tiefgefroren werden. Damit sie schön knusprig sind, gebe ich sie nach dem Auftauen für 2–3 Minuten in die Heißluftfritteuse oder kurz ins vorgeheizte Backrohr.
Wer die Dinkelbrötchen gerne etwas fluffiger hat, ändert das Mischverhältnis von Vollkornmehl zu glattem Mehl wie in der Rezeptvariante unten angegeben.

Tischdeko in Gold für Weihnachten & Silvester
Da ich via Instagram mehrfach nach der Bezugsquelle meines Weihnachtsgedecks gefragt wurde: die Platzteller mit dem breiten Goldrand stammen von Kare (Serie „Bell“). Ich habe sie mit den Bavaria-Goldrandtellern aus dem Bestand meiner Mutter, goldenen Dekotellern von Butlers sowie den Goldrandgläsern meiner Schwiegermutter aus den 60er-/70er-Jahren (Stölzle Glas, Austria) kombiniert – unbezahlte Werbung.


Süße Glücksbringer
Für die Naschkatzen in der Runde hier noch der Link zu meinen süßen Glücksbringer-Keksen in Schweinchen- und Fliegenpilz-Form vom letzten Silvester.
REZEPT GLÜCKSSCHWEINDERL-BRÖTCHEN
Menge: 6 Stück
Backform: Backblech
Zutaten
- 250 g Dinkelvollkornmehl
- 150 g Dinkelmehl glatt
- 1 P. Trockenhefe
- 5 g Salz
- 4 EL Oliven- oder Sonnenblumenöl (=ca. 30 g)
- ev. ½ EL Brotgewürz
- 1 EL getrocknete oder tiefgefrorene Kräuter
- 220 ml Wasser, lauwarm ♥
- Haselnüsse für die Nasenlöcher und Rosinen für die Augen (alternativ Zuckeraugen)
Zubereitung
- Mehl, Trockenhefe, Salz, Öl und ev. Brotgewürz und Kräuter vermischen. Wasser dazugeben und mit dem Mixer zu einem glatten Teig verrühren.
- Teig zugedeckt 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.
- Backblech mit Backtrennpapier auslegen. Backrohr auf 180 °C Umluft vorheizen.
- Den Teig in acht Portionen teilen: sechs Teile sind für die Köpfe, ca. eineinhalb für die Nasen und eine halbe Portion für die Ohren.
- Die sechs Portionen zu Kugeln schleifen und aufs Blech legen, in die Mitte jeweils eine Vertiefung drücken und dort die Nasen-Kugel aufsetzen, etwas an- und gleichzeitig flach drücken. Ohren oben ansetzen.
- Für die Nasenlöcher je zwei Haselnüsse eindrücken (diese werden nach dem Backen wieder entfernt; alternativ Kugeln aus Alufolie verwenden); für die Augen je zwei Rosinen einsetzen (diese eventuell nach dem Backen durch Zuckeraugen ersetzen).
- Die Teiglinge mit etwas Wasser oder Olivenöl bestreichen und zugedeckt nochmals 15 Minuten gehen lassen.
- Im vorgeheizten Rohr ca. 20–25 Minuten backen.
VARIANTE mit weniger Vollkornmehl
150g Vollkorn- und 250 g glattes Mehl (bzw. alternativ auch Weizenmehl) und nur 200 ml Wasser. Je geringer der Vollkornanteil, desto weniger Wasser ist nötig.
Einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein herzliches Danke allen meinen treuen Leser+innen!
Eure sugar&rose.

















































Mittlerweile zieht auch bei mir immer öfter frischer Brotduft durchs Haus. Manchmal nehme ich mir die Zeit und backe nach dem Rezept meiner Oma ein Sauerteigbrot mit langsamer Teigführung. Ein andermal muss es schnell gehen. Dann verrühre ich blitzschnell mit dem Mixer Mehl, Wasser, Gewürze, Salz und Trockenhefe und ziehe nach einer Stunde mein Vollkornbrot aus dem Rohr. Brotbacken muss also nicht zwingend aufwendig sein.


Mein liebstes Schnellrezept aus dem Buch 

Als routinierte Hefebrotbäckerin habe ich mich schließlich an den Sauerteig und das Roggenbrotrezept meiner Oma gewagt. Den ersten Sauerteig (im Mühlviertel Ura, Url oder Ui genannt) habe ich nicht selbst angesetzt, sondern bei Joseph-Brot gekauft. Mittlerweile nehme ich bei jedem Backvorgang ein wenig vom Teig ab und stelle ihn in den Kühlschrank fürs nächste Mal. Dort hält er bis zu zwei Wochen. Wenn ich länger nicht zum Brotbacken komme, friere ich ihn ein.
Wenn man Brot selber bäckt, kommt man um das Thema Brotgewürze nicht herum. Wie schon bei meiner Oma und Mama kommen vier Gewürze in mein Sauerteigbrot: Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel. Auf ein Kilo Mehl (900 g Roggenmehl und 100 g Weizen- oder Dinkelmehl) zwei Esslöffel voll: die Hälfte fein gemörsert, die andere als ganze Körner.
Und jetzt wird das frische Brot angeschnitten. Mit einem großen Messer. Nicht mit der Maschine. Unregelmäßig geschnittenes Brot schmeckt weitaus besser, als die gleichmäßig dicken Schnitten mit glatter Oberfläche.






