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Englische Scones – Teatime bei Jane Austen & Bridgertons

Britischer Cream Tea besteht aus Tee und Scones mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade, zum Afternoon Tea werden zudem pikante Sandwiches und Kuchen serviert. Meist sind die gereichten Scones klein und rund, es gibt sie aber auch dreieckig und größer, mit und ohne Rosinen – ich liebe sie in allen Formen und Varianten, auch zum Frühstück oder Nachmittagskaffee.
Die fluffigen, leicht krümelnden und nur dezent süßen Brötchen sind in weniger als zwanzig Minuten fertig und schmecken frisch gebacken und noch warm am besten, lassen sich aber auch einfrieren und aufbacken. Vorausgesetzt, es bleiben welche übrig.

Sieben kleine Scones auf grauem Steingutteller auf rosa Stoffserviette, im Hintergrund weiße Rosenblüten
Mehrere goldgelbe Scones übereinander geschichtet auf grauem Teller, einer davon in der Mitte auseinander gebrochen

Originalrezept für klassische Scones

Das einzige und originale Rezept für Scones gibt es nicht! Wohl auch nicht das Originalrezept aus dem Buckingham Palace oder der Queen. Ein Freund erzählte mir, dass selbst in seiner alteingesessenen südenglischen Familie mehrere Scones-Rezepte im Umlauf seien. Es sei wohl wie beim Gugelhupf, jede Familie, jede Region habe „ihr“ Geheimrezept. Die einen machen den Teig etwas klebriger, die anderen fester. Und während einige auf Sahne anstelle von Butter und Milch setzen, kommt bei anderen sogar ein Ei zum Teig. Dementsprechend unterscheidet sich die Konsistenz der Scones: fester, fluffiger, krümeliger, buttriger oder (mit Ei) kuchenähnlicher.
Auch bei den Rosinen scheiden sich die Geister, weshalb man zum Afternoon Tea meist einen Scone mit und einen ohne Rosinen serviert bekommt.
Wichtig ist, dass die Scones beim Backen an den Rändern Risse bekommen. Denn Scones sollte man nicht schneiden müssen, sondern mit beiden Daumen in der Mitte auseinanderbrechen können.

Verschiedene Bücher mit Tea Time Rezepten, im Vordergrund ein roasfarbenes "Tea Time mit Jane Austen", dahinter ein aufgeschlagenes mit Rezept "Englische Cream Scones" und "Royal Teatime" sowie eine Tasse Tee und eine silberne Teekanne
Zwölf Scones auf einem schwarzen Gitterrost dahinter eine silberne Teekanne und drei Schälchen gefüllt mit Clotted Cream, Erdbeermarmelade und Orangenmarmelade

Zubereitung Scones

Die Zubereitung von Scones ist recht unkompliziert. Der Teig besteht aus wenigen Zutaten, die man üblicherweise im Vorratsschrank hat. Der Teig muss nicht aufwändig geknetet werden und vor dem Backen auch nicht aufgehen, weshalb er in maximal fünf bis zehn Minuten fertig ist.
Zunächst wird die gewürfelte Butter mit der Mehl-Zucker-Backpulver-Salz-Mischung verkrümelt, danach die Flüssigkeit (Schlagobers/Sahne, Milch, Buttermilch, Sauerrahm oder Crème fraîche) mit einer Gabel bzw. einem Löffel untergerührt. Der etwas klebrige, uneinheitliche Teig wird dann mit den Händen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Kugel geformt und mit den Händen auf ca. 2,5 bis 3 cm Dicke flach gedrückt.
Mit einer Ausstechform (Keksausstecher bzw. dünnwandiges Glas mit 5 oder 7–8 cm Durchmesser) werden Kreise ausgestochen und aufs Blech gesetzt. Damit die Scones schön aufgehen und an den Rändern einreißen, sollte die Ausstechform nicht gedreht, sondern nur einmal fest in den Teig gedrückt werden. Schließlich werden die Teiglinge mit etwas Milch bestrichen und je nach Größe 10–12 Minuten gebacken.

Zubereitungsschritte der Scones, einzelne Zutaten in rosa Schalen, das Abkneten der Butter und Verrühren sowie das Ausstechen der Scones samt Ausstechformen

Clotted Cream und Marmelade

Die dickrahmige, britische Clotted Cream mit einem Fettgehalt von 55 % ist einzigartig und bekommt man bei uns nur im ausgewählten Handel oder online – abgepackt in Gläsern im Kühlregal. Alternativen wie die löffelfeste Crème double bzw. ein Mix aus Mascarpone und flüssigem Obers (Sahne) kommen nahe an Geschmack und Konsistenz der Clotted Cream heran.
Ich esse Scones auch gerne mit Butter und Marmelade und daher stellt sich bei mir die Frage nicht, ob die Clotted Cream zuerst auf die Scones kommt oder die Marmelade. Dem Argument, dass warme Scones die Clotted Cream schmelzen lassen, kann ich etwas abgewinnen. Die ehemalige Queen und Prinzessin Kate gehören angeblich zur Fraktion mit Marmelade zuunterst.
Und dann ist da noch die Frage der passenden Marmelade: Erdbeere oder Himbeere? Bevorzugt wird Erdbeermarmelade zu Scones gereicht, in manchen Hotels auch Orangenmarmelade oder auch Lemon Curd.

