Der betörende Duft von frisch gebackenen Hefeschnecken zieht durchs Haus. Am Tisch steht ein Traum von einem Erdbeerherz, gefüllt mit selbst gemachter Erdbeermarmelade, frischen Erdbeeren, Rosenmus und weißer Schokolade, dekoriert mit essbaren Rosenblüten.
Ob fruchtig oder klassisch mit Zimtzucker – meine Vorliebe wechselt mit den Jahreszeiten. Den luftig-weichen Hefeschnecken kann ich nur schwer widerstehen. Vermutlich geht das vielen so. Denn die als Next Level Cinnamon Rolls bezeichneten Hefeschnecken eines deutschen Unternehmens haben vor einigen Monaten einen wahren Hype auf Social Media ausgelöst, sodass in der Wiener Mariahilfer Straße Menschenmassen vor dem Laden anstanden. Den Run auf die zugegeben beeindruckend aussehenden und variantenreichen Zimtschnecken mit üppigen Frostings kann ich allerdings nicht nachvollziehen, schmecken die quadratischen Schnecken doch eher trocken, teils gummiartig und sind stark überteuert.


Hefeschnecken in Erdbeerherz-Form
Rund, oval oder eckig? Einerlei, denn heute sind die Hefeschnecken bei mir herzförmig! Den gefüllten und gerollten Hefeteig habe ich mit einem sehr scharfen Messer in acht Teile geschnitten – alternativ kann das auch mit einem feinen Bindfaden erfolgen – und diese in eine leicht gebutterte herzförmige Backform eingelegt. Nach einer kurzen Gehzeit füllen die Schnecken die Form aus.
Nach dem Backen und Abkühlen habe ich das Erdbeerherz mit frischen Erdbeeren und etwas Rosenmus getoppt, mit Streifen von aromatisiertem Frischkäse überzogen und mit Rosenblüten dekoriert.



Rosenmus
Wer zu den Glücklichen mit Duftrosen im eigenen Garten zählt, kann die Rosenblüten – vorausgesetzt sie sind ungespritzt – auch in der Küche verwerten. Rezepte für Rosensirup, Rosengelee, Rosenessig und viele mehr findet ihr hier.
Rosenmus bzw. Rosenblütenmus eignet sich zum Verfeinern von Desserts und Süßspeisen, ist aber auch ein ganz besonderes Topping für pikante Vorspeisen und Käseplatten. Habt ihr schon mal Datteln gefüllt mit Blauschimmelkäse probiert? Dazu einen Klacks Rosenmus – ein ganz besonderer Genuss!
Für das Rosenmus werden die Duftrosen-Blütenblätter mit Zucker und Zitronensaft fein püriert, mit etwas Wein aufgekocht und mit Pektin haltbar gemacht (zum Rezept).


Rote The Fairy – die Rose am Erdbeerherz
Die kleinblumige, reichlich blühende und dicht verzweigte Bodendeckerrose „Rote The Fairy“ oder „The Fairy rot“ von Tantau wächst wie ihr rosa Pendant („The Fairy“) sehr buschig und benötigt ebenso wie diese jährlich einen kräftigen Rückschnitt der langen bogigen Triebe, auch um weitere Blüten anzuregen. Die halbgefüllten, schalenförmigen Blüten sind nur etwa 5 cm groß und erfreuen mit den offenen Staubgefäßen Bienen und Insekten. Sie blüht zwei, drei Wochen später als andere Sorten, dafür aber bis spät in den Herbst hinein.

Rosenhochblüte in meinem Garten
Weil nicht nur die Rote The Fairy reichlich blüht, sondern mittlerweile nahezu alle meine Rosen in Vollblüte stehen, will ich euch mit einigen Bildern kurz in meinen Rosengarten entführen. Weitere Rosen auf sugarandrose.com
Englische Rosen & Strauchrosen

