Brandteigringe mit Maroni-Obersfüllung

Windbeutel oder Profiterole, hierzulande Brandteigkrapferl, gefüllt mit Schlagobers oder Vanillecreme, sind ein luftig-lockerer und absolut himmlischer Mehlspeisen-Klassiker. Im Herbst, zur Kastanienzeit, serviere ich die Brandteigringe mit Maroni-Obersfüllung. Weder Schokolade noch Zuckerguss dürfen in der sugar&rose-Familie auf den Brandteig, nur ein Hauch Staubzucker und gaaaanz viel Maronireis.

Rezept Brandteigringe mit Maroni-Obersfüllung hier downloaden.

Drei gefüllte Brandteigringe in einem herzförmigen rosa Teller, dahinter eine pink-weiß gesprenkelte Dahlienblüte
Im Querformat: ein dezent rosa Herzteller mit gefüllten und mit Staubzucker bestreuten Brandteigringen, links daneben eine weiß-pinke Dahlienblüte, eine dunkelpinke Rosenblüte und grüne Rosenblätter

Brandteigkrapferl, Brandteigringe und mehr

Brandteig ist aus wenigen Zutaten – Wasser, Butter, Salz, Mehl und Eiern – ganz schnell zubereitet. Anleitung und Tipps für ein sicheres Gelingen des Brandteigs findet ihr im Download-Rezept.
Seinen Namen hat der Brandteig wohl vom „Abbrennen“ des Mehls. Der Teig wird bei großer Hitze solange gerührt, bis sich die Teigmasse vom Topfboden löst und dort ein heller Belag zurückbleibt. Durch diesen Vorgang des „Verkleisterns“ der Stärke kann später die Luft beim Backen nicht entweichen und im Gebäck entstehen die typischen Hohlräume zum Füllen. Ganz wichtig: Beim Backen die Tür des Backrohrs in den ersten zwanzig Minuten NICHT öffnen!
Brandteigkrapferl können auch salzig gefüllt werden, zum Beispiel mit Frischkäse, Lachs oder Kaviar beziehungsweise sind sie ungefüllt eine köstliche Suppeneinlage. Brandteig kann man frittieren (Spritzgebäck) und viele schwören auch bei Marillenknödel auf Brandteig. Ich gehöre bei Knödeln allerdings zur Erdäpfelteig-Fraktion.

Acht Stück ungefüllte Brandteigringe übereinander liegend, daneben zartrosa Dahlienblüten und eine weiß-pinke Dahlienblüte auf einer winzigen rosa Porzellanetagere
Linkes Bild vier ungefüllte Brandteigkrapferl (Profiterole) und eine rosa Dahlienblüte; rechts Bild ein angebissenes gefülltes Brandteigkrapferl, gehalten von einer Hand mit weinrot lackierten Nägeln.

Maroni oder Kastanie?

Der Unterschied zwischen einer Maroni und einer Esskastanie ist winzig. Aber nicht die Größe der Nussfrucht selbst, sondern die Innenhaut macht den (Qualitäts-)Unterschied. Maronen haben nur eine Haut unter der Schale, daher sind sie auch länger haltbar. Und Maronen schmecken etwas intensiver.
Wenn ich, wie diese Woche, am Markt frische Maronen bekomme, bereite ich den Maronireis selber zu. Dazu schneide ich die Maronen kreuzweise ein und gare sie etwa 15 Minuten in Wasser. Nach dem Schälen – das macht zugegeben den meisten Aufwand – werden sie püriert, mit Staubzucker, Rum und Vanillezucker vermischt und im Anschluss durch eine Presse gedrückt. Ich verwende dazu die gute alte Erdäpfelpresse meiner Oma. Man findet sie in gleicher Form immer noch im Geschirrfachhandel, in Einrichtungshäusern oder online unter schöpping.at.

Linkes Bild: ein gefüllter Brandteigring auf einer kleinen rosa Etagere, in der Mitte gefüllt mit Maronireis, dahinter mehrer Dahlienblüten in rosa-pink-Tönen; rechts Bild ein Brandteigring bestreut mit viel Maronireis auf einem kleinen Desserteller mit Rosendekor, im Hintergrund aufgeschnittene rohe Maroni.

Kann man Brandteig aufbewahren?

Am besten schmecken die Brandteigringe oder Krapferl natürlich frisch. Nach dem Füllen sollten sie unmittelbar gegessen werden. Bestenfalls halten sie im Kühlschrank einen Tag lang.
Ohne Füllung können sie in einer gut verschlossenen Dose durchaus zwei bis drei Tage aufbewahrt werden. Wenn, was ohnehin selten der Fall ist, Brandteiggebäck übrig bleibt, friere ich es ein und lasse es bei Zimmertemperatur auftauen. Danach backe ich die Brandteigringe bei etwa 190 °C nochmals ein paar Minuten auf. Damit sind sie beim Aufschneiden wieder heiß und müssen nicht vor dem Einfrieren geteilt werden.

Drei gefüllte Brandteigringe in einem herzförmigen rosa Teller, dahinter eine dunkelpinke Malerrosenblüte
Großaufnahme eines mit Maroniobers gefüllten Brandteigrings auf einer rosa Porzellanetagere mit Fuß, im Hintergrund eine dunkelpinke Malerrosenblüte

Welche Form bevorzugt ihr bei Brandteig? Die goldbraunen, fluffigen Kringel? Oder die wolkenturmartigen Krapferl? Vielleicht aber die stangenförmigen Eclairs? Und womit füllt ihr euer Brandteiggebäck am liebsten? Über Rückmeldungen freut sich eure sugar&rose.

Kommentar verfassen