Eine Tasse Tee, eine Schale mit Milch sowie ein Teller mit aufgeschnittenen und bestrichenen Scones, ein Messer, dahinter eine Silberschale mit zahlreichen Scones sowie Marmelade und Clotted Cream Schälchen
Teeschale und Desserteller mit Rosenmotiven, darauf Scones mit Clotted Cream und verschiedenen Marmeladen, dekoriert mit Rosenblüten

Tee mit Mr Darcy

Zum Afternoon Tea im Regency Tea Room des Jane Austen Museums in Bath wurden uns ausgewählte Tees sowie Scones mit Clotted Cream, Erdbeer- und Himbeermarmelade sowie pikante Sandwiches und kleine Kuchenstücke gereicht. Meine Freundin und ich haben den „Tea with Mr Darcy“ mit Blick auf ein Bild von Colin Firth als Mr Darcy in Stolz und Vorurteil gewählt, stilecht serviert von der Bedienung in Regency-Kleidern.

Das Jane-Austen-Museum in Bath, Regency-Kleider, die Erstausgabe von Pride and Prejudice, Bild von Colin Firth als Mr Darcy, eine Etagere mit Scones, Finger Sandwiches und Kuchen und Sugar&Rose Tee trinkend

Bridgerton Afternoon Tea im Lanesborough

Der von Bridgerton inspirierte Nachmittagstee im majestätischen Ambiente des Lanesborough Hotel in Londons Hyde Park Corner war ein echtes Erlebnis. Mit Fascinator im Haar haben wir im blumengeschmückten Speisesaal unter dem gewölbten Glasdach mit imposanten Lustern Platz genommen und nach einem köstlichen Cocktail mit Kirsche, Blüten und einer weißen Feder die Sandwiches und Käse-Tartelettes genossen, dazu mehrere Tees probiert und uns dann den großartigen Süßigkeiten – dem „The Book of Eloise“ oder „Social Butterfly“ – gewidmet, die ebenso einzigartig schmeckten wie sie aussahen. Die Scones haben wir nach Verkostung einpacken lassen, sonst wären wir sprichwörtlich „geplatzt“.

Verschiedene Aufnahmen des Afternoon Teas im Lanesborough, Blütenkranz am Eingang, ein Glasluster, Cocktails, silberne Teekanne, die Bridgerton-Menükarte, Blumenarrangements und Etageren mit Pastries

Afternoon Tea im Shard & Connaught

Im 310 m hohen gläsernen Wolkenkratzer The Shard London mit traumhaftem Blick auf die Themse und die alte Tower Bridge wurde uns neben Scones und herzhaften Köstlichkeiten das pyramidenförmige Hochhaus von Renzo Piano auch als Schokoladen-Gebäck im Nebel serviert.

Blick vom Shard auf die Tower Bridge, im Vordergrund Etageren mit Süßigkeiten, Sandwiches und Rosinen-Scones, darunter Afternoon Tea im Connaught mit Etagere voller Desserts, Menükarte und ein Teller mit fünf unterschiedlichen Sandwiches

Im altehrwürdigen Connaught Hotel in Mayfair starteten wir den Nachmittagstee mit einem Glas Champagner, bevor wir uns durch die große Auswahl exotischer Teesorten kosteten, dazu Fingersandwiches gefüllt mit Gurke und Minze sowie Lachs, Truthahn, Ei und Tandoori-Joghurt genossen und uns dann an Scones und Pastries erfreuten.
Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass ich ein absoluter Fan von englischem Cream Tea bin und daher regelmäßig Scones backe.

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Rosenkekse

Rosenkekse zum Bridgerton Afternoon Tea

Herrlich duftend und bezaubernd schön! Die zartmürben Rosenkekse mit blassrosa Frosting und frischen Duftrosenblüten passen vorzüglich zum Afternoon Tea, schmecken aber ebenso zu einem Tässchen Mokka. Ob ihr, geneigte Leserschaft, die Rosen-Cookies zusammen mit einer edlen Tasse englischen Tee zum Start der neuen Bridgerton-Staffel reicht oder sie lieber zur Lektüre von Jane Austen selber vernascht, bleibt euch überlassen.
Nach Lust und Laune mit Blüten dekoriert und in transparentes Cellophan verpackt, sind sie auch ein ideales Mitbringsel zum gemeinsamen Binge-Watching.