Kletterrosen

Historische Rosen

Und noch ein paar Schönheiten zum Durchklicken
REZEPT ERDBEERHERZ
Menge: 8 Port.
Backform: Herzform ca. 25 cm ø
Zutaten
½ Würfel Germ/Hefe
180 ml lauwarme Milch
400 g glattes Mehl
50 g Kristallzucker
1 Msp. Salz
1 Ei
50 g weiche Butter
♥
100 g Erdbeermarmelade
optional 2 EL Rosenmus
100 g Erdbeeren gewürfelt
50 g weiße Kuvertüre, gerieben
♥
Milch oder Eidotter zum Bestreichen
50 g Frischkäse oder Topfen
1 P. Vanillezucker
2 EL Rosensirup (alternativ Milch)
einige Erdbeeren, Rosenmus und Rosenblüten als Topping
Zubereitung
1. Hefe in der lauwarmen Milch glatt rühren.
2. Mehl, Zucker und Salz in eine Mixschüssel geben, Ei, weiche Butter und die Hefemilch dazu geben und mit dem Knethaken des Mixers kurz auf kleiner Stufe, dann auf der höchsten Stufe etwa 5 Minuten gut verkneten.
3. Hefeteig mit einem Küchentuch abdecken und 45 Minuten gehen lassen.
4. Hefeteig auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen (ca. 30 x 50 cm) und mit der Erdbeermarmelade und dem Rosenmus bestreichen. Die gewürfelten Erdbeeren und die geriebene weiße Kuvertüre aufstreuen.
5. Hefeteig von der kurzen Seite her einrollen und mit einem Faden oder einem scharfen Messer in acht gleiche Stücke schneiden.
6. Herz-Backform mit Butter einstreichen oder mit Backtrennspray einsprühen. Die Heferollen mit der Schnittfläche nach oben einlegen. Zugedeckt nochmals 15–20 Minuten gehen lassen.
7. Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
8. Die Teigstücke mit Milch oder einem Eidotter-Milchmix bestreichen und im Rohr ca. 30 Minuten goldgelb backen.
9. Für die Deko den Frischkäse mit dem Vanillezucker und Rosensirup verrühren und die abgekühlten Hefeschnecken damit streifenförmig überziehen. Mit etwas Rosenmus und Rosenblüten toppen.
Rosige Zeiten wünscht euch eure sugar&rose.















Weil im Garten derzeit alles gleichzeitig sprießt und blüht, habe ich die Muttertagstorte mit Blütenblättern von Geranien, Taubnesseln, Rosen und Vergissmeinnicht bestreut. Der Lavendel blüht leider noch nicht, würde sich aber auch auf dieser Blütenwiese wohl fühlen. Das Vergissmeinnicht-Herz liegt auf einem dünnen Karton und kann vor dem Anschneiden zusammen mit den Vintage-Schleifen abgenommen werden.
Passend zu den zarten Vergissmeinnicht will ich einen möglichst hellen Kuchenboden haben, einen White Cake. Ganz weiß wird das Biskuit zwar nicht, aber ohne Eigelb schon recht hell. Das Eiweiß wird dazu mit Schmand (da es in Österreich keinen Schmand gibt, mische ich Sauerrahm und Crème-fraîche) verquirlt und dann erst den trockenen Zutaten beigemengt. Das für amerikanische Kuchen typische Backmehl ersetze ich durch glattes Mehl mit etwas Maisstärke und Backpulver.
Und weil ich nur ungern stundenlang Kuchen oder Torten backe, habe ich für die Füllung eine schnelle Quarkcreme gewählt. Das Gelatinepulver (Gelatine fix) wird gar nicht erst aufgelöst, sondern einfach in die Schlagsahne eingerührt. Die perfekte Füllung für jene, die schlechte Erfahrungen mit Gelatine haben: hier kann absolut nix schief gehen …

Ein bisschen Frucht schadet aber auch einer weißen Torte nicht. Daher gebe ich eine Handvoll Himbeeren in die Quarkfüllung mit Rosen-Aroma. Auch Erd- oder Heidelbeeren wären farblich und geschmacklich passend. Wer mit Rosenduft nichts am Hut hat, ersetzt das Rosenwasser einfach durch Mandelaroma oder Zitronenabrieb.
Mittags wird am Muttertag gegrillt. Mein Mann ist der Grillmeister, mein Sohn serviert mir – hoffentlich 😉 – ein Gläschen Rosésekt und ich lege die Füße hoch. Und nach dem Essen gibt es ein Tässchen Kaffee in meinem Rosengeschirr und ein Stück Muttertagstorte. Ein Tag ohne Stress und Hektik. Kein überfülltes Restaurant mit überforderten Kellnern und stundenlangen Wartezeiten. Ein Muttertag im Garten, ganz nach meinem Geschmack. Und rundum duften meine frisch erblühten Rosen … Fast schon kitschig, oder?
Die Edelrose Chartreuse de Parme und die Austin-Rosen Sister Elizabeth sowie Mary Rose haben heuer das Rennen um die ersten Blüten gewonnen. Anfang Mai, und man kann schon ein frisches Rosen-Kranzerl binden! Wie oft gibt es das?