Die Kaffee-Baiserrolle mit Kirschen besticht mit einer knusprigen Außenschicht, weichem Baiser und einer aromatischen Espresso-Sahnefüllung. Dunkle Früchte wie Kirschen oder Heidelbeeren verleihen der hellen Rolle einen leuchtenden Gegenpart, zudem harmoniert die Säure der Früchte wunderbar mit dem süßen Baiser.
Die Kaffee-Baiserrolle war so schnell aufgegessen, dass ich nicht erst überlegen musste, ob ich sie im Kühlschrank aufbewahren soll oder nicht. Knusprig frisch schmeckt sie uns einfach am besten.


Kaffee-Baiserrolle mit fluffiger Creme
Ich liebe den Duft von frisch gebrühtem Kaffee am Morgen und komme ohne einfach nicht in die Gänge. In die Baisermasse habe ich allerdings lösliches Espressopulver eingemengt. Die praktischen Espresso-Sticks – es gibt sie aromaschutzverpackt von diversen bekannten Kaffeemarken – sind gut dosierbar.
Das Kaffeepulver kann auch entfallen oder durch Kakao ersetzt werden.
Die Cremetupfen auf der Roulade habe ich mit Karamell-Raspelschokolade bestreut, alternativ schmecken auch Mandelblättchen.


Meine Rose des Monats: White Meidiland
Die strahlend weiße Rose White Meidiland schmiegt sich harmonisch an die helle Baiserrolle mit den dunkelroten Kirschen und zieht doch die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Im Sonnenlicht wirkt sie champagnerfarben, tatsächlich ist sie aber weiß.
Die Bodendeckerrose von Meilland blüht den ganzen Sommer über und ist mit ihren knapp 50 Zentimetern Höhe vom Wuchs her eher klein und breitbuschig. Die Blüten sind relativ groß, reinweiß und sehr dicht gefüllt. Sie verträgt auch etwas Schatten und wächst bei mir an der Ostseite in einem Container. Leider duftet sie nicht, macht das aber durch die Anzahl der Blüten, die in Büscheln stehen, von Juni bis Ende September wett. Das tief dunkelgrüne Laub ist weitgehend immun gegen Rosenkrankheiten.

REZEPT KAFFEE-BAISEROLLE
Menge: 1 Rolle
Backform: Backblech ca. 37 x 40 cm
Zutaten
- Eiweiß von 6 großen Eiern
- 375 g Kristallzucker
- etwas gemahlene Vanille
- 10 ml Weißweinessig
- 40 g Maizena (=Maisstärke)
- 2 Espresso-Sticks ♥
- 250 ml Schlagobers oder Rama Cremefine zum Schlagen
- 1 P. Vanillezucker
- etwas gemahlene Vanille oder Tonkabohne
- 1 Espresso-Stick ♥
- 150 g entkernte Kirschen ♥
- Kirschen mit Stiel zur Dekoration ♥
- 2 Bogen Backtrennpapier
Zubereitung
- Backrohr auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Backblech mit einem Bogen Backtrennpapier auslegen.
- Eiweiß steif schlagen (zuerst langsam, dann auf voller Stufe schlagen). Kristallzucker einrieseln lassen und weiter schlagen.
Vanille und Weißweinessig untermengen. - Maisstärke und Kaffeepulver dazugeben und weitere 5 Minuten auf höchster Stufe zu sehr steifem Schnee schlagen.
- Baisermasse aufs Backpapier aufstreichen und ins Rohr schieben.
- Hitze auf 140 °C reduzieren und ca. 35 Minuten backen. (Die Oberfläche sollte knusprig, aber nur wenig gebräunt sein.)
- Aus dem Rohr nehmen und die Baisermasse auf das zweite Backtrennpapier stürzen. Das obere Papier vorsichtig abziehen und auskühlen lassen.
- Inzwischen Schlagobers oder Schlagcreme mit dem Vanillezucker steif schlagen und auf die Baisermasse streichen.
2–3 EL der Cremefüllung für die Deko aufheben. - Dei Creme mit den halbierten Kirschen belegen und das Baiser mit Hilfe des Backpapiers vorsichtig aufrollen.
- Die Rolle mit einem Geschirrtuch bedecken und im Kühlschrank etwa eine Stunde kühlen.
- Mit der restlichen Creme Tupfen auf die Baiserrolle spritzen und die Kirschen aufsetzen.
Einen schönen August wünscht euch eure sugar&rose.














Zur Abwechslung mische ich gerne auch etwas Lebensmittelfarbe oder Kakaopulver in die Baisermasse. Zweifarbige Baiser entstehen, indem man die Gel-Lebensmittelfarbe streifenförmig im Inneren des Spritzbeutels von unten nach oben aufzieht, danach die weiße Masse vorsichtig einfüllt und sie mit einer Lochtülle aufs Blech spritzt.s Auge isst ja bekanntlich mit! Das ist nicht bloß eine Redensart. Eine entsprechende Form sollten die Baiserchen schon haben. Für glatte Baisertuffs verwende ich eine runde Lochtülle mit großer Öffnung, für die zweifarbigen Tuffs oder bunten Baiserringe eine Sterntülle. Pavlovas streiche ich mit einer Teigspatel kreisrund aufs Backblech.

Und zu besonderen Anlässen gibt es eine Pavlova. Einmal ist sie zartrosa, ein anderes Mal Red Velvet. Mal serviere ich sie nur mit Obers, mal mit einer Fülle an Früchten und Fruchtsauce. Ich freue mich schon wieder auf die Kirschenzeit. Pavlova mit Kirschen und Fruchtsauce – mein absoluter Favorit!

Im Unterschied zu Baiser wird die Zucker-Schnee-Masse für eine Pavlova nicht vollständig durchgebacken. Sie ist also unter der knusprigen Hülle flauschig weich. Ich habe sie für dieses Rezept leicht rosa gefärbt, passend zu den blassrosa Blüten der duftenden Austin-Rose.
Keine Angst vor den Märchen der Großmütter, dass Baiser stets als zähe Masse endet, wenn man nicht dies und das befolgt oder mindestens zehn Versuche hinter sich hat. Einzig wichtig sind eine fettfreie Rührschüssel, Eiweiß ohne Dotterreste und langes, ausreichendes Schlagen. Die Zuckermenge ist immer doppelt so hoch wie die Eiweißmenge (bzw. 1 Eiweiß pro 50 g Zucker). Ob Essig, Zitrone, Stärke oder überhaupt nichts weiter beigegeben wird, ist völlig unwichtig. Ich habe schon alles probiert. Es macht echt keinen Unterschied. Entscheidend ist die Festigkeit der Schnee-Zucker-Masse (der Schnee soll am Rührbesen „Spitzen“ ziehen).
Das geschlagene Obers erst unmittelbar vor dem Servieren auf der Pavlova verteilen, da die Baisermasse sonst die Feuchtigkeit aufnimmt. Als Ausgleich zum lasterhaft süßen Boden serviere ich dazu säuerliche Früchte wie Himbeeren, Weichseln oder auch Kiwi und Maracuja.
Und sollte sie wirklich nicht gelingen, was sehr unwahrscheinlich ist, habe ich einen weiteren Tipp für euch: Pavlova in Stücke teilen, in eine Schüssel oder kleine Gläser geben, geschlagenes Obers und Beeren dazu, fertig ist ein