Drei große rosa Rosenkekse mit kleinen rosa Rosenblüten auf weißem Leinentuch mit einer kleinen rosa Moccatasse von Augarten, daneben ein Strauß rosa Röslein mit rosa Schleife
Runde rosa Rosenkekse mit gezacktem Rand und Loch in der Mitte, dekoriert mit kleinen Rosenknospen der rosa Rose The Fairy
Fünf Rosenkekse, davon drei mit kleinen Röschen bestreut, die anderen zwei mit grünen Pistazien und pinken Rosenblütenschnipseln, dekoriert mit einem Strauß rosa Rosen

Von blassrosa über pink bis fuchsia: Rosenkekse mit Blütendekor

Beim Dekorieren der Rosenkekse gibt es keine Grenzen. Alles, was an Blüten essbar ist, kommt auf die Kekse. Ob frisch oder getrocknet, ist eher eine saisonale Angelegenheit. Ich habe frische Petalen der Rose de Resht und Ispahan verwendet. Stark duftende Rosen wie Duchesse de Rohan, Jacques Cartier oder Rosa gallica officinalis eignen sich ebenso, aber auch Duftgeranienblüten und Kornblumen, Violen, Kapuzinerkresse, Ringelblumen, Lavendel oder Borretsch. Wenn die Blütenblätter zu groß sind, kann man sie mit der Schere zerkleinern. Dabei sollten sie nicht zu stark gequetscht werden, damit das ätherische Öl erhalten bleibt. Selbstredend dürfen nur ungespritzte Blüten verwendet werden. Wir wollen die Kekse ja essen!
Zudem können die glasierten Kekse mit gefriergetrockneten Himbeeren und grünen Pistazien bestreut werden. Beide harmonieren mit der zart mürben Textur der Kekse.

Drei rosa Kekse mit Loch, zur Hälfte dekoriert mit verschiedenfarbigen Rosenblüten in Fuchsia, Pink und Hellrosa
Vier Sorten Dekoration der Rosenkekse: 
1. mit verschiedenen pinken Rosenblüten
2. zur Gänze belegt mit fuchsia, pink und rosa Rosenblüten
3. mit kleingeschnittenen dunkelrosa Rosenblüten
4. mit blauen Kornblumen, gelber Kapuzinerkresse und pinken Rosenblüten sowie getrockneten Himbeeren

Rosenkekse zum Verschenken

Kekse schmecken nicht nur rund um Weihnachten. Rosen- oder Blütenkekse sind wunderbare Geschenke, perfekt zum Dankeschön-Sagen oder als kleine Aufmerksamkeit. Ich empfehle Backen auf Vorrat. In Cellophansäckchen mit einer schönen rosa Masche verpackt, halten sie einige Wochen lang. Aber Achtung: Suchtgefahr!

Drei Sorten Rosenkekse einzeln verpackt in durchsichtiges Cellophan, die Säcken zugebunden mit hellrosa und fuchsia Maschen

Rosen des Monats Juni: The Fairy & Super Excelsa

Die kleinblütige Bodendeckerrose „The Fairy“ habe ich im Herbst bei einem Blogpost vorgestellt. Ihre zartrosa Blüten habt ihr sicher schon an Parkplatzrändern oder neben religiösen Kleindenkmälern (Kapellen, Wegkreuzen, Bildstöcken oder Marterln) gesehen. Sie wird in Österreich gerne als „Marterlrose“ gepflanzt, da die überreichlich blühende, breitbuschig wachsende Rose sehr robust und pflegeleicht ist.

Runder Messingteller mit frischen Blüten der hellrosa The Fairy Rose und kräftig pinken Blüten der Kletterrose Super Excelsa

Die karminrosa bis kräftig pink blühende Ramblerrose „Super Excelsa“, die bei mir in einem Container an der Pergolawand gepflanzt ist, hat nach wenigen Jahren bereits eine Höhe von knapp drei Metern erklommen. Die Blüten stehen in Büscheln beisammen, sind selbst aber nur 3–5 cm groß. Die Rose blüht von Juni bis in den Herbst hinein und ist eine wahre Bienenweide. Die zahlreichen Seitentriebe kürze ich im Frühling ein, das regt neue Blütentriebe an. Ich habe die moderne Kletterrose – wie viele meiner Rosen – im Gartencenter Praskac in Tulln/NÖ gekauft (unbezahlte Werbung). Bei der großen Auswahl an etwa 350 Rosenarten in der Gärtnerei zieht bei jedem Besuch dort selbstredend eine weitere Schönheit in meinen Garten ein.

Potpourri von Fotos der knallpinken Kletterrose Super Excelsa, teilweise an der Pergola bzw. am Geländer hochrankend
